Interdisziplinäre Konferenz „The Politics of Limits: Sustainability and Democracy in Times of Changing Climates“ (8.-9. Dezember 2025, Duisburg-Essen)
In den letzten Jahren hat sich eine Abkehr sowohl von Nachhaltigkeitsverpflichtungen als auch von demokratischer Regierungsführung vollzogen. Auch wenn demokratischer Rückschritt und ökologische Krise oft miteinander verflochten erscheinen, verstärken sie sich nicht immer gegenseitig. Demokratie und Nachhaltigkeit sind auch keine natürlichen Verbündeten. Schließlich kann das Versprechen der Demokratie auf allgemeine Freiheit und Gleichheit selbst im Widerspruch zu Vorschlägen stehen, dass heutige Gesellschaften das Wirtschaftswachstum politisch einschränken müssen (sofern Wachstum gleichbedeutend mit Ressourcenverbrauch ist). Um dieser möglicherweise intrinsischen Spannung zu begegnen, konzentriert sich diese interdisziplinäre Konferenz auf ein politisches Konzept, das einen Rahmen für die Konzeptualisierung notwendiger Beschränkungen bieten könnte: die Idee der republikanischen Freiheit, bei der die individuelle Freiheit durch die „Freiheit anderer“ sowie durch die Regeln und Richtlinien, auf die sich die politische Gemeinschaft als Ganzes geeinigt hat, eingeschränkt wird. Die Teilnehmer untersuchen das Verhältnis zwischen republikanischen Einschränkungen der individuellen Freiheit und möglichen wirtschaftlichen Beschränkungen sowie das Verhältnis zwischen demokratischer Gerechtigkeit und Wirtschaftswachstum (sowohl auf der Ebene der Ideen als auch der Praxis).
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