Workshop: „Kantische Ansätze in der Politischen Philosophie“ mit Arthur Ripstein

Die Kolleg-Forschergruppe Justitia Amplificata lädt herzlich zu einem halbtätigen Workshop mit Arthur Ripstein ein, der am Donnerstag, den 22.9.2016 stattfinden wird. In Anlehnung an Ripsteins Buch „Force and Freedom“ geht es um Kantische Ansätze in der Politischen Philosophie. Vortragen werden Arthur Ripstein, Lea Ypi, Tamara Jugov, Stefan Gosepath und Rainer Forst. Der Workshop findet am Philosophie-Institut (Hermeneutikvilla, Thielallee 43) der FU Berlin statt.  Das Programm findet sich hier. Wer teilnehmen möchte, meldet sich bei Valérie Bignon an: Bignon@em.uni-frankfurt.de. Dabei bitte unbedingt angeben, ob ihr beim anschließenden Abendessen in Mitte dabei sein wollt!

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Krieg und Frieden. Mit Kant gegen den islamischen Extremismus (Erster Teil: Das Staatsrecht)

Dieser Text entstand ursprünglich in Reaktion auf die Pariser Terroranschläge vom 13. November 2015. Die Anschläge in Brüssel am 22. März 2016 unterstreichen in schmerzlicher Weise die Dringlichkeit der darin aufgeworfenen Fragen. In Zeiten der Stabilität fristet die Rechtsphilosophie eher ein Schattendasein. Sie erscheint als Magd, die der mit staatlicher Macht ausgestatteten Juristerei die Schleppe nachträgt. Doch in Krisenzeiten, wenn das überkommene positive Recht durch veränderte Realitäten fundamental herausgefordert, ja prekär wird, erwacht das fast vergessene Bedürfnis nach einem Anker im Strom der Zeit. In der Krise zeigt sich, dass die Philosophie ihrer vermeintlichen Herrin tatsächlich die Fackel voranträgt. Die Bedeutung der Rechtsphilosophie im Verhältnis zur positiven Rechtswissenschaft liegt in ihrem Gegenstand und Erkenntnisinteresse, ihrer Freiheit und gleichzeitigen Rückgebundenheit an das empirische Recht. Sie soll – von staatlicher Aufsicht unbehelligt – den Begriff von Recht (und Unrecht) überhaupt und allgemein gültige Grundsätze für die Gesetzgebung aufstellen. Sie ist Kritik (oder Affirmation) des bestehenden und Triebmotor des zukünftigen Rechts.

Immanuel Kants Rechtsphilosophie (Metaphysik der Rechtslehre/Naturrecht), die er als Teil der praktischen Philosophie betrachtete, ist mehr als 220 Jahre alt und doch immer noch eine gute Richtschnur, um die Probleme gegenwärtiger Krisenzeiten zu durchdenken. Das gilt für aktuelle Fragen von Migration und Asyl wie auch für die Auseinandersetzung mit dem islamischen Extremismus. In diesem ersten Teil widme ich mich Aspekten seines Staatsrechts. (mehr …)

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Rettet Kant vor den neuen Kosmopoliten!

Eine Entgegnung auf Nikita Dhawans Essay „Aufklärung vor Europäern retten

Immanuel Kants Schrift Zum ewigen Frieden ist der zentrale Bezugstext der letzten kosmopolitischen Welle, die Anfang der 1990er Jahre eingesetzt hat. Jürgen Habermas, Seyla Benhabib und viele andere politische Philosophinnen und Philosophen haben insbesondere den dritten Definitivartikel wiederentdeckt: das Weltbürgerrecht. So auch Nikita Dhawan in ihrem Text in der taz vom 5. Mai 2015 über die europäische Flüchtlingspolitik. Das Problem ist, dass sich Dhawan – wie so viele Interpreten zuvor – bei ihrer Kant-Lektüre von den eigenen Wünschen überwältigen lässt. Wer den großen Philosophen für sich in Anspruch nehmen will, muss aber zuallererst Wert auf ein sorgfältiges Verständnis seiner Rechtsphilosophie legen. Nur dann kann eine Übertragung auf heutige Fragen, wie die Asyl- und Migrationspolitik der EU, gelingen. (mehr …)

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Freiheit, Recht, Demokratie? „Kant and Republicanism“ in Hamburg

Sofern es in der zeitlosen Welt Politischer Theorie so etwas wie „trendige“ Themen gibt, ist der Republikanismus sicherlich eines davon. Im deutschen Sprachraum (vor allem durch Arendts Erbe) nie so ganz von der Bildfläche verschwunden, waren es im anglo-amerikanischen Raum zunächst die ideengeschichtlichen Arbeiten John Pococks und Quentin Skinners, dann aber natürlich vor allem der Einfluss der Neo-Republikanischen Freiheitstheorie Philipp Pettits, die über die letzten zwei Jahrzehnte eine anhaltende Renaissance auslösten. Das Thema scheint mittlerweile einen solchen Beliebtheitsgrad erreicht zu haben, dass manch einer bereits einen grassierenden „Republikanismusneid“ (Peter Niesen) zu erkennen meint: Die Tendenz auch noch den letzten Denker zum Republikaner zu küren, seien die inhaltlichen Anhaltspunkte auch noch so dünn. Zu diskutieren, inwieweit dieses Urteil auch auf Immanuel Kants politisches Denken zutrifft, war das Ziel der Konferenz „Kant and Republicanism“, die von 8. bis 10. April in Hamburg stattfand. Die Organisatoren Peter Niesen und Marcus Willaschek hatten ein beachtliches Aufgebot an politiktheoretischer Prominenz in der Hansestadt versammelt, um drei Tage lang über die Verbindungen von republikanischer und Kantianischer Denktradition zu diskutieren. Peter Niesen identifizierte einleitend drei republikanische Grundmotive, an denen sich die wichtigsten Debattenstränge der Konferenz schwerpunktmäßig nachvollziehen lassen: ein spezieller Freiheitsbegriff, eine bestimmte Vorstellung republikanischer Institutionen und Regierungsweise, sowie die Idee einer republikanische Friedensordnung zwischen, und über die Staaten hinaus. (mehr …)

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Wiedergelesen: Kants Orientierungsversuch für ein Globales Zeitalter

Wiedergelesen-Beitrag zu: Immanuel Kant: „Was heißt: Sich im Denken orientieren?“, Werkausgabe, hg. von Wilhelm Weischedel, Band V, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1977, S.276-283.

 

Kants Aufsatz mit dem merkwürdig daherkommenden Titel „Was heißt: Sich im Denken orientieren?“ ist sicherlich eine seiner weniger rezipierten Schriften. Eine Ursache mag darin liegen, dass der im Oktober 1786 in der „Berlinischen Monatsschrift“ erschienene Text eher als zeitgeschichtliche Intervention denn als philosophische Innovation gelesen wird: und zwar als Kants pointierter Beitrag zum „Pantheismusstreit“, einer auf dem Höhepunkt der europäischen Aufklärung verbittert geführten Auseinandersetzung um das Verhältnis von Glaube und Vernunft. Während der Text, der herkömmlichen Lesart folgend, kaum philosophischen Mehrwert hinsichtlich Kants systematischeren Schriften bietet, möchte ich hier einen alternativen (doch wenig beschrittenen) Weg erkunden. Er besteht darin, Kants geographische Metaphorik politisch zu lesen und zu fragen, inwieweit seine Topographie der Vernunft geeignet ist, „global“ zu denken – in einem Zeitalter, in dem sich der Einzugsbereich unserer moralischen Anteilnahme und Verantwortung scheinbar unaufhörlich erweitert. (mehr …)

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Kant & Republicanism: Konferenz und Pettit-Vortrag in Hamburg

Vom 8. bis 10. April veranstalten Marcus Willaschek und Peter Niesen an der Universität Hamburg die internationale Konferenz „Kant & Republicanism“. Die Tagung widmet sich der Frage, inwiefern Kant der republikanischen Tradition der politischen Theorie zugerechnet werden kann. Vortragende sind unter anderem Katrin Flikschuh, Rainer Forst, Pauline Kleingeld und Arthur Ripstein. Das vollständige Programm finden Sie hier. Da nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen verfügbar ist, wird um Anmeldung bis spätestens 1. April an Markus Patberg (markus.patberg@wiso.uni-hamburg.de) gebeten. Philip Pettit hält im Rahmen der Konferenz einen Abendvortrag zum Thema „Rousseau’s Bequest to Kant“; Info hier.

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Konferenz zum Deutschen Idealismus

Eine hochkarätig besetzte Konferenz an der Freien Universität Berlin befragt die Aktualität von Kant, Hegel, Schelling, Herder und anderen Philosophen des Deutschen Idealismus. Im Mittelpunkt der Tagung (24.-27.5.2012) stehen zwar ästhetische Fragen, da der Idealismus aber bekanntlich durch seinen Systemcharakter charakterisiert ist – es wurden ethische, logische, metaphysische, religionsphilosophische, politische und anthropologische Fragen gestellt und miteinander in Beziehung gesetzt – sind auch die ästhetischen Überlegungen natürlich nicht isoliert zu betrachten. Zu den Keynote-Speakers gehören Thierry de Duve, David Carr, Howard Caygill, David Wellbery, Mladen Dolar und James Conant. (mehr …)

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Kant als Unternehmensberater

Die Kritik der reinen Vernunft ist, zugegeben, trocken. Und nicht gerade einfach. Es sei denn, man übersetzt ihren Inhalt mal etwas plastischer und aktueller, so wie es Simone Dietz versucht: Demnach arbeiten Sonja Sinnlichkeit und Volker Verstand für die Erkenntnis-GmbH. Und Immanuel Kant rettet als Unternehmensberater die Firma… Dietz, Professorin für Praktische Philosophie in Düsseldorf, erklärt die KrV einmal anders hier.

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