Adorno-Vorlesungen „Race, Culture, History“ (Frankfurt 29.6.-1.7.)

Die diesjährigen Adorno-Vorlesungen des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt am Main werden von Linda Martín Alcoff (Hunter College/Graduate Center der City University of New York) gehalten. Ihre drei Vorlesungen laufen unter dem Titel »Race, Culture, History« und finden vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2022 im Hörsaal IV am Campus Bockenheim statt. Darin widmet sich Alcoff der historischen und kulturellen Rekonstruktion von Race und damit verbundenen Identitäten: Welche Erfahrungen entstehen aus der konstitutiven Beziehung von Race, History and Culture? Wie sind bestimmte Vorstellungen von Race mit konkreten, regressiven wie progressiven, Praktiken und Lebensweisen verbunden? Und inwieweit braucht es neue Ansätze, um die Narrative des Rassismus und ihr Fortbestehen zu überwinden und gesellschaftliche Verhältnisse zu transformieren? Weitere Information finden sich auf der Website des IfS.

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Leerstellen politischer Theorie. Lesenotiz zu Axel Honneths und Jacques Rancières „Unvernehmen oder Anerkennung“

Foto: Suhrkamp

Grundlage des vorliegenden Bands ist ein Gespräch zwischen Jacques Rancière und Axel Honneth, das im Juni 2009 am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main stattfand. Nach einer wechselseitigen kritischen Würdigung trafen sie in einem durch Christoph Menke moderierten Gespräch aufeinander. Dieser Kern des Bandes ist durch eine kenntnisreiche Einführung von Jean-Philippe Deranty und Katia Genel sowie die Aufsätze „Die Methode der Gleichheit“ (Rancière) und „Zwei Deutungen sozialer Missachtung“ (Honneth) eingeklammert. Die Debatte zwischen Honneth und Rancière kreist dabei grundsätzlich um Fragen hinsichtlich des Subjekts, der Identität und der Gleichheit. Hieran zeigen sich Leerstellen unterschiedlicher Art, die für die (deutsche) Politiktheorie allgemein von Interesse sein könnten, da sie Defizite hinsichtlich der Theoretisierung von Struktur, Materialität und (pluraler) Moderne(n) markieren.

Die Einführung von Deranty und Genel verortet beide Denker im erweiterten Kontext ‚kritischer Theorie‘, womit Theorieströmungen gefasst werden, die sich kritisch auf Marx beziehen und insbesondere im Kontext von Frankfurter Schule und französischer Nachkriegsphilosophie auftraten. Deranty und Genel verorten die Debatte im Gesamtwerk der Autoren und legen die grundsätzlichen Motive des Austauschs dar. Während beide theoretische Werkzeuge entwickeln, die mit dem Verständnis und der Veränderung der gegenwärtigen Verhältnisse befasst sind, divergieren sie mit Blick auf die theoretischen Bezüge und Antworten. Entsprechend sehen Deranty und Genel den Kern der Auseinandersetzung in der Frage, „ob die Paradigmen, die sie anführen, um die Gesellschaft zu kritisieren und ihre Weiterentwicklung sowie die Transformationen zu ergründen, die sie gerechter bzw. freier machen sollen – das Paradigma der Anerkennung und das des Unvernehmens –, miteinander konkurrieren, sich wechselseitig ausschließen oder vereinbar sind“ (7). (mehr …)

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Adorno-Vorlesung 2019: Peter E. Gordon

So explizit wie lange nicht mehr, geht es in der diesjährigen Frankfurter Adorno-Vorlesung um das Denken Adornos. An drei Abenden spricht Peter E. Gordon, Professor an der Harvard Universität, zum Thema  „Theodor W. Adorno and the Sources of Normativity“. Die Vorlesungen finden am 12., 13. und 14. Juni jeweils von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr am Frankfurter Campus Bockenheim im Hörsaal IV statt. Die Veranstaltung ist wie immer öffentlich, kostenlos und eine Anmeldung ist nicht notwendig. Diese und weitere Infos (inklusive eines kurzen Abstracts zur Vorlesung) findet ihr auf dem angehängten Flyer.

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Vortrag Micha Brumlik „‚Alle Welt sei untertan der Obrigkeit!‘ Wie demokratietauglich sind Religionen?“ (Frankfurt)

Am 12. Dezember 2018 spricht Micha Brumlik im Rahmen der IfS-Vortragsreihe »Demokratie und Wahrheit« zu den Frankfurter Positionen 2019 zum Thema »Alle Welt sei untertan der Obrigkeit!« Wie demokratietauglich sind Religionen?«. Die Rückkehr von Religionen auf die weltpolitische Bühne ist Anlass, die Frage nach der Demokratieverträglichkeit von Religion erneut zu stellen. Micha Brumlik diskutiert die These, wonach sich die (monotheistischen) Religionen mit ihrer gebieterischen Unterscheidung zwischen Wahrheit und Unwahrheit, Ge- und Verbotenem im Ernstfall nicht in den demokratischen Rechtsstaat einfügen lassen. Alle Informationen zum Vortrag finden sich gebündelt hier.

Den Abschluss der Reihe bildet der Vortrag von Susanne Lüdemann zum Thema »Demokratie und Urteilskraft im digitalen Zeitalter. Am Beispiel von Chemnitz« am 9. Januar 2019. Alle Vorträge der Vortragsreihe beginnen um 19.30 Uhr in der Zentralbibliothek Frankfurt am Main. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Termine und Informationen zu der Vortragsreihe finden sich hier.

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Vortrag Frieder Vogelmann „Mit Unwahrheit kämpfen. Zur Aktualität der Vernunftkritik“ (Frankfurt)

Am 28. November 2018 spricht Frieder Vogelmann im Rahmen der IfS-Vortragsreihe »Demokratie und Wahrheit« zu den Frankfurter Positionen 2019 zum Thema »Mit Unwahrheit kämpfen. Zur Aktualität der Vernunftkritik«. Der Philosoph Frieder Vogelmann erinnert daran, wie problematisch   ̶  bei aller berechtigten Kritik am strategischen Einsatz alternativer Fakten   ̶  die Berufung auf die eine Wahrheit in der Politik von jeher war und noch immer ist. Alle Informationen zum Vortrag finden sich gebündelt hier.

Es folgen Vorträge von  Micha Brumlik (12.12.) und Susanne Lüdemann (9.1.). Alle Vorträge der Vortragsreihe beginnen um 19.30 Uhr in der Zentralbibliothek Frankfurt am Main. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Termine und Informationen zu der Vortragsreihe finden sich hier.

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Vortragsreihe „Demokratie und Wahrheit“ (Institut für Sozialforschung, Frankfurt)

Am 31. Oktober 2018 findet der Eröffnungsvortrag der IfS-Vortragsreihe »Demokratie und Wahrheit« im Rahmen der Frankfurter Positionen 2019 von Prof. Dr. Hauke Brunkhorst zum Thema »Entkoppelung von Wahrheit und Demokratie. Autoritärer Liberalismus im globalen Strukturwandel der Öffentlichkeit« statt (Flyer). Er beschreibt eine Welt, in der der Zusammenhang von Demokratie und Wahrheit aufgrund extremer sozialer Ungleichheit sowie einer globalen Privatisierung der Medien gefährdet, wenn nicht bereits zerrissen ist.

Es folgen Vorträge von Ute Daniel, Frieder Vogelmann, Jan Assmann und Susanne Lüdemann. Alle Vorträge der Vorlesungsreihe beginnen um 19.30 Uhr in der Zentralbibliothek Frankfurt am Main. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Termine und Informationen gibt es auf dem Plakat, der Website, auf Facebook oder hier unten.

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Workshop „Radical Democracy: Democracy after Marx“ (Frankfurt)

Am 1. und 2. November findet am Institut für Sozialforschung in Frankfurt der zweite Radical Democracy Workshop statt. Gemeinsam mit Prof. Vicky Iakovou (University of the Aegean) werden Texte zum Thema „Democracy after Marx: Lefort, Abensour and the Critique of Domination“ diskutiert. Um Anmeldung wird bis zum 10. Oktober gebeten, damit die digitalen Kopien der Texte für die Diskussion per Email versandt werden können. Alle Informationen finden sich auf dem Flyer.

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Vorlesungsreihe: The DEBT Lectures (Frankfurt)

Am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main findet in diesem Wintersemester eine Vorlesungsreihe mit dem Titel „The DEBT Lectures“ statt. In der Vortragsreihe geht es um die Reflexionen gegenwärtiger Schuldenbeziehungen im neoliberalen Europa und die Analyse eines erweiterten Verständnis von Schulden und Schuld in Hinblick auf die Konstituierung von Subjektivitäten und sozialen Bindungen. Eingeladen sind Maurizio Lazzaratto, Maria Markantonatou, Ute Tellmann, Silke Meyer und Yannis Stavrakakis. Die erste Veranstaltung mit Aristide Antonas ist schon gelaufen, aber als nächstes steht am 15.11 (19h, IfS)  ein Vortrag von Maurizio Lazzarato zu „The Debt and the War“ an. Infos zur Reihe gibt es auf dem Plakat und zudem auch noch auf einem übergeordneten Blog.

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Workshop: Radical Democracy (Frankfurt)

Am 12 und 13.06.207 findet am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main ein Workshop zu „Radical Democracy“ mit Andreas Kalyvas von der New School for Social Research statt. Als Kommentatoren bei dem von Aristotelis Agridopoulos organisierten Workshop stehen Dagmar Comtesse und Felix Trautmann bereit. Alle weitere Details findet ihr auf dem Workshopflyer. Interessierte mögen sich bitte per Mail bis zum 26. Mai 2017 bei Aristotelis Agridopoulos (agridopoulos@em.uni-frankfurt.de) melden.

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Adorno-Vorlesung 2016: Didier Fassin

In der kommenden Woche findet in Frankfurt die diesjährige Adorno-Vorlesung zum Thema „Life. A Critical Anthropology“ statt. Vortragender diesmal ist Didier Fassin, Anthropologe und Soziologe am Institute for Advanced Studies in Princeton. Angekündigt ist, dass Fassin drei Konzepte diskutieren wird, welche die Ungleichheit von Leben auf je verschiedene Art zu erklären versuchen (Wittgenstein, Benjamin und Foucault). Jedem der Denker ist eine der Vorlesungen gewidmet. Diese finden von Mittwoch bis Freitag (15.-17. Juni) jeweils um 18:30 Uhr im Hörsaal IV (Campus Bockenheim) statt. Die Veranstaltungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Alle Infos entnehmt bitte dem Flyer oder der Webseite des IfS.

Einen zusätzlichen Vortrag von Fassin gibt es am Donnerstag, den 16. Juni. Organisiert von der Initiative Knas[] und dem Arbeitskreis kritischer Jurist_innen Frankfurt wird Fassin um 14 Uhr (ct) (HZ 15, Campus Westend) zu „The Punitive Moment“ sprechen und seine Studien zu französischen Gefängnissen vorstellen. Die Infos zu dieser Veranstaltung gibt es hier.

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