(K)eine Erzählung. Zu Albrecht Koschorkes „Hegel und Wir“

Lesenotiz zu: Koschorke, Albrecht (2015): Hegel und wir. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2013. Berlin: Suhrkamp.

Wer eine Vorlesung, die den Namen Adornos trägt, hält, stellt sich in eine Tradition, die kritisches Denken als zentrale Aufgabe der Theorie ausweist. Nun dienen die Adorno-Vorlesungen seit ihrer Etablierung im Jahre 2002 nicht als Medium der Exegese seines Werkes und stellen kein pedantisches Klammern an ihren Namensgeber dar. Doch das selbsterklärte Ziel der Vorlesung ist es immerhin, „mit Adorno über Adorno hinaus“ zu denken (Honneth zitiert nach TAZ online), wie Axel Honneth, Direktor des IfS, selbst betont. Damit steht immer auch die Frage nach der Verfasstheit der Gesellschaft und ihrer Kritik im Raum. (mehr …)

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Konferenz: Von der Kooperation zur Korporation (Hagen)

An der FernUniversität Hagen findet vom 17. bis zum 19. September eine Tagung mit dem Titel „Von der Kooperation zur Korporation. Zur Aktualität von Hegels Theorie der bürgerlichen Gesellschaft“ statt. Die Tagung geht der Frage nach, ob und unter welchen Bedingungen die Sphäre des Marktes eine Sphäre der Freiheit und Selbstrealisierung sein kann und neben Hegels Konzept der Korporation werden sozial-, wirtschafts- und politikphilosophische Zugänge zu dessen Werk verhandelt. Das Programm findet ihr hier oder hier als PDF, Anmeldung ist hier möglich.

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CfP: Kooperation zu Korporation (Hagen)

An der Fern-Universität Hagen findet vom 17-19.09.2015 eine Tagung mit dem Titel „Von der Kooperation zur Korporation. Die Gegenwart von Hegels Theorie der bürgerlichen Gesellschaft“ statt. Die Tagung geht der Frage nach, ob und unter welchen Bedingungen die Sphäre des Marktes eine Sphäre der Freiheit und Selbstrealisierung sein kann. Im Mittelpunkt steht dabei Hegels Konzept der Korporation, das dieser als die eigentliche „sittliche Wurzel“ der bürgerlichen Gesellschaft bezeichnet hat und dessen Weiterentwicklungen in den Bereichen der Wirtschaftsphilosophie (Marx, Honneth), der Sozialphilosophie (Durkheim, Maffesoli) und der politischen Philosophie (Gramsci, Streeck). Abstracts (500 Wörter) müssen bis zum 17.05 an Steffen Herrmann ( steffen.herrmann@fernuni-hagen.de) oder Sven Ellmers ( sven.ellmers@uni-oldenburg.de) geschickt werden. Alle Infos finden sich hier in der PDF mit ausführlicher Beschreibung

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Frankfurter Adorno Vorlesung von Albrecht Koschorke: Hegel als Erzähler

Die diesjährige Adorno-Vorlesung wird von Albrecht Koschorke  gehalten und hat das Thema: „Hegel als Erzähler. Die narrative Verfasstheit der europäischen Moderne“. An drei Abenden, vom 26-28. Juni, setzt sich Koschorke mit Narrativität und Geschichtsphilosophie auseinander. De Veranstaltung findet am Campus Bockenheim (Hörsaal IV in der Mertonstr. 17-21) statt und zwar jeweils von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr. Die Vorlesungen sind öffentlich und es bedarf keiner Anmeldung. Das Vorlesungsplakat und einführende Hinweise zur Fragestellung finden sich hier in der PDF.

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Etwas Hegel für den Hedge-Fond, oder: was haben die Korporationen mit der Transaktionssteuer zu tun?

Wird es einer neuen Steuer gelingen, dass die Finanzmärkte (wieder?) der Gesellschaft dienen? Die Debatte um die Finanz-Transaktionssteuer ist wieder da, auch wenn der Gegenwind von Seiten der Ökonomie heftig bläst. „Wenn man die Finanzmärkte irgendwie in den Griff kriegen will, dann muss man sie regulieren und nicht besteuern“, äußerte zum Beispiel Thomas Straubhaar vor einiger Zeit. Allerdings ist auch eine Steuer eine Form von Regulierung. Sie verändert Anreize, indem sie bestimmte Handlungsoptionen verteuert. Straubhaars eigener Vorschlag, großen Banken höheres Eigenkapital abzuverlangen, verändert andere Kosten, an anderer Stelle. Die Stellschrauben im Rahmenwerk der Finanzmärkte sollen verändert werden – der Streit geht darum, welche Schrauben am effektivsten sind. (mehr …)

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Konferenz zum Deutschen Idealismus

Eine hochkarätig besetzte Konferenz an der Freien Universität Berlin befragt die Aktualität von Kant, Hegel, Schelling, Herder und anderen Philosophen des Deutschen Idealismus. Im Mittelpunkt der Tagung (24.-27.5.2012) stehen zwar ästhetische Fragen, da der Idealismus aber bekanntlich durch seinen Systemcharakter charakterisiert ist – es wurden ethische, logische, metaphysische, religionsphilosophische, politische und anthropologische Fragen gestellt und miteinander in Beziehung gesetzt – sind auch die ästhetischen Überlegungen natürlich nicht isoliert zu betrachten. Zu den Keynote-Speakers gehören Thierry de Duve, David Carr, Howard Caygill, David Wellbery, Mladen Dolar und James Conant. (mehr …)

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Honneth-Lesekreis (2): Nicht Additiv, sondern Medium von Freiheit: Honneths Rekonstruktion der Hegelschen Sittlichkeitsidee

Teil III (Die soziale Freiheit und ihre Sittlichkeitslehre) und Übergang (Die Idee der demokratischen Sittlichkeit) (S. 81-126)

»Das Rechtliche und das Moralische kann nicht für sich existieren, und sie müssen das Sittliche zum Träger und zur Grundlage haben […] [D]as Recht existiert nur als Zweig eines Ganzen, als sich anrankende Pflanze eines an und für sich festen Baumes.«

Mit diesen Worten beschließt Hegel in der Rechtsphilosophie (§ 141 Z) seine Darstellung des abstrakten Rechts und der Moralität. Als Leitprämisse könnte die Aussage zu Beginn wie auch am Ende des Abschnittes zur sozialen Freiheit stehen, geht es Honneth hier doch darum, den grundlegenderen Charakter des komplexesten Modells von Freiheit (vgl. 42f) aufzuweisen. Diesen wirft er Hegel folgend vor, die „sozialen Bedingungen, die die Ausübung der jeweils gemeinten Freiheit erst ermöglichen würden, [nicht] selbst schon als Bestandteile von Freiheit“ zu deuten, mithin die „gesellschaftlichen Realisierungschancen“ (79) auszublenden. Honneth erhebt den Vorwurf der Institutionenvergessenheit und hält fest, dass die objektive Wirklichkeit einem solchen Verständnis folgend von den selbstbestimmt Handelnden „als vollständig heteronom begriffen werden muß“ (83). Auf dieses Motiv kommt Honneth im Folgenden immer wieder zurück. (mehr …)

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Marx‘ Aktualitäten – Ein Konferenzbericht

Die gegenwärtig behauptete Aktualität des Denkens Karl Marx‘ wird zumeist mit der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise begründet. Wie Rahel Jaeggi jedoch in ihrer Rede zur Eröffnung der vom 20. bis 22. Mai an der Humboldt-Universität zu Berlin veranstalteten „Re-thinking Marx“–Konferenz betonte, gibt es noch zahlreiche andere Gründe, um sich wieder intensiver mit dem Werk des radikalen Philosophen und Kritikers der politischen Ökonomie auseinander zu setzen. Sie fügte hinzu, dass angesichts der Vielseitigkeit des Marxschen Œuvres der Ausdruck „Aktualitäten“ treffender sei. Die Hauptorganisatorin der internationalen Tagung bemerkte zudem,  dass es manchmal schwierig sei, anatomisch ausgedrückt, die genaue Position des Kopfes oder der Füße im Marxschen Werk auszumachen. Damit spielte Jaeggi auf Marx‘ berühmte Bemerkung an, worin er Hegels Dialektik als auf dem Kopf stehend bezeichnet hatte – eine Formulierung, die im Verlauf der Konferenz immer wieder herangezogen wurde. (mehr …)

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Adorno Lecture 2011: Pippin über Kunst als Philosophie

Vom 6. bis zum 8. Juni steht in Frankfurt die diesjährige Adorno-Lecture an, diesmal mit Robert Pippin als Vortragendem. An den drei Abenden geht es jeweils von 18:30 bis 20:00 Uhr um „Kunst als Philosophie“ (und ganz viel um Hegel und Heidegger wie der Beschreibung zu entnehmen ist). Ort ist der Hörsaal 1 in der Mertonstr. 17-21 (mehr Infos: hier). Man darf gespannt sein, ob Pippin – der zuletzt sogar über Western in ihrem Zusammenhang zur Philosophie publiziert hat, in die großen Fußstapfen treten kann – nicht nur denen von Adorno, sondern auch die der Vortragenden der vergangenen Jahre wie  Luc Boltanski, Horst Bredekamp oder Quentin Skinner.

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Breaking (Sonntags-)News: Marx als Hegelianer

Soeben erreicht uns ganz exklusiv die Nachricht, dass auf der großen Berliner Marx-Konferenz „Re-thinking Marx“ – die nächstes Wochenende (20.-22.05) an der Humboldt-Universität stattfindet – zur ohnehin illusteren Sprecherschar (u.a. Wendy Brown, Saskia Sassen, Axel Honneth, Moishe Postone und Étienne Balibar) auch noch Terry Pinkard gestoßen ist. Sein Vortrag ist betitelt „Should Marx Have Been a Hegelian?“ und er fügt sich perfekt ins Line-Up der sonntagabendlichen Endrunde ein.

Sicher ein Highlight an einem ohnehin theorieschweren kommenden Wochenende: Samstag von 18-21 Uhr findet schließlich auch noch in Frankfurt die Diskussion zwischen Judith Butler und Gayatri Chakravorty Spivak unter dem Titel „What is Critique“  statt. Über die neue Konkurrenz politiktheoretischer Veranstaltungen zu großen Samstagsabendshows wird man zwar nochmal nachdenken müssen – aber vielleicht nicht am kommenden Wochenende, da gibt es wirklich zu viel Spannenderes zu erfahren…

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