(K)eine Erzählung. Zu Albrecht Koschorkes „Hegel und Wir“

Lesenotiz zu: Koschorke, Albrecht (2015): Hegel und wir. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2013. Berlin: Suhrkamp.

Wer eine Vorlesung, die den Namen Adornos trägt, hält, stellt sich in eine Tradition, die kritisches Denken als zentrale Aufgabe der Theorie ausweist. Nun dienen die Adorno-Vorlesungen seit ihrer Etablierung im Jahre 2002 nicht als Medium der Exegese seines Werkes und stellen kein pedantisches Klammern an ihren Namensgeber dar. Doch das selbsterklärte Ziel der Vorlesung ist es immerhin, „mit Adorno über Adorno hinaus“ zu denken (Honneth zitiert nach TAZ online), wie Axel Honneth, Direktor des IfS, selbst betont. Damit steht immer auch die Frage nach der Verfasstheit der Gesellschaft und ihrer Kritik im Raum. (mehr …)

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Veranstaltung in HH: „Wie viel Nation verträgt Europa?“

Für den 24. November lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung zu einer Veranstaltung in Hamburg ein, bei der es im Lichte der aktuellen Entwicklungen um das Verhältnis der Nationalstaaten Europas zu den gemeinsamen europäischen Institutionen gehen soll. Den Auftakt zu der Diskussion werden Herfried Münkler (HU Berlin) und Ulrike Guérot (European Democracy Lab Berlin) machen. Los geht es um 19 Uhr im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, alle Details findet ihr hier.

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Europas Gerechtigkeit – Jahreskonferenz des Frankfurter Exzellenzcluster

2015_jahreskonferenz_plakatDie diesjährige Jahreskonferenz des Frankfurter Exzellenzclusters ‚Normative Ordnungen‘ geht unter dem Titel „Europas Gerechtigkeit“ in vier Panels aktuellen Fragen der europäischen Integration nach. Unter anderem geht es um die Krisen der Eurozone, um Europa als Gerechtigkeitskontext, um Ungleichheit und um Grenzziehungen. Ein Abendvortrag von Claus Offe beschäftigt sich mit Schuldfragen in der europäischen Schuldenkrise. Die Konferenz findet am 19. und 20. November im Clustergebäude in Frankfurt statt. Das Programm könnt ihr hier als Broschüre oder auf der Webseite einsehen. Eine kostenfreie Anmeldung bis zum 15.11 wird erbeten.

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7.10., LMU München, Vortrag Alfred Grosser „Deutschland und Frankreich in der Europa- und Weltpolitik“

Am kommenden Mittwoch, dem 7. Oktober 2015, um 16:15 Uhr hält Alfred Grosser am Geschwister-Scholl-Institut (GSI) der LMU München einen Vortrag zum Thema „Deutschland und Frankreich in der Europa- und Weltpolitik“. Die Veranstaltung findet im Hörsaal B001 der Oettingenstr. 67 statt. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung des Institut français München mit dem GSI. Weitere Informationen hier und hier.

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Replik auf Leon Schettler: In der Struktur liegt der Zwang, nicht im Handeln der Akteure

Diese Replik auf den Beitrag „Austerität oder Grexit“ versteht sich rein analytisch und möchte auf zwei Dinge aufmerksam machen: Nämlich dass erstens weite Teile der philosophischen Literatur über coercion und allen voran Robert Nozick durchaus geneigt sind, zu einem anderen Schluss als Leon Schettler zu kommen; und dass zweitens das grundlegendere Problem nicht in Handlungsweisen liegt, die Zwang bedeuten, sondern in Strukturen, die diese Handlungsweisen ermöglichen oder gar selbst Zwang verkörpern. (mehr …)

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Austerität oder ‚Grexit‘! Andersons Konzeption von Zwang und die Griechenlandkrise

Die weitläufige Auffassung, dass die Eurogruppe mit Griechenland vor drei Wochen über ein weiteres Rettungspaket „verhandelt“ habe, führt in die Irre. Denn Verhandlungen zu führen bedeutet die auf Freiwilligkeit basierende Erörterung eines Sachverhaltes mit dem Ziel der Herbeiführung eines Interessensausgleichs zwischen den Verhandlungspartnern. Tatsächlich aber handelte es sich bei dieser Interaktion im Kern um einen durch politische Drohungen erzeugten Druck, der Griechenland dazu bewegte, etwas gegen seinen eigenen Willen zu tun – kurz: es handelte sich um „Zwang“. Insbesondere die deutsche Bundesregierung hat dabei bewusst ihre Macht eingesetzt, um Griechenland ihren Vorstellungen zu unterwerfen. Diese Einsicht ist zentral, da sie in moralischer wie politischer Hinsicht folgenreich für das Nachdenken über eine bessere Europäische Union ist. (mehr …)

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Zwei Stimmen zu Griechenland

Die Situation in Griechenland spitzt sich zu. Nachdem die Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den “Institutionen” am Wochenende zu keinem Ergebnis geführt haben, rückt der griechische Staat an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Immer öfter und immer lauter wird über die Möglichkeit eines “Grexit” gesprochen, eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone. Für den kommenden Sonntag hat die griechische Regierung ein Referendum über das jüngste Angebot der “Institutionen” angekündigt, verbunden mit der klaren Empfehlung, dieses Angebot abzulehnen. –– Wir wollen mit euch darüber diskutieren, wie diese Entwicklungen einzuschätzen und zu bewerten sind, was sie für die Zukunft Griechenlands und Europas bedeuten. Den Auftakt hierfür bilden zwei Kommentare von Bernd Ladwig (Berlin) und Christian Volk (Trier), die wir für euch im Folgenden zusammengestellt haben. (mehr …)

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CfA: Halbe Mitarbeiterstelle in Frankfurt

Im Verbundsprojekt Saisir L’Europe, welches u.a. in Frankfurt angesiedelt ist, ist derzeit eine 50% Mitarbeiterstelle mit Möglichkeit zur Promotion ausgeschrieben. Die Stelle ist im Projektschwerpunkt Nachhaltigkeit angesiedelt und die Forschung sollte sich mit Fragen der Umwelt- und Klimagerechtigkeit befassen und dem Leitbild der Nachhaltigkeit als moralischem und politischem Prinzip. Politikwissenschaftler, Philosophen und Geschichtswissenschaftler passen für die Stelle. Bewerbungen können bis zum 01.11.2014 eingereicht werden und alle Infos zu Stelle und Forschungszuschnitt findet ihr hier als PDF.

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