Strategie und Methodik: Zum Verhältnis von Politischer Theorie und Politischer Philosophie (Bericht zur Hamburger Sektionstagung)

Politische Theorie ist die Verkörperung von Interdisziplinarität. Formal und inhaltlich zur Politikwissenschaft zugehörig, gibt es doch erhebliche Schnittmengen mit anderen Disziplinen, vielleicht in herausgehobener Weise mit der Politischen Philosophie. Was folgt aus dieser Nähe? Wie sollte sich die (Teil-)Disziplin der Politischen Theorie und Ideengeschichte strategisch und methodisch im Verhältnis zur Politischen Philosophie positionieren? Diese selbstreflexiven Fragen der Disziplin gewinnen an Dringlichkeit vor dem Hintergrund möglicherweise anhaltender Marginalisierungstendenzen der Politischen Theorie innerhalb der deutschen Politikwissenschaft.

Unter dem Titel Politische Theorie und Politische Philosophie in Wissenschaft und Öffentlichkeit fand vom 17. bis 19. September 2019 die Herbsttagung der Sektion für Politische Theorie und Ideengeschichte in der DVPW an der Universität Hamburg statt. OrganisatorInnen waren Peter Niesen und Svenja Ahlhaus sowie mitwirkend Matthew Braham (allesamt Hamburg) und Stefan Gosepath (Berlin). Den einleitenden Worten Niesens zufolge sollte die Tagung eine Bestandsaufnahme der an Universitäten und Forschungsinstituten institutionalisierten Politischen Theorie in Deutschland zwischen Abgrenzung und Nähe zur Politischen Philosophie leisten und damit einen inhaltlichen und strategischen Reflexionsprozess anstoßen. Dies geschehe vor dem Hintergrund, dass seit den 1990er Jahren über philosophische Zugänge etwa im Bereich der Demokratie- und Gerechtigkeitstheorie Anknüpfungen an den internationalen Forschungsdiskurs stattgefunden hätten. Dies wiederum habe die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht und damit den schleichenden Niedergang der Politischen Theorie verhindert, aber auch die Frage nach disziplinärer Zugehörigkeit der Politischen Theorie neu aufgeworfen. (mehr …)

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DVPW-Perspektivtagung „Interdisziplinäres Forschen – Chance oder Risiko für den wissenschaftlichen Nachwuchs?“ (Berlin)

Am 7./8. November findet an der Medical School Berlin die erste DVPW-Perspektivtagung statt. Sie wird sich dem Thema „Interdisziplinäres Forschen – Chance oder Risiko für den wissenschaftlichen Nachwuchs?“ widmen und von Verena Frick, Anna Fruhstorfer, Sebastian Huhnholz, Oliver W. Lembcke und Sebastian Wolf organisiert. Das Organisationsteam lädt alle interdisziplinär arbeitenden (Nachwuchs)Wissenschaftler*innen herzlich dazu ein, um Anmeldung wird gebeten an sebastian.wolf@medicalschool-berlin.de. Alle Infos sowie das Programm finden sich noch einmal gebündelt hier.

 

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CfP: Jahrestagung des AK Hochschullehre (Berlin)

Am 17. und 18. Februar 2020 findet in Berlin die Jahrestagung des Arbeitskreises Hochschullehre der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft statt. Im Fokus der Tagung „Politikwissenschaftliche Hochschullehre – Wozu?“ steht die Frage nach den Zielen eines politikwissenschaftlichen Studiums und was diese für die Lehre bedeuten. Hierbei soll es um systemische, normative und institutionelle Blickwinkel gehen. Vorschläge für Beiträge können bis zum 15. November gemacht werden. Einreichungen sollten ein Abstract (max. 500 Wörter), einige biografische Angaben (max. 200 Wörter) sowie einen Hinweis auf das favorisierte Format des vorgeschlagenen Beitrags enthalten (möglich sind unter anderem Vorträge, Diskussionen, Workshops, Roundtables und Poster). Der vollständige Call for Papers findet sich hier.

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CfP: „Politische Grundbegriffe im 21. Jahrhundert“ (Göttingen)

Nach der Tagung ist vor der Tagung: Die diesjährige Herbsttagung der DVPW-Sektion ‚Politische Theorie & Ideengeschichte‘ ist gerade vorbei, da steht die Organisation der nächsten schon an. Sie findet vom 23.-25.9.2020 in Göttingen statt. Die Veranstalter*innen laden zu Beiträgen ein, die sich mit ‚Politischen Grundbegriffen im 21. Jahrhundert‘ auseinandersetzen. Abstracts im Umfang von rund 300 Wörtern können bis zum 31.01.2020 an sekretariat.stein@uni-goettingen.de geschickt werden. Den ausführlichen Call und alle weiteren Infos findet ihr hier

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Reminder und aktualisiertes Programm: Herbsttagung in Hamburg

Hiermit sei noch einmal daran erinnert, dass die  VeranstalterInnen weiterhin herzlich zur Herbsttagung der Sektion mit dem Titel „Politische Theorie und Politische Philosophie in Wissenschaft und Öffentlichkeit“ einladen. Die Tagung findet vom 17.-19. September an der Universität Hamburg statt. Noch bis zum 3. September sind alle Interessierten aufgerufen, sich per E-Mail an kim.kristin.henningsen@uni-hamburg.de für die Tagung anzumelden.

Es gibt außerdem ein aktualisiertes Programm. Ihr findet es hier.

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Gelegenheit zum Engagement in der DVPW-Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“

Die Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“ bereitet die Umwandlung in einen Arbeitskreis vor, der mit einer Umbenennung in „AK Vergleichende Politische Theorie/Comparative Political Theory“ einhergehen soll. Auch wird die Vernetzung der deutschen Forschercommunity mit der internationalen CPT aktiv weiterverfolgt (internationale Buchpublikation, ECPR Standing Group).

Da dies zugleich mit personellen Wechseln im Sprecherkreis der Themengruppe verbunden ist, bietet sich die Möglichkeit, sich organisatorisch und konzeptionell in die Themengruppe einzubringen und zusammen mit den verbliebenen Sprechern Sophia Schubert und Alexander Weiß den Umwandlungs- und Verstetigungsprozess zu begleiten und mitzuprägen. (mehr …)

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Reminder: Das Programm der Herbst-Sektionstagung in Hamburg – Zügige Buchung empfohlen!

„Politische Theorie und Politische Philosophie in Wissenschaft und Öffentlichkeit“ – lauten Titel und Thema der von Peter Niesen, Svenja Ahlhaus, Matthew Braham und Stefan Gosepath organisierten DVPW-Sektionstagung, die vom 17. bis zum 19.09.2019 an der Universität Hamburg stattfindet. Am Dienstag geht es um die Stellung der Politischen Theorie und Politischen Philosophie im Wissenschaftssystem, Außenperspektiven auf die politische Theorie und Philosophie in Deutschland sowie das Verhältnis zwischen Theorie und Philosophie ganz grundsätzlich. An Tag 2 liegt der Fokus auf aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen: auf Fragen nach dem Verhältnis von Wirtschaft und Gerechtigkeit bzw. Demokratie sowie auf Herausforderungen der Digitalisierung. Und schließlich geht es am Donnerstagvormittag um politische Theorie und Philosophie in der Praxis/Öffentlichkeit. Das vollständige Programm findet sich hier online. (Hinweis: Das Programm wurde aktualisiert. Die hinterlegte Datei haben wir entsprechend am 11. Juli ausgetauscht.)

Wichtig: Da in Hamburg zur Zeit der Konferenz zugleich Festival-Zeit ist, sind Schlafmöglichkeiten ein knappes Gut. Alle Interessierten sollten sich deshalb möglichst umgehend um ihre Unterbringung kümmern.
Die Veranstalter*innen bitten ihrerseits um Anmeldung bei kim.kristin.henningsen@uni-hamburg.de bis zum 3. September.

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CfP „Wie relevant ist die Politikwissenschaft?“

Die erste Thementagung der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) widmet sich vom 12.-14. Dezember 2019 der Frage „Wie relevant ist die Politikwissenschaft?“ und somit den Themen des Wissenstransfers und der gesellschaftlichen Wirkung von Forschung und Lehre. Zu den Schwerpunkten der Auseinandersetzung sollen dabei zum Beispiel das Verhältnis von Politikwissenschaft und Herrschaftslegitimation sowie die Beziehung von politischer Öffentlichkeit und Wissenschaft gehören. Alle, die im Dezember an der Goethe-Universität Frankfurt dabei sein möchten, können bis zum 1. September 2019 Abstracts (nicht mehr als 700 Wörter) einreichen. Alle weiteren Informationen zu Inhalt wie Organisation finden sich im Call for Papers – hier und nach dem Klick.

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CfP DVPW-Perspektivtagung „Interdisziplinäres Forschen“ (Berlin)

Die diesjährige, erste DVPW-Perspektivtagung widmet sich dem Thema „Interdisziplinäres Forschen: Chance oder Risiko für Nachwuchswissenschaftler*innen“.  Sie nimmt die seit Jahren von Förderorganisationen, Wissenschaftspolitik und Öffentlichkeit an Wissenschaftler*innen herangetragene Forderung nach verstärkter interdisziplinärer Forschung zum Ausgangspunkt, um die Chancen und Risiken interdisziplinären Arbeitens speziell für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu diskutieren. Es ist das Ziel der Perspektivtagung, Nachwuchswissenschaftler*innen durch einen breiten Erfahrungsaustausch bei entsprechenden forschungs- und karrierebezogenen Entscheidungen zu unterstützen sowie Voraussetzungen und Beispiele gelingender Interdisziplinarität zu eruieren.

Der Call richtet sich vordergründig, aber nicht ausschließlich an Nachwuchswissenschaftler*innen. Gesucht werden kurze Impulsvorträge aus allen Bereichen der Politikwissenschaft sowie benachbarter Disziplinen, bevorzugt aus den Bereichen Politische Theorie und Ideengeschichte, Politik und Recht, Ökonomische Politikforschung  und Vergleichende Politikwissenschaft.

Die Tagung wird am 7./8.11.2019 in Berlin stattfinden und von einem Team bestehend aus Sebastian Wolf, Anna Fruhstorfer, Sebastian Huhnholz, Oliver W. Lembcke und Verena Frick organisiert. Einsendeschluss ist der 30.6.2019. Alle weiteren Informationen finden sich hier.

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CfP: Das Recht auf Leben als Menschenrecht (Darmstadt)

Das Recht auf Leben ist eine fundamentale Norm des deutschen Grundgesetzes sowie des internationalen Menschenrechtsregimes. Gemeinsam mit der Schader-Stiftung möchte der Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft eine Tagung durchführen, welche die verschiedenen Perspektiven, die das Recht auf Leben, auch in Verbund mit anderen Grund- und Menschenrechten, haben kann, untersucht und zusammenbringt.

Die beiden Organisatorinnen Annette Förster und Kirsten Mensch laden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, politisch Aktive, NGOs und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Praxis ein, bis zum 1. September 2019 einen Vorschlag (250-300 Wörter) für ein Input-Referat mit anschließender Diskussion einzureichen bei: annette.foerster@ipw.rwth-aachen.de und mensch@schader-stiftung.de

Den vollständigen Call gibt es hier.

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