CfP Democracy and Social Unreason (International Summerschool Critical Theory)

Im Sommer geht die International Summer School Critical Theory, die das Center for Humanities and Social Change der HU Berlin zusammen mit dem Institut für Sozialforschung in Frankfurt und der New School for Social Research organisiert, in die dritte Runde. Vom 1. bis zum 6. Juli 2019 geht es an der HU Berlin dabei um das Thema „Democracy and Social Unreason“. Instructors sind in diesem Sommer Andrew Arato, Jean Cohen, Fabian Freyenhagen, Rahel Jaeggi, Regina Kreide und Frederick Neuhouser.

Bewerbungen zur Teilnahme – mit kurzer inhaltlicher Stellungnahme zum Thema sowie Lebenslauf – können bis zum 15. März 2019 an die Organisatorinnen geschickt werden. Weitere Informationen zur Veranstaltung, zum Call und zum Bewerbungsprozess finden sich online und auch nach dem Klick.

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Zur demokratischen Repräsentation des Volkes. Ein Tagungsbericht aus Leipzig

Wer das Volk zu vertreten, in seinem Namen zu sprechen oder es als „Wir“ selbst zu verkörpern beansprucht, tritt nicht gerade bescheiden auf: Nicht nur behauptet man, den Willen des gesamten Volkes zu kennen, sondern auch, ihn als einzige Instanz oder Gruppe legitimerweise artikulieren zu können. Als Objekt der politischen Repräsentation schlechthin wird das Volk von vielen Seiten umworben. Diesen oftmals konkurrierenden Repräsentationsansprüchen widmete sich die studentisch organisierte Tagung „‚Im Namen des Volkes‘ – Zur Kritik eines politischen Anspruchs“, die am 8. und 9. November 2018 in Leipzig stattfand und von Marvin Neubauer, Max Stange, Charlott Resske und Frederik Doktor veranstaltet wurde. Die Organisator*innen nahmen dabei die derzeit unter anderem von populistischen Parteien angezweifelte Legitimität repräsentativer Demokratien zum Anlass, um die vielerorts diagnostizierte Notlage der Demokratie als Krise der politischen Repräsentation zu untersuchen. Dieser Krise und ihrem Gegenstand näherten sich die Vortragenden aus den Geistes- und Rechtswissenschaften aus drei verschiedenen Richtungen: So wurden grundlegende theoretische Reflexionen über die Funktionsweise von politischer Repräsentation angestrengt, divergierende Abwägungen zwischen Allgemeinwohl und Partikularinteressen artikuliert und mit Nachdruck auf die temporale Dimension von Repräsentation hingewiesen.

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Für Kurzentschlossene: Lange Nacht der Sozialforschung (Frankfurt)

Für Kurzentschlossene haben wir den folgenden Veranstaltungshinweis: Bereits am Freitag, den 1. Februar, findet zwischen 19 und 24 Uhr im Museum MMK für Moderne Kunst in Frankfurt am Main die vom Institut für Sozialforschung organisierte Lange Nacht der Sozialforschung zum Thema »Demokratie und Wahrheit« mit Kurzvorträgen von Michael Butter, Petra Gehring, Katharina Hoppe, Oliver Marchart, Martin Saar, Christiane Schnell, Martin Seel, Jasmin Siri, Felix Trautmann und Paula-Irene Villa statt. In den neun Beiträgen des Abends wird die Popularität von Verschwörungstheorien ebenso ein Thema sein wie der Vorwurf der Lügenpresse, die politische Kraft des Klarsprechens, die Auseinandersetzung mit vermeintlich alternativlosen Fakten oder die Politisierung wissenschaftlicher Expertisen. Die Teilnahme ist kostenfrei und setzt auch keine Anmeldung voraus. Mehr Informationen gibt es im Programmflyer.

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Reminder: Theoriesektionstagung im März – „Demokratie und Wahrheit“

Gerne erinnern wir an dieser Stelle noch einmal an die vom 13. bis 15. März in Bremen stattfindende Frühjahrstagung der Sektion „Politische Theorie und Ideengeschichte“ in der DVPW  Thema „Demokratie und Wahrheit“. Wer das spannende Programm nicht verpassen möchte, kann sich nach wie vor bei den Organisatoren Martin Nonhoff und Frieder Vogelmann unter wahrheit@uni-bremen.de anmelden.

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DVPW 2018: Materielle Grenzziehungen der Demokratie – ein Tagungsbericht als Spurensuche

Heute begibt sich unsere Kongressberichtsreihe auf die Zielgerade: Last but not least blicken Sebastian Berg und Ann-Kathrin Koster auf den DVPW-Kongress zurück und zeigen, inwiefern in Frankfurt die materiellen Grenzen der Demokratie diskutiert wurden.

Die Voraussetzungen der Demokratie – technische, ökologische, territoriale oder ökonomische – schienen beinahe im postfundamental turn demokratischer Ungründbarkeit und virtueller Entgrenzung des Digitalen verschwunden gewesen zu sein. Doch die Prekarisierung des einstigen demokratischen Siegeszugs in der Gegenwart realisiert sich auch in Begleitung sozioökonomischer Verteilungsfragen und technischer Entfremdungskritik, so dass für die Politikwissenschaft eine „Wiederkehr der Dinge“ (Balke) konstatiert werden kann, in denen sich Grenzen der Demokratie manifestieren. Auf dem 27. DVPW-Kongress wollten wir daher den materiellen Spuren dieser Grenzziehungen folgen und ihre Bedeutung für die Gegenwartsdiagnosen der Demokratie entlang dreier Dimensionen näher beleuchten: das Materielle als Bedingung, seine Kontrolle sowie als Verlusterfahrung. (mehr …)

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DVPW 2018: Neue Antworten auf neue Herausforderungen – Perspektiven auf Innovationen demokratischer Praxis

Heute folgt Teil zwei unserer DVPW-Kongressberichtsreihe. Nachdem Tobias Adler-Bartels über die neuen Herausforderungen liberaler Demokratien berichtet hat, nimmt Manon Westphal die Debatte über demokratische Innovationen in den Blick. Am kommenden Dienstag setzen wir die Reihe fort – mit einem Bericht über die Rolle sozialer Bewegungen.

Wenn in diesen Zeiten nach den Grenzen der Demokratie gefragt wird, wundert es nicht, dass die Debatten beim Thema Rechtspopulismus zusammenlaufen. Der Rechtspopulismus thematisiert die Grenzen der Demokratie in vielerlei Hinsicht. Er besteht auf Grenzen (zum Beispiel, wenn es um die Begrenzung von Migration geht), er behauptet Grenzen (etwa jene einer angeblichen ‚Leitkultur‘), er beklagt Grenzen (die der in seinen Augen von political correctness belastete öffentliche Diskurs zieht). Er lässt aber auch die Frage nach den Grenzen etablierter Verständnisse von Demokratie und eingespielter demokratischer Praxen virulent werden. Dabei ist nicht entscheidend, ob in der Art und Weise, wie demokratische Politik lange Zeit funktioniert hat, eine Teilerklärung für die aktuelle Erfolgsgeschichte des Rechtspopulismus gesehen wird. Allein der Umstand, dass diese Entwicklung liberale Demokratien vor eine neuartige Herausforderung stellt, macht es erforderlich, dass bei der Suche nach Antworten auf den Rechtspopulismus auch die gegenwärtige demokratische Praxis und das analytische Instrumentarium der Politikwissenschaft kritisch auf ihre Grenzen hin befragt werden. Eine Reihe von Panels und Podiumsdiskussionen des diesjährigen DVPW-Kongresses nahmen sich dieser Herausforderung an. (mehr …)

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DVPW 2018: Die liberale Demokratie vor neuen Herausforderungen?!

Zum Jahresausklang blicken wir in den nächsten beiden Wochen zurück auf den 27. Kongress der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, der von 25. bis 28. September in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Der heutige Text bildet den Auftakt für insgesamt vier Tagungsberichte, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf die Diskussionen in den zahlreichen Panels zurückschauen: Tobias Adler-Bartels berichtet heute über die diagnostizierten Herausforderungen der liberalen Demokratie, Manon Westphal verfolgt die Debatten um innovative demokratische Praktiken (13.12.), Anton Haffner, Laura Gorriahn und Daniel Staemmler nehmen sich die Diskussionen um soziale Bewegungen vor (18.12.) und Sebastian Berg und Ann-Kathrin Koster interessieren sich für materielle Grenzen der Demokratie (20.12.). Nicht verpassen: Am 19.12. präsentieren wir Euch Tim Königs Twitter-Auslese, die mit einer umfassenden Analyse des digitalen Gezwitschers rund um „#dvpw18“ aufwartet!

„Grenzen der Demokratie“ – das Thema des 27. Kongresses der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft zielte auf die gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Polarisierungen, die sich schon in der Doppeldeutigkeit des Kongressmottos selbst widerspiegeln: Während rechtspopulistische Bewegungen oder autokratische Regime die Limitierung einer weiteren Demokratisierung fordern, macht der politikwissenschaftliche Diskurs gerade diese vielfältigen Negationen, Pathologien und Herausforderungen der imperfekten liberalen Demokratie und deren progressive Überwindung zum Thema. (mehr …)

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Vortrag Micha Brumlik „‚Alle Welt sei untertan der Obrigkeit!‘ Wie demokratietauglich sind Religionen?“ (Frankfurt)

Am 12. Dezember 2018 spricht Micha Brumlik im Rahmen der IfS-Vortragsreihe »Demokratie und Wahrheit« zu den Frankfurter Positionen 2019 zum Thema »Alle Welt sei untertan der Obrigkeit!« Wie demokratietauglich sind Religionen?«. Die Rückkehr von Religionen auf die weltpolitische Bühne ist Anlass, die Frage nach der Demokratieverträglichkeit von Religion erneut zu stellen. Micha Brumlik diskutiert die These, wonach sich die (monotheistischen) Religionen mit ihrer gebieterischen Unterscheidung zwischen Wahrheit und Unwahrheit, Ge- und Verbotenem im Ernstfall nicht in den demokratischen Rechtsstaat einfügen lassen. Alle Informationen zum Vortrag finden sich gebündelt hier.

Den Abschluss der Reihe bildet der Vortrag von Susanne Lüdemann zum Thema »Demokratie und Urteilskraft im digitalen Zeitalter. Am Beispiel von Chemnitz« am 9. Januar 2019. Alle Vorträge der Vortragsreihe beginnen um 19.30 Uhr in der Zentralbibliothek Frankfurt am Main. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Termine und Informationen zu der Vortragsreihe finden sich hier.

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CfA: Postdoc-Stelle in Frankfurt

In der von Rainer Forst geleiteten Leibniz Forschungsgruppe „Transnationale Gerechtigkeit“ ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine volle Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in ausgeschrieben. Die Arbeitsschwerpunkte der Forschungsgruppe liegen in der Politischen Philosophie mit einem Schwerpunkt auf Theorien der Gerechtigkeit und der Demokratie. Die Stelle ist auf 3 Jahre befristet. Die Bewerbungsfrist endet am 31.12.2018. Ausführlichere Infos findet ihr im angehängten PDF.

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Vortrag „Sexism and Misogyny: Poisons for Democratic Politics“ von Martha Nussbaum (München)

Am 17. Dezember 2018 hält Martha Nussbaum einen Vortrag zum Thema „Sexism and Misogyny: Poisons for Democratic Politics“ an der Hochschule für Politik in München. Ängste unterschiedlichster Art verunsichern die heutigen Demokratien und begünstigen die Zunahme von Populismus. Ein wichtiger Bereich sind dabei die Geschlechterrollen. Martha Nussbaum beleuchtet in ihrem Vortrag die Auswirkungen der heutigen Misogynie und argumentiert, dass diese ihre Wurzeln in der Angst hat, die in drei verschiedenen Zwischenemotionen ihren Ausdruck findet: Wut, Neid und Ekel.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos, es wird jedoch um Anmeldung gebeten. Alle ausführlichen Informationen dazu finden sich hier.

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