Honneth-Lesekreis (9): Freiheit nine to five?

Teil III.2: Das „Wir“ des marktwirtschaftlichen Handelns: c. Arbeitsmarkt (410-470)

Die Bürger marktwirtschaftlicher Gesellschaften verbringen einen großen Teil ihrer wachen Lebenszeit nicht in der Familie oder beim Konsum, sondern in der Arbeit. Für viele Menschen stellt sie nicht nur einen Einkommenserwerb dar, sondern auch einen Ort des sozialen Austausches und vielleicht auch der Selbstverwirklichung. Honneths Frage danach, ob und wie im Arbeitsmarkt ein „Wir“ der sozialen Freiheit möglich ist, besitzt daher große Plausibilität. (mehr …)

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CfP für Graduiertenkonferenz: (Re-)Präsentationen der Arbeitwelt

Am 12. und 13. November diesen Jahres findet an der Uni Nürnberg-Erlangen eine interdisziplinäre Graduiertenkonferenz zum Thema „(Re-)Präsentationen der Arbeitswelt“ statt. Aktuell läuft hierfür ein Call for Paper, der eine kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung in den Vordergrund stellt, aber auch Politikwissenschaftler und Philosophen herzlich zur Teilnahme auffordert. Die Einreichfrist ist sehr großzügig auf den 15. September terminiert, es wird ein kleiner Tagungsbeitrag von 25 Euro erhoben und eine spätere Publikation ausgewählter Beiträge angekündigt. Alle Infos unter dem Strich oder auf der Homepage von Gradnet – dem Graduiertennetzwerk, das die Tagung ausrichtet – und auf der man sich auch registrieren und den Abstract hochladen kann. (mehr …)

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Sieben Ringvorlesungen in Frankfurt

Wer noch nicht weiß, wie er diesen Sommer seine Zeit rumkriegen möchte (und zufällig in Frankfurt oder Umgebung lebt), für den gibt es jede Menge Ringvorlesungen mit spannenden Vortragenden und ganz viel Politischer Theorie. Folgende sieben Themenkomplexe werden umzingelt:  Postsäkularismus (Exzellenzcluster „Normative Ordnungen„) / Thinking through the Transnational (Forum Transnational) / Kritische Soziologie (Institut für Sozialforschung) / Gute Arbeit Weltweit (Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen) / Genderspiel – Geschlechterverhältnisse im Sport (Cornelia Goethe Centrum) / Apokalyptik, Fundamentalismus und die neue Weltordnung (Fritz Bauer Institut) und die allsemestrige Reihe des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften. Zu der illusteren Sprecherschar zählt unter anderem: Charles Taylor, Friedrich Wilhelm Graf,  Carla Freeman, Thomas Lemke, Sabine Hark,  Eva Senghaas-Knobloch, Uta Ruppert, Micha Brumlik, Bassam Tibi, … Last but not least: Quentin Skinner – der spricht allerdings schon heute (27.04) abend und zwar um 18:15 Uhr im Casino 1.801.

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Prekariat im Mittelbau – das kleinere Übel?

Auf der IB-Liste hat sich im Laufe des Donnerstags eine ausführlichere Diskussion entsponnen – wieder einmal anlässlich einer knausrig anmutenden Stellenausschreibung, nämlich für einen befristeten, gering bezahlten Werkvertrag mit hohen Qualifikationsanforderungen im teuren Moskau, der offenbar immer wieder neu besetzt wird und somit eine reguläre Stelle zu ersetzen scheint. Der Leiter des ausschreibenden Projekts, Klaus Segbers, hat sich erfreulicherweise in die Diskussion eingemischt, und schnell kristallisierte sich das altbekannte Dilemma heraus. Mehrere Diskussionsteilnehmer, sämtlich aus dem akademischen Mittelbau, berufen sich auf die Pflicht, prekären Arbeitsverhältnissen trotz begrenzter Mittel keinen Vorschub zu leisten (hingewiesen wurde auch auf eine dahingehende Initiative der DVPW, an der offenbar weiter gearbeitet wird); der Politikwissenschafts-Professor hält dagegen, dass unter den Bedingungen eines kompetitiven globalen Marktes und begrenzter Bildungsressourcen universitäre Projekte eben keine Alternative hätten, als mit den geringen verfügbaren Mitteln zu arbeiten und darauf zu hoffen, dass sich auch in diesem race to the bottom noch qualifizierte Bewerber finden. Oder im O-Ton: „überlassen wir es einfach dem spiel von angebot und nachfrage, ob sich interessentInnen finden“. (mehr …)

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Münchener Alternativen – Zweiter Teil des Konferenzberichts von der Sektionstagung in FFM

Der Samstagmorgen war ‚besonderen Gütern in der Demokratie‘ gewidmet und stellte zugleich ein Novum in der Geschichte der Theoriesektion dar – „das erste rein weiblich besetzte Panel auf einer allein von Frauen organisierten Sektions-Tagung“ (Barbara Holland-Cunz). Anja Karnein (Uni Frankfurt) warf die Frage nach einem ‚universellen Recht auf Elternschaft‘ auf; Carolin Stange (Uni Bamberg) thematisierte den Status geistigen Eigentums im Zeitalter des Internets. (mehr …)

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