CfP: Körperlichkeit und Theorien der Anerkennung (Aachen)

Vom 25.03.2021-26.03.2021 findet in Aachen ein Workshop zum Thema „Körperlichkeit und Theorien der Anerkennung“ statt, der sich ausdrücklich an Nachwuchswissenschaftler*innen der Politischen Theorie und Sozialphilosophie richtet. Abstracts für Vorträge oder Inputs im Umfang von ca. 500 Wörtern können bis 24.01.2021 an Edgar.Hirschmann@ipw.rwth-aachen.de gesendet werden. Den ausführlichen Call und alle weiteren Details findet ihr im PDF.

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CfP: Tagung – Ungleichheiten des Rechts. Zwischen Anerkennung und Distribution (Bucerius Law School Hamburg)

Am 21. und 22. Januar 2021 findet an der Bucerius Law School in Hamburg eine interdisziplinäre Tagung zum Thema „Ungleichheiten des Rechts. Zwischen Anerkennung und Distribution“ statt. Die Tagung möchte ein Forum für einen intra- und interdisziplinären Austausch zwischen etablierten Wissenschaftler*innen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs bieten. Beiträge aus den Sozialwissenschaften, der Philosophie und der Ökonomie sind hierbei genauso willkommen wie juridische Zugänge.

„Ungleichheiten durchziehen moderne Gesellschaften. Ob wir es jedoch mit unterschiedlichen Modi der Ungleichheit zu tun haben oder für alle Disparitäten ein einheitliches analytisches Raster anzulegen ist, bleibt ungeklärt. Wird Ungleichheit von primär ökonomisch-distributiven Exklusionsmechanismen erzeugt oder ist eine „Politik der Anerkennung“ (C. Taylor) im Sinne wechselseitiger Wertschätzung grundlegende Voraussetzung für Gleichheit? Oder handelt es sich dabei gar um eine falsche Dichotomie, nicht um entgegengesetzte, sondern komplementäre Denkarten? Diese Fragen sind – zumal in Zeiten von steigender Sensibilität für Ungleichheiten, etwa im Bereich des Umgangs mit Minderheiten („Black Lives Matter“) oder der „Corona-Krise“ – gerade im Recht von hoher praktischer und theoretischer Relevanz.

Wer dem Anerkennungsparadigma zugeneigt ist, wird Ungleichheiten im Recht etwa im Kontext staatlichen Umgangs mit neuen, oftmals migrantisch geprägten, Formen von Religiosität ausmachen und bspw. die kürzlich gefällte Entscheidung des BVerfG zum Kopftuchverbot im Rechtsreferendariat als ungleichheitsfördernd kritisieren. Die Öffnung der Ehe für alle und das zunehmend relevanter werdende Antidiskriminierungsrecht sind weitere Felder, in denen Fragen der Ungleichheit unter dem Paradigma der Anerkennung ansprechbar gemacht werden können. Wird das Distributionsparadigma angelegt, so lässt sich etwa an die Dogmatik der Gleichheitssätze anknüpfen, in der ungeklärt bleibt, welche Rolle ökonomischer Exklusion zukommt. Können ökonomische Faktoren in die Betrachtung miteinbezogen werden, wenn darüber gestritten wird, ob Ungleichbehandlungen gerechtfertigt werden können? Umgekehrt stellt sich die Frage, ob die Beseitigung von ökonomischen Ungleichgewichten primär eine Frage des Gesetzgebers sowie der Tarifparteien sein soll oder nicht doch (auch) die Judikative Verantwortung übernehmen sollte.“

Exposés (max. 600 Wörter) sowie ein Kurzlebenslauf werden bis zum 14.10.2020 erbeten an andreas.kerkemeyer@law-school.de und amadou.sow@law-school.de. Exposés aus nichtjuristischen Disziplinen sind ausdrücklich erwünscht! Die Veröffentlichung der Beiträge in einem Tagungsband ist geplant. Alle Informationen gibt es auch hier im Call als Pdf.

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Tagung „Anerkennung“ und Netzwerk-Treffen von SOFI (6./7.12., Berlin)

Am 6./7. Dezember 2019 findet die Jahrestagung von SOFI (Societas Aperta Feminarum in Iuris Theoria) statt, und zwar zum Thema Anerkennung. Ort der international und interdisziplinär besetzten Veranstaltung ist der Senatssaal im Henry-Ford-Bau der FU Berlin. Es wird um Anmeldung bis zum 28. November gebeten. Das Tagungsprogramm mit allen weiteren Informationen findet sich hier. Im Rahmen der Tagung findet auch das Netzwerk-Treffen von SOFI statt. Weitere Informationen dazu finden sich hier.

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CfP: Tagung „Anerkennung“ in Berlin

Die neu gegründete Netzwerk SOFI (Societas Aperta Feminarum in Iuris Theoria) lädt ein zu seiner ersten Jahrestagung zum Thema „Anerkennung“. SOFI ist ein interdisziplinäres Netzwerk zur Förderung von Frauen, die zum Recht aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven forschen.

Die Tagung wird am 6. Dezember 2019 an der FU Berlin stattfinden, gesucht werden Beiträge, die einerseits Anerkennungskonzepte konkreter politischer und sozialer Theorien untersuchen sowie andererseits aus philosophischer Perspektive Anerkennung als politische/soziale/rechtliche Kategorie beleuchten. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2019, der ausführliche Call findet sich hier.

 

 

 

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Podcast: Thomas Bedorf – Verkennende Anerkennung

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Anerkennungstheorie ist eines der vielen Felder, in denen die praktische Philosophie in die politische Theorie hineinragt und die Grenzen der Disziplinen zunehmend verwischen. Thomas Bedorf verkörpert diese Interdisziplinarität, denn er unterrichtet als Professor für Philosophie auch Politische Theorie an der FernUniversität Hagen. Bedorf hat in seiner Habilitationsschrift, auf der dieser Vortrag fußt, eine Theorie der Anerkennung entwickelt, in der die Anerkennung selbst zu einer politischen Praktik wird. In Abgrenzung von Charles Taylors Theorie multikultureller Anerkennung, Axel Honneths „intersubjektivistischer“ Anerkennungstheorie und Judith Butlers Theorie subjektivierender Anerkennung entwickelt Bedorf seinen eigenen Begriff. Die bestehenden Ansätze, so die These, können die Radikalität der Alterität des Anderen nicht angemessen erfassen. Bedorf versucht deshalb unter Rückgriff auf die alteritätstheoretischen Annahmen von Emmanuel Lévinas die Zeitstruktur der Anerkennung offenzulegen. Das Auftreten des Anderen fordert uns zu einer anerkennenden Reaktion heraus, die die Andersheit des Anderen aber nie vollständig erfassen kann. Sie entzieht sich jeder Fixierung. Übrig bleibt nur die strategische, stets unvollständige Anerkennung des Anderen auf eine bestimmte Weise. Der Andere wird immer nur als dieser oder jener aber nie in seiner umfassenden Andersheit anerkannt. Es bleibt nur eine politische, weil interpretationsbedürftige Verdopplung des Anerkannten, die eine verkennende Anerkennung bleiben muss.

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Konferenz: Anerkennung und Sozialismus

Morgen, am 18. Juli, findet in Frankfurt die Konferenz Anerkennung und Sozialismus statt – zu Ehren des 65. Geburtstags von Axel Honneth. Unter anderem wird es um die marxschen Grundlagen, die Theorietraditionen, in die Honneth sich gestellt hat und die diagnostisch-prognostischen Qualitäten seiner Theorie gehen. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Das ganze Programm lässt sich hier einsehen.

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CfP: Workshop zu „Anerkennung und Sozialismus“ in Frankfurt

Am 18. Juli wird in Frankfurt ein Workshop zum Thema „Anerkennung und Sozialismus“ stattfinden. Der Workshop richtet sich an Promovierende und Studierende in der Abschlussphase ihres Studiums und wird vom Institut für Sozialforschung und dem Institut für Philosophie der Goethe Universität veranstaltet. Deadline für die Einreichung von Abstracts ist der 1. März, alle weiteren Infos gibt es hier.

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Workshop: Thinking the Economy II (Manchester)

Für die jährlich in Manchster stattfindenden MANCEPT Workshops in Political Theory (4.-6. September) werden derzeit wieder für unterschiedliche Panels Beiträge gesucht. Heute erreicht uns die Bitte von Lisa Herzog, die zweite Auflage des Workshops „Thinking the Economy“ aufzunehmen. Deadline für Abstracts ist der 31. Mai, u.a. soll es um ‚economic agents‘ und das Globale der Ökonomie gehen. Mehr im CfP.

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Workshop: Ambivalences of Recognition (Frankfurt)

Vom 4. bis zum 6. April findet in Frankfurt am Institut für Sozialforschung ein Workshop zu „The Ambivalence of Recognition“ statt. Es gibt eine öffentliche Vorlesung von Thomas Bedorf und ein dichtgepacktes Tagungsprogramm, u.a. mit Titus Stahl, Heikki Ikäheimo, Eva Buddeberg und Robin Celikates. Alle weiteren Infos (und optionale Registrierung) auf der Konferenzhomepage.

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Lesekreis zu Axel Honneths „Das Recht der Freiheit“

Im Herbst 2011 haben wir hier auf dem Theorieblog ein Online-Lesekreis zu Axel Honneths neuem Buch „Das Recht der Freiheit“ gestartet. Im Gegensatz zur klassischen Lesegruppe hatte das viele Vorteile: Jede/r Interessierte konnte sich – unabhängig vom geographischen Standort – beteiligen, war völlig frei, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sie oder er sich wie intensiv einbringen wollte, und traf so vielleicht auf Diskussionspartner, die sich von den „üblichen Verdächtigen“ der Heimatinstitution unterschieden. Mit Axel Honneths „Das Recht der Freiheit“ haben wir uns für ein Buch entschieden, dem man – geht man allein von den zahlreichen (und kontroversen) Besprechungen aus – ein großes Interesse / einen wichtigen Stellenwert innerhalb der politisch-philosophischen Debatte attestieren kann. Kein Wunder, legt hier doch eine der einflussreichsten Figuren der zeitgenössischen philosophischen Landschaft den Versuch vor, die Gerechtigkeitstheorie grundlegend neu auszurichten – als kritische Gesellschaftsanalyse. Dass Honneths Ausgangspunkt dabei eine Kritik der vorherrschenden (Kantianischen Gerechtigkeitskonzeptionen ist (denen er eine eklatante Vernachlässigung der gesellschaftlichen Wirklichkeit vorwirft), ist dabei offensichtlich ebenso umstritten wie das gewählte Verfahren der normativen Rekonstruktion, der spezifische Rückgriff auf Hegel, Honneths Analyse der modernen Gesellschaft und ihrer Pathologien, sowie schließlich die Konzeption einer „demokratischen Sittlichkeit“ – und damit sind nur einige der zentralen (Streit-)Punkte genannt.

 

Der Lesekreis

Teil A: Historische Vergegenwärtigung: Das Recht der Freiheit

21. November:
Einleitung (Gerechtigkeitstheorie als Gesellschaftsanalyse), Teil I (Die negative Freiheit und ihre Vertragskonstruktion) und Teil II (Die reflexive Freiheit und ihre Gerechtigkeitskonzeption) (S. 14-80) – Einführungs-Kommentar: Jens Olesen (Oxford)

28. November:
Teil III (Die soziale Freiheit und ihre Sittlichkeitslehre) und Übergang (Die Idee der demokratischen Sittlichkeit) (S. 81-126) – Einführungs-Kommentar: Paul Sörensen (Jena)

 

Teil B: Die Möglichkeit der Freiheit

5. Dezember:
Teil I (Rechtliche Freiheit) (S. 129-172) – Einführungs-Kommentar: Wulf Loh (Berlin)

12. Dezember:
Teil II (Moralische Freiheit) (S. 173-218) – Einführungs-Kommentar: Andreas Busen (Hamburg)

 

Teil C: Die Wirklichkeit der Freiheit

19. Dezember:
Teil III.1 (Das „Wir“ persönlicher Beziehungen: a. Freundschaft + b.  Intimbeziehungen) (S. 221-276) – Einführungs-Kommentar: Maike Weißpflug (Aachen)

9. Januar:
Teil III.1 (Das „Wir“ persönlicher Beziehungen: c. Familien) (S. 277-316) – Einführungs-Kommentar: Susanne Schmetkamp (Basel)

16. Januar:
Teil III.2 (Das „Wir“ des marktwirtschaftlichen Handelns: a. Markt und Moral. Eine notwendige Verklärung) (S. 317-360) – Einführungs-Kommentar:Simon Derpmann (Münster)

23. Januar:
Teil III.2 (Das „Wir“ des marktwirtschaftlichen Handelns: b. Konsumsphäre) (S. 360-410) – Einführungs-Kommentar: Amir Mohseni (Münster)

30. Januar:
Teil III.2 (Das „Wir“ des marktwirtschaftlichen Handelns: c. Arbeitsmarkt) (410-470) – Lisa Herzog (St. Gallen)

6. Februar:
Teil III.3 (Das „Wir“ der demokratischen Willensbildung: a. Demokratische Öffentlichkeit) (S. 474-567) – Volker Heins (Frankfurt/Montreal)

21. Februar:
Teil III.3 (Das „Wir“ der demokratischen Willensbildung: b. Demokratischer Rechtsstaat) (S. 567-612) – Thorsten Thiel (Frankfurt)

27. Februar (Abschlussdiskussion):
Teil III.3 (Das „Wir“ der demokratischen Willensbildung: c. Politische Kultur – ein Ausblick) (S. 612-624)

 

Zusatzdiskussion

Die Kunst und die Freiheit: Über Honneths Gebrauch von Literatur und Film (Zusatzbeitrag von Susanne Schmetkamp)

Interview mit Axel Honneth, Teil I: Die normative Rekonstruktion und ihr Material (Andreas Busen/Lisa Herzog), ab 30.07

Interview mit Axel Honneth, Teil II: Wie kritisch ist die normative Rekonstruktion? (Andreas Busen/Lisa Herzog), ab 06.08

 

Externe Links

Einleitung von „Das Recht der Freiheit“ (nebst Inhaltsverzeichnis)

Honneths Eröffnungsvortrag auf dem Hegelkongress in Stuttgart: „Von der Armut unserer Freiheit. Größe und Grenzen der Hegelschen Sittlichkeitslehre“

Debatte zum Buch zwischen Axel Honneth und Udo di Fabio

 

Noch einige Anmerkungen zur Struktur des Lesekreis

Wir haben uns das Buch innerhalb von zwölf Wochen in zwölf Abschnitten vorgeknöpft, die unten aufgelistet sind. Jeder Abschnitt wurde von einem einführenden Kommentar eröffnet. Die gemeinsame Diskussion des jeweiligen Abschnitts erfolgte dann einfach über die Kommentarfunktion, so dass die gesamte Diskussion jederzeit für jede/n einsehbar war und an der sich selbstverständlich auch jede/r jederzeit beteiligen konnte und immer noch kann. Zur Veranschaulichung: am Montag, den 21. November, stellte Jens Olesen den einführenden Kommentar zum ersten Abschnitt (S. 1-80) online. Ab dann konnte dieser Abschnitt diskutiert werden. Idealerweise sollte man also den entsprechenden Abschnitt bis dahin gelesen haben, um mitreden zu können. Eine Woche später war das nächste Kapitel mit der nächsten Diskussion dran usw.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Aus unserem „Kernteam“ (d.h. dem Kreis der unten stehenden Kommentatorinnen und Kommentatoren) stellte jede Woche jemand den Diskussionseinstieg bereit, und auch sonst haben wir regelmäßig mitdiskutiert. An den Diskussionen konnten und sollten aber alle teilnehmen, die Lust darauf hatten.

Bei den Beiträgen haben wir uns um Kürze, Griffigkeit und wissenschaftliche Standards bemüht. Übrigens: natürlich wurde auch über das Buch hinaus querverwiesen.

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