Erinnerung: Call for Blogposts „Neuanfang!?“

In genau zwei Wochen – am 21. September – endet die Frist für unseren Call for Blogposts: „Neuanfang!?“. Wir freuen uns weiterhin über Vorschläge, die den Begriff des Neuanfangs pointiert aus unterschiedlichen ideengeschichtlichen, politiktheoretischen oder philosophischen Perspektiven beleuchten und erkunden, wertschätzen und erhellen oder (fundiert) kritisieren.

Beiträge können die Form essayistischer Blogposts von 500 bis 1000 Worten Länge haben. In Erweiterung unserer etablierten Formate laden wir aber explizit auch zu kürzeren Beiträgen sowie zu Beiträgen jenseits der Textform ein: wie kurze Videos, Karikaturen oder Stellungnahmen in anderen Text- und Bildformen. Bitte schickt Eure Vorschläge an team@theorieblog.de. Über eine Veröffentlichung entscheidet dann die Redaktion.

Weiterlesen

CfP „Figuren und Perspektiven auf die Masse und das Individuum in der kapitalistischen Moderne“ (Berlin)

Am 26. und 27. Februar 2021 findet am Centre Marc Bloch (Berlin) eine Tagung des Jungen Forums statt, die Figuren und Perspektiven auf die Masse und das Individuum in der kapitalistischen Moderne beleuchtet. Ziel dieses Jungen Forums ist, die Relevanz und Angemessenheit von literarischen, politischen und konzeptuellen Figuren zu untersuchen, die die „Masse“ und das Individuum gegenüberstellen. Junge Forscher*innen aus der Soziologie, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft sind dazu eingeladen, die vielfältigen Dimensionen dieses Themas zu aktualisieren und zu diskutieren.

Vergleichende Studien, synchron oder diachron, sind willkommen. Die Beiträge können auch
metatheoretisch orientiert sein und untersuchen, wie die Begriffe „Masse“, „Menge“, „Volk“ und/oder „Individuum“ von verschiedenen Disziplinen verwendet werden. Beiträge (für einen 30-minütigen Vortrag) können von Masterstudent*innen, Doktorand*innen und Postdoktorand*innen vorgeschlagen werden. Sie können auf Französisch, Deutsch oder Englisch verfasst werden. Die Veranstalter*innen Yasmin Afshar (Humboldt-Universität/Marc Bloch Zentrum), Nicolas Lema
(Université Paris 1), Sara Minelli (Universität Kiel/Marc Bloch Zentrum) und Ernesto Ruiz-Eldredge
(Université de Poitiers/Goethe-Universität Frankfurt) erbitten Abstracts im Umfang von 300 Wörtern und eine kurze biographische Notiz bis zum 31. Oktober 2020 an folgende E-Mail Adresse: jfmasseindividu@gmail.com. Der ausführliche Call for Papers mit allen weiteren Informationen findet sich hier.

Weiterlesen

CfP: Tagung – Ungleichheiten des Rechts. Zwischen Anerkennung und Distribution (Bucerius Law School Hamburg)

Am 21. und 22. Januar 2021 findet an der Bucerius Law School in Hamburg eine interdisziplinäre Tagung zum Thema „Ungleichheiten des Rechts. Zwischen Anerkennung und Distribution“ statt. Die Tagung möchte ein Forum für einen intra- und interdisziplinären Austausch zwischen etablierten Wissenschaftler*innen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs bieten. Beiträge aus den Sozialwissenschaften, der Philosophie und der Ökonomie sind hierbei genauso willkommen wie juridische Zugänge.

„Ungleichheiten durchziehen moderne Gesellschaften. Ob wir es jedoch mit unterschiedlichen Modi der Ungleichheit zu tun haben oder für alle Disparitäten ein einheitliches analytisches Raster anzulegen ist, bleibt ungeklärt. Wird Ungleichheit von primär ökonomisch-distributiven Exklusionsmechanismen erzeugt oder ist eine „Politik der Anerkennung“ (C. Taylor) im Sinne wechselseitiger Wertschätzung grundlegende Voraussetzung für Gleichheit? Oder handelt es sich dabei gar um eine falsche Dichotomie, nicht um entgegengesetzte, sondern komplementäre Denkarten? Diese Fragen sind – zumal in Zeiten von steigender Sensibilität für Ungleichheiten, etwa im Bereich des Umgangs mit Minderheiten („Black Lives Matter“) oder der „Corona-Krise“ – gerade im Recht von hoher praktischer und theoretischer Relevanz.

Wer dem Anerkennungsparadigma zugeneigt ist, wird Ungleichheiten im Recht etwa im Kontext staatlichen Umgangs mit neuen, oftmals migrantisch geprägten, Formen von Religiosität ausmachen und bspw. die kürzlich gefällte Entscheidung des BVerfG zum Kopftuchverbot im Rechtsreferendariat als ungleichheitsfördernd kritisieren. Die Öffnung der Ehe für alle und das zunehmend relevanter werdende Antidiskriminierungsrecht sind weitere Felder, in denen Fragen der Ungleichheit unter dem Paradigma der Anerkennung ansprechbar gemacht werden können. Wird das Distributionsparadigma angelegt, so lässt sich etwa an die Dogmatik der Gleichheitssätze anknüpfen, in der ungeklärt bleibt, welche Rolle ökonomischer Exklusion zukommt. Können ökonomische Faktoren in die Betrachtung miteinbezogen werden, wenn darüber gestritten wird, ob Ungleichbehandlungen gerechtfertigt werden können? Umgekehrt stellt sich die Frage, ob die Beseitigung von ökonomischen Ungleichgewichten primär eine Frage des Gesetzgebers sowie der Tarifparteien sein soll oder nicht doch (auch) die Judikative Verantwortung übernehmen sollte.“

Exposés (max. 600 Wörter) sowie ein Kurzlebenslauf werden bis zum 14.10.2020 erbeten an andreas.kerkemeyer@law-school.de und amadou.sow@law-school.de. Exposés aus nichtjuristischen Disziplinen sind ausdrücklich erwünscht! Die Veröffentlichung der Beiträge in einem Tagungsband ist geplant. Alle Informationen gibt es auch hier im Call als Pdf.

Weiterlesen

Aufgezeichnete Theorie: Diskussion über Corona als (Un-)Gleichmacher

Das Gespräch zwischen Paula-Irene Villa Braslavsky, Sabine Hark und Karsten Schubert zum Thema „Vor dem Virus sind (nicht) alle gleich. Corona als (Un-)Gleichmacher“, das am 14.08.20 auf Kampnagel in Hamburg aufgezeichnet wurde, steht jetzt hier als Video online. Die drei Wissenschaftler*innen sprechen über Diskriminierung, soziale Ungleichheit, Care-Arbeit und Biopolitik.

Weiterlesen

Podiumsdiskussion „Freiheit und/oder Solidarität? Politische Theorie in der Pandemie“ digital am 24.9.

Am 24.9. von 15-17 Uhr findet eine hybride Podiumsdiskussion der Theoriesektion zum Thema „Freiheit und/oder Solidarität? Politische Theorie in der Pandemie“ statt. Frank Nullmeier, Eva Hausteiner, Fabian Schuppert und Jeanette Ehrmann werden live in Göttingen mit Tine Stein diskutieren, alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich digital an der Debatte zu beteiligen. Der entsprechende Link wird rechtzeitig vor der Veranstaltung verschickt werden.

Um 14 Uhr findet an diesem Tag die Early-Career-Versammlung der Sektion statt, am Anschluss an die Podiumsdiskussion folgt dann die Mitgliederversammlung, voraussichtlich 17-18.30 (Zoom-Links folgen).

Alle Informationen finden sich gebündelt noch einmal hier.

 

Weiterlesen

Interdisziplinäre Antisemitismustagung für NachwuchswissenschaftlerInnen (Trier und Livestream)

Die Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung veranstaltet vom 8. bis 10. Oktober 2020 die 1. Interdisziplinäre Antisemitismustagung für NachwuchswissenschaftlerInnen an der Universität Trier. Die Tagung widmet sich gegenwärtigen und historischen Erscheinungsformen des Antisemitismus. Das Phänomen soll durch die interdisziplinäre Ausrichtung anhand verschiedener Methoden und Zugänge erschlossen werden. Es gibt beispielsweise ein Panel zu „Antisemitismus in der Ideengeschichte“, aber auch eines zu intersektionalen Perspektiven auf Antisemitismus. Das ausführliche Programm der Tagung steht hier auf Facebook. Aufgrund der coronabedingt begrenzten Teilnehmerzahl gibt es zusätzlich einen Livestream zur Tagung. Dazu muss das Anmeldeformular ausgefüllt an iia-tagung@uni-trier.de geschickt werden.

Weiterlesen

Call for Blogposts: Neuanfang!?

Nach dem durchschlagenden Erfolg in den vergangenen beiden Jahren schreibt der Theorieblog diesen Sommer zum dritten Mal einen Call for Blogposts aus. Nach „Heimat“ (2018) und „Solidarität“ (2019) freuen wir uns dieses Jahr über eure Ideen und Beiträge zum Thema „Neuanfang“.

Initium ut esset, creatus est homo – damit ein Anfang sei, wurde der Mensch geschaffen“ zitiert Hannah Arendt Augustinus am Ende ihrer berühmten Studie Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Damit setzt sie zugleich den stur-optimistischen Ton, der ihr gesamtes Denken unerschütterlich durchziehen wird: Trotz allem – d.h. in Arendts Fall: trotz des Zivilisationsbruchs im 20. Jahrhundert, trotz zunehmender Weltentfremdung, trotz ökonomischer Imperative und anderer Handlungsbeschränkungen: Ein (politischer) Neuanfang ist immer möglich!

Das von Arendt in der politischen Theorie etablierte Theorem das Neuanfangs hat jüngst – auch über die akademische Debatte hinaus – eine gleichsam tagesaktuelle Dringlichkeit bekommen. Denn angesichts der Corona-Krise stellt sich in der politischen Theorie wie in der zivilgesellschaftlichen Diskussion die Frage nach dem Neuanfang erneut. Braucht es nach der globalen Pandemie einen politischen, gesellschaftlichen und/oder ökonomischen Neuanfang?  Müssen wir die Art, wie wir gesellschaftliches Zusammenleben organisieren neu überdenken? (mehr …)

Weiterlesen

CfP: JFR-Tagung „Kritische Theorie(n) des Rechts“

Die 29. Tagung des Jungen Forums für Rechtsphilosophie (JFR) findet vom 6. bis 8. Mai 2021 am Seminar für Philosophie der Technischen Universität Braunschweig statt. Sie wird organisiert von Esther Neuhann (Hamburg) und Claudia Wirsing (Braunschweig). Die Tagung fragt danach, wie eine Kritische Theorie des Rechts heute zu denken und zu konzipieren ist. Welche Funktion(en) hat sie zu erfüllen? Inwieweit ist sie um feministische, dekoloniale und poststrukturalistische bzw. dekonstruktive Rechtskritiken zu erweitern? Worin besteht die Einheit einer solchen Theorie? Oder zerfällt eine Kritische Theorie des Rechts, genau genommen, in eine Vielzahl kritischer Theorien des Rechts? Das Ziel der Tagung ist es, diese Fragen zu erörtern und so Aufschluss darüber zu gewinnen, worin das besondere Erbe der Kritischen Theorie des Rechts besteht, an welchen Stellen diese Theorie einer Revision bedarf bzw. selbst einer Kritik unterzogen werden muss, und inwieweit eine Auseinandersetzung mit dieser Theorietradition auch heute noch bedenkenswerte Antworten für das Rechtsdenken liefert.

Die Ausschreibung richtet sich an junge Nachwuchswissenschaftler:innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen (z.B. Philosophie, Rechtswissenschaften, Politikwissenschaften oder
Soziologie).  Vorträge sollten eine Länge von 20 bis max. 30 Minuten haben. Bewerbungen sind bis zum 15.8.2020 möglich und Frauen werden besonders zur Bewerbung aufgefordert. Alle Details stehen hier im Pdf.

Weiterlesen

CfP: Politische Theorie der digitalen Konstellation

Unter dem Titel “Politische Theorie der digitalen Konstellation“ geben Sebastian Berg (Weizenbaum-Institut),  Daniel Staemmler (FU Berlin) und ich ein Sonderheft der Zeitschrift für Politikwissenschaft (ZPol) heraus. Dessen Ziel ist es, politiktheoretische Perspektiven auf den Zusammenhang von Politik und Digitalisierung zu versammeln. Den ausführlichen Call for Papers findet ihr hier in deutscher oder englischer Sprache. Bis zum 30. September 2020 müssen Beitragsvorschläge in Form von extended abstracts mit max. 800 Wörtern (deutsch oder englisch) eingreicht werden , für die vollständigen Beiträge ist bis zum 30. Januar 2021 Zeit. Beitragsvorschläge werden erbeten an: zpol.digitheo@wzb.eu

Weiterlesen

Online-Vortrag: Policing Black Lives

Im Kontext der aktuellen Proteste und Debatten um Rassismus in und jenseits der Polizei sowie stärker werdenden abolitionistischen Forderungen lädt die Sektion „Human Rights and Democracy“ des Gießener Graduiertenkollegs für Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften zusammen mit dem Gießener Politische Theorie Kolloquium zu einem Online Vortrag mit Vanessa Eileen Thompson ein. Der Vortrag von Thompson und die daran anschließende offene Diskussion stehen unter dem Motto „Policing Black Lives. On Conditions of (Un-)Breathing and Abolitionist Horizons“. Alle Interessierten sind zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden sich auf der Seite der Sektion oder auf dem Flyer zur Veranstaltung.

Weiterlesen