Einladung: JUSTIZ MACHT POLITIK (27.11.18)

„Wie unabhängig ist die Justiz, wie frei der Gesetzgeber?“ Dieser Frage widmet sich ein Symposium der Jungen Akademie Mainz unter dem Titel JUSTIZ MACHT POLITIK. Organisiert von Konrad Duden, Jasper Kunstreich und Astrid Séville sowie in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte geht es am 27. November 2018 ab 10 c.t. in der Akdemie der Wissenschaft und der Literatur in Mainz um das Spannungsfeld von Recht und Politik – von Grundsatzfragen der Verfassungsgerichtsparkeit bis zu konkreten Entwicklungen der Rechtstaatlichkeit in Polen.
Alles weiteren Informationen – insbesondere auch zu Thematik und Vorträgen – finden sich in der Einladung. Eine Anmeldung ist bis zum  12. November erwünscht.

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Wiedergelesen: Max Webers Wahlverwandtschaften – eine Verhältnisbestimmung

Die Rezeption der sogenannten Weber-These, nach der ein Zusammenhang zwischen protestantisch motivierter weltlicher Askese und wirtschaftlichem Erfolgsstreben besteht, ist äußerst umfangreich und ein Ende scheint nicht in Sicht. Wirklich erklärt werden kann die Faszination für das kontinuierliche Wiederlesen und Diskutieren von Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus nicht, überzeugt der Text weder durch eine besonders leichte Sprache noch einen mitreißenden Spannungsaufbau. Überdies geht es um Religion, auch um Kapitalismus, welcher – um versöhnlich zu bleiben – ein catchy Schlagwort darstellt. Vielleicht ist es diese Kombination, die es ausmacht.

Einen Anstoß für eine neuerliche Beschäftigung mit der Weber-These mag der erstaunlich unbestimmte Begriff der „Wahlverwandtschaft“ in der Protestantischen Ethik geben, welche Max Weber zwischen „bestimmten Formen des religiösen Glaubens und der Berufsethik“ ausmacht (im Folgenden stets PE nach Max-Weber-Gesamtausgabe Bd. I/18, S. 256). Sperrig und gleichzeitig vergleichsweise wenig beachtet, besetzt dieser Begriff den Kern seiner berühmten These. Dabei ist der Begriff an sich paradox. Während Verwandtschaft sich dadurch auszeichnet, nicht wählbar zu sein, suggeriert Wahlverwandtschaft das genaue Gegenteil. Warum wählte Weber, auf Goethes gleichnamigen Roman verweisend, ausgerechnet diesen Begriff, jedoch ohne jede Bestimmung, was er mit dieser Entlehnung meinte? (mehr …)

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Tagung: „Recht auf Nicht-Recht. Rechtliche Reaktionen auf die Juridifizierung der Gesellschaft“ (Justus-Liebig-Universität Gießen, 24.-25. September 2018).

Eine internationale und interdisziplinäre Tagung zum Thema „RECHT AUF NICHT-RECHT. Rechtliche Reaktionen auf die Juridifizierung der Gesellschaft“ veranstalten vom 24. bis 25. September 2018 Ino Augsberg (Hermann Kantorowicz-Institut für juristische Grundlagenforschung, CAU Kiel), Steffen Augsberg (Rudolf-von-Jhering-Institut für rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung, JLU Gießen), Ludger Heidbrink (Philosophisches Seminar der CAU Kiel) an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dabei wird die Frage im Mittelpunkt stehen, ob sich der Befund einer weitreichenden Juridifizierung „in das Recht selbst zurückzuspiegeln“ lässt, ob sich „also das Recht gegen sich selbst und seine zunehmende Überformung der Gesamtgesellschaft in Stellung“ bringt.

Beiträge werden u.a. erbracht von Ghazaleh Faridzadeh (Shahid Beheshti Universität Teheran), Petra Gehring (Universität Darmstadt), Vagias Karavas (Universität Luzern), Karl-Heinz Ladeur (Universität Hamburg), Sophie Loidolt (Universität Darmstadt), Greta Olson (Justus-Liebig-Universität Gießen), Fabian Steinhauer (Goethe-Universität Frankfurt/M.), Thomas Vesting (Goethe-Universität Frankfurt/M.), Dan Wielsch (Universität zu Köln) und Benno Zabel (Rheinische Wilhelms-Universität Bonn).

Wegen der begrenzten räumlichen Kapazitäten wird um vorherige Anmeldung unter augsberg@law.uni-kiel.de gebeten. Die vollständige Ankündigung findet sich hier.

 

 

 

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HU-Berlin: Juniorprofessur für „Sozialphilosophie/Kritische Theorie“ ausgeschrieben (Inst. für Philosophie)

An der Philosophischen Fakultät, Institut für Philosophie, der Humboldt-Universität Berlin ist eine Juniorprofessur für „Sozialphilosophie/Kritische Theorie“ zzgl. spezielleren Schwerpunkten ausgeschrieben (mit Tenure Track nach W2). Die Bewerbungsfrist läuft zum 27.09.2018 unter der Kennziffer JP/018/18. Der Ausschreibungstext folgt unten. (mehr …)

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In eigener Sache: E-Mail-Benachrichtigungen derzeit nicht verfügbar

Liebe Abonnent*innen und Leser*innen,

aus technischen Gründen stehen unsere E-Mail-Benachrichtigungen derzeit leider nicht zur Verfügung. Wir hoffen, das Problem in Kürze zu beheben, und bleiben bis dahin hier auf dem Blog, auf Facebook und auf Twitter (@theorieblog) wie gewohnt online und verfügbar.

Euer Theorieblog-Team

Update (11.09.18): Das Problem ist behoben. Leider ist das von uns für den Email-Newsletter benutzte Plugin nicht mit technischen Aktualisierungen des restlichen Systems (Umstellung auf PHP 7.0) kompatibel. Für den Moment sollte die Zustellung der Emails wieder funktionieren, auf Dauer werden wir uns eine neue Lösung suchen müssen.

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CfP: „Mediale Formierung des Politischen. Zu Fake News, Personal Publics und Populismus“ (DVPW-AK Politik und Kultur, 13.-14. Dezember 2018, Universität Bielefeld)

Für den DVPW-Arbeitskreis Politik und Kultur richtet der Bereich „Theorie, Geschichte und Kultur des Politischen“ in Kooperation mit der Universität Siegen und mit dem Zentrum für Ästhetik (an) der Universität Bielefeld vom 13.-14. Dezember 2018 die Tagung Mediale Formierung des Politischen. Zu Fake News, Personal Publics und Populismus aus. Die Veranstalterinnen Paula Diehl (Universität Bielefeld) und Sigrid Baringhorst (Universität Siegen) bitten um Vorschläge; Details folgen nun: (mehr …)

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100%-Vertretungsstelle (befristet) an der FU Berlin (Lehrstuhl Gosepath – Praktische Philosophie). Bewerbung bis 10. September 2018.

Der Lehrstuhl für Praktische Philosophie der FU Berlin (Professur Gosepath) sucht nach Möglichkeit schon zum kommenden Wintersemesterbeginn die Vertretung einer vollen Mitarbeiter_innenstelle (13 TV-L FU), befristet bis zum August nächsten Jahres.

Die vollständige Ausschreibung findet sich hier, die Bewerbungsfrist läuft sehr kurzfristig, zum 10. September 2018.

 

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Erinnerung: Call for Blogposts „Heimat!?“

Am 14. September endet die Frist für Antworten auf unseren Call for Blogposts zum Thema „Heimat!?“. Wir freuen uns weiterhin über Vorschläge, die Begriff und Idee der Heimat, die derzeit verbreitet und kontrovers diskutiert werden, pointiert aus unterschiedlichen ideengeschichtlichen, politiktheoretischen oder politikphilosophischen Perspektiven beleuchten und erkunden, wertschätzen und erhellen oder fundiert kritisieren.

Beiträge können die Form essayistischer Blogposts von 500 bis 1000 Worten Länge annehmen. Wir freuen uns aber auch über kurze Videos, Karikaturen oder Stellungnahmen in anderen Text- und Bildformen. Bitte schickt Eure Vorschläge an team@theorieblog.de. Über eine Veröffentlichung entscheidet dann die Redaktion.

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CfA: Postdoc-Stelle an der Uni Freiburg (100%, 3 Jahre)

An der Professur für Politische Philosophie, Politische Theorie und Ideengeschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist ab 1. Oktober und auf drei Jahre befristet die Stelle eines/r wissenschaftlichen Mitarbeiters/in (Vollzeit, TV-L E13) zu besetzen. Das Aufgabenspektrum umfasst die Mitarbeit in Forschung, Lehre (4 SWS) und Administration – und erlaubt Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung. Vorausgesetzt werden eine qualifizierte Promotion und mindestens zwei thematische Schwerpunkte in z.B. Internationaler Politischer Theorie, Kosmopolitismus, Demokratietheorie und / oder Geschichte politischer Ideen. Die vollständge Ausschreibung findet sich online und nach dem Klick.

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Veranstaltung (Berlin): „Transformative Constitutionalism in Latin America“

Das Berliner Büro des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht veranstaltet am 27. Juni eine Panel-Diskussion zum Thema „Transformative Constitutionalism in Latin America – Cases and Developments“. Die Veranstaltung mit René Fernando Urueña Hernández (Universidad de Los Andes, Bogotá), Ximena Soley (Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law) sowie Alexandra Kemmerer (Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law) findet von 12 bis 14 Uhr im Einstein-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt. Um Anmeldung (berlin@mpil.de) wird gebeten.

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