CfP: Politik der Biomedizin

Kathrin Braun (Universität Hannover) und Helene Gerhards (Universität Duisburg-Essen) von der DVPW-Themengruppe „Konstruktivistische Theorien der Politik“ veranstalten im November die interdisziplinäre Tagung “Neues aus Biopolis? Die Politik der Biomedizin – theoretische Reflexionen und empirische Annäherungen“. Abstracts können bis zum 15.9. eingereicht werden, den vollständigen Call gibt es hier.

Weiterlesen

“Unterwerfung der Welt? Probleme europäischer Globalgeschichte 1415-2015” Meisterkurs in Berlin

Vom 9. bis 13. April 2018 veranstaltet die Humboldt-Universität unter dem Titel “Unterwerfung der Welt? Probleme europäischer Globalgeschichte 1415-2015“ einen Meisterkurs mit dem Freiburger Historiker Wolfgang Reinhard. Der Kurs wird von Hans Joas begleitet und richtet sich an Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen, die ihr Promotions- oder Habilitionsprojekt mit Bezug zum Thema des Meisterkurses vorstellen wollen. Bewerbungsfrist ist der 30. Juli 2017. Weitere Informationen sind hier zu finden.

Weiterlesen

4 Doktorandenstellen: Migration und Demokratie (Duisburg-Essen)

Im neuen MERCATOR Forum – Migration und Demokratie sind vier weitere Stellen ausgeschrieben. Diesmal an der Universität Duisburg-Essen. Die Forschungsgruppe dort wird von Andreas Blätte und Andreas Niederberger geleitet und sich insbesondere mit den parlamentarischen Weisen der Bearbeitung von migrationsrelevanten Fragen in verschiedenen europäischen Parlamenten befassen. Dabei sollen sowohl mit Blick auf Annahmen in der Diskussion über die Deliberative Demokratie die Effekte von unterschiedlichen Beratungsmodi untersucht werden, wie auch der Zusammenhang zwischen der Wahl einer jeweiligen politischen Bearbeitung von Fragen und Policies bzw. deren Erfolg. Die Ausschreibungen der insgesamt vier 50%-Stellen findet ihr hier (Blätte) und hier (Niederberger). Die Bewerbungsfrist ist der 27.07.

P.S.: Aktuell sind auch noch die bis zu 12 Stellen (auch Postdocs) in Dresden (hier der Link) – Bewerbung bis 20.07.

 

Weiterlesen

March for Science – nicht nur in den USA

Viele haben schon davon gehört, viele aber auch nicht. Deshalb an dieser Stelle die wichtigsten Infos zum March for Science: Am 22. April werden Menschen auf der National Mall in Washington DC sowie auf mehr als 400 Demonstrationen weltweit ihre Kritik an aktuellen politischen Entwicklungen und ihre Wertschätzung für die Wissenschaften zum Ausdruck bringen. Grundlegende Hintergrundinformationen zu Idee und Ziel der Veranstaltungen finden sich auf der amerikanischen Homepage https://www.marchforscience.com/. Auch in Deutschland wird es in einer ganzen Reihe von Städten Demonstrationen geben – zwischen München und Kiel, Frankfurt, Bonn und Berlin. Infos zu Ziel, Unterstützer_innen sowie alle Orte und Zeiten gibt das Internet preis. Wer uns aus Großbritannien oder Frankreich  oder anderen Teilen Europas und der Welt folgt, wird im Internet ebenfalls fündig. Getwittert wird unter dem Hashtag #ScienceMarch.

Während viele Aktionen rund um diese Initiativen naturwisenschaftlich geprägt sind, freuen wir uns über die Zusendung von Fotos von politiktheoretischen, sozialwissenschaftlichen oder philosophischen Plakaten oder Aktionen und posten die Besten später gerne auch hier auf dem Blog.

Weiterlesen

Mittelweg 36: Neues Deutschland – zur Aktualität des Multikulturalismus

Die heute frisch erschienene Ausgabe des Mittelweg 36 hat das „Neue Deutschland“ zum Thema und wartet mit einigen interessanten Beiträgen aus der politischen Theorie auf:
„Deutschland wird Deutschland bleiben, mit allem, was uns daran lieb und teuer ist.“ Die Worte der Kanzlerin aus dem letzten Herbst beschwören eine nationale Identität, die als gegeben und konservierbar vorgestellt wird. Demgegenüber erinnert uns die „Flüchtlingskrise“ aber daran, dass Gesellschaften und Kulturen ständig im Wandel begriffen sind. Wir haben also schon lange Anlass genug, über ein neues Deutschland nachzudenken, das es politisch zu gestalten gilt. Fragen von Anerkennung, Integration und demokratischer Teilhabe verlangen nach aktuellen Antworten – höchste Zeit für einen Multikulturalismus reloaded, wie Ulf Bohmann und Paul Sörensen meinen.
Charles Taylor schlägt mit Blick auf die gegenwärtige Verfasstheit europäischer Gesellschaften vor, das Konzept des „Multikulturalismus“ um das des „Interkulturalismus“ zu erweitern. In “Werden, was wir sind” betont er, dass der Zusammenhalt moderner demokratischer Gemeinwesen immer weniger durch geteilte Traditionen verbürgt wird, sondern über eine gemeinsame zukunftsweisende politische Erzählung hergestellt werden muss. Hartmut Rosa plädiert in “Anverwandlung statt Versteinerung” für einen Umgang mit der „Flüchtlingskrise“, der Gelegenheiten für wechselseitiges Lernen und gemeinsames Handeln von Alteingesessenen und Neuankömmlingen eröffnet. Peter A. Kraus zeigt, dass die Vervielfältigung sich überlagernder Identitäten und Zugehörigkeiten in heutigen Gesellschaften komplexe Vielfalt hervorbringt, die vor allem ein Mehr an Politik erforderlich macht. Und Volker M. Heins schließlich mahnt in “Multikulturalismus in der Ära Trump”, dass wir zwischen multikultureller Demokratie und ethnisch oder völkisch begründeter Tyrannei zu wählen haben.
Hier geht es zum Heft, den Artikel »Multikulturalismus reloaded. Demokratie in Zeiten von Flucht und Migration« von Ulf Bohmann und Paul Sörensen gibt es als kostenlose Leseprobe hier zum Download.

Weiterlesen

Politikwissenschaft – Krise, Zukunft?!

Die deutsche Politikwissenschaft plagen Selbstzweifel. Wie steht das Fach im öffentlichen Diskurs da? Wie gegenüber der Politik? Und wie im Vergleich zu anderen Disziplinen? Und wer ist schuld, wenn sich herausstellt, dass früher oder anderswo sicher alles besser war oder ist? Die öffentlich betriebene Nabelschau weckt – zumindest innerhalb der Zunft – viel Interesse. Meinung und Gegenmeinung werden mobilisiert, der Diskurs auch munter in die Institutionen wie die DVPW getragen. Das im April erscheinende Heft der Zeitschrift für Politikwissenschaft (ZPol) nimmt den Ball auf, gibt ihm aber noch einmal einen anderen Twist: Angefragt wurden 17 Beiträge von Vertreterinnen und Vertretern aller Teile der Disziplin und über die Senioritätslevel hinweg. Die Aufgabenstellung lautete: Formuliert kurz und knapp, was die nahe Zukunft – die nächsten fünf Jahre – mit dem Fach machen werden. Welche Eisberge harren der Umschiffung, welche Chancen müsste man nutzen?

Das Ergebnis ist erwartbar bunt: Die Schwerpunktsetzungen reichen von der Diskussion, ob das Fach gerade wegen seiner inhaltlichen und methodischen Pluralität stark ist (Uwe Jun), ob es nicht besser seine disziplinäre Identität herausarbeiten sollte, um interdisziplinär anschlussfähig zu sein (Herfried Münkler), oder ob man Ausdifferenzierung und Integration nicht durch eine stärkere Trennung von Forschung und Lehre balancieren könnte (Kai-Uwe Schnapp). Lehre ist auch ein Thema bei Monika Oberle, die an deren Bedeutung für die Gesellschaft erinnert. Der von Carlo Marsala geschriebene Beitrag fordert die Politisierung der Politikwissenschaft und hat schon vorab in einer Variation für die ZEIT für viele Diskussionen gesorgt. Auch Dirk Jörke verlangt nach einer für politische Kontexte sensibleren Politikwissenschaft, Sabine Manzel hingegen klagt ganz pointiert mehr „cojones“ ein, während Manfred G. Schmidt sarkastisch gegen Kleinteiligkeit und Drittmittellogik ätzt. Auch Internationalisierung wird mehrfach und kontrovers thematisiert, etwa bei Ton Nijhuis, der das Verblassen deutscher Besonderheiten (auch) als Schwäche diagnostiziert. Gabi Schlag und ich schließlich schütten noch aus einem anderen Fass Wasser in den Wein, wenn wir daran erinnern, dass Politikwissenschaft nicht nur Disziplin, sondern auch Beruf ist – und besser einer wäre (oder ein besserer wäre), wenn die Mehrheit der ihn Ausübenden weniger prekär von ihm leben könnten.

Wir nehmen die Veröffentlichung des ZPol-Forums zum Anlass, um unter dem Strich noch einmal die verschiedenen Beiträge der schon mehr als ein Jahr laufenden Debatte zu rekapitulieren und euch eine Übersicht über alle Beiträge des Sonderhefts zu geben. (mehr …)

Weiterlesen

Neuer Masterstudiengang in Mainz

“Politische Ökonomie und Internationale Beziehungen” steht drauf, ein Fokus u.a. auf theoretische und politikphilosophische Fragestellungen und qualitative Methoden steckt drin. An der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz geht zum Wintersemester 2017/2018 ein neuer Master-Studiengang an den Start, der auch für theorieafine Studierende interessant sein kann. Allgemeine Informationen zum Studiengang wie auch eine Übersicht über die inhaltlichen Schwerpunkte und die Modulstruktur finden sich auf der Homepage.

Weiterlesen

“Marx und die ‘Kritik im Handgemenge'” in Osnabrück

Der Modus der Marxschen Kritik als konfliktuelle Praxis steht im Fokus einer Tagung, zu der Matthias Bohlender, Anna-Sophie Schönfelder und Matthias Spekker vom Forschungsprojekts “Marx und die ‘Kritik im Handgemenge’. Zu einer Genealogie moderner Gesellschaftskritik” einladen. Am 3. und 4. März 2017 werden unterschiedliche Aspekte des Marx’schen Kritik-, Wahrheits-, Wissenschafts- und Politikverständnisses diskutiert.  Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Um Anmeldung wird jedoch gebeten. Alle Details und weitere Informationen finden sich im Programmflyer.

Weiterlesen

CfP: Soziologische Normativität

Soziologische Verständnisse des Normativen, Normen und Handlungspraxis, Normen und multiple Differenzierung und Soziologische Normativität und Reflexionstheorien – dies sind die vier thematischen Schwerpunkte des ersten Workshop des Arbeitskreises “Normen und Normativität”der Sektion Soziologische Theorie der DGS. Fabian Anicker, Matthias Klemm, Ulf Tranow und Linda Nell laden dazu am 14. und 15. Juli 2017 an die Hochschule Fulda. Abstracts (1-2 Seiten) sind bis zum 26. März 2017 willkommen. Detaillierte Informationen folgen und diesem Link.

Weiterlesen