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Haiti, Chile und kein Ende: Katastrophenhilfe als Charity oder Hilfspflicht?

Gibt es eine Pflicht, den Opfern von Naturkatastrophen zu helfen? Ich denke, ja. Auch wenn Rawls vielfach für sein „Recht der Völker“ kritisiert wurde, gibt es hierin doch eine Idee, die ich sehr plausibel finde. Ausgehend von seiner Kategorie der „burdened societies“, jener Gesellschaften also, die ohne eigenes Verschulden in existenzielle Not geraten sind, entwirft […]

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Neues Peer-Reviewed E-Journal für politische Philosophie und Moralphilosophie

Public Reason heißt eine neue englischsprachige Zeitschrift deren Ausgaben als kostenlose PDF-Downloads zur Verfügung stehen. In der ersten Ausgabe finden sich mit Hillel Steiner und Peter Burgess durchaus prominente Autoren. Die Herausgeber sind Romulus Brancoveanu (Bukarest) und Thomas Pogge (Yale).  Das Team von Public Reason ist übrings auch an der hier bereits beworbenen Konferenz zu

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Presseschau 02/2010

In unserer Rubrik „Presseschau“ möchte ich heute eine Reihe weiterer Journals vorstellen und kurz auf einige interessante Debatten hinweisen. Ich würde mich sehr freuen, wenn die eine oder der andere von euch im Kommentar ergänzt oder erweitert.

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Philosophie bei Radio 4

Im deutschen Fernsehen gibt es eine „philosophische“ Quatschrunde, die das Kunststück fertigbringt, in der Regel ganz ohne Philosophen auszukommen. In Großbritannien gibt es  „In Our Time„: Bei BBC Radio 4 diskutiert Melvyn Bragg mit akademischen Gästen im wöchentlichen Wechsel historische, naturwissenschaftliche, religiöse und eben philosophische Themen. 70 Podcasts können in der Rubrik Philosophy runtergeladen werden,

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Presseschau 01/2010: Zwei Ergänzungen

Für alle, die über Politische Theorie im postnationalen Kontext forschen, der Hinweis auf zwei frisch erschienene und sicher interessante Sonderhefte: Zum einen widmet sich die Zeitschrift/das Online-Journal „Ethics and Global Politics“ (Vol.3, Issue 1) James Bohmans Buch „Democracy Across Borders“. Neben einer Einführung von Bohman werden dessen Gedanken unter anderem von Mark E. Warren und

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Westerwelles Dekadenz

Nicht zu übersehen war in deutschen Zeitungen und Webforen jeglicher Couleur in der letzten Woche der von Außenminister Westerwelle nach dem Karlsruher BVerfG-Urteil angestoßene Schlagabtausch zum Wesen des deutschen Sozialstaats und insbesondere zur „Fairness“ staatlicher Unterstützungsleistungen für sozial Schwächere. Hartnäckig in den Schlagzeilen gehalten hat sich dabei Westerwelles Diktum in der Welt: „Wer dem Volk

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Getting Published – Wenn man denn will

Obwohl das Veröffentlichen eigener Arbeiten in der Wissenschaft einen so zentralen Stellenwert einnimmt, gibt es erschreckend wenig Hilfestellung zu diesem Thema. Daher hier der Hinweis auf zwei wirklich gute und frei verfügbare Texte: Zum einen Publishing in Academic Journals von Keith Dowding, und zum anderen Publishing Advice for Graduate Students von Thom Brooks. Aus der

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Enzensberger vs. die Eurokraten

Intellektuell gehaltvolle und politiktheoretisch informierte Auseinandersetzungen über die Herausforderung der Demokratie durch die europäische Integration sind selten. Zwar herrscht an wissenschaftlicher und publizistischer Beschäftigung mit der EU wahrlich kein Mangel, aber entweder sind die Beiträge aus den Höhen einer technisch-empirischen Regierungswissenschaft geschrieben und richten sich hauptsächlich an die an Details interessierte Peer-Group der Europaforscher oder es handelt sich um das atemlose Nachhecheln hinter den Tagesaktualitäten. Eine dritte Spezies von Texten ist der Versuch von öffentlichen Intellektuellen, die Auseinandersetzung um die EU in die Feuilletons der Tageszeitungen zu tragen. Hier bezeugt der Status des Schreibenden die Tiefe der Reflexivität, das weite öffentliche Forum und die Wucht der Argumentation garantiert die Aufmerksamkeit. Hans Magnus Enzensberger hat jüngst mit seiner Rede zum Sonning Preis – die zugleich ganzseitig von der FAZ auf der ersten Seite des Feuilletons dokumentiert wurde (FAZ-Artikel) – ein neues Beispiel für diesen Typ von Beitrag geliefert – und damit zugleich einen Anlass auf das Elend der EU-Polemik zu reflektieren.

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Presseschau 01/2010

Das Theorieblog ist nicht nur ein Theorieblog, sondern auch ein Serviceblog. Es folgt deshalb ein kurzer Überblick über Artikel, die ich in den letzten Ausgaben der einschlägen politische Theorie und Philosophie Zeitschriften besonders spannend fand und euch zur Lektüre ans Herz legen möchte. Die Auswahl ist ziemlich subjektiv, ich würd mich also freuen, wenn ihr

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Lesenotiz: „Selbstbetrachtung aus der Ferne. Tocqueville, Weber und Adorno in den Vereinigten Staaten“ von Claus Offe

Ende letzten Jahres ist in Constellations ein Artikel von Claus Offe mit dem Titel „Governance: An Empty Signifier“ erschienen. Der Artikel an sich ist lesenswert, wenn auch nicht in Gänze überzeugend. Noch mehr hat mich aber gefreut, dass ich durch den Artikel auf ein schon 2004 erschienenes Buch von Claus Offe mit dem Titel „Selbstbetrachtung

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