Veranstaltungshinweis: Interdisziplinäres Theorie-Kolloquium an der Uni Würzburg

Mit Beginn des Wintersemesters geht an der Universität Würzburg eine disziplinübergreifende Veranstaltungsreihe an den Start: das Theorie-Kolloquium, eine Kooperation des Instituts für Politikwissenschaft und Soziologie (IPS) und des Instituts für Philosophie, getragen von Matthias Flatscher (Philosophie), Matthias Gsänger und Verena Frick (Politische Theorie) sowie Daniel Suber (Allgemeine Soziologie). Ziel des Kolloquiums ist es, die drei Disziplinen Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie über theoretische Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche und politische Themen ins Gespräch zu bringen.

Den Auftakt macht am Mittwoch, den 29.10.2025 Steffen Herrmann (FernUni Hagen). Er wird über das Thema sprechen: „Politische Phänomenologie des Antisemitismus. Ein Versuch“. Der Vortrag startet um 18 Uhr (ct) in Raum 00.113d (Wittelsbacherplatz). Interessierte sind herzlich zum Mitdiskutieren eingeladen! Die genauen Informationen sind hier zu finden.

Die weiteren geplanten Veranstaltungen:

17.12.2025, 18 Uhr: Alexandra Schauer, Institut für Sozialforschung, Frankfurt

14.01.2026, 18 Uhr: Mathijs van de Sande, Radboud University Nijmegen

04.02.2026, 18 Uhr: Manon Westphal, Hochschule für Politik, TUM

 

 

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Stellenausschreibung: „W2-Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte“, Universität Jena

Zum 1. Februar 2027 ist an der Universität Jena eine W2 Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte zu besetzen. Erwartet wird ein exzellentes Forschungsprofil im Bereich der politischen Theorie und Ideengeschichte mit einem Schwerpunkt auf Demokratietheorie. Bewerbungen sind bis zum 11.12.2025 über das Bewerbungsportal möglich. Mehr Informationen zur Ausschreibung sind hier zu finden.

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Call for Panels Theoriekongress: Backsliding, Resilience, Renewal? Democracy in Eras of Transformation

Der Theoriekongress geht im nächsten Jahr in die zweite Runde: Vom 05. – 07. Oktober 2026 wird er unter dem Titel „Backsliding, Resilience, Renewal? Democracy in Eras of Transformation“ an der Universität Passau stattfinden.

 In einer durch vielfache Krisen geprägten Gegenwart rücken die Demokratie, deren Defekte und autoritäre Tendenzen, aber auch Potenziale demokratischer Widerstandsfähigkeit und Erneuerungschancen der Volksherrschaft verstärkt in den Fokus. Hier ist eine kritische Analyse durch die Politische Theorie und Ideengeschichte gefragt, die etablierte Deutungsmuster, Annahmen und Konzepte prüft, historische Vergleichsperspektiven einbringt sowie problembewusst die aktuellen Herausforderungen und mögliche Reformvorschläge adressiert. Der Kongress möchte Gegenwartsdiagnosen zu aktuellen Veränderungen in Demokratien genauso behandeln wie historische Perspektiven auf vergangene Krisen und Transformationsprozesse sowie konzeptionelle Analysen zu Demokratie, Transformation, Resilienz und Erneuerung. Vertreter:innen aller Teildisziplinen der Politischen Theorie und Ideengeschichte sowie angrenzende Nachbardisziplinen sind herzlich willkommen. Der Kongress findet in englischer sowie deutscher Sprache statt.

Vorschläge für geschlossene, halboffene und offene Panels können bis zum 06. November 2025 über die Webseite eingereicht werden. Danach wird es einen weiteren Call für die halboffenen und offenen Panels geben.

Hier geht es zum ausführlichen Call auf englisch und auf deutsch.

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In eigener Sache: Politiktheoretische und ideengeschichtliche Interventionen gesucht!

Der Theorieblog ist ein Forum für Politische Theorie und Ideengeschichte. Lesenotizen, Buchforen, ZPTh-Debatten, eigene Forschungsbeiträge oder Themenschwerpunkte sind bei uns inzwischen fest etabliert. Aber neben diesen grundsätzlichen Auseinandersetzungen bietet unsere politische Gegenwart doch auch immer wieder Anlass zu kritischen Reflexionen und Einordnungen tagespolitischer Geschehnisse und Entwicklungen.

Seit seinen Anfangsjahren ist der Theorieblog auch ein Ort für solche theoriegeleiteten Kommentare zu tagesaktuellen Ereignissen: Der Berliner Verfassungsschutz beschäftigt verdeckt Mitarbeiter aus dem Bundestag? In der Schweiz stimmt eine Mehrheit für die ‚Ausschaffungsinitiative‘? Weiß Guido Westerwelle, was er sagt, wenn er von „spätrömischer Dekadenz“ spricht? In der Corona-Krise avanciert ,Solidarität‘ zur Leitidee?

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Call for Blogposts: Verfassungsgerichtsbarkeit

Die gescheiterte Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Bundesverfassungsrichterin und deren Folgen werfen neues Licht auf politiktheoretisch scheinbar altvertraute Fragen der Gewaltenteilung. Das nehmen wir im diesjährigen Sommercall zum Anlass, um nicht wie in den vergangenen Jahren einen Begriff, sondern eine Institution aus politiktheoretischer und ideengeschichtlicher Perspektive in den Mittelpunkt zu rücken: Die Verfassungsgerichtsbarkeit. 

In der breiteren politik- und rechtswissenschaftlichen Debatte ist angesichts populistischer und autoritärer Angriffe auf die Verfassungsgerichtsbarkeit einerseits und einer Kritik an der zunehmenden Judizialisierung der (insbesondere europäischen) Politik andererseits schon länger eine neue Grundsätzlichkeit in der Diskussion um die Institution der Verfassungsgerichtsbarkeit zu verzeichnen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Problem- und Fragestellungen haben die beiden Perspektiven gemeinsam, dass sie die Autorität der Verfassungsgerichtsbarkeit verstärkt in Frage stellen.  

Grund genug also, um nicht nur den jüngsten Eklat zum Anlass für grundlegende Erörterungen über den Status quo und politisch-juristische Perspektiven auf Verfassungsgerichtsbarkeit zu nehmen und aus ideengeschichtlicher sowie politiktheoretischer Perspektive nach der “Lage” der Verfassungsgerichtsbarkeit zu fragen. 

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Schwerpunkt: 100 Jahre Fanon

Am 20. Juli wäre Frantz Fanon 100 Jahre alt geworden. Fanon setzte sich in seinen Werken auf tiefgehende Weise mit dem Kolonialismus und seinen prägenden Nachwirkungen auseinander. Er analysierte Kolonialismus als systemische Gewalt und frühe Form des Faschismus. Seine Arbeiten verbinden psychologische, marxistische und phänomenologische Perspektiven auf koloniale Entfremdung, Herrschaft und Unterdrückung. Das Denken des Theoretikers, Psychoanalytikers und Aktivisten hat damit nichts an seiner Aktualität und Wichtigkeit für die Politische Theorie verloren – sei es in Bezug auf seine Auseinandersetzungen mit Kolonialität, Gewalt, Rassismus oder Subjektivierung. 

Aus diesem Anlass werden wir uns in den nächsten zwei Wochen im Rahmen eines Schwerpunkts mit verschiedenen Facetten seiner Arbeiten befassen. Wie kein anderer Theoretiker hat Frantz Fanon das Nachdenken über Gewalt betrieben – doch wird in der deutschsprachigen politiktheoretischen Rezeption sein politisches Denken auch häufig auf diesen Aspekt reduziert.  Es ist diese Reduzierung, die die Beiträge anleitet, aus verschiedenen Blickwinkeln genauer hinzuschauen und auszuloten, ob dies nicht eine Begrenzung von Fanons Werk darstellt. Mal mehr, mal weniger explizit um den Begriff der Gewalt kreisend, bringen die Autor:innen des Schwerpunkts Fanons Denken so mit gegenwärtigen theoretischen Perspektiven und Denkschulen ins Gespräch und loten die Viel- und Weitsichtigkeit seines Werks aus. 

Den Anfang macht Ina Kerner mit einer einführenden Perspektive, die Fanon als wichtigen Theoretiker der Politischen Theorie vorstellt. Nicki K. Weber wird sich in einem Close Reading mit dem Kapitel “Die erlebte Erfahrung des Schwarzen” aus Schwarze Haut, Weiße Masken beschäftigen. Jeanette Ehrmann liest Fanon mit Sylvia Wynter und stellt die Soziogenese als zentrales Element des Fanonschen Denkens heraus. Michaela Bstieler und Thomas Bedorf werfen einen phänomenologischen Blick auf Fanon. Viktoria Huegel stellt ästhetische Bezüge zwischen Gewalt und Tanz her. Im letzten Beitrag liest Vanessa Thompson Fanon als antifaschistischen Theoretiker.

Wir freuen uns sehr auf die kommenden Wochen und wünschen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!   

Eure Theorieblog-Redaktion 

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CfA: Senior Lecturer an der Uni Hamburg (100%, TV-L 13, unbefristet)

Kurz vor dem Wochenende noch der Hinweis auf eine Stellenausschreibung am Fachbereich Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg: Gesucht wird dort ein:e „Senior Lecturer für die Teilstudiengänge Sozialwissenschaften in allen Lehrämtern sowie Sachunterricht“. Die Ausschreibung wendet sich insbesondere an Politikwissenschaftler:innen, steht damit aber aber natürlich auch Theoretiker:innen offen und dürfte somit für viele unserer Leser:innen interessant sein. Neben einer relativ hohen Lehrverpflichtung von 12 LVS pro Semester umfasst die Stelle aber immerhin auch einen 15%-Anteil für Forschung – und ist vor allem unbefristet. Bewerbungsschluss ist der 30. Juli. Alle weiteren Informationen zu Stelle und Bewerbungsverfahren finden sich in der Ausschreibung.

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CfA Generative KI & die Gesichter der Macht – Workshop in Berlin

Am 20.–21. November 2025 findet am Weizenbaum-Institut in Berlin ein Workshop zum Thema „Generative AI & The Faces of Power“ statt. Der Workshop zielt darauf ab, die vielschichtigen Machtverhältnisse im Zusammenhang mit generativer KI in sozialen, politischen und kulturellen Kontexten zu untersuchen und kritisch zu reflektieren. Gesucht werden vorrangig theoriebildende, konzeptionelle oder vergleichende Beiträge, die sich mit dem Thema Macht im Kontext generativer KI sowie damit verbundenen Fragestellungen auseinandersetzen. Schlagworte in diesem Kontext wären etwa ökonomische (Macht-)Konzentration, algorithmische Steuerung, epistemische Autorität oder digitale Subjektivierung.

Wer einen Vortrag halten möchte, ist eingeladen, sich bis zum 15. August 2025 mit einem Abstract (max. 500 Wörter) und einer Kurzbiographie (max. 150 Wörter) zu bewerben. Beiträge können auf deutsch und englisch unter folgender Adresse eingereicht werden: workshop-generative-ai@wzb.eu. Angestrebt wird eine Diskussion in englischer Sprache.

Alle Infos zum Workshop finden sich im ausführlichen Call for Abstracts.

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CfA WiMi-Stelle Politische Theorie in Göttingen (75 Prozent, unbefristet)

Am Institut für Politikwissenschaft der Georg-August-Universität Göttingen ist derzeit eine Stelle ausgeschrieben mit erwartetem Forschungsprofil in Politischer Theorie und Ideengeschichte. Die Stelle ist unbefristet, hat einen Stellenumfang von 75 Prozent und ist mit 7,5 SWS Lehrverpflichtung verbunden. Alle ausführlichen Informationen finden sich hier. Für Rückfragen steht Prof. Dr. Tine Stein (tine.stein@uni-goettingen.de ) gern zur Verfügung. Bewerbungsfrist ist der 7.7.2025.

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CfA: Postdoc-Stelle + Postdoc-Stipendium (München)

An der Professur für Politische Theorie und Philosophie der Hochschule für Politik an der Technischen Universität München, die zum 01.04.2025 neu besetzt wird, werden – ebenfalls zum 01.04.2025 – zwei Postdocs gesucht. Ausgeschrieben ist eine Stelle an der Professur selbst sowie ein Stipendium im Rahmen des von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projekts „Contours of a Non-Oligarchic Democratic Future“. Achtung: Bewerbungsschluss für beides ist bereits der 16. Februar! Alle weiteren Infos zu den Bewerbungen findet ihr hier (Stelle) oder hier (Stipendium).

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