CfA: Hannah Arendt und die Öffentlichkeit in Zeiten multipler Krisen

HannahArendt.net – Zeitschrift für politisches Denken organisiert im diesjährigen Todesjahr von Arendt einen Themenschwerpunkt mit dem Titel „Öffentlichkeit in Zeiten multipler Krisen“. Arendt versteht Öffentlichkeit als den Raum, in dem eine Pluralität unterschiedlich positionierter Menschen in Erscheinung tritt, miteinander handelt und spricht, um ein Gemeinsames zu verhandeln. Angesichts der gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen soll Arendts Begriff von Öffentlichkeit neu ausgelotet werden.

Der geplante Themenschwerpunkt lädt zu Beiträgen ein, die Arendts Begriff der Öffentlichkeit theoretisch, historisch oder im Hinblick auf gegenwärtige Krisenerfahrungen befragen und weiterdenken. Abstracts können bis zum 15. Dezember 2025 eingereicht werden. Mehr Informationen sind hier zu finden.

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Politische Theorie dekolonisieren? Eine Lesenotiz zur Junius-Einführung „Dekoloniale Theorien“ von Frederik Schulze und Philipp Wolfesberger

Vor kurzem wurde die Junius Einführungsreihe durch einen weiteren Band bereichert: „Dekoloniale Theorien“ von Frederik Schulze und Philipp Wolfesberger. Ist der Begriff der postkolonialen Theorien nun schon seit längerer Zeit Bestandteil der Diskussionen in der politischen Theorie – einschlägige Einführungen wurden bereits 2015 durch María do Mar Castro Varela/Nikita Dhawan oder 2021 durch Ina Kerner vorgelegt –, so geistert der Begriff der Dekolonialität wohl erst seit kurzem umher. Einführungsliteratur war zu dem Thema bisher eher dünn gesät. Ausnahmen bilden dabei der Sammelband Kolonialität der Macht (2013), herausgegeben von Pablo Quintero und Sebastian Garbe sowie die Monografie Dekolonialistische Theorie aus Lateinamerika (2022) von Jens Kastner. Mit der Einführung bei Junius liegt nun ein handlicher Überblick vor, der Ausgangspunkt für ein erstes Kennenlernen, aber auch für eine tiefergehende Beschäftigung mit dekolonialen Theorien sein kann. (mehr …)

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Veranstaltungshinweis: Buchbesprechung „Mit Philosophinnen Denken“, Berlin

Was haben Christine de Pizan, Elisabeth von der Pfalz und Audre Lorde gemeinsam? Sie sind bedeutende, inspirierende Philosophinnen – und doch finden ihre Texte bislang kaum Eingang in die Lehre im Bereich der Philosophie und Politischen Theorie. Diese wird noch immer von einem überwiegend männlichen Kanon geprägt.

Hier setzt der neue Band „Mit Philosophinnen denken. Texte und Materialien für den Unterricht“ (Reclam Verlag, 2025) an. Er versammelt 18 Texte bedeutender Philosophinnen, didaktisch aufbereitet für den Einsatz in der Hochschullehre sowie im Schulunterricht. Am 14. November 2025 wird ab 18 Uhr die Buchbesprechung zum Band an der HU in Berlin stattfinden. Die Veranstaltung wird ebenfalls per Live-Stream übertragen. Mehr Information sind hier und hier zu finden.

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Vortragsreihe: „Die Zukunft der Gender Studies“, Berlin

Die Reihe „Die Zukunft der Gender Studies“ lädt am 30.10.2025 um 18.00 Uhr zur Auftaktveranstaltung „The Universities are the Enemy: From Gender Ideology to Critical Race Theory and Antisemitism“ mit Éric Fassin (Université Paris 8) an der FU Berlin ein. Ziel der Vortragsreihe ist es die aktuellen Herausforderungen der Gender Studies im Rahmen der (geo)politischen, sozio-ökonomischen und ökologischen Krisen der Gegenwart zu diskutieren und Möglichkeiten kritischer Intervention auszuloten. Organisiert wird die Reihe vom Margherita-von-Brentano-Zentrum der FU Berlin in Kooperation mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin.

Mehr Informationen sind hier zu finden.

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CfF: „Bruchlinien der Demokratie: Gewalt – Souveränität – Territorialität“, Hamburg

Das Historisch-Soziologische Forschungskolleg „Bruchlinien der Demokratie: Gewalt – Souveränität – Territorialität“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS) schreibt zum Thema „Excessive State Power and State Killings in Democracies“ Kurzzeitfellowships für Zeiträume von 2-8 Wochen aus. Anknüpfen sollen diese an eine Konferenz im März 2026, welche sich aus international vergleichender Perspektive mit dem Einsatz demokratisch nicht legitimierter exzessiver Gewalt durch staatliche Stellen in westlichen Gesellschaften befasst. Die Fellows haben die Möglichkeit, sich aktiv an dieser Konferenz zu beteiligen und/oder mit den Vortragenden intensive Gespräche zu führen, um eigene Publikationen oder Drittmittelanträge vorzubereiten.

Bewerbungsfrist ist der 15.11.2025. Mehr Informationen sind hier sowie auf der Webseite zu finden.

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CfP zum demokratischen Umgang mit Verschwörungstheorien, TaCT-FoRSED, Prag

Verschwörungstheorien beschäftigen seit einigen Jahren unterschiedlichste Disziplinen von der Philosophie bis zur Sozialpsychologie. Gerade die Politikwissenschaft und die Politische Theorie und Ideengeschichte können wichtige Beiträge zur Konzeptualisierung und weiteren Erforschung des Themas leisten. Die Tagung wird am 9. und 10. April 2026 in Prag stattfinden und sich mit dem Verhältnis von Verschwörungsdenken und demokratischen Antworten darauf beschäftigen. Der Call ist bewusst offen und interdisziplinär gehalten um anschlussfähig zu sein. Eingereicht werden können bis zum 5. Dezember sowohl individuelle Papers, ganze Panels oder auch Poster.

Mehr Informationen sind der Projekthomepage zu entnehmen.

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Veranstaltungshinweis: „The Search for the Social in International Law: Remarks on a Critical Theme“, Berlin

Am 30. Oktober 2025 wird Martti Koskenniemi im Rahmen der 10. jährlichen Carl Schmitt Lectures zum Thema „The Search for the Social in International Law: Remarks on a Critical Theme“ in Berlin sprechen. Es wird um Fragen des Völkerrechts sowie der Staatlichkeit und Souveränität gehen. Mehr Informationen sind hier zu finden.

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Veranstaltungshinweis: „Deleuze 100. Ein deleuzianisches Jahrhundert? Aktualitäten, Perspektiven, Zukünfte“, Universität Wien

Anlässlich des 100. Geburtstags sowie des 30. Todestages des französischen Philosophen Gilles Deleuze findet am 14./15. November 2025 an der Universität Wien die Tagung „Deleuze 100. Ein deleuzianisches Jahrhundert? Aktualitäten, Perspektiven, Zukünfte“ statt. Die Veranstaltung widmet sich den mannigfaltigen gegenwärtigen Gebrauchsweisen von Deleuzes Werk und fragt insbesondere nach den produktiven sowie kritischen Perspektiven, welche die Philosophie von Deleuze (und Guattari) bereithält. Foucaults berühmte und von Deleuze selbst als Scherz verstandene Prophezeiung – „Aber eines Tages wird das Jahrhundert vielleicht deleuzianisch sein“ (Foucault, Schriften in vier Bänden II, 94) – dient dabei als Anlasss einer Bestandsaufnahme wie spekulativer Durchgangspunkt: 100 Jahre zurück, 100 Jahre voraus. 

Weitere Hinweise sind auf der Webseite sowie hier zu finden.

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Internationales Symposium: „Fanon heute– Kämpfe der Gegenwart und theoretische Perspektiven“

Zum diesjährigen 100. Geburtstag von Frantz Fanon wird vom 22. bis 23. Juli 2025 in Berlin ein Internationales Symposium zu seinem Denken stattfinden, organisiert von Robin Celikates (FU Berlin), Vanessa E. Thompson (Queen’s University Kingston) und Raul Zelik (Tageszeitung nd), mit dem Titel „Fanon Today. Contemporary Struggles and Theoretical Perspectives“. Es gilt dabei die Aktualität von Fanon zu beleuchten und seine Relevanz, auch für die Arbeit der Politischen Theorie, einzufangen. Thematisch wird es u.a. Beiträge zu Fragen des Post/De/Neo/Anti-Kolonialismus, Marxismus, Gewalt, Migration und (Anti-)Faschismus geben.

Die Veranstaltung findet auf englisch statt und wird ins Deutsche gedolmetscht. Weitere Informationen sind hier und hier zu finden.

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CfP Workshop: „Politikwissenschaftliche LGBTIQ+ Forschung in Zeiten autoritärer Umbrüche“

Am 20. und 21. Februar 2025 wird an der Universität Kassel der Workshop „Politikwissenschaftliche LGBTIQ+ Forschung in Zeiten autoritärer Umbrüche“ stattfinden.

Aktuell lässt sich nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland eine Zunahme an autoritären Politiken und antidemokratischen Ideologien beobachten. Antifeministische, queer- und transfeindliche Narrative stehen häufig im Zentrum entsprechender politischer Mobilisierungen. Besonders die Rechte von LGBTIQ+ Personen sowie mit dem Konzept ‚Gender‘ assoziierten Themen stehen seit einigen Jahren vermehrt im Fokus rechtskonservativer, rechtspopulistischer und extrem rechter Kampagnen. Der Workshop möchte anlässlich dessen eine Plattform bieten, um aktuelle Forschungsergebnisse, theoretische Überlegungen und methodische Ansätze im Bereich der politikwissenschaftlichen LGBTIQ+ Forschung zu präsentieren und zu diskutieren. Aktuelle Entwicklungen und Angriffe sollen kritisch eingeordnet werden sowie mögliche Strategien der demokratiepolitischen Gegenwehr und Resilienz diskutiert und entwickelt werden.

Abstracts können bis zum 06. Januar 2025 an queer[at]dvpw.de gesendet werden. Mehr Informationen hier.

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