Autorenname: Eva Marlene Hausteiner

Alte Veranstaltungen und CfP

Doppeltagung: Politik, Widerstand und Tanz

Zwei parallele Tagungen locken vom 11. bis 14. November an die Justus-Liebig-Universität Gießen: „Dance, Politics & Co-Immunity“ fragt nach der Verbindung zwischen Tanz und Politik, während „Thinking – Resisting – Reading the Political“ eher kulturtheoretisch das Politische und, damit verbunden, Konzepte des Widerstandes erkunden will. Gemeinsame Keynotespeaker sind Jacques Rancière, Simon Critchley, Brian Massumi/Erin Manning und Oliver Marchart. Auch ansonsten wird es neben parallelen Vorträgen gemeinsame Abendveranstaltungen, Performances etc. geben. Die schicke Konferenzwebsite bietet weitere Infos und das Programm.

Alte Veranstaltungen und CfP

Tagung: Militärische Ausbildung und Krisenbewältigung an der HU

Und wieder einmal kommt die aktuelle Ereignislage lang geplanten Tagungen entgegen: Am 15./16. Oktober findet an der HU Berlin eine Konferenz zur „Offiziersausbildung im 21. Jahrhundert“ statt. Gehen soll es dabei nicht nur um die Geschichte der Militärausbildung und die Zukunft der Bundeswehr, sondern auch um theoretische Ansätze zur Krisenbewältigung mit zivilen und militärischen Mitteln. Ins Gefecht stürzen sich dafür Peter Paret, Klaus von Beyme, Herfried Münkler, Rupert Neudeck u.a. Den Flyer gibt es hier.

Alte Veranstaltungen und CfP

Tagungsbericht zur Meisterklasse Konstanz: „Clash of Cultures?“

Die 1999 gegründete „Konstanzer Meisterklasse“ versteht sich als Summer School besonderen Zuschnitts: Eine internationale, interdisziplinäre Gruppe von (Post-)DoktorandInnen („Fellows“) trifft auf renommierte „Meister“ ihres jeweiligen Faches und verhandelt ein oftmals der Kultursoziologie entlehntes Streitthema. Ganze acht Tage lang – strukturiert in morgendliche Vorträge der älteren „Meister“ und nachmittägliche Projektvorstellungen der Nachwuchswissenschaftler – verbringt die rund 30-köpfige Gruppe mit diesem Thema. Zentral für die Veranstaltung ist dabei nicht ein in irgendeiner Weise materielles Produkt; die vergangenen Meisterklassen sind in keinerlei Publikationen gemündet. Im Mittelpunkt steht vielmehr die von solchen unmittelbaren Zwecken freie Diskussion  mit KollegInnen verschiedener Fächer, und nicht zuletzt die Möglichkeit, mit eher selten verfügbaren Koryphäen der Geistes- und Sozialwissenschaften in Kontakt zu treten. …

Alte Veranstaltungen und CfP

Populismustagung an der HU Berlin

Das DFG-Projekt „Faschismus und Populismus“ der HU Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität Bologna veranstaltet am 8. und 9. Juli eine Tagung zu „Facetten des Populismus“. Eine theoretische Konturierung des Phänomens, Studien zu historischen Manifestationen und das Verhältnis zwischen Populismus und Faschismus stehen auf der Agenda. Vortragen werden unter anderem Herfried Münkler und Frank Decker – Konzept und Programm sind hier nachzulesen.

Alte Veranstaltungen und CfP

Eva Illouz und Paul Collier an der HU

Nach Charles Taylor in der vergangenen Woche beehren nun auch die Soziologin Eva Illouz am 9. Juni und Oxford-Ökonom Paul Collier am 16. Juni die Humboldt-Universität und ihre Jubiläums-Veranstaltungsreihe „Und jetzt – Richtungen der Zukunft“. Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr im Kinosaal; alles Weitere, inklusive Abstracts, Kurzbios und Podcasts der letzten Veranstaltungen (auch zu Taylor!), sind hier zu finden.

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Susan Rose-Ackerman über Korruption und demokratische Legitimität

Zur nächsten Mosse-Lecture am 20. Mai an der Humboldt-Universität spricht Susan Rose-Ackerman, Professorin in Yale und feste Größe in der Theoriebildung zu Korruptionsphänomenen, über „Corruption: Greed, Culture, and the State“. Der Vortrag findet um 19 Uhr c.t. im Senatssaal statt. Rose-Ackerman wird dabei nicht die für gewönlich dominierende Frage nach Kosten und Nutzen sowie ökonomischen Folgen von Korruption verhandeln, sondern grundsätzlicher das Phänomen als Indikator für das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Staat und für die demokratische Legitimität eines Gemeinwesens in den Blick nehmen: …

Alte Veranstaltungen und CfP

Krise, Ausnahmezustand und die Folgen: „Wut-Gipfel“ am Haus der Kulturen der Welt

„Gibt es eine neue Kultur der Wut in den ökonomischen und politischen Krisen und Ausnahmezuständen der Gegenwart?“ fragte in den letzten Wochen eine Veranstaltungsreihe am Haus der Kulturen der Welt. Vom 7. Bis 9. Mai findet nun abschließend der „Rage Summit“ statt – ein Gipfel, der nach den soziologischen Konjunkturen und politischen Implikationen kollektiver Wut in Zeiten der Krise fragt und http://www.bestexampass.com/AWS-SYSOPS.html dazu illustre Gäste verschiedener Disziplinen wie den Soziologen Heinz Bude, die Philosophen Michail Ryklin und Sylvère Lotringer, den Germanisten Joseph Vogl und den Autor Feridun Zaimoglu debattieren lässt. Eine Anmeldung ist per Email an info@hkw.de möglich.

Alte Veranstaltungen und CfP

Kritische Theorie und Praxis an der HU Berlin – Vortrag von Rahel Jaeggi

Unter dem Titel „Pure Vernunft darf niemals siegen?“ findet in diesem Semester am Institut für Sozialwissenschaften der HU Berlin eine „Veranstaltungsreihe zu Kritischer Theorie und Praxis“ statt. Der nächste Termin ist am Freitag, den 30. April, wenn die Philosophin Rahel Jaeggi über „Ideologiekritik und Rettung der Utopie“ spricht, und zwar von 16 bis 18 Uhr in Raum 001 des ISW.

Debatte

Politische Mythen – der Fall des „zweiten Katyn“

In dieser Woche hat die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk in der Süddeutschen Zeitung (leider nicht online verfügbar) einen beunruhigend-dringlichen Artikel zum Umgang Polens mit dem „zweiten Katyn“, wie der Flugzeugabsturz von Smolensk bisweilen genannt wird, geschrieben. Sie beobachtet darin, wie innerhalb von nur einer Woche nach dem Unglück in Windeseile am polnischen Mythos des nationalen Leidens und Opferns weitergeschmiedet wurde: Die Katastrophe, durch die das Land wichtige Teile seiner Führungselite verloren hat, wurde in diesen historisch weit zurückreichenden Opfermythos inkorporiert und als dessen jüngste Episode umgedeutet. …

Debatte

Westerwelles Dekadenz

Nicht zu übersehen war in deutschen Zeitungen und Webforen jeglicher Couleur in der letzten Woche der von Außenminister Westerwelle nach dem Karlsruher BVerfG-Urteil angestoßene Schlagabtausch zum Wesen des deutschen Sozialstaats und insbesondere zur „Fairness“ staatlicher Unterstützungsleistungen für sozial Schwächere. Hartnäckig in den Schlagzeilen gehalten hat sich dabei Westerwelles Diktum in der Welt: „Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein“. Der Verweis auf schillernden Moralverfall im antiken Rom hat zu weiteren bildhaften Schnellschüssen geführt, so etwa in Heiner Geißlers Vergleich zwischen Caligulas Pferd als Konsul und Merkels „Esel im Außenamt“ sowie in der Krönung Westerwelles zum fanatischen Kaiser Nero durch Sigmar Gabriel. …

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