Inzwischen zur Tradition geworden ist die Gastprofessur für Kritische Gesellschaftstheorie am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Universität Gießen. Für das Wintersemester ist sie erneut – in Teilzeit (75%) – zu besetzen. Die interdisziplinäre und von einem studentischen Arbeitskreis organisierte Gastprofessur ist dem Selbstverständnis der älteren Kritischen Theorie, Ideologie- und Gesellschaftskritik verpflichtet und soll zugleich dazu dienen, zeitgenössische Fragen und Probleme kritisch zu reflektieren. Ein Fokus liegt bei Bewerbungen zudem auf der Lehre und auch „Nachwuchswissenschaftler*innen“ sind zur Bewerbung aufgefordert. Alle weiteren Infos finden sich hier oder nach dem Klick. (mehr …)
Autor: Anna Meine
Studierende aufgepasst: Ein (er)neuer(ter) Blog geht an den Start
„Demokratiekonflikte“ heißt das studentisch geprägte Forum für Politische Theorie und Ideengeschichte, das ursprünglich einmal aus einem Drittmittelprojekt an der TU Darmstadt hervorgegangen ist, aber nun in neuer Form wieder mit Leben gefüllt wird. Das an der Grenze von Wissenschaft und Journalismus verortete Projekt bietet insbesondere Studierenden einen Einstieg ins Bloggen und damit in eine Form des akademischen Veröffentlichens, die sich an ein breiteres Publikum richtet. Gesucht werden dafür verschiedene Beiträge wie Rezensionen, Essays und Interviews zum gesamten Themenspektrum der Politischen Theorie und Ideengeschichte. Wer Ideen hat, kann sich mit einer kurzen Beschreibung der Textidee per Mail an info[at]demokratiekonflikte.de wenden. Weitere Infos zu den Formalia finden sich direkt auf der Webseite. Die Theorieblog-Redaktion wünscht viel Erfolg!
Viel los am IfS in Frankfurt – Workshop zu Triebkräften rechter Politik, Adorno-Vorlesungen und Günther-Anders-Tagung
Ein Workshop steht vor der Tür, zwei größere Veranstaltungen werfen ihre Schatten voraus. Hier die Übersicht:
- Am 1. Juli widmet sich ein internationaler Workshop den wirtschaftlichen Triebkräften rechter Politik insbesondere in Argentinien und Deutschland. Infos zum Thema und zur Veranstaltung finden sich hier. Um Anmeldung per Mail wird bis zum 23. Juni 2025 (Montag!) gebeten.
- Vom 22. bis zum 24. Oktober 2025 bestreitet Katharina Pistor (Columbia Law School) die diesjährigen Adorno-Vorlesungen. Jeweils ab 18.30 Uhr entwickelt sie auf dem Campus Bockenheim unter dem Titel „In guter Verfassung? Zur Neuordnung des Geldwesens“ eine kritische Analyse der gegenwärtigen Geldordnung. Weitere Infos und Teaser gibt es unter diesem Link.
- Schließlich widmet sich vom 19. bis 20. Februar 2026 die Tagung „Kritische Theorie der Endzeit“ dem politischen Denken von Günther Anders. Wer dazu einen Vortrag beisteuern will, findet den entsprechenden Call hier (Deadline dazu ist der 20. Juli). Alle Infos zu Thema und Tagung gibt es darüber hinaus unter diesem Link.
Tagung „Democracy and the State: Post- and Decolonial Perspectives“ (26./27. Juni, Koblenz)
„Democracy and the State: Post- and Decolonial Perspectives“ ist das Thema internationalen Tagung, die schon sehr bald, am 26. und 27. Juni, am Arbeitsbereich Politische Wissenschaft des Instituts für Kulturwissenschaft (Ina Kerner) in Koblenz stattfindet. Den öffentlichen Auftakt macht Luciana Ballestrin (Berlin/Pelotas) mit einem Vortrag über „Democratic Crisis and Postcolonial Conditions“ am 26. Juni. Am Freitag geht es mit einer Reihe von Vorträgen zum Konferenzthema weiter. Alle, die auch am zweiten Tag dabei sein wollen, mögen sich bitte bei den Organisator*innen per Mail (polwiss-fb2[at]uni-koblenz.de) anmelden. Alle Infos gebündelt gibt es noch einmal unter diesem Link.
CfA – Stellen am Graduiertenkolleg „The Sentimental in Literature, Culture and Politics“ an der FAU
In Erlangen-Nürnberg sind am DFG-geförderten Graduiertenkolleg „The Sentimental in Literature, Culture and Politics“ drei Doktorandenstellen ausgeschrieben. Nicht nur geht es hier um das Sentimentale auch in der Politik – und nicht nur im Fußballstadion, in dem zuletzt eine Konferenz des Kollegs stattgefunden hat (Nürnberger in Fürth). Explizit sind auch Bewerbungen von Ideengeschichtler*innen und Theoretiker*innen willkommen. Wer in diesem strukturierten Kontext ein Promotionsprojekt verfolgen möchte, kann sich noch bis zum 30. Juni 2025 bewerben. Neben einem Masterabschluss/Diplom und den üblichen Unterlagen sind eine 5-10 seitige Synopse des geplanten Forschungsprojekts (inkl. einseitiger Zusammenfassung) sowie ein Arbeitsplan erforderlich. Alle weiteren Informationen zum Kolleg sowie zu Voraussetzungen und Bewerbungsmodalitäten finden sich in der vollständigen Ausschreibung.
DFG-Ausschreibung für interdisziplinäre Projekten rund um „Rethinking Desinformation“
Die DFG schreibt aktuell Projekte für die erste Phase des neuen „Priority Programme ‚Rethinking Disinformation (Re:DIS)'“ aus, die auch für unsere Leser*innen interessant sein sollten. Es soll ein Netzwerk von Forschenden entstehen, die in Philosophie, Psychologie, Rechtswissenschaft, Informatik, Sprachwissenschaft, Sozialwissenschaften und Politikwissenschaft in unterschiedlicher Weise zum Oberthema Desinformation arbeiten. Ein must-have für Projekte ist Interdisziplinarität, ein anderes Outreach-Aktivitäten. Theoretische Herzen dürften aber vor allem bei folgender Formulierung höher schlagen: „Re:DIS is especially interested in research projects that address foundational theoretical questions and conceptual distinctions which have either been overlooked or too readily assumed to be settled in applied research concerned with identifying, evaluating or countering disinformation.“ Projektanträge müssen bis zum 1. November 2025 bei der DFG eingegangen sein. Alle, die zum ersten Mal einen DFG-Antrag stellen, müssen weitere Fristen beachten. Ein Runder Tisch für Interessierte findet zudem am 27. Juni statt. Es lohnt sich also umso mehr, einen Blick in die vollständige Ausschreibung zu werfen.
Vortrag zu Race Evasiveness und Anti-Rassismus-Strategien (26.6.) und Konferenz zu Eigentum und Demokratie (30.6./1.7.) an der UDE
Zwei Veranstaltungen laden Ende Juni bzw. Anfang Juli an der Universität Duisburg-Essen Theorie- und Philosophieinteressierte zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein:
„Critical Theory and Race Evasiveness“ ist das Thema, zu dem Jonathan Warren (University of Washington/Seattle) am Donnerstag, den 26. Juni, um 14:15 im Bibliothekssaal auf dem Campus Essen vortragen wird. Dabei geht es zunächst um die Frage, warum es in der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule nur am Rand zu einer Auseinandersetzung mit Fragen des Rassismus gekommen ist. Daran schließen allgemeinere Überlegungen zum Umgang mit Rassismus in den USA und in Deutschland sowie zu Konsequenzen für Anti-Rassismus-Strategien in Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen an. Kommentieren werden den Vortrag Samira Fifowski und Nicolle Pfaff.
Am den 30. Juni und 1. Juli (Montag/Dienstag) steht wiederum am Centre for Global Cooperation Research in Duisburg die Frage „What’s the Problem with Property in Democracy?“ im Mittelpunkt. Bei dieser internationalen Konferenz werden die jüngere Auseinandersetzung um Eigentum und Eigentumsverhältnisse in Demokratien bilanziert und Perspektiven für ein anderes Verhältnis von Demokratie und Eigentum diskutiert. Mit dabei sind Rutger Claasen (Utrecht University), Margaret Griesse (University of Washington), Regina Kreide (Justus-Liebig-University Giessen), Jason Burke Murphy (Elms College), Amos Nascimento (University of Washington), Christian Neuhäuser (TU Dortmund), Ibrahim Orha (University of Duisburg-Essen), Patricia Rinck (University of Duisburg-Essen), Christian Scheper (University of Duisburg-Essen), Jonathan Warren (University of Washington, Seattle), Eva Weiler (University of Duisburg-Essen), Tilo Wesche (University of Oldenburg), Tim Wihl (University of Erfurt) und Jorge Zúñiga (National Autonomous University of Mexico). Wer auch dabei sein möchte, findet weitere Informationen unter folgendem Link: https://www.uni-due.de/philosophie/politischephilosophie/owning_democracy.php
CfP ‚Nietzsche und kritische Theorie‘ – Werkstatt in Schönburg
Nachdenken und Diskutieren über Nietzsche in Schönburg: Das ermöglicht die Nietzsche-Werkstatt, die vom 10. bis zum 13.09.2025 zum dreiunddreißigsten Mal stattfinden wird. Unter der Leitung von Sarah Biachi (Frankfurt) und Hemut Heit (Weimar) geht es darum, das Verhältnis von Nietzsche und kritischen Theorien (er)neu(t) auszuloten bzw. zu (re)aktualisieren. Neben gemeinsamer Lektüre und einem Hauptvortrag von David Owen (Southampton) sind auch Sitzungen mit Kurzvorträgen geplant. Wer einen Kurzvortrag beitragen und/oder grundsätzlich mitdiskutieren will, ist eingeladen, sich bis zum 30. Juni 2024 mit einem Abstract (max. 350 Wörter) und CV zu bewerben. Alle Infos zum Workshop – zu inhaltlichen Schwerpunkten wie den Details der Bewerbung – finden sich im Dokument hinter diesem Link.
„Politische Imagination(en) – zwischen Demokratie und Digitalität“ – Workshop in Passau
Ende nächster Woche – am 13. und 14.06.2025 – findet an der Universität Passau ein interdisziplinärer Workshop mit dem Titel „Politische Imagination(en) – zwischen Demokratie und Digitalität“ statt. Zur Diskussion stehen Fragen von politischer Imagination und demokratischer Institutionenbildung gerade auch unter Bedingungen der Digitalität. Die Keynotes werden von Silvana Mandolessi (KU Leuven) und Sergej Seitz (Wien) gehalten. Wissenschaftler*innen der Uni Passau – Prae-und Post-Docs – tragen weitere Impulse aus Perspektiven der Angewandten Ethik, der politischen Theorie, Philosophie, Wirtschaftsinformatik sowie den Kulturwissenschaften bei. Alle Informationen zum Workshop sowie die Kontaktadresse, bei der sich Interessierte zum Workshop anmelden können, finden sich unter folgendem Link.
Democracy in Crisis: Tocqueville’s Theory of Democracy and Its Relevance in the Age of (Global) De-Democratization (Tagung, Regensburg)
Vom 28. bis zum 30. Mai 2025 findet in Regensburg eine Tagung statt, die die Debatte um die Krise(n) auch etablierter Demokratien mit den Arbeiten Tocquevilles verknüpft. Indem zentrale Aspekte aus Tocquevilles Theorie mit einer Analyse aktueller politischer Phänomene verbunden werden, soll die Leitfrage beantwortet werden, ob die liberale Demokratie gerettet werden kann. Anmeldefrist für die von Sarah Strömel und Eva Helene Odzuck organisierte Tagung ist der 15. Mai 2025 (per E-Mail). Alle Informationen zur Veranstaltung finden sich unter: http://go.ur.de/tocqueville.
Für Early Career Scholars steht ggf. ein Zuschuss zu den Reisekosten zur Verfügung, der – mit Motivationsschreiben, CV und Infos zur Höhe der erwarteten Reisekosten – bei den Organisatorinnen beantragt werden muss.
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