Am 10. Juni 2026 hält Kohei Saito (University of Tokyo) unter dem Titel „Counter-Planning against Climate Fascism“ die erste Alfred Sohn-Rethel Vorlesung, die durch das Institut für Philosophie an der Uni Bremen organisiert wird. Los geht es um 16 Uhr in der Kassenhalle im Forum am Bremer Domshof. Angesichts der sich verschärfenden Klimakrise thematisiert Saito, dass weniger Gerechtigkeit oder Solidarität, sondern Knappheitsmanagement, Gewalt an den Grenzen und der Schutz von Privilegien im Fokus stehen. Mit der Bezeichnung „Klimafaschismus“ weißt er darauf hin, dass der ökologische Zusammenbruch zum Vorwand für autoritäre Kontrolle, militarisierte Ausgrenzung und die ungleiche Verteilung von Überlebenschancen genutzt wird, und wirft die Frage auf, welche Art von Planung die Zukunft bestimmen wird. Marktzentrierten und technokratischen Ansätzen stellt er dabei eine demokratische, egalitäre und ökologisch fundierte Neuordnung von Produktion, Konsum und gesellschaftlicher Reproduktion entgegen. Alle Informationen zur Veranstaltung finden sich gebündelt auch noch einmal unter diesem Link.
