Konferenz „Knowledge Without Comprehension? On Spirit after Hegel in the Age of AI“ (München)

Von 21. bis 23. Mai 2026 findet an der Hochschule für Philosophie München eine internationale Konferenz zu Ehren von Slavoj Žižek statt. Das Thema der Konferenz lautet „Knowledge Without Comprehension? On Spirit after Hegel in the Age of AI“. Im Zentrum stehen die Frage, ob es Wissen ohne Verstehen geben kann und was aus Hegels Konzept des Geistes im Zeitalter von KI wird. Was geschieht mit dem Geist, wenn Erkennen nicht mehr Verstehen bedeutet? Bedeutet KI eine neue Stufe der Vernunft – oder das Ende des Subjekts, das Hegel in den Mittelpunkt seines Systems gestellt hat? Interessierte finden alle ausführlichen Informationen zu Programm und Anmeldung hier:
https://hegelonai.wordpress.com/

 

3 Kommentare zu “Konferenz „Knowledge Without Comprehension? On Spirit after Hegel in the Age of AI“ (München)

  1. Dass es Wissen/Episteme ohne Hermeneutik/Verstehen/Verständnis/ gibt, belegen die Jahrhunderte der Wissens-/Geistesgeschichte doch bis heute höchst umfänglich, – auch ganz ohne KI/AI!

    Auch darin ist KI offenbar eine (fütterungsbedingt verzerrerte) Spiegelung dessen, was u. wie Menschen denken.
    Als Erstes, Leichtestes gelang diese Human-Spiegelung auf „Zustandautomaten“ hinsichtlich des 97 bis
    99,9%-igen Anteils von Schematismen und Stupididäten, der allen (hier: der sprachlich gefassten) Human-Outputs bis hin zur luzidesten Theorie-Disruption eben per se (u. vermutlich auch: a priori, notwendig etc.) eignet.
    Dass da dann entscheidende 0,1% bis 3,0% fehlen, fällt zunächst doch gar nicht auf.

    Dass diese SJ-Leute & Zizek da längst beantwortete Fragen stellen, wundert nicht, denn wo haben die Kittler, Feyerabend u. v. andere Autor/inn/en dazu angemessen rezipiert?

  2. vlt. nicht ganz untypisch für jesuitischen approach, vom „knowledge“ zum geist/spirit bei hegel zu gelangen.

    und was die „comprehension“ angeht, so ist jede algorithmik as such frei von „verständnis“ im umfassensten sinn, also einschließlich der rolle von emotionen, moralen etc., da algorithmen schritt-für-schritt-zustandsänderungen beschreiben bzw. durchführen, ob in der bürokratie, in maschinen, mathe, hirn, natur usw. und darunter gibt es auch lern-algorithmen. insoweit spiegelt die existenz eines best. algorithmus, erst recht dessen regelmäßige/häufige performance, nicht selten auch eine spezif. erfahrung, und damit auch zumindest marginales verständnis wieder, das – aus dem kondensat der erfahrung im algorithmus – gelegentlich teilrekonstriert werden kann.

  3. und 95% dessen, was wir „verständnis“ nennen, vollzieht sich in als-ob-räumen, ist konstruktive simulation.
    die simulationen ermöglichen uns aber auch unser handeln von der armbewegung bis zum aufsatz. dieses simulatorische haben ki u. ä. mit menschen per se grundlegend gemeinsam.

    und wie gewisse weltumstände befürchten lassen, fehlt es wohl an knowledge wie an comprehension/s?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert