Die Zeitschrift für Praktische Philosophie plant einen thematischen Schwerpunkt zu „Privatsphäre in digitalen Umgebungen“, herausgegeben von Lukas Naegeli (Passau). Eingeladen sind philosophische Beiträge, die sich kritisch u.a. mit Datenschutz, digitaler Überwachung, datenbasierten Geschäftsmodellen, informierter Einwilligung, Vulnerabilität, Diversität sowie individuellen und kollektiven Privatheitsrechten auseinandersetzen.
Dabei können etwa die folgenden Fragen adressiert werden:
- Welche Privatheitskonzeptionen oder Auffassungen zum Wert von Privatheit erweisen sich angesichts neuer digitaler Technologien und deren vielfältigem Einsatz als plausibel?
- Wie ist das sogenannte „Privacy Paradox“ zu beurteilen, dem zufolge Personen häufig behaupten, dass ihnen Privatsphäre wichtig sei, während diese bei Entscheidungen zur Weitergabe persönlicher Daten keine große Rolle zu spielen scheint?
- Wo liegen die Grenzen der informierten Einwilligung als Grundlage für die Zulässigkeit der digitalen Erfassung und Verarbeitung personenbezogener Daten?
- Soll der Privatsphärenschutz diversitätsgerecht gestaltet werden, so dass die besonderen Bedürfnisse vulnerabler Gruppen ernst genommen werden können?
- Inwiefern ist die Verarbeitung personenbezogener Daten mit Problemen verbunden, die sich nur angehen lassen, wenn über das individuelle Recht auf Privatsphäre hinausgedacht und etwa algorithmische Diskriminierung oder Gruppenrechte einbezogen werden?
Die Einreichungsfrist für die Beiträge ist der 15.04.2026. Die Veröffentlichung des Schwerpunkts ist für Winter 2026 geplant. Alle eingereichten Beiträge durchlaufen ein double-blind Reviewverfahren. Weitere inhaltliche Anregungen und Infos findet ihr hier im vollständigen CfP sowie auf der Webseite, über die auch die Einreichung der Beiträge erfolgt.