Workshop: Das Recht auf Revolution. Zur Aktualität der Herrschaftskritik von Johann Benjamin Erhard und Étienne de La Boétie

Noch einmal stehen am IfS in Frankfurt die Werke von Johann Benjamin Erhard und Étienne de La Boétie im Fokus. Am 14. Juni 2024 diskutieren u. a. James A. Clarke, Michael Nance, Guido Naschert und Elisabeth Th. Widmer am Institut für Sozialforschung ihre Herrschaftskritik und die Frage nach dem Recht auf Revolution. Dieser Workshop bildet den Abschluss des Forschungsprojekts „Die Modernität der freiwilligen Knechtschaft“. Wer sich beim Organisator Felix Trautmann anmeldet, erhält die Texte zur Vorbereitung – und kann auch online teilnehmen. Alle Infos zur Veranstaltung gibt es auch noch einmal unter folgendem Link oder aber nach dem Klick.

 

Das Recht auf eine Revolution. Zur Aktualität der Herrschaftskritik von Johann Benjamin Erhard und Étienne de La Boétie 

Workshop mit James A. Clarke, Michael Nance, Guido Naschert und Elisabeth Th. Widmer.

14. Juni 2024, 13.30 – 19.00 Uhr, Institut für Sozialforschung

Gibt es ein Recht auf Revolution? Und wenn ja, wer ist Trägerin dieses Recht und wie ist es begründet? Diese Fragen, die historisch bereits früh und in Bezug auf ein generelles Widerstandsrecht sowie die Rechtfertigung von Tyrannenmorden diskutiert wurden, finden in der deutschsprachigen Philosophie eine erneute Aktualität im Nachklang zur Französischen Revolution. In Bezug auf und unter dem Eindruck der Revolution von 1789 wird nicht nur deren Praxis und Adaption diskutiert, sondern auch die herrschaftskritische Bedeutung des Naturrechts sowie neuzeitliche Konzepte der Volkssouveränität und der konstituierenden Macht wieder aufgegriffen.

Der Workshop widmet sich diesen Fragen und Themen ausgehend von dem nur wenig rezipierten, aber äußerst einflussreichen Denken Johann Benjamin Erhards und dessen Werk »Über das Recht des Volks zu einer Revolution« (1795), das als ein politischer Schlüsseltext der Revolutionszeit um 1800 gesehen werden kann. Erhards Deutung eines Rechts auf Revolution geht dabei eine intensive Auseinandersetzung mit der Kritik der Alleinherrschaft und der freiwilligen Knechtschaft, wie sie Étienne de La Boétie bereits im 16. Jahrhundert formuliert hat, voraus. Diese Linie der Revolutionstheorie soll im Workshop diskutiert und mit Blick auf die Gegenwart nachvollzogen werden.

Organisatorisches und Anmeldung

Die Texte, die zur Vorbereitung des Workshops dienen, werden nach Anmeldung versendet. Workshopsprachen sind englisch und deutsch. Der Workshop bildet den Abschluss des durch die Gerda Henkel-Stiftung geförderten Forschungsprojekts „Die Modernität der freiwilligen Knechtschaft“.

Anmeldung bitte unter trautmann@em.uni-frankfurt.de

Organisation: Felix Trautmann (Institut für Sozialforschung)

Eine Onlineteilnahme an der Veranstaltung ist möglich.

Ausführlichere Informationen zum Programm im angehängten Flyer sowie über folgenden Link: https://www.ifs.uni-frankfurt.de/eventleser/das-recht-auf-eine-revolution.html

 

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