Digitaler Vortrag „Rechtsextrem sind die anderen – Diskursives Verdrängen von rechtsextremer Vergangenheit und Gegenwart in einer ostdeutschen Großstadt“

Der Lehrbereich Politische Wissenschaft am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau lädt ein zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion von Daniel Kubiak (Berlin) zum Thema „Rechtsextrem sind die anderen – Diskursives Verdrängen von rechtsextremer Vergangenheit und Gegenwart in einer ostdeutschen Großstadt“. Der Vortrag findet am 31.5. um 18.15 Uhr digital per Zoom statt; den Link gibt es nach Anmeldung unter polwiss-fb2@uni-koblenz.de.


Der Vortrag diskutiert die Dethematisierung rechtsextremer Vergangenheit und den Zusammenhang zur gegenwärtigen Dethematisierung rechtsextremer Strukturen in einer ostdeutschen Großstadt. Dabei soll mit den Konzepten des Othering (Said, Reuter) und des Stigma (Goffman) gearbeitet werden, um das VerAndern des Rechtsextremismus als ostdeutsches Phänomen aufzuzeigen. Dies führt zu der Frage, warum administrative und zivilgesellschaftliche Akteur:innen versuchen dieser Stigmatisierung zu entgehen. Dafür wird das Problem des Rechtsextremismus diskursiv externalisiert – rechtsextrem sind demnach immer die Anderen. Damit sind andere Stadtteile, das ländliche Umland oder die zugezogenen Westdeutschen gemeint. Die Dethematisierung und Externalisierung sind somit zum Teil performative Akte, um einer Stigmatisierung vorzubeugen. Die genannten Verflechtungen erschweren die effektive Arbeit lokaler Akteur:innen gegen rechts und sind somit ein Teil der ostdeutschen Spezifika im Umgang mit Rechtsextremismus.

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