CfP: Schwerpunkt „100 Jahre John Rawls, 50 Jahre Eine Theorie der Gerechtigkeit. Ein Blick zurück nach vorne“ in der Zeitschrift für Praktische Philosophie

Ein doppeltes Jubiläum – John Rawls‘ einhundertster Geburtstag und der fünfzigste Jahrestag des Erscheinens der Theorie der Gerechtigkeit – möchte die Zeitschrift für Praktische Philosophie (ZfPP) zum Anlass nehmen, um in einem Schwerpunkt aktuelle systematische Fragen der Rawlsschen Theorie der Gerechtigkeit aufzugreifen und zu diskutieren. Dabei geht es weniger um die Rawls-Exegese, sondern vor allem um die kritische Evaluation und konstruktive Weiterentwicklung seiner Ideen, Heuristiken und Argumente, deren Anwendung auf aktuelle Fragestellungen sowie ihre Abgrenzung gegenüber alternativen Theorieentwürfen.

Hier der Call mit allen weiteren Informationen auf einen Blick:

 

Call for Papers: Schwerpunkt „100 Jahre John Rawls, 50 Jahre Eine Theorie der Gerechtigkeit. Ein Blick zurück nach vorne“ in der Zeitschrift für Praktische Philosophie

Gastherausgeberin: Elif Özmen

Einreichfrist für Abstracts und Themenvorschläge: 30. Juni 2020
Einreichfrist für Beiträge:  15. November 2020
Publikation des Schwerpunkts: Sommer 2021

Im kommenden Jahr wäre John Rawls einhundert Jahre alt geworden. Die Bedeutung seines Werkes für die politische Philosophie im Ganzen und die Theorie der liberalen, pluralistischen, sozialen und säkularen Demokratie im Besonderen lässt sich kaum überschätzen. Das gilt vor allem für das Opus Magnum „Eine Theorie der Gerechtigkeit“, welches 2021 ebenfalls einen runden Geburtstag feiert, und nach wie vor durch thematische Breite, methodologische und inhaltliche Originalität sowie argumentativen Reichtum besticht. Fünfzig Jahre nach ihrem Erscheinen gilt die „Theorie“ als wichtigstes Werk des zeitgenössischen politischen Liberalismus und ihr Verfasser als Klassiker des politischen Denkens, auf den zahlreiche Begriffe, Impulse und Themen der aktuellen Debatten zurückzuführen sind. Bemerkenswert erscheint auch, dass es Rawls, wie nur wenigen im 20. Jahrhundert, gelungen ist, seine politikphilosophischen Überlegungen in andere Disziplinen zu vermitteln, insbesondere in die Politikwissenschaft, Ökonomie, Soziologie, Sozialwahltheorie sowie in die Rechtswissenschaft. Zugleich ist die „Theorie“ schon früh und vehement kritisiert worden. Gleich nach ihrem Erscheinen diente sie dem Libertarismus, Kommunitarismus und Neo-Marxismus als Wunschgegner, an dem sich die eigene Position schärfen lässt. Dem folgten weitere wichtige Einwände (u.a. aus feministischer und postkolonialer Perspektive), Versuche der Anwendung auf (tages-)politische Probleme (wie Migration, Inklusion, Armut, zivilen Ungehorsam) und Weiterentwicklungen Rawls-affiner und Rawls-kritischer Theorieentwürfe.

Die Zeitschrift für Praktische Philosophie (ZfPP) möchte dieses doppelte Jubiläum zum Anlass nehmen, um in einem Schwerpunkt aktuelle systematische Fragen der Rawlsschen Theorie der Gerechtigkeit aufzugreifen und zu diskutieren. Dabei geht es weniger um die Rawls-Exegese, sondern vor allem um die kritische Evaluation und konstruktive Weiterentwicklung seiner Ideen, Heuristiken und Argumente, deren Anwendung auf aktuelle Fragestellungen sowie ihre Abgrenzung gegenüber alternativen Theorieentwürfen.

Beiträge zu allen Facetten der Theorie der Gerechtigkeit sind willkommen; auch solche, die sich der ideengeschichtlichen Verortung von Rawls und seinem Werk widmen. Interessierte AutorInnen werden gebeten, sich bis zum 30. Juni 2020 mit Themenvorschlägen und kurzen Abstracts (ca. 150 Wörter) an die Herausgeberin des Schwerpunkts, Elif Özmen zu wenden (elif.oezmen@phil.uni-giessen.de).

Die Frist für Einreichung der Beiträge gemäß den Richtlinien der ZfPP ist der 15. November 2020. Die Einreichung erfolgt über die Homepage der Zeitschrift, wo Sie auch Informationen zu Umfang und Gestaltung des Manuskripts finden: www.praktische-philosophie.org

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