CfP: Krieg und Frieden (Göttingen)

Die DVPW-Themengruppe Transkulturell vergleichende Politische Theorie und der Arbeitskreis Politik und Kultur veranstalten vom 1. bis zum 3. April 2014 an der Georg-August-Universität Göttingen eine Tagung zum Thema „Krieg und Frieden“. Abstracts sollten bis zum 31. Juli eingereicht werden. Die Details zur Tagung erfahrt Ihr wie immer nach dem Klick. Call for Papers
Krieg und Frieden
Gemeinsame Tagung des Arbeitskreises „Politik und Kultur“ & der Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“
am 01.–03. April 2014 an der Georg-August-Universität Göttingen
Krieg und Frieden sind Schlüsselbegriffe der Politikwissenschaft und zentrale Kategorien des Politischen. In ihrer reflexiven Bezugnahme sind sie nur schwerlich voneinander zu trennen, da die Präsenz des einen die Abwesenheit des anderen bedingt – und umgekehrt. Während der Schwerpunkt der politikwissenschaftlichen Forschung sich in den letzten Jahrzehnten verstärkt auf eine die Kriegsperspektive vernachlässigende Friedensforschung hin orientierte, wurde der Begriff des Krieges erst in jüngerer Zeit wieder verstärkt in den Mittelpunkt gerückt. Im Rahmen der gemeinsamen Tagung des Arbeitskreises „Politik und Kultur“ & der Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“ soll dagegen die referenzielle Bezogenheit von Krieg und Frieden wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden und dabei nicht nur nach empirisch und theoretisch relevanten Aspekten einer Friedensforschung, sondern auch einer politikwissenschaftlichen Kriegsforschung gefragt werden.
Dass sowohl Friedens- wie Kriegsforschung nicht interessenfrei oder gar wertneutral betrieben werden kann, verweist auf ihre kulturellen Kontexte, die im internationalen und transkulturellen Vergleich erheblich differieren und das Feld einer umkämpften Debatte eröffnen. Was in unterschiedlichen Kontexten als Krieg und was als Frieden angesehen wird und inwiefern beide Begriffe damit auch als politische Kampfbegriffe fungieren, bedarf einer empirischen Analyse differenter und konkurrierender Vorstellungen von Krieg und Frieden. Damit soll der Schwerpunkt der Tagung auch weniger auf eine Verlängerung der omnipräsenten Debatte über die normativen Bedingungen eines „gerechten Friedens“ gelegt, sondern vielmehr in transkulturell-vergleichender Perspektive der Fokus auf empirische und/oder theoretische Begründungslogiken gerichtet werden, die in unterschiedlichen Kriegs- und Friedensvorstellungen zum Ausdruck kommen.
Mögliche Themenfelder können dabei sein:




Theorien über Krieg und Frieden: gewünscht sind Auseinandersetzungen mit theoretischen Beiträgen zur Kriegs- und Friedensforschung, die entweder theorienvergleichend und/oder transkulturell vergleichend angelegt sind und Theorien im Kontext ihrer politischen Relevanz analysieren.
Krieg und Frieden in nationalen und internationalen Kontexten: denkbar sind Beiträge, die sich mit der Analyse von konkreten Debatten über Krieg und Frieden befassen, die in Politik, Medien öder Öffentlichkeit geführt wurden.
Ökonomie von Krieg und Frieden: im Blickpunkt könnten hier Beiträge stehen, die nach den kulturell imprägnierten Legitmationskonzeptionen fragen, mit deren Hilfe ökonomischer Nutzen durch die Herstellung von Krieg und/oder Frieden generiert wird.
(A-)Symmetrien von Krieg und Frieden: auf der Akteursebene wären Beiträge erwünscht, die das Verhältnis von kriegführenden oder friedenschließenden Gruppen analysieren, wobei auch hier der Schwerpunkt auf transkulturell vergleichenden Aspekten liegen sollte.

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Methoden der Kriegs-/Friedensforschung: welche methodischen Zugänge für die Politische Theorie und/oder die Politische Kulturforschung bieten sich an, wenn Kriegs- oder Friedenskonstellationen untersucht werden?
Krieg ohne Frieden? Frieden ohne Krieg? – Methodologische Überlegungen zur Frage der konzeptionellen bzw. empirischen (Nicht-)Abhängigkeit des einen vom jeweils anderen
Gewaltkulturen: Gibt es unterschiedliche Gewaltkulturen? Wodurch unterscheiden sich diese, gibt es Unterschiede bei der Wahrnehmung von Gewalt oder bei der Ausübung von Gewalt? Wie wird Gewalt gerechtfertigt?
Deadline für das Einreichen von Vortragsvorschlägen: 31. Juli 2013.
Lokale Organisation: Prof. Dr. Samuel Salzborn (für den AK) und Dr. Holger Zapf (für die Themengruppe).
Kontakt: Prof. Dr. Samuel Salzborn / Dr. Holger Zapf Georg-August-Universität Göttingen Institut für Politikwissenschaft Platz der Göttinger Sieben 3 37073 Göttingen E-Mail: samuel.salzborn@sowi.uni-goettingen.de & hzapf1@gwdg.de

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