Das Versprechen einer guten Tagung – Das Programm des DVPW-Kongresses 2012 in Tübingen

Der alle drei Jahre stattfindende DVPW-Kongress, diesmal in Tübingen, steht unmittelbar bevor (24.-28. September 2012). Dieses Jahr wird „Das Versprechen der Demokratie“ unter die Lupe genommen. Anlass für uns, durch das Programm zu blättern und euch einen Überblick zu geben, was aus politiktheoretischer Perspektive besonders interessant erscheint.

Los geht es am Montag ab 17 Uhr (Festsaal) mit der Eröffnungsveranstaltung: Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, spricht, gefolgt vom aktuellen DVPW-Vorsitzenden Hubertus Buchstein. Vor dem Empfang gibt es dann noch eine Podiumsdiskussion zur direkten Demokratie.

Am Dienstag (11 Uhr, Audimax) ist sicherlich das zweite Plenum zu „Politischer Einheit und politischer Autonomie“ ein Highlight (mit Martin Saar und Winfried Thaa). Nach der Mittagspause um 14 Uhr folgt dann die Theoriesektion (Hörsaal 10), die sich speziell dem Versprechen der deliberativen Demokratie widmet.

Die Theoriesektion wird am Mittwoch zwischen 14 und 16 Uhr (weiterhin Hörsaal 10) fortgesetzt; ebenfalls spannend, aber sich leider zeitlich überschneidend, ist ein Podium zu Legitimitätsansprüchen in der Internationalen Politik (Hörsaal 9, welches zugleich das neue Leviathan-Sonderheft zur Legitimitätspolitik vorstellt). Auch die beiden Podien am Mittwochvormittag zur Finanzmarktkrise und zu deutschen Nachkriegspolitologen in der nationalsozialistischen Diktatur (ein etwas ungelenker Titel) versprechen gute Diskussionen (ab 9 Uhr, Audimax).

Der Donnerstag und der Freitag stehen dann im Zeichen der Arbeitskreise und Themengruppen. Aus dem breiten Spektrum an interessanten Veranstaltungen seien hier für den Donnerstag die gemeinsame Veranstaltung der Sektion Internationale Politik und des AK Soziale Bewegungen  zu globaler Opposition (9:00-12:30 Uhr, Audimax), die Diskussion zu Widerstand und Herrschaft in der Weltgesellschaft (9:00-12:30 Uhr, Hörsaal 2),  das Panel zu Demokratie als Konstrukt (15:30-18:30 Uhr, Übungsraum 11), die Podiumsdiskussion „Europas Krise und das Versprechen der Demokratie“ durch den AK Europäische Integration  (16:45-18:30 Uhr, Hörsaal 14), die vom AK Menschenrechte organisierte Debatte zu Normen (15:30-19:00 Uhr, Hörsaal 2) sowie die vom AK Politik und Kultur organisierte Veranstaltung zu den kulturellen Voraussetzungen der Demokratie und die feministischen Reflexionen auf das demokratische Versprechen (15:30-18:30 Uhr, Audimax, wird fortgesetzt am Freitagmorgen) herausgegriffen. Am Donnerstagsabend (19 Uhr, Festsaal) wird dann auch noch der Theodor-Eschenburg-Preis an Claus Offe verliehen, der sich auf eine Laudatio von Robert E. Goodin  freuen darf (der auch schon am Mittwoch im Rahmen der Theoriesektion ab 15:30 Uhr einen Vortrag zu „How Deliberative Democracy Can Make International Law“ hält). Nach dem Mittag gibt es Donnerstag außerdem eine Diskussion mit Rainer Forst zu transnationaler Demokratie und Gerechtigkeit (14-15 Uhr, Audimax).

Freitags morgens bietet sich dann vielleicht das zweite Panel des AK Verfassung und Politik an (9:00-12:30 Uhr, Raum 236, das Donnerstagsnachmittags an selber Stelle stattfindende erste Panel ist nicht weniger interessant) oder die von der Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“ zusammengestellte Vortragsreihe (9-12 Uhr, Hörsaal 1). Besonders wichtig und euch nochmal gesondert ans  Herz gelegt, beschließt den Freitag die Diskussion zu guter Lehre (14-16 Uhr, Hörsaal 6).

Neben den inhaltlichen Diskussionen kommt es auf einem solchen Kongress natürlich auch auf die Mitarbeit in den Gremien und Ausschüssen an. Hier sind besonders die globalen Veranstaltungen nochmal wichtig (Di und Mi ab 18 Uhr, allesamt im Audimax). Zum einen die Nachwuchsversammlung am Dienstag ab 18 Uhr, wo es u.a. um die aktuelle Stellensituation im Mittelbau und um die Doktorandenbetreuungsinitiative der IB-Liste (s. unser vorheriger Post) gehen soll. Für den Nachwuchs bewirbt sich Thorsten Thiel vom Theorieblog als Mitglied des Beirats der DVPW. Im Anschluss an die Nachwuchsversammlung folgt Dienstags um 19 Uhr die Frauenversammlung.

Ihr seht: ein vollgepacktes, aber vielversprechendes Programm. Theorieblogger sind natürlich auch jede Menge anwesend und so werdet ihr nächste Woche vielleicht nicht einen Live-Ticker aus Tübingen erwarten dürfen, euch wohl aber auf eine zeitnahe Berichterstattung und vielleicht einen Kaffee oder ein Bier auf der Kongressparty mit uns freuen dürfen. Wir sind schon ganz ganz gespannt und hoffen, euch nächste Woche zu sehen.

 

2 Kommentare zu “Das Versprechen einer guten Tagung – Das Programm des DVPW-Kongresses 2012 in Tübingen

  1. Dass das Versprechen einer guten Tagung eher eingehalten wird als das der Demokratie, kann ich mir gut vorstellen. Ich bin übrigens mit von der Partie und kann es kaum erwarten mich mit den Leuten auszutauschen.

    LG

    Clemens

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