Junior-Professur in Bochum

Das Institut für soziale Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum hat derzeit eine Juniorprofessur für das Feld „Globalisierungskonflikte, Arbeit und soziale Bewegungen“ ausgeschrieben. Die Bedingungen sind die üblichen, die Befristung zunächst drei Jahre. Leute mit politikwissenschaftlichem Background werden explizit gesucht, Lehre und Forschung sollen sich viel um Globalisierung und Konflitk drehen. Amtsantritt wäre der 01. Februar, Bewerbungsschluss ist der 19. Oktober 2012. Alles Infos nach dem Strich.

Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum, Bochum,
01.02.2013-31.01.2016
Bewerbungsschluss: 19.10.2012

Ausschreibung Juniorprofessur (W 1) „Globalisierungskonflikte, Arbeit
und soziale Bewegungen“ Ruhr-Universität Bochum

Die Ruhr-Universität Bochum ist eine der führenden
Forschungsuniversitäten in Deutschland und eine REFORMORIENTIERTE
CAMPUSUNIVERSITÄT, die in einzigartiger Weise die gesamte Spannbreite
der großen Wissenschaftsbereiche an einem Ort aufweist. Das DYNAMISCHE
MITEINANDER von Fächern und Fächerkulturen bietet den Forschenden wie
den Studierenden gleichermaßen BESONDERE CHANCEN zur interdisziplinären
Zusammenarbeit.

Am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum ist zum
1.2.2013 eine
Junior-Professur (W 1) für Globalisierungskonflikte, Arbeit und soziale
Bewegungen zu besetzen.

Die Stelle ist zunächst befristet auf drei Jahre, im Falle einer
positiven Evaluation der persönlichen, fachlichen und pädagogischen
Eignung kann eine Verlängerung um weitere drei Jahre erfolgen.

Das Institut für soziale Bewegungen ist eine interdisziplinäre Zentrale
Wissenschaftliche Einrichtung, dessen Kernaufgabe in der Forschung und
Lehre über die Geschichte und Gegenwart von sozialen Bewegungen liegt
(detaillierte Informationen unter www.isb.ruhr-uni-bochum.de).

Die zukünftige Stelleninhaberin/der zukünftige Stelleninhaber soll in
Forschung und Lehre das Fachgebiet Globalisierungskonflikte, Arbeit und
neue soziale Bewegungen vertreten. Den inhaltlichen Schwerpunkt soll die
sozial- und politikwissenschaftliche Analyse aktueller globaler und
transnationaler Verflechtungen von sozialen Bewegungen sowie von deren
Chancen und Risiken bilden.

Eine vorzugsweise sozial- oder politikwissenschaftliche Promotion, die
nicht länger als fünf Jahre zurück liegen sollte, mit herausragender
Qualität, eine einschlägige Publikationsliste sowie der Nachweis
besonderer Eignung für die akademische Lehre werden ebenso vorausgesetzt
wie die Bereitschaft zur Mitwirkung in der universitären
Selbstverwaltung und in der akademischen Selbstverwaltung des ISB.

Weiterhin werden erwartet:
– die Bereitschaft und Fähigkeit, drittmittelgeförderte
Forschungsprojekte einzuwerben;
– die Bereitschaft zu interdisziplinärem wissenschaftlichen Arbeiten,
namentlich die Kooperation mit der historisch arbeitenden
Bewegungsforschung;
– ein hohes Engagement in der Lehre.

Wir wollen an der Ruhr-Universität besonders die Karrieren von Frauen in
den Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, fördern und freuen
uns daher sehr über Bewerberinnen. Auch die Bewerbungen geeigneter
schwerbehinderter und gleichgestellter Bewerberinnen und Bewerber sind
herzlich willkommen.

Bewerbungen mit den üblichen aussagekräftigen Unterlagen werden bis zum
19.10.2012 erbeten an den Geschäftsführenden Direktor des ISB: Prof. Dr.
Stefan Berger, Ruhr-Universität Bochum, Institut für soziale Bewegungen,
Clemensstrasse 17-19, 44789 Bochum. Weiterführende Informationen auch
unter: stefan.berger@rub.de; Tel. 0234/32-24687.

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Prof. Dr. Stefan Berger
Ruhr-Universität Bochum
Institut für soziale Bewegungen
Clemensstr. 17-19
44789 Bochum

Homepage <http://www.isb.rub.de>

4 Kommentare zu “Junior-Professur in Bochum

  1. Ich finde es sehr befremdlich, wenn an Orten wie diesem Blog solche Stellenausschreibungen in aller Unschuld zu finden sind. Eure Redaktion besteht, wenn ich mich nicht ganz täusche, fast ausschließlich aus jungen Wissenschaftlern, die an der Uni angestellt sind bzw. sicherlich einst waren. Insofern solltet ihr doch über die Vergabemodalitäten, den Nepotismus recht gut informiert sein, der manchmal sogar die Vergabe von studentischen Hilfskraftstellen, von Professorenstellen ganz zu schweigen, bestimmt. Aus dem Stegreif fallen mir eine Handvoll Fälle ein, in denen die Ausschreibungen veröffentlicht wurden, obwohl vor der Publikation bereits feststand, wer die Stelle erhalten wird. Eure Naivität verwundert mich – nicht nur angesichts eines kritischen Geistes, der hier oft genug beschworen wird.

  2. @ Richard

    Welchen „kritischen Geist“ meinst du? Hier finden doch so gut wie nie Debatten statt und das Posten beschränkt sich auf das, was jungen Absolventen eben notgedrungen am nächsten liegt: eine irgendwie bezahlte Stelle im Apparat. Das rechtfertigt zwar nicht den Namen „Theorieblog“, eher „Stellenblog“ oder „Stellen- und Terminblog“, ist auch etwas sarkastisch von mir formuliert.

    Nur, welche Naivität meinst du genau? Die Naivität, kommentarlos Stellenausschreibungen zu posten oder die Naivität zu glauben, man könnte auf irgendwelchen Stellen mehr regeln, als das eigene Überleben?

    Vielleicht sollte man anders herangehen und festhalten, dass sich eine strukturelle Unterfinanzierung der Wissenschaft vorfindet, dass dies in Teilen gewollt ist (gerade bei Sozialwissenschaften) und dass dies obendrein auch den Marktwert gering hält. Wünschenswert wären da eher Überlegungen, wie das auf bloßer Erwerbsarbeit fußende Gesellschaftssystem mittelfristig endlich einmal transformiert werden kann.

  3. @Richard: wir können natürlich nicht Stellenausschreibungen dahingehend überprüfen, ob sie auch „echt“ sind, ob es sich nicht um ein abgekartetes Spiel handelt. Das ist weder in zeitlicher noch in sachlicher Hinsicht zu leisten – und hat nichts, aber auch schon gar nichts mit Naivität zu tun. Aber wenn du der Ansicht bist, dass es sich bei dieser Stelle um ein abgekartetes Spiel handelt, dann kannst du deine Bedenken sehr gerne hier äußern – statt mit opaken und verschwörerischen Floskeln den großen Aufklärer zu spielen. Denn um solche Art von Stellenausschreibung – und das wirst du kaum glauben – wissen auch wir Ahnungslosen vom Theorieblog!

    @Alexander: Erstens gibt es auf diesem Blog natürlich sehr wohl Debatte und Diskussion – sowohl zu hochschulpolitischen als auch zu politiktheoretischen Fragen. Vielleicht sind diese Debatten einfach an dir vorbeigegangen. Das kann ja mal passieren. Du kannst ja mal etwas auf dem Blog stöbern; vielleicht findest du ja die eine oder andere Debatte, die auch dich interessiert. (Und wenn nicht, es gibt ja auch noch andere Blogs im Netz.) Zweitens: wir posten natürlich Stellen. Weil viele unserer LeserInnen auch an Stellenausschreibungen und am Ausschreiben von Stellen interessiert sind. Deshalb sind wir noch lang kein Stellenblog. Wenn du dich mal auf dem Theorieblog umsehen möchtest, dann wirst du einigem Erstaunen sicherlich feststellen, dass sich hinter den anderen Rubriken auch inhaltlich etwas verbirgt. Genaues hinsehen, kann auch auf dem Theorieblog nicht schaden – und ohne genaues Hinsehen, gibt es auch keinen kritischen Geist, sondern nur di­let­tan­tisches Poltern und unbestimmtes Rauschen.

  4. @ Chris: Das ist natürlich eine dankenswerte Antwort, denn dass hier Debatte stattfindet, habe nicht geleugnet. Aber lassen wir diese Albernheit mal beiseite, bleibe ich dabei, dass inhaltliche Debatte nur marginal hier von statten geht. Du kannst davon ausgehen, dass ich das theorieblog mit vollem Bewusstsein seit geraumer Zeit verfolge- meine sarkastische Wendung spiegelt insoweit Unzufriedenheit über die Nicht-Responsitivät des Blogs wider: da begonnene Debatten entweder versanden oder aber gepostete (theorielastige) Beiträge nicht weiter kommentiert werden. Insoweit missdeute ich vielleicht subjektiv den vom Autorenkollektiv hier tatsächlich geleisteten Aufwand, aber bei aller aufrichtigen Teilnahme am Diskurs: es stellt mich weder der Verweis auf „andere Blogs“ zufrieden (was soll das?), noch die Aussage „weil viele LeserInnen interessiert an Stellen sind“. Das ist ein sachlicher Einwand meinerseits. Das magst du dilettanisch heißen, verweist aber wieder nur auf dich zurück.

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