Workshop: Konzepte der Emanzipation (Berlin)

An der FU Berlin findet am 6. Juli 2012 ein eintägiger Workshop zu „Politics and Emancipation: Rethinking Subjectivity,Power and Change“ statt (Silberlaube, L 113). Auf dem von Susanne Lettow organisierten Workshop diskutieren unter anderem Diana Coole (The Critical Ethos and the Emancipated Mode of Being-in the-world) und Penelope Deutscher (The Sexual Beast- Deconstruction and Women’s Emancipation). Alle Infos unter dem Strich oder auf dieser Webseite.

Workshop: Politics and Emancipation: Rethinking Subjectivity, Power and Change

organisiert vom Susanne Lettow, Gastprofessorin am Institut für Philosophie der FU Berlin
Wann: Freitag, 6. Juli 2012, von 10.00-17.00 Uhr
Wo: FU Silberlaube Raum L113 Habelschwerdter Allee 45
Sprache: englisch
Der Workshop befasst sich mit dem Themenfeld rund um das Konzept der Emanzipation, das, wie viele andere Konzepte der Sozialphilosophie und der Politischen Philosophie, konflikt- und spannungsreich ist. Während es auf der einen Seite hoffnungsvoll aufgeladen ist, ‚Unmündigkeit’ und Herrschaft zu überwinden, erinnert es gleichsam an die uneingelösten Versprechungen der Aufklärung sowie der Moderne und insbesondere an die ambivalenten Utopien von Vernunft, Progress und Freiheit. In dem Sinne, dass das Konzept auf Selbstverwandlung und Selbstermächtigung als konstitutive Elemente sozialen Wandels verweist, spielt es seit dem späten 18. Jahrhundert eine zentrale Rolle in politischer Rhetorik und Theorie des Feminismus und anderer kultureller, sozialer Bewegungen. In der Gegenwart – beeinflusst von multiplen Krisen – taucht das einst ‚unzeitgemäße/altmodische’  Konzept der Emanzipation erneut in kritischer politischer Theorie auf und erhält dabei neue Bedeutungen. Im Hinblick auf aktuelle Debatten wird innerhalb des Workshops angestrebt, Geschichte und Potenzial des Emanzipationskonzepts zu diskutieren. Im Fokus auf die Politiken rund um Gender, race und Klasse, stellen sich folgende weiterführende Diskussionsfragen: Wie kann Emanzipation als intersektionelles Konzept ausformuliert werden? Inwiefern können feministische Kritiken an Vernunft, Universalismus und ‚Fortschritt’ zu einem widerstandsfähigen, zeitgenössischen Konzept der Emanzipation beitragen? Und was für erweiterte konzeptuelle Herausforderungen ergeben sich für politische Philosophie und Sozialtheorien durch solch eine Neuformulierung von Emanzipation?
In diesem Diskussionsspektrum wird der Workshop durch Vorträge u.a. von Diana Coole, Brigitte Bargetz, Penelope Deutscher und Teresa Orozco bereichert.

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