Tiere und Rechte: Graduiertenprogramm in Basel

Tierethik hat in letzter Zeit bekanntlich enorm Konjunktur, und so ist es nur folgerichtig, dass sich nun auch die Rechtswissenschaft diesem Thema aus juristischer Perspektive widmet: Die Juristische Fakultät der Universität Basel hat ein Doktoratsprogramm zum Thema „Law and Animals – Ethics at Crossroads“ ausgeschrieben. Im Zentrum stehen Rechtsfragen, aber auch Fragen, die die Politikwissenschaft, die Politische Theorie und die philosophische Ethik berühren, wobei aber ein Abschluss an einer Juristischen Fakultät Voraussetzung für die Teilnahme darstellt. Zu den möglichen, sehr spannenden Dissertationsthemen gehören unter anderem: „Die Repräsentation von Tierinteressen in staatlichen Verfahren“, „Die Mensch-Tier-Beziehung unter dem Schutz der Grundrechte“, „Tierrechts-Terrorismus und kriminelle Tierrechtsorganisationen“ (siehe Law and Animals). Bewerbungsschluss für das Herbstsemester 2012 ist der 15.6.2012, später eingereichte Bewerbungen können für das FS 2013 berücksichtigt werden.

Die oben genannten Rechtsfragen bzw. Dissertationsthemen seien bisher an keiner europäischen Universität Gegenstand einer umfassenden Analyse, heißt es in dem Ausschreibungstext. Das Doktoratsprogramm sei daher nicht nur schweizweit, sondern europaweit ein Novum und biete die Möglichkeit, das im Entstehen begriffene Forschungsgebiet „law and animals“ durch Nutzung der Synergien aller Beteiligten breitflächig zu erschliessen. Auswärtige Studienaufenthalte, so z.B. am „Center for Animal Law Studies“ der Lewis & Clark Law School in Portland, USA, oder am Messerli Forschungsinstitut in Wien, werden begrüsst und institutionell unterstützt. Weitere Infos zum Bewerbungsverfahren gibt es hier.

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