Tagung zum Thema „Tribunale. Literarische Darstellung und juridische Aufarbeitung von Kriegsverbrechen im globalen Kontext“

Vom 25. bis zum 27. April veranstalt das Käte-Hamburger-Kolleg „Recht als Kultur“ gemeinsam mit dem Institut für Germanistik eine Tagung zum Thema „Tribunale. Literarische Darstellung und juridische Aufarbeitung von Kriegsverbrechen im globalen Kontext“. Einen Ausschnitt aus dem Programm gibt es nach dem Klick, alle weiteren Infos zur Tagung hier.

Das Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ und das Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn richten vom 25. bis 27. April 2012 eine mit internationalen Experten, Künstlern und Wissenschaftlern besetzte Fachtagung zum Thema „Tribunale. Literarische Darstellung und juridische Aufarbeitung von Kriegsverbrechen im globalen Kontext“ aus. Zur Debatte steht, was das historisch tradierte, zugleich pejorativ konnotierte „Tribunal“ als juridische und rechtskulturelle Einrichtung gegenüber anderen Institutionen der Aufarbeitung von Unrecht auszeichnet. So rücken angesichts einer Globalisierung normativer Ordnungen verstärkt internationale Institutionen in den Blick, die das Monopol und die Prozesslogik nationalstaatlicher Strafgerichtsbarkeit aufbrechen. Die Eigenheiten der mit der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen befassten Tribunale sollen dabei in einer komparativen Perspektive begriffen werden, die auch historische Fälle der „Tribunalisierung“ (z. B. den Eichmann-Prozess) berücksichtigt. Zugleich wird die Frage aufgeworfen, wie Kriegsverbrechen auf der Ebene literarischer, filmischer und massenmedialer Beobachtungen dokumentiert und in unterschiedlichen Narrationen konstruiert und rekonstruiert werden.

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