Podiumsdiskussion und Buchpräsentation: Feministische Rechtswissenschaft in Berlin

Am 12. Dezember 2011 findet in Berlin in der Juristischen Fakultät (Raum E25)  eine Podiumsdiskussion zu Stand und Ausblick der feministischen Rechtswissenschaften statt. Es diskutieren Sarah Elsuni (HU Berlin), Sabine Hark (TU Berlin) und Doris Liebscher (Antidiskriminierungsbüro Sachsen). Gegenstand der Diskussion wird sein, wie man ungeachtet der immer erfolgreicheren Integration feministischer Perspektiven in die Rechtswissenschaft auf Veränderungen und Differenzierungen des Gegenstands selbst reagieren soll und kann, insbesondere wie mehrdimensionale und intersektionelle Diskriminierung sich erfassen lassen. Anlass der Veranstaltung ist das Erscheinen der zweiten Auflage des Studienbuchs „Feministische Rechtswissenschaften„. Alle Infos unter dem Strich oder hier.

 

Podiumsdiskussion: Quo vadis? Feministische Rechtswissenschaft
angesichts mehrdimensionaler und intersektionaler Lebensrealitäten

12. Dezember 2011, 18.00 -20.00 Uhr

Humboldt-Universität zu Berlin Juristische Fakultät, Altes Palais
(Kommode), Raum E 25, Unter den Linden 9

Die Institutionalisierung der Feministischen Rechtswissenschaft hat in
den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht und ihre Erkenntnisse
finden Eingang in den juristischen Kanon, ob in der Dogmatik, in den
Grundlagenfächern oder auf rechtspolitischer Ebene. Gleichzeitig setzt
sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass es keine einheitliche Gruppe
„der Frauen“ gibt. Die Lebensrealitäten, die das Recht in ganz
unterschiedlicher Weise beeinflusst, sind vielschichtig und mit der
Kategorie Geschlecht nur ungenügend erfasst. Sexuelle Identitäten,
rassistische Zuschreibungen, ableistische Barrieren, ungleiche
Einkommensverhältnisse, verschiedene Lebensalter und Aufenthaltsstatus
spezifizieren lebensweltliche Erfahrungen und die sozialen Positionen
der Betroffenen. Wie lässt sich feministische Rechtswissenschaft
angesichts von interdependenten Hierarchisierungen begreifen und
betreiben? Welche neuen Forschungsfragen und welche rechtspolitischen
Forderungen ergeben sich aus den Einsichten in die Wirkungsweise
mehrdimensionaler und intersektioneller Diskriminierung?

Mit Ihnen und Euch und den Autor_innen des Studienbuchs Feministische
Rechtswissenschaft diskutieren:

Dr. Sarah Elsuni, Lehrstuhl für Öffentliches Recht &
Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Sabine Hark, Leiterin des Zentrum für Interdisziplinäre
Frauen- und Geschlechterforschung der Technischen Universität Berlin

Doris Liebscher, Antidiskriminierungsbüro Sachsen, Mitautorin des Studienbuchs

Moderation:

Dr. Lena Foljanty, Referendarin , Frankfurt am Main, Herausgeberin und
Mitautorin des Studienbuchs

Dr. Ulrike Lembke, Juniorprofessorin für Öffentliches Recht und Legal
Gender Studies an der Universität Hamburg, Herausgeberin und
Mitautorin des Studienbuchs

Im Anschluss an die Diskussion freut sich das Autor_innenkollektiv mit
Euch und Ihnen anzustoßen. Wir feiern das Erscheinen der zweiten,
grundlegend überarbeiteten Auflage des Studienbuchs Feministische
Rechtswissenschaft. Das Einführungswerk in die Legal Gender Studies
behandelt historische und theoretische Grundlagen und reflektiert die
Bedeutung von „Geschlecht“ in Rechtswissenschaft, Rechtspraxis und
Rechtspolitik. Neu im Buch: nationales und internationales
Antidiskriminierungsrecht, Migration, Geschlecht und Recht sowie
intersektionale Aspekte. (Nomos, 2. Aufl. 2011, 342 S., 24,– €, ISBN
978-3-8329-6855-7, weitere Informationen:
www.feministisches-studienbuch.de).

Die Veranstaltung wird präsentiert und unterstützt vom Institut für
interdisziplinäre Rechtsforschung, Law and Society Institut Berlin.

Wir freuen uns auf Euer und Ihr Kommen!

Das Autor_innenkollektiv

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