CfP: Marx in Trier

Der „Arbeitskreis Politische Ökonomie“ lockt Ende Oktober zu einer weiteren Marx-Tagung an die Katholische Akademie Trier. Dabei soll es nicht um kommunistische Theorien gehen – es „interessiert nicht das Gespenst, sondern sein Schöpfer“, ensprechend heißt die Tagung auch recht unverblümt Karl Marx 2011. Die Organisatoren Utz-Peter Reich und Gerd Grözinger suchen nach passenden Papers.

Mögliche Leitfragen sind:

1. Marx als Vollender der ökonomischen Klassik. Was ist Klassik heute? Was davon hat Marx kritisiert, was weitergegeben?
2. Kritik der bürgerlichen Ökonomie. Ist die Kritik nach 150 Jahren erfolgreichen Wirkens dieser Ökonomie noch gültig? Oder gehört heute dazu zwingend auch eine Kritik des Marxismus?
3. Das ökonomische Weltsystem. Was war es damals, was ist es heute? Was taugen die Marx’schen Kategorien zur Analyse? Was hat die Mainstream-Ökonomie -vielleicht stillschweigend oder umdeutend – übernommen?
4. Die Klassengesellschaft. Was ist aus ihr geworden? Könnte Marx etwa mit dem Gini-Koeffizienten etwas anfangen, und was würde er zu den neuesten Errungenschaften von Wohlfahrts-, Sozialkapital- und Glückmessungen sagen?
5. Anreger moderner politischer Diskurse. Vielrezipierte zeitgenössische Denker wie etwa Hardt/Negri haben einer Re-Lektüre von Marx wieder Auftrieb gegeben. Zu Recht?
6. … schließlich wäre natürlich auch die Kritik der Marx-Kritik – wie auch der Marx- Dogmatisierung – ein schönes Feld. Wie ist er doch verzerrt worden ohne gelesen zu werden, und das auch von hochnoblen Ökonomen!

Die Deadline für Abstracts ist der 1. Juni 2011; diese sind einzureichen bei
utz.reich@gmail.com und/oder groezing@uni-flensburg.de.

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