CfP: Neuere Theorien der IPÖ

Für die Ökonomieinteressierten unter uns veranstaltet der DVPW-Arbeitskreis „Internationale Politische Ökonomie“ Ende März 2011 an der Uni Wuppertal seine Jahrestagung und sucht geeignete Beiträge. Deadline ist Ende November. Hier der vollständige Call:

Call for Papers

Jahrestagung: Neuere Theorien der Internationale Politische Ökonomie
Ort: Bergische Universität Wuppertal (Campus Freudenberg)
Datum: 31. März bis 1. April 2011

Seit Adam Smith, David Ricardo, Karl Marx und Stuart Mill gab es viel Bewegung in dem Versuch, die Politischen Ökonomie – die Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft und Politik – theoretisch zu erfassen. Die Theoriebildung war von Anfang an sehr interdisziplinär ausgerichtet und beinhaltete Themen aus unterschiedlichen Bereichen wie Ökonomie/ Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Philosophie, Rhetorik/ Sprachwissenschaft, Logik, Ethik und Moral. Zugleich waren und sind theoretische Ansätze und Überlegungen immer auch bis zu einem gewissen Grad Spiegelbild historischer und politischer Verhältnisse und vorherrschender Sichtweisen.

Heute wird klassischerweise zwischen den Theorien Mikroökonomie/ Rational Choice, Institutionalismus (hier z.B. auch Varieties of Capitalism), Regime- und Regulationstheorie, Weltsystem- und Long Cycle Theorien, historischem Materialismus, neogramscianischen, feministischen, postkolonialen und poststrukturalistischen Ansätzen unterschieden. Je nach theoretischem Ansatz und metatheoretischer/ ontologischer Perspektive (z.B. Idealismus, Realismus, Dekonstruktivismus) kommt es zu sehr unterschiedlichen Konzeptualisierungen und Bewertungen von z.B. Staat, Gesellschaft und Globalisierung bzw. sozio-ökonomischen Transformationsprozessen oder auch von Subjekt, Struktur und deren Verhältnis zueinander.

Auch wenn sich die VertreterInnen der einzelnen Theorien bisweilen vehement voneinander abgrenzen, sind die Grenzen zwischen den Theorierichtungen nicht unbedingt so fest und starr, wie es auf den ersten Blick den Anschein erwecken mag. Doch obwohl es in Arbeiten immer wieder zu theoretischen Überschneidungen kommt, findet Theoriebildung überwiegend separat in den einzelnen Theoriesträngen statt.

Die Tagung des Arbeitskreises Internationale Politische Ökonomie der DVPW will sich mit neueren theoretischen Ansätzen aus der Internationalen und Globalen Politischen Ökonomie beschäftigten und den Austausch zwischen den Theorien fördern. Theorievergleichende Beiträge sind ebenso erwünscht wie Beiträge zu einzelnen Theoriesträngen.
Eine Buchpublikation wird angestrebt; über ihr Zustandekommen wird im Anschluss an die Tagung entschieden.

Wir erbitten Zusammenfassungen vorgeschlagener Papiere bis 30. November 2010. Bitte schicken Sie Ihre Abstracts mit einer Länge von maximal 300 Wörtern an Joscha Wullweber (j.wullweber@jpberlin.de). Die AutorInnen werden über die Auswahl der Beiträge bis 31. Januar 2011 informiert.

Für den Arbeitskreis Internationale Politische Ökonomie und die Bergische Universität Wuppertal laden ein
Maria Behrens, Universität Wuppertal (mbehrens@uni-wuppertal.de) Antonia Graf, Universität Münster (antoniag@uni-muenster.de) Joscha Wullweber, Universität Hamburg (j.wullweber@jpberlin.de) Hubert Zimmermann, Universität Marburg (zimmer2d@staff.uni-marburg.de).
Holger Janusch, Universität Wuppertal (janusch@uni-wuppertal.de)

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