Ein Semester Theorieblog: Bilanz und Ausblick

Das Ende der Vorlesungszeit ist im akademischen Betrieb bekanntlich der Zeitpunkt, wo Evaluationsbögen durch die Reihen gereicht, Hausarbeiten verteilt und Sommerfeste begangen werden. Ganz ähnlich auch hier im Theorieblog: Wir möchten an dieser Stelle unser erstes vollständig absolviertes Semester nutzen, um Bilanz zu ziehen und euch ein paar ‚hard facts‘ bezüglich der Entwicklung unseres Blogs mitzuteilen, woraus sich dann auch unsere Planung für das kommende Wintersemester ableitet.

Wo also stehen wir? Den Theorieblog gibt es nun seit Anfang Januar, genauer: am 02.01.2010 fand das erste informelle Treffen statt und am 21.01.2010 wurde unser erster Post veröffentlicht. Seitdem hat sich viel getan, unter anderem wuchs das Team von ursprünglich drei auf heute acht Mitglieder, eine Menge GastautorInnen bereicherten die Seite und unser Layout hat – obwohl noch im ersten Jahr – bereits das ein oder andere Lifting hinter sich. Am wichtigsten aber: Der Blog findet immer neue LeserInnen.

Hierzu ein paar Einblicke aus unserem angeschlossenen Statistikzentrum: Insgesamt wurden bisher 165 Artikel oder Meldungen veröffentlicht, was einem Schnitt von 26 Beiträgen pro Monat oder 0,9 Beiträgen am Tag entspricht. 45,000 mal wurde die Seite in diesen ersten Monaten aufgerufen, wobei der Juni mit knapp 11,000 pageviews unser bisher erfolgreichster Monat war. 173 LeserInnen kommen uns an einem durchschnittlichen Tag besuchen und bleiben zumindest kurz. Hierbei fällt uns immer wieder auf, dass der Zugriff insbesondere am Wochenanfang sehr hoch ist, über das Wochenende die TheoretikerInnen der Nation hingegen lieber zum Buch statt auf die Webseite (zu)greifen. Ihr, unsere LeserInnen, kommt dabei auf sehr unterschiedlichen Wegen zu uns: Die meisten immer noch, indem sie www.theorieblog.de ansurfen, aber wir haben auch 395 Facebook-Freunde, 57 Follower auf Twitter und 137 Newsletter-Abonennten. Egal, auf welchem Weg, wir freuen uns über jeden Besuch, jede Verlinkung, jede Empfehlung.

Und was wird gelesen? Neben der Hauptseite und der Teamseite standen die Konferenzankündigungen zur IPT-Tagung (Tagungsbericht) sowie zur Menschenrechtskonferenz mit Jürgen Habermas (Tagungsbericht) sehr hoch im Kurs. Besonders erfreulich aber auch euer Interesse an unseren inhaltlichen Beiträgen: Insbesondere die Beiträge zu Guido Westerwelle und der spätrömischen Dekadenz, zur Tierethik und zum Burka-Verbot fanden viele LeserInnen.

Bleibt zu fragen, wohin die Reise geht. Insgesamt hat sich der Theorieblog sehr gut entwickelt und wir freuen uns unheimlich über die starke Resonanz und die positive Aufnahme in der Disziplin. Auch künftig wollen wir daher am generellen Kurs festhalten, die einzelnen Bereiche der Disziplin zusammenzubinden versuchen und eine zuverlässige Informationsplattform darzustellen. Ausbauen wollen und werden wir die inhaltlichen Beiträge, die beliebte Rubrik der Presseschau, die eine Auswahl von aktuellen Zeitschriftenbeiträgen vorstellt, werden wir weiterführen (bisherige Ausgaben: Januar, Februar, April).

Soviel zu Empirie und Strategie. Doch geht es in der politischen Theorie nicht zumeist um Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Anerkennung, Fairness, Partizipation? Richtig. Dieser Post wäre also unvollständig, wenn wir euch nun nicht auffordern würden, die Kommentarspalte zu diesem Artikel weidlich zu nutzen und euch um eure Meinung zum Theorieblog und eure Wünsche für die künftige Entwicklung zu bitten.

P.S: Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, als GastautorIn etwas beisteuern oder uns auf Veranstaltungen aufmerksam machen will, kann zudem jederzeit eine Mail an team@theorieblog.de schreiben.

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