Beiträge mit dem Schlagwort ‘USA’

Lesenotiz: Neues von alten Imperien

31. Oktober 2011, eva

Kolonialen Strukturen und ihren Verwerfungen nähert sich die Politische Theorie und Ideengeschichte seit rund einem Jahrzehnt nicht nur von den Postcolonial Studies aus, sondern auch von Seiten der Imperientheorie.  Die Fragestellungen jener, von Historikern wie Politikwissenschaftlern unternommenen, Versuche der Theoriebildung sind dabei grundlegend andere als die der postkolonialen Ansätze: Makrostrukturen und -dynamiken imperialer Ordnungen, Herrschaftslogiken , Formen der Machtdurchsetzung und Gründe für den rise, decline and fall großer Reiche stehen im Vordergrund, verallgemeinernd gesprochen, genuin politikwissenschaftliche und nicht so sehr soziologische oder kulturgeschichtliche Fragestellungen.  Für Politiktheoretiker, die sich für die Verknüpfung von Geschichtsanalyse und Theoriebildung im Hinblick auf Imperien interessieren, gibt es nun mit „Empires in World History“ aus der Feder zweier US-Historiker eine neue Einführung in die Materie, die versucht, den Nutzen und die Plausibilität des Imperienkonzepts direkt anhand des geschichtlichen Gegenstands zu demonstrieren, und dabei trotz ihres Einführungscharakters (keine Fußnoten!) durchaus theoretisch auf der Höhe der Zeit ist. (weiterlesen…)

Neue Stellen in Übersee

5. September 2011, chris

In den letzten beiden Monaten haben die nordamerikanischen Unis wieder jede Menge neuer Stellen – Postdocs & Assistant Professor – ausgeschrieben. Für alle Interessierten haben wir hier eine kleine Auswahl zusammengestellt. Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Bewerben und drücken die Daumen! (weiterlesen…)

Assistenzprofessuren und Postdocs in Übersee

4. Juli 2011, chris

Wie jedes Jahr im Herbst, so suchen die US-amerikanischen Unis auch dieses Jahre wieder nach Unterstützung. Unten findet ihr die Hinweise auf sechs aktuelle Auschreibungen. (weiterlesen…)

Appell von Juristen und Philosophen gegen die Haftbedingungen von Bradley Manning

17. März 2011, daniel

Bradley Manning wird vorgeworfen, geheime US-Dokumente an Wikileaks weitergegeben zu haben, u.a. die vielbeachteten Botschaftsdepeschen. Während Manning noch auf eine offizielle Verhandlung wartet, geraten seine außerordentlich strengen Haftbedingungen immer mehr in die Kritik. Der Sprecher von Hillary Clinton musste vor wenigen Tagen seinen Job aufgeben, nachdem er die Behandlung öffentlich als “ridiculous and counterproductive and stupid” bezeichnet hatte.

Seit kurzem gibt es nun einen Appell von US-amerikanischen Philosophen und Juristen gegen Mannings Haftbedingungen, initiiert von Bruce Ackerman und Yochai Benkler, unterstützt u.a. von David Luban, Kwame Anthony Appiah, Brian Leiter (über den ich auch darauf aufmerksam geworden bin), Nancy Fraser und Thomas Pogge.

Die öffentliche Reaktion der USA auf die Ereignisse in Ägypten – feiger Opportunismus oder gebotene Zurückhaltung?

9. Februar 2011, daniel

Parallel zur Berichterstattung über die aktuellen Ereignisse in Ägypten gibt es eine wachsende Diskussion über die angemessene Reaktion westlicher Demokratien, insbesondere der USA. Zugespitzt findet sich etwa bei Jakob Augstein die These vom “Ende der westlichen Glaubwürdigkeit“: Wer immer von der Demokratie schwärme, zugleich aber autoritären Regimen selbst im Falle des Aufstands die Unterstützung nicht versagen will, so Augstein, offenbare eine besonders zynische Form der Doppelmoral. Doch was folgt aus diesem Befund? Und wie verwerflich ist die öffentliche Zurückhaltung der US-amerikanischen Regierung? Sollten sich demokratische Regierungen offen für demokratische Reformen in anderen Ländern aussprechen, sind sie vielleicht gar moralisch dazu verpflichtet? Dazu einige Überlegungen, die ich hier zur Diskussion stellen möchte. (weiterlesen…)

3 PostDoc-Stipendien für die Arbeitsgruppe von Nancy Fraser an der FU Berlin

1. Februar 2011, maike

Wir haben es leider jetzt erst gesehen, darum ein so kurzfristiger Hinweis auf drei attraktive Stipendien, die an der Graduiertenschule des John-F.-Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin ausgeschrieben sind. Dort wird unter der Leitung von Nancy Fraser eine Arbeitsgruppe zum Thema “Krise der amerikanischen Demokratie” eingerichtet. Die Stipendien werden an promovierte Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen für die Bearbeitung eigener Forschungsvorhaben im Rahmen der Arbeitsgruppe vergeben. Wer sich jetzt an den Schreibtisch setzt, kann es noch schaffen: Die Bewerbungsfrist ist der 3. Februar 2011. Alle weiteren Details hier.

CfP: Progressive Politik in den USA

22. April 2010, daniel

Die Atlantische Akademie Rheinland veranstaltet vom 12.-13. November 2010 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien eine Tagung mit dem Titel “Progressive Politik in den USA”. Alle Infos und den CfP findet ihr hier.

Übersicht über neue Jobs in Übersee und sonst wo

19. Februar 2010, chris

Wer auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen ist, sollte hierauf mal einen Blick werfen:

1. Assistant Professor in Political Theory at Susquehanna University

2. Assistant Professor of Political Theory at the University of Warwick

3. Assistant Professor of Political Theory at  Bates College

4. Lecturer in Political Theory at the LSE

5. The International Scholars Fellowship Program of the OSU

6. Lecturer in Political Theory at Pennsylvania State University

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Rübermachen als Visiting Scholar

18. Februar 2010, cord

Auslandserfahrung sammeln, die Stars der Zunft treffen, Sprachkenntnisse perfektionieren oder einfach mal ein halbes Jahr Ruhe zum schreiben (oder ausgehen) zu haben, all das sind sehr gute Gründe um sich während oder nach der Dissertation für ein oder zwei Semester ins Ausland zu verabschieden. Für Gastwissenschaftler ohne Professur gibt es an den allermeisten englischen und amerikanischen Unis den Status des Visiting Scholars oder Visiting Fellows, mit dem in der Regel keine Verpflichtungen, aber auch wenig Privilegien verbunden sind.  Wer vor allem Leute kennenlernen und in Ruhe arbeiten möchte, dürfte damit sehr gut fahren. Aber wie kommt man an seine Wunsch-Uni, wann muss man sich kümmern und wer soll das ganze bezahlen? Es folgt ein Erfahrungsbericht, der helfen soll, die ersten Fragen zu beantworten. Da ich nur in einem Land (USA) und einer Uni (Columbia) war, sind meine Erfahrung wohl kaum repräsentativ. Allerdings hab ich den Eindruck, dass es an den meisten Unis in der englischsprachigen Welt ähnlich läuft. Ergänzungen gerne in den Kommentaren! (weiterlesen…)