Beiträge mit dem Schlagwort ‘Religion’

Neues Blog zur „umkämpften Moderne“

18. November 2010, ulrike

Ein Weblog mit dem Titel „Contending Modernities – A blog about Catholic, Muslim, and Secular interaction in the modern world” bereichert seit kurzem die internationale akademische Blogszene. Grundthema sind die aktuellen Debatten und Deutungskämpfe zum Begriff der „Moderne“, deren Akteure sich mit der Tatsache konfrontiert sehen, dass weder eine religiöse noch eine säkulare Vereinnahmung dieses Schlüsselkonzepts ganz gelingt. Hier ein Auszug aus der Selbstbeschreibung des Blogs: (weiterlesen…)

Politische Theorie im Iran

15. November 2010, daniel

“The establishment of an ethics-based order in human society and the
internalization of ethical values are among the great aims of the
prophets and other right-minded people. This makes possible the happy
life that is the ideal of all nations and cultures.” – So die Einladung zu einer internationalen Konferenz im Iran nächstes Jahr im Mai mit dem Titel “Human Rights and Ethics”. Was davon zu halten ist, kann ich nicht beurteilen, spannend klingt es aber in jedem Fall. Hier noch die Details zum Programm und zu den organisatorischen Dingen: (weiterlesen…)

Wider das Blockdenken von Schwarzer & Co.

24. September 2010, ulrike

Mit ihrem neuen Buch „Die große Verschleierung. Für Integration, gegen Islamismus“ läutet Alice Schwarzer eine neue Runde in der Debatte über Kopftuch und Verschleierung ein. Dafür erhält sie viel Beifall – auch  von Iris Radisch, die Schwarzers Buch in der ZEIT wohlwollend bespricht. Die Entschiedenheit, mit der die Bedeutungsoffenheit des Kopftuchs als Symbol geleugnet und die Komplexität der Materie ignoriert wird, ist befremdlich. Schwarzers und Radischs Haltung in dieser Debatte zeugt von einem gefährlichen Blockdenken. (weiterlesen…)

Religion und Sozialtheorie

21. September 2010, ulrike

SOCREL, der Arbeitskreis “Religionssoziologie” der British Sociological Association, veranstaltet vom 11.-13. April 2011 in Birmingham eine Konferenz mit Theorieschwerpunkt zu Grundsatzfragen der Religionssoziologie. Bestätigte Keynote Speaker der Konferenz mit dem Titel “Religion and Social Theory: Developing a New Agenda for the Sociology of Religion” sind Steve Bruce und Bryan Turner. Alle Themenschwerpunkte, zu denen Paper- und Panel-Vorschläge erbeten sind (bis 15. November 2010), weisen einen Theoriebezug auf: “Reappraisal of classical sociological theories”, “contemporary Social Theory and religion”, “New theoretical paradigms”, “Empirical uses of contemporary theory” u.a.

Mehr Infos zur Konferenz und dem Call for Papers gibt’s hier.

„Contextual turn“ in der politischen Philosophie? Rückblick auf die IWM International Summer School „Religion in Public Life“

26. Juli 2010, ulrike

„Religion in Public Life“ lautete das Thema der diesjährigen IWM International Summer School in Philosophy and Politics des Wiener Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM). Zwei Wochen lang, vom 4. bis 17. Juli, diskutierten 40 DoktorandInnen, Postdocs und ProfessorInnen aus aller Welt in Cortona (Italien) über die Zusammenhänge von Politik, Religion, Öffentlichkeit, Demokratie und Moderne. Für die vier thematisch spezialisierten Seminare lässt sich im Rückblick neben dem offiziellen Thema der Summer School eine weitere übergeordnete Fragestellung formulieren: Wieviel historische und soziologische Empirie verträgt die politische Philosophie? Besonders deutlich wurde das in dieser Frage zum Ausdruck kommende Spannungsverhältnis zwischen universellen Prinzipien einerseits und partikularen kulturellen, historischen und sozialen Kontexten andererseits in Debatten über die Kritik an der Vorstellung einer einheitlichen Moderne, das Verhältnis von Religion und Demokratie und die demokratische Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit pluralistischer Gesellschaften. (weiterlesen…)

Konferenz: Religion in der Weltpolitik (Berlin)

17. Juni 2010, thorsten

Der Berliner Arbeitskreis “Religion und Politik” veranstaltet am 28. Juni 2010 von 15-18 Uhr eine kleine Konferenz zur Frage des Zusammenhangs von Religion und Weltpolitik. Die Tagung hat den Titel “Religion in World Affairs: Transatlantic Perspectives”, wird in englischer Sprache gehalten und findet  im Reutersaal  (Seminargebäude am Hegelplatz, Dorotheenstraße 24) statt. Das erste Panel mit José Casanova, Craig Calhoun und Esra Özyürek diskutiert Fragen zu “Religious Pluralism, Immigration, and Politics”, das zweite Panel mit Thomas Banchoff, Peter Katzenstein und Marcia Pally setzt sich mit “Religion and Foreign Policy” auseinander.

Liberté, Egalité, Fraternité. Charles Taylor über Laizismus und Anerkennung in liberalen Demokratien

14. Juni 2010, janina und wulf

“Der Name des Philosophen Charles Taylor ist eigentlich ein Garant für Aufmerksamkeit und volle Hörsäle….” Janina und Wulf mit einem Bericht über Charles Taylor’s Vortrag in der Vortragsreihe „Und jetzt – Richtungen der Zukunft“, die von der Humboldt-Universität zu Berlin und der Siemens Stiftung veranstaltet wird.

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Für Kurzentschlossene: Charles Taylor morgen an der HU

25. Mai 2010, daniel

Leider bin ich erst gerade darauf gestoßen: Morgen um 19.00h hält Charles Taylor im Kinosaal der Humboldt Universität einen Vortrag zum Thema „Two Directions for Secular Societies”. Alle weiteren Infos dazu gibt es hier.

“Wie säkular ist die Welt?” Charles Taylor am KWI Essen

19. Mai 2010, ulrike

Am 14. und 15. Juni diskutiert Charles Taylor am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) sein Buch “A Secular Age” u.a. mit Otto Kallscheuer, Navid Kermani und Volkhard Krech. Die Moderation übernimmt Claus Leggewie. Die Veranstaltung am Montagabend ist öffentlich, für die Teilnahme an einem Workshop mit Taylor am darauffolgenden Tag bedarf es einer Anmeldung. Mehr Infos dazu gibts in diesem Flyer: Taylor am KWI 2010

Europas Furcht vor dem Fremden: Das belgische Burka-Verbot

6. Mai 2010, ulrike

Das belgische Parlament hat ein Gesetz beschlossen, welches das Tragen von Ganzkörperschleiern künftig verbietet. Wie Zeit Online zusammen mit den Agenturen dpa und AFP berichtet, stellt das Gesetz  „das Tragen jedes Kleidungsstücks, welches das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllt”, unter Strafe. Darunter fallen die Burka, die ein Stoffgitter vor die Augen setzt, und der Nikab, bei dem ein Sehschlitz frei bleibt. Ein Verstoß soll ein Bußgeld von bis zu 250 Euro oder sieben Tage Gefängnis nach sich ziehen. Der Beschluss hat auch in der Blogszene für Reaktionen gesorgt. Die Mädchenmannschaft und fxneumann sind sich einig, dass die Regelung weniger auf das Wohl der Betroffenen als auf die Behaglichkeit der Mehrheitsgesellschaft zielt. In der Tat bedeutet das Verbot eine einseitige Einschränkung der Religionsfreiheit und ist nach dem Schweizer Minarettverbot ein weiteres Beispiel für die in Europa grassierende Islamophobie. (weiterlesen…)