CfA: Postdoc Fellowships bei ‘Justitia Amplificata’

Die mittlerweile in Frankfurt und Berlin beheimatete DFG Kolleg-Forschergruppe “Justitia Amplificata” schreibt für das akademische Jahr 2017/18 wieder drei Postdoc-Fellowships aus. Die Fellowships laufen über 12 Monate und können wahlweise zum 01. September oder 01. Oktober begonnen werden. Bewerbungsfrist ist der 01. März. Alle weiteren Infos zu Fellowship und Bewerbungsmodalitäten findet ihr auf der Website der Kollegforschergruppe.

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Podcast: Fabian Freyenhagen – Orthodoxie als Zukunft der Kritischen Theorie?

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Was ist die Quintessenz der Kritischen Theorie? – fragt Fabian Freyenhagen in seinem Vortrag, den er in ähnlicher Form bereits im Rahmen der Berufungsvorträge für die Honneth-Nachfolge auf dem Lehrstuhl für Sozialphilosophie der Universität Frankfurt gehalten hat. Freyenhagen macht zu Beginn seines Vortrags die Kombination aus Ideologiekritik, die statt auf eine Rechtfertigung der Verhältnisse auf deren Kritik zielt, und das Denkbild der Sozialen Pathologien zum Alleinstellungsmerkmal der Kritischen Theorie. In einer parteiischen Welt hat die Kritische Theorie ein Interesse an der Emanzipation. Es sind diese Annahmen, vor denen er nun plausibel machen will, dass Kritische Theorie um kritischen zu sein, auf ein Begründungsprogramm, wie es sich bei Jürgen Habermas, Axel Honneth und Rainer Forst findet, gerade verzichten muss. Ein Begründungsprogramm setzt einen neutralen Standpunkt voraus, arrangiert sich so immer schon mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und reproduziert in seinem Argumentationsgang letztlich deren Begriffe – wodurch der ideologiekritische Zugang verlorengeht.  Mit dem Begriff der Sozialen Pathologien versucht Freyenhagen, diese unbequeme Stellung ohne Rückgriff auf gesellschaftlich anerkannte Begriffe und übergesellschaftliche Subjekte philosophisch haltbar zu machen. Gesellschaftliches Unrecht geht, so Freyenhagen, der Theoriebildung voraus und statt auf Begründung, die der Theorie das Primat einräumt, muss die Kritische Theorie deshalb auf Sichtbarmachung des Unrechts setzen – Folter ist an sich falsch, es bedarf keiner Begründung um das zu erkennen.

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CfA: Drei volle Mitarbeiterstellen bei Justitia Amplificata

Die Kolleg-Forschergruppe Justitia Amplificata geht in eine neue Förderperiode und soeben sind drei volle Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter ausgeschrieben worden. Alle drei Stellen setzen eine abgeschlossene Promotion in Politischer Theorie oder Politischer Philosophie voraus. Zwei Stellen sind TVöD 13, eine sogar TVöD 14. Interesse an Gerechtigkeitsfragen ist ein Muss, deutsche und englische Sprachbeherrschung ebenso. Die Stellen sind in Frankfurt angesiedelt, alle weiteren Infos entnehmt ihr am besten direkt der Ausschreibung als PDF. Bewerbungsschluss für alle drei Stellen ist der 15.09. Wir wünschen wie immer viel Erfolg.

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Übermorgen: Wie politisch kann und darf die Politische Philosophie sein?

Für sehr Kurzentschlossene: Bereits diesen Donnerstag diskutieren Thomas Pogge, Rainer Forst und Stefan Gosepath über die Frage, wie politisch die politische Philosophie sein kann und darf. Los geht es um 16.15 Uhr, Veranstaltungsort ist das Institut für Philosophie der FU Berlin (Thielallee 43). Den Ankündigungstext gibt es nach dem Klick: (mehr …)

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Dworkin in Frankfurt

— Update: Dworkins Deutschlandreise musste aus gesundheitlichen Gründen gecancelt werden. Weder die Veranstaltung in Frankfurt noch die in Berlin am Wiko finden statt. —

Am 22. Oktober 2012 wird Ronald Dworkin auf dem Campus Westend im Hörsaalzentrum (HZ 6) der Goethe Universität Frankfurt ab 18 Uhr einen Vortrag halten mit dem Titel „Justice for Hedgehogs“. Die Veranstaltung wird von Rainer Forst in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag organisiert. (mehr …)

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Leibniz-Preis für Rainer Forst

Frankfurt tut viel für die Geisteswissenschaften, und das macht sich offenbar bezahlt: Rainer Forst, Philosoph und Politikwissenschaftler, hat den renommierten Leibniz-Preis erhalten. Die Auszeichnung der Deutschen Forschungsgemeinschaft gilt als die angesehenste für deutsche Wissenschaftler_innen und ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert. Das ist nicht nur eine Menge Fördergeld für die geisteswissenschaftliche Forschung, sondern beweist auch deren Wertschätzung in Zeiten, in denen die humanistischen Disziplinen an vielen Unis um ihr Existenzrecht kämpfen: In Konkurrenz mit Natur- und Wirtschaftswissenschaften.
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Workshop: Respect and Public Justification (Darmstadt)

Am zweiten Dezember findet in Darmstadt ein Workshop zu “Respect and Public Justification” statt. Konkret geht es um die unterschiedliche Begründungen und Modi von Rechtfertigungsprozessen und diese werden an den zentralen Autoren der Debatte Gerald Gaus und Rainer Forst erörtert. Beide werden eine Keynote halten, bevor in zwei Panels dann nochmal vertiefend auf Konzeptionen und Begründungen eingegangen wird. Die Anmeldung (an: Martina Dingeldein (dingeldein@pg.tu-darmstadt.de)) ist kostenfrei, aber notwendig, da es nur begrenzt Plätze gibt. Alle Infos nach dem Strich: (mehr …)

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Normativtität aus Frankfurter Sicht (plus: im Spiegel des Kinos)

Auch in diesem Jahr wird es im Frankfurt Exzellenzcluster “Die Herausbildung normativer Ordnungen” wieder eine Ringvorlesung geben, in der zentrale Fragen der Politischen Theorie und Philosophie aufgegriffen werden. Das Ganze ist schlicht “Normativität: Frankfurter Perspektiven” betitelt und wird dementsprechend durch Hauskräfte bestritten (immer Mittwochs um 18 Uhr). Ganz konkret heißt das, dass u.a. Stefan Gosepath (“Die soziale Natur der Normativität”), Peter Niesen (“Zwei Modelle kosmopolitischer Normativität”), Christoph Menke (“Gesetz und Freiheit”), Axel Honneth (“Die Normativität der Sittlichkeit”) und Rainer Forst (“Zu einer Kritik der rechtfertigenden Vernunft”) vortragen werden. Das ganze Programm als PDF oder weiter unten in strahlendem HTML.

Wer ein bißchen mehr Entertainment will, die Normativität aber nicht missen möchte, kann auch zur Vorlesungsreihe “Narration und Rechtfertigung im Kino” gehen, wo unter anderem Martin Seel (“To Be or Not to Be”), Robert Pippin (“In a lonely place”), Günter Frankenberg (“Die Geschichte der Qiu Ju”) oder Juliane Rebentisch (I’m not there”) aktuelles und klassisches aus der Kinogeschichte interpretieren. Die Infos dazu hier. (mehr …)

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