Wer noch nach einer Finanzierung und einem Forschungsrahmen für seine Dissertation sucht, sollte einmal einen Blick auf unten stehende Ausschreibungen werfen: Zum einen sucht Peter Niesen jemanden, der für zunächst zwei Jahre mit an einem Projekt zur “Ambivalenten Universalisierung der Demokratie” arbeitet (Bewerbungsfrist: 7.8.2010), während Dawid Friedrich in Lüneburg ein Stipendium zu vergeben hat, welches auf Fragen von Legitimation und Demokratie im EU-Kontext bezogen ist (Bewerbungsfrist: 19.8.2010). Erstere Auschreibung weist einen stärker philosophischen, zweitere mehr einen IB-Bezug auf. Details unten, viel Erfolg bei den Bewerbungen!
Beiträge mit dem Schlagwort ‘Postnationale Konstellation’
CfP: Sommerschule in Leipzig (Transnational Actors – Actors of Transnationalisation)
6. Juli 2010, thorstenDas Graduiertenzentrum für die Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Leipzig lädt dieses Jahr zur großen Sommerschule für alle Doktoranden: Das sehr weit gestellte Thema lautet “Transnational Actors – Actors of Transnationalisation” und dürfte somit auch Platz für so politische Theoretiker lassen. Einsendeschluss für Bewerbungen ist allerdings bereits der 9. Juli die Veranstaltung selbst dann vom 20.09-23.09.2010), alle Informationen hier.
Vier WiMi-Stellen an der Universität Bremen im Bereich Global Governance
28. Juni 2010, cordIn der von Klaus Dingwerth geleiteten DFG-Nachwuchsgruppe “Von der internationalen Politik zum globalen Regieren: Der Wandel der Governance-Norm” sind zum 01.09.2010 vier 65%-Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter_innen zu vergeben. Die Bewerbungsfrist endet am 14.07.2010. Alle weiteren Informationen finden sich hier auf der Homepage der Universität Bremen.
CfP: Geschlecht und Politik in transnationaler Perspektive
14. Juni 2010, thorstenEnde November findet in Frankfurt ein zweitägiger Workshop zu “Re-Imagining Gender and Politics. Transnational Feminist Interventions” statt, für den bis zum 31. August Beiträge eingereicht werden können. Der sehr spannend klingende Aufruf spannt ein weites Feld an möglichen Themen auf: Von Migration über Fragen globaler Gerechtigkeit bis in zu Formen der Arbeit und zur Friedenssicherung. Lest weiter unten genaueres:
Workshop Transnational Political Agency in Bad Homburg
27. Mai 2010, cordPeter Niesen hat uns gebeten auf folgende Veranstaltung hinzuweisen: Am 13.06.2010 findet im Rahmen des Exzellenzcluster “Die Herausbildung normativer Ordnungen” ein Workshop zu “Transnational Political Agency” mit David Owen (Southampton), Rainer Bauböck (EUI Florenz) und Peter Niesen (Darmstadt) statt. Das Programm findet sich hier: Political Agency Workshop. Bei Interesse wird darum gebeten sich hier anzumelden.
Tagung Internationale Politische Theorie – 10.-12. Juni in Frankfurt
5. März 2010, cordPeter Niesen bat uns, das Programm für die gemeinsame Tagung der Sektionen für Politische Theorie und Ideengeschichte und Internationale Politik in der DVPW im Juni in Frankfurt/Main online zu stellen. Besonders freut mich, dass die Fussball-WM in der Planung berücksichtigt wurde, aber auch sonst verspricht das Programm eine wirklich spannende Tagung. Mehr nach dem Klick. (weiterlesen…)
Kolloquium zu internationalem Recht und politischer Theorie
1. März 2010, thorstenAlle Berliner Theoretiker, die an Fragen von Recht und Politik arbeiten, wird sicherlich das im kommenden Semester von Nico Krisch und Isabelle Ley angebotene Kolloquium Postnational Law and its Theory interessieren (alle Infos, das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung: hier). Das Kolloquium findet an der Hertie School of Governance statt, ist aber ausdrücklich auch nach außen geöffnet. Im Sommersemster werden vier Termine stattfinden, der erste am 18. März. Das vorgeschlagene Prozedere ist die gemeinsame Lektüre und Besprechung eines Grundlagentextes, der von einem jeweils wechselnden Moderator vorgestellt und kommentiert wird. Den Anfang macht Isabelle Ley mit einem Kommentar zu einem Text von Arnim von Bogdandy und Sergio Dellavalle. Der Text setzt sich mit Jürgen Habermas Theorie der postnationalen Konstellation auseinander und ist im Volltext beim German Law Journal abrufbar).
Presseschau 01/2010: Zwei Ergänzungen
21. Februar 2010, thorstenFür alle, die über Politische Theorie im postnationalen Kontext forschen, der Hinweis auf zwei frisch erschienene und sicher interessante Sonderhefte: Zum einen widmet sich die Zeitschrift/das Online-Journal „Ethics and Global Politics“ (Vol.3, Issue 1) James Bohmans Buch „Democracy Across Borders“. Neben einer Einführung von Bohman werden dessen Gedanken unter anderem von Mark E. Warren und Christina Lafont kommentiert. Bohmans Versuch eine komplexe Demokratietheorie aufzubauen baut dabei stark auf republikanischen Annahmen zu Non-Domination auf, was uns direkt zum anderen Sonderheft bringt: Das „European Journal of Political Theory“ beschäftigt sich in der neuen Ausgabe (Vol.9, Issue 1) mit der Verbindung von Republicanism und Global Justice. Auch hier ist viel Spannendes zu finden, unter anderem die Vorstellung einer republikanischen Theorie des Völkerrechts durch Philip Pettit sowie sehr anregende Gedanken von Cécile Laborde zu globaler Gerechtigkeit aus republikanischer Sicht.
Hier geht’s zum ersten Teil der Presseschau.
[der Hinweis auf Ethics and Global Politics stammt vom Political Theory Blog]
Enzensberger vs. die Eurokraten
14. Februar 2010, thorstenIntellektuell gehaltvolle und politiktheoretisch informierte Auseinandersetzungen über die Herausforderung der Demokratie durch die europäische Integration sind selten. Zwar herrscht an wissenschaftlicher und publizistischer Beschäftigung mit der EU wahrlich kein Mangel, aber entweder sind die Beiträge aus den Höhen einer technisch-empirischen Regierungswissenschaft geschrieben und richten sich hauptsächlich an die an Details interessierte Peer-Group der Europaforscher oder es handelt sich um das atemlose Nachhecheln hinter den Tagesaktualitäten. Eine dritte Spezies von Texten ist der Versuch von öffentlichen Intellektuellen, die Auseinandersetzung um die EU in die Feuilletons der Tageszeitungen zu tragen. Hier bezeugt der Status des Schreibenden die Tiefe der Reflexivität, das weite öffentliche Forum und die Wucht der Argumentation garantiert die Aufmerksamkeit. Hans Magnus Enzensberger hat jüngst mit seiner Rede zum Sonning Preis – die zugleich ganzseitig von der FAZ auf der ersten Seite des Feuilletons dokumentiert wurde (FAZ-Artikel) – ein neues Beispiel für diesen Typ von Beitrag geliefert – und damit zugleich einen Anlass auf das Elend der EU-Polemik zu reflektieren. (weiterlesen…)