Beiträge mit dem Schlagwort ‘Postkolonialismus’

Call for Contributions: Decolonizing Enlightenment

20. Januar 2012, thorsten

Unter der Herausgeberschaft von Nikita Dhawan ist für Anfang 2013 eine Buchveröffentlichung mit dem Titel “Decolonizing Enlightenment: Transnational Justice, Human Rights and Democracy in a Postcolonial World” geplant. Der Sammelband soll in der Buchreihe des Arbeitskreises “Politik und Geschlecht” erscheinen. Wer zum Thema etwas beitragen kann, ist aufgefordert bis zum 01. März 2012 ein Paper Proposal einzusenden, die fertigen Papiere sollen dann bis zum 01. Oktober vorliegen. Eine Beschreibung des Buchprojekts und eine Auflistung der Themenfelder zu denen Beiträge erwünscht sind, findet ihr unter dem Strich. (weiterlesen…)

Lesenotiz: Neues von alten Imperien

31. Oktober 2011, eva

Kolonialen Strukturen und ihren Verwerfungen nähert sich die Politische Theorie und Ideengeschichte seit rund einem Jahrzehnt nicht nur von den Postcolonial Studies aus, sondern auch von Seiten der Imperientheorie.  Die Fragestellungen jener, von Historikern wie Politikwissenschaftlern unternommenen, Versuche der Theoriebildung sind dabei grundlegend andere als die der postkolonialen Ansätze: Makrostrukturen und -dynamiken imperialer Ordnungen, Herrschaftslogiken , Formen der Machtdurchsetzung und Gründe für den rise, decline and fall großer Reiche stehen im Vordergrund, verallgemeinernd gesprochen, genuin politikwissenschaftliche und nicht so sehr soziologische oder kulturgeschichtliche Fragestellungen.  Für Politiktheoretiker, die sich für die Verknüpfung von Geschichtsanalyse und Theoriebildung im Hinblick auf Imperien interessieren, gibt es nun mit „Empires in World History“ aus der Feder zweier US-Historiker eine neue Einführung in die Materie, die versucht, den Nutzen und die Plausibilität des Imperienkonzepts direkt anhand des geschichtlichen Gegenstands zu demonstrieren, und dabei trotz ihres Einführungscharakters (keine Fußnoten!) durchaus theoretisch auf der Höhe der Zeit ist. (weiterlesen…)

Tagungsrückblick: “Colonial Legacies, Postcolonial Contestations”

6. Juli 2011, karin

Die Sozial- und Humanwissenschaften zu dekolonisieren, so lautete das Motto der Graduiertenkonferenz Colonial Legacies, Postcolonial Contestations, die zwischen dem 16. und 18. Juni 2011 unter der Leitung von Prof. Dr. Nikita  Dhawan und angesiedelt am Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies und dem Exzellenzcluster Normative Orders stattfand. In 24 Panels arbeiteten sich über 100 Vortragende durch einen Parcours von Disziplinen, Theorietraditionen und geographischen Räumen. Meine Wanderung als interessierte Beobachterin führte mich von Korruptionsfällen in Indien, über Fraueneinsatztruppen der USA in Afghanistan, über E-Health Programme in Afrika hin zur Abschluss-Keynote des Historikers Dipesh Chakrabarty (Chicago, USA), der eine Zusammenschau der disparaten Theorien, Räume und Zeiten präsentierte. (weiterlesen…)

(Post-)säkulares, (post-)koloniales Frankfurt: Ein Tagungsrückblick

22. Juni 2011, ulrike

Die Pfingstwoche an der Uni Frankfurt stand im Zeichen des (Post-)Säkularismus und des (Post-)Kolonialismus. Zeitgleich zu der groß aufgezogenen internationalen Graduiertenkonferenz des Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies auf dem Campus Westend (“Colonial Legacies, Postcolonial Contestations. Decolonizing the Social Sciences and the Humanities”) fand im Gästehaus der Universität im kleinen Kreis eine Arbeitstagung des Exzellenzclusters Normative Orders zum Thema “A Secular Age or a Postsecular Constellation?” statt. Beide Events sorgten mit Charles Taylor, José Casanova und Dipesh Chakrabarty für internationale Prominenz auf dem Campus. Der folgende Rückblick befasst sich in erster Linie mit der letztgenannten Konferenz, welche die aktuellen Diskussionen über die Säkularisierungsthese, die Rolle von Religion in der Moderne und das Verhältnis von Politik und Religion in pluralistischen Gesellschaften aus soziologischen, politiktheoretischen, philosophischen und theologischen Blickwinkeln sowie unter besonderer Berücksichtigung des Werks Charles Taylors bearbeitete. (weiterlesen…)

Ein Wochenende im Juni: Zweimal Postkoloniale Herausforderungen und umstrittene Wahrheiten

26. Mai 2011, thorsten

Die Ballung an interessanten politiktheoretischen Veranstaltungen geht im Juni gleich weiter. Wieder sind es Frankfurt und Berlin, die zeitgleich die Wochenendplanungen durcheinanderwirbeln. Beide Male wird von Donnerstag, dem 16.06, bis Samstag, den 18.06, getagt. In Frankfurt lautet der Titel der Konferenz “Colonial Legacies, Postcolonial Contestation: Decolonising the Humanities and the Social Sciences“. Das Programm ist gerade veröffentlicht und ungemein umfangreich. In jedem Fall enthält zu viele interessante Panels, um sie in einen Blogpost zu pferchen. Hingewiesen sei daher allein auf die Keynotes von Patricia Hill Collins, die zu “Winning Miss World: An Intersectional Analysis of Colorblind Racism” spricht, und von Dipesh Chakrabarty (“History and the Time of the Present”). Neben der Wissenschaft gibt es auch eine Tour durch Frankfurt mit postkolonialer Brille und einige Filme. Gastgebende Institution ist das Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies, Anmeldegebühren gibt es keine, doch soll man sich bis Ende Mai registrieren.

An den selben Tagen organisiert das Berliner Graduiertenkolleg Geschlecht als Wissenskategorie eine Konferenz zu “Contested Truths: Re-Shaping and Positioning Politics of Knowledge“. Auch hier nur die Keynotes: Geoffrey Bowker (Emerging Configurations of Knowledge and Power), Kavita Philip (Proper Knowledge: Reflections on postcolonial technoscience) und Bonnie Smith (The Gender of History Past and Present). Das Goodie hier ist “Dinner and Cultural Event” umschrieben. Das ganze Programm und alles Wissenswerte findet sich auf der Konferenzwebseite. Auch hier ist eine Registrierung Pflicht und es gibt eine kleine Konferenzgebühr.

Update (26.05.): Wir hatten im März schon mal darauf hingewiesen; weil es gerade so schön passt aber noch mal der Hinweis, dass am gleichen Wochenende an der HU Berlin die Konferenz “Postkoloniale Gesellschaftswissenschaften” stattfindet. Alle Infos dazu gibt es hier.

Postkoloniale Gesellschaftswissenschaften. Eine Zwischenbilanz

10. März 2011, chris

Eine Zwischenbilanz über Postkoloniale Gesellschaftswissenschaften zieht am 17. und 18. Juni 2011 eine große Konferenz an der Humboldt Universität zu Berlin. Das Programm findet ihr hier.

Programm veröffentlicht: Liberalismuskonferenz in Frankfurt (03.-06.02.2011)

26. Januar 2011, thorsten

Für die nächste Woche stattfindende Liberalismus-Konferenz in Frankfurt (03.-06.02.2011) gibt es nun auch ein fertiges Programm. Neben vielen Nachwuchswissenschaftlern auf interessanten Podien werden im Rahmenprogramm Hubert Zimmermann zur Finanzkrise, Jens Steffek zu globaler Umverteilung, Nicole Deitelhoff zu Opposition und Nikita Dhawan zum Universalitätsanspruch des Liberalismus Stellung nehmen. Ferner gibt es zwei Diskussionsveranstaltungen, für die beispielsweise Lothar Brock und Susanne Schröter zugesagt haben. Das Plakat zur Konferenz gibt es hier, das gesamte Programm hier. Sich als Zuhörer anzumelden, ist über die Webseite zur Konferenz möglich.

Graduiertenkonferenz: “Decolonizing the Social Sciences”

24. Oktober 2010, ulrike

Das „Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies“ am Frankfurter Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen” veranstaltet im Juni nächsten Jahres eine internationale Graduiertenkonferenz mit dem Titel „Colonial Legacies, Postcolonial Contestations: Decolonizing the Social Sciences and the Humanities“. Als Keynote Speaker sind Patricia Hill Collins und Dipesh Chakrabarty angekündigt. Unter den insgesamt 21 Panels befindet sich auch eines zur Thematik „Secularism, Religion and Politics: Critical Interventions“. Die Konferenzsprachen sind Englisch, Französisch und Spanisch. Einsendeschluss für Abstract und Kurzbiographie ist der 30. November.

Hier geht’s zum Call.

CfP: Postkoloniale Gesellschaftswissenschaften

12. August 2010, maike

Die Postkolonialen Studien, akademisch bislang eher in den Literatur- und Kulturwissenschaften etabliert, sind auch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern ein wichtiges und interessantes Forschungsfeld. Die von Claudia Bruns, Ina Kerner und Julia Lossau organisierte Tagung ‘Postkoloniale Gesellschaftswissenschaften. Eine Zwischenbilanz’ hat eine Bestandsaufnahme des Diskussionsstands Postkolonialer Studien innerhalb der Gesellschaftswissenschaften im deutschsprachigen Raum zum Ziel. Deadline für Vortragsskizzen ist der 31. Oktober 2010. Hier ist der ausführliche Call als pdf.

Vortragsabend zu Menschenrechten und postkolonialer Kritik in Frankfurt

7. Juli 2010, cord

Am 14. Juli findet an der Universität Frankfurt (18:30,  Neue Mensa / Campus Bockenheim) ein Vortragsabend mit Regina Kreide (Gießen) und Nikita Dhawan (Frankfurt) zum Thema “Menschenrechte zwischen Universalismus und postkolonialer Kritik” statt. Aus der Ankündigung:

“In der kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzept der Menschenrechte wurde auch eine weit reichende Kritik formuliert. So wird der Menschenrechtserklärung vorgeworfen, sie sei ein neokoloniales imperialistisches Projekt des Westens. In der Argumentation verweist die postkoloniale Kritik auf die Hierarchisierung zwischen „west and the rest“. Ziel der Veranstaltung soll eine kritische Reflexion des Konzepts der Menschenrechte sein. Es soll aufgezeigt werden, warum die Welt ‚Menschenrechte‘ braucht, aber auch was dies in einer postkolonialen Welt bedeutet. Diese Reflexion soll schließlich nicht in eine Resignation und Handlungsunfähigkeit führen, sondern anregen, reflexiv zu handeln.”

Die Veranstaltung wird von der Frankfurter Hochschulgruppe von Amnesty International organisiert, der wir auch den freundlichen Hinweis zu verdanken haben! Alle Details können dem folgenden Link entnommen werden:

Menschenrechte zwischen Universalismus und postkolonialer Kritik