Die Grenzen der Demokratie und die Frage nach demokratischen Grenzen

Nele Kortendiek und Marina Martinez Mateo (Hrsg.), 2017: Grenze und Demokratie. Ein Spannungsverhältnis. Frankfurt a.M.: Campus. ISBN 978-3-593-50725-5, 39,95€.

Der DVPW-Kongress 2018 wird die Frage der Grenzen der Demokratie / Frontiers of Democracy im Kontext ihrer aktuellen Krisen stellen. Tenor des Call for Papers ist, dass Demokratie auf vielfältige Weise an ihre Grenzen stößt und dass zugleich diese Krisendiagnosen politikwissenschaftlich genauer betrachtet werden sollten, um in den Grenzgebieten der Demokratie vielleicht auch neue Entwicklungsmöglichkeiten auszuloten. (mehr …)

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CfA: Postdoc-Fellowships am MPI-MMG in Göttingen

Am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen sind mehrere Postdoc-Fellowships in der Abteilung Ethik, Recht und Politik bei Prof. Ayelet Shachar ausgeschrieben (E 13, bis zu zwei Jahre). Die Forschungsprojekte sollen sich mit Migration, Grenzen, Staatsbürgerschaft, Multikulturalismus oder vergleichendem Konstitutionalismus beschäftigen. Die Bewerbung ist bis 30. Januar 2018 möglich und der Antritt soll zwischen März und September 2018 erfolgen. Alle Infos gibt es hier.

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Lesenotiz: Weder gerecht noch realistisch – David Millers Plädoyer für das staatliche Recht auf Ausschluss

Im öffentlichen Diskurs fungiert das Recht von Staaten, ihre Grenzen zu kontrollieren, also sowohl die Einwanderung als auch den Zugang zu Rechtspositionen und insbesondere die Einbürgerung zu regulieren, noch immer als weitgehend unhinterfragte Prämisse aller weiteren Diskussionen etwa über Einwanderungs- und Einbürgerungspolitik oder die Aufnahme von Flüchtlingen. In seinem neuen Buch, das soeben unter dem Titel Fremde in unserer Mitte in deutscher Übersetzung erschienen ist, versucht David Miller, dieses staatliche ‚Recht auf Ausschluss’ philosophisch zu untermauern. Offensichtlich kommt dieser Debatte im Zuge der sogenannten „Flüchtlingskrise“ (für Miller sind die scare quotes unnötig) und dem politischen backlash in Form des Erfolgs rechtsextremer und fremdenfeindlicher Parteien quer durch Europa zusätzliche politische Brisanz zu – umso größer die intellektuelle und politische Verantwortung der politischen Philosophie und Theorie, könnte man denken, sich mit den entsprechenden Fragen umsichtig, selbstreflexiv und kritisch auseinanderzusetzen. Um es vorwegzunehmen: Millers Buch enttäuscht diese Erwartung, denn es ist nicht nur argumentativ schwach und fällt hinter den Stand der philosophischen Diskussion zurück, sondern auch von einem politischen Hautgout durchzogen, der schon im finsteren Titel anklingt und regelmäßig Stereotypen aufruft, die man eher in UKIP- (oder AfD-)Pamphleten als in philosophischen Traktaten erwarten würde.

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4 Doktorandenstellen: Migration und Demokratie (Duisburg-Essen)

Im neuen MERCATOR Forum – Migration und Demokratie sind vier weitere Stellen ausgeschrieben. Diesmal an der Universität Duisburg-Essen. Die Forschungsgruppe dort wird von Andreas Blätte und Andreas Niederberger geleitet und sich insbesondere mit den parlamentarischen Weisen der Bearbeitung von migrationsrelevanten Fragen in verschiedenen europäischen Parlamenten befassen. Dabei sollen sowohl mit Blick auf Annahmen in der Diskussion über die Deliberative Demokratie die Effekte von unterschiedlichen Beratungsmodi untersucht werden, wie auch der Zusammenhang zwischen der Wahl einer jeweiligen politischen Bearbeitung von Fragen und Policies bzw. deren Erfolg. Die Ausschreibungen der insgesamt vier 50%-Stellen findet ihr hier (Blätte) und hier (Niederberger). Die Bewerbungsfrist ist der 27.07.

P.S.: Aktuell sind auch noch die bis zu 12 Stellen (auch Postdocs) in Dresden (hier der Link) – Bewerbung bis 20.07.

 

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CfA: Docs und Postdocs für Mercator Forum Migration und Demokratie gesucht

Das neugegründete Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM), das im Herbst 2017 an der Technischen Universität Dresden seine Forschungstätigkeit aufnimmt (Leitung: Hans Vorländer, wiss. Koordinator: Oliviero Angeli) will zum 01.10.2017 eine größere Zahl von Doktoranden (50%) und Postdoc-Stellen (100%) besetzen (ca. zwölf Mitarbeiterstellen). Es werden vier Forschungsgruppen eingerichtet: zu Krisendiskursen (1), zu Populismus (2), zu institutioneller Verarbeitung von Migration (3) und zu Migration im städtischen und regionalen Kontext (4), wobei die Gruppe 3 an der Universität Duisburg-Essen angesiedelt ist. Alle Infos zur Ausschreibung könnt ihr hier als PDF abrufen, weitere Infos zum Projekt selbst gibt es auf der noch im Aufbau befindlichen Webseite. Bewerbungsschluss ist der 20.07.2017.

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Autumn School: Migration, Borders, and Citizenship (Amsterdam)

Vom 26. bis 30. Oktober 2017 findet in Amsterdam eine Autumn School zu “Migration, Borders, and Citizenship” statt. Die von der Dutch Research School of Philosophy (OZSW) und der Universität Amsterdam (UvA) organisierte Veranstaltung richtet sich an PhD-Studenten. Zu den Sprechern gehören Chandran Kukathas (LSE), Rainer Bauböck (EUI) und Anna Goppel (Universität Bern). Wer sich für eine Teilnahme interessiert, findet alle Infos hier. Die Teilnahmegebühren liegen bei 240 Euro und Bewerbungen müssen bis zum 31. Juli vorliegen.

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CfA: Stelle in Luzern

Am politikwissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern ist am Lehrstuhl von Joachim Blatter eine Stelle als (Ober-)assistentin/Oberassistent ausgeschrieben. Man kann sich auf post-graduate oder post-doc Niveau bewerben, der inhaltliche Schwerpunkt der Stelle liegt auf normativer und/oder empirscher Forschung zu Demokratie, Bürgerschaft, Migration und transnationalen Systemen. Die Stelle läuft für 5+2 Jahre und ist eine 50% Stelle, die im Fall von Postdocs aber durch Drittmittelgelder aufgestockt werden kann. Bewerbungen müssen bis zum 30. Juni 2017 in Luzern eingehen. Alle Infos und Details entnehmt bitte der Ausschreibung in deutsch oder englisch.

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CfP: “Borders, Fences, Firewalls” in Göttingen

Für den 19. und 20. Oktober laden Dana Schmalz und Stefan Schlegel zu einer Tagung am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften ein. Der ausführliche Titel der Tagung lautet “Borders, Fences, Firewalls. Assessing the changing relationship of territory and institutions.” Der CfP läuft bis zum 15. April; Beiträge aus dem Feld der politischen Theorie und Philosophie sind explizit erwünscht. Alle Infos und den ausführlichen CfP findet ihr hier.

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CfA: Zwei PhD-Stellen in Projekt zu Global Citizenship Law (Berlin)

Am WZB sind derzeit zwei Doktorandenstellen in einem neuen ERC-Projekt zu “Global Citizenship Law: International Migration and Constitutional Identity” ausgeschrieben. Eine Stelle im Bereich “Constitutional Identity and Global Migration“, eine weitere in “Citizenship and Governance in the European Union“. Folgt den Links für weitere Informationen, beide Ausschreibungen laufen bis zum 01. März, sind 65% Stellen und laufen auf vier Jahre.

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