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	<title>theorieblog.de &#187; Methoden</title>
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	<description>Ein Forum für politische Theorie und Philosophie</description>
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		<title>Podcasts der Konferenz &#8220;The Politics of Interpretation and the Interpretation of Politics&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 12:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren stoßen innerhalb der Politischen Theorie geführte Methodendiskussionen in Deutschland und anderenorts auf großes Interesse. Nachwuchs-Workshops in Hamburg und Manchester sowie die letzte DVPW-Tagung in Bremen (wir berichteten) sind hierfür beispielhaft. Selten werden Bezüge zu Ansätzen in Nachbardisziplinen gezogen und die Frage, ob die gängigen Methoden selbst politisch motiviert sind, wird kaum diskutiert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren stoßen innerhalb der Politischen Theorie geführte Methodendiskussionen in Deutschland und anderenorts auf großes Interesse. Nachwuchs-Workshops in <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/07/nachwuchsworkshop-zu-fragen-der-methode-politischer-theorie/">Hamburg</a> und <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/03/cfp-mancept-workshop-methods-of-interpretation-and-the-politics-of-hermeneutics-manchester/">Manchester</a> sowie die letzte <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/10/politik-und-methode-bericht-vom-treffen-der-dvpw-theoriesektion-in-bremen-teil-1/">DVPW-Tagung in Bremen</a> (wir berichteten) sind hierfür beispielhaft. Selten werden Bezüge zu  Ansätzen in Nachbardisziplinen gezogen und die Frage, ob die gängigen Methoden selbst politisch motiviert sind, wird kaum diskutiert. Eine im letzten Herbst in Oxford stattfindende Konferenz setzte sich zum Ziel, genau diese Fragen in den Blick zu nehmen (einen Bericht über die Konferenz mit weiteren Informationen findet man <a href="http://cpi.politics.ox.ac.uk/events/interpretationconference_jens_sept/Report/CPI_Conference_reportandphotos.pdf">hier</a>). Zu den namhaften Sprechern gehörten u.a. Terence Ball, Mark Bevir, John G. Gunnell und Stanley Rosen. Diskutiert wurden hermeneutische und feministische Ansätze ebenso wie die von Quentin Skinner und Leo Strauss. Nun wurden die Podcasts der Konferenz veröffentlicht. Die entsprechenden Links gibt es <a href="http://itunes.apple.com/itunes-u/politics-international-relations/id381702823">hier</a> und <a href="http://www.politics.ox.ac.uk/index.php/podcasts/the-politics-of-interpretation-a-the-interpretation-of-politics.html">hier</a>. Viel Spaß beim Zuhören!</p>
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		<title>Politik und Methode. Bericht vom Treffen der DVPW-Theoriesektion in Bremen &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin_m</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem am ersten Tag die Verbindung von politischer Theorie und empirischen Methoden diskutiert worden war, stand am zweiten Tag der Tagung die andere Komponente des von Dirk Jörke zu Beginn aufgezeigten Spannungsfeldes im Mittelpunkt, nämlich das Verhältnis von politischer Theorie und Moralphilosophie. Im Focus der vier durchaus kontroversen Panels standen dabei vornehmlich die Positionen von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/10/politik-und-methode-bericht-vom-treffen-der-dvpw-theoriesektion-in-bremen-teil-1/" target="_blank">am ersten Tag</a> die Verbindung von politischer Theorie und empirischen Methoden diskutiert worden war, stand am zweiten Tag der Tagung die andere Komponente des von Dirk Jörke zu Beginn aufgezeigten Spannungsfeldes im Mittelpunkt, nämlich das Verhältnis von politischer Theorie und Moralphilosophie. Im Focus der vier durchaus kontroversen Panels standen dabei vornehmlich die Positionen von Raymond Geuss, John Rawls und Amartya Sen.<span id="more-4857"></span></p>
<p>Jörg Schaub (Frankfurt am Main) eröffnete das erste Panel des zweiten Tages mit seinem Vortrag „Politische Theorie als angewandte Moralphilosophie“. Sein überblicksartig angelegter Vortrag schlug eine verteidigende Interpretation des Geuss’schen Realismus als Spielart des holistischen Partikularismus vor. Diese Sichtweise öffne den Blick für vielversprechende Ansätze wie z.B. die Betonung konkreter Handlungen und ihres historischen Kontexts oder eine pluralistische Herangehensweise an das Phänomen Politik. Da eine strikte Sein/Sollen-Unterscheidung in der Praxis unmöglich sei, sei auch eine reine Normativität jenseits der realen Gegebenheiten nicht zu erreichen. Stattdessen bemühe sich Geuss um eine Sichtweise, in der die äußeren Bedingungen des Politischen der Normativität nicht entgegenstünden, sondern vielmehr eine seiner Konstitutionsbedingungen darstellten. Damit gelange er zu einer Ethik, die sich nicht gegen die Welt abschotte, sondern sie in ihrer Pluralität anerkenne.</p>
<p>Auch Jürgen Sirschs (Mainz) Vortrag „Politische Philosophie und politische Realität: Was ist die ideale Rolle idealer Theorie bei der Bewertung politischer Phänomene?“ setzte sich mit den Überlegungen Geuss‘ auseinander: Hier standen John Rawls‘ Vorstellung von idealer Theorie und die von Geuss und Amartya Sen daran geäußerte Kritik ihrer politischen Irrelevanz im Mittelpunkt. Sirsch hielt diesem Vorwurf entgegen, es sei durchaus möglich, die bestehenden Machtverhältnisse in die Theoriekonstruktion einzubeziehen. Auch sei mit Hilfe idealer Theorie durchaus eine vernünftige Abwägung zwischen realen Alternativen vorzunehmen. Gerade wenn es um längerfristige Orientierung gehe, sei eine unvollständige theoretische Analyse immer noch ihrer Alternative vorzuziehen, nämlich einer ad hoc-Bewertung der politisch geboten erscheinenden Handlungsoptionen, die nur in äußerst kurzfristigen Perspektiven denke. Abschließend plädierte Sirsch dafür, die normative Theorie mit Ergebnissen empirischer Forschung zu verbinden, um so auch praktische Empfehlungen formulieren zu können.<br />
Auch auf dem zweiten Panel war Geuss‘ Konzeption Fokus der Diskussion.</p>
<p>Der Vortrag „Angewandte Politische Ethik als Wirklichkeitswissenschaft“ von Hans-Peter Burth (Freiburg) stellte zu Beginn des dritten Panels überblicksartig Geuss‘ Positionen vor und unterzog sie einer kritischen Bewertung. Positiv wurden dabei Realitätsbezug, Handlungsorientierung und ideologiekritische Funktion herausgestellt, als problematisch erschienen das Fehlen einer normativen Dimension, die enge Gebundenheit an den spezifischen Kontext sowie der unpräzise Ideologiebegriff. Abschließend formulierte Burth einige Vorschläge, die in Umgehung dieser Schwierigkeiten Geuss‘ realistische Konzeption ergänzen sollten: eine wissenschaftstheoretische Fundierung der politischen Ethik, eine Verknüpfung des Normativen und des Empirischen sowie eine Neubestimmung des Ideologiebegriffs. Schließlich betonte er die Bedeutung einer pluralistischen normativen Basis für die politische Ethik, damit sie sich in kritischer Distanz zu ihrem jeweiligen soziopolitischen Kontext bewegen könne.</p>
<p>Andreas Busens (Hamburg) Vortrag „Konservativ oder transformativ? Zum utopischen Gehalt einer realistischen politischen Theorie“ ging von der zentralen These aus, dass sich ideale und realistische Theorie keinesfalls zwangsläufig zur Gänze ausschließen müssten. So bemühe sich Rawls um eine realistische politische Utopie, die die gegenwärtigen Möglichkeiten politischen Handelns überschreite, zugleich aber prinzipiell auch auf die Versöhnung mit der Wirklichkeit hinarbeite. Sein Rekurs auf Fakten über die Gesellschaft laufe auch, entgegen Geuss‘ Befürchtungen, nicht auf eine unkritische Anerkennung des status quo hinaus. Abschließend versuchte Busen eine Annäherung der vermeintlichen Antipoden Geuss und Rawls, die darauf abzielte, das Spannungsverhältnis von Realismus und Utopie produktiv werden zu lassen: Realistisch utopische politische Theorie müsse einerseits über einen klar definierten Gegenstandsbereich verfügen, andererseits aber offen für Veränderungen sein. Sie solle sich, auch wenn sie auf anthropologische und soziale Annahmen zurückgreife, nicht auf deren historische Kontingenz beschränken lassen. Zudem müsse sie sich auch immer der Möglichkeit nichtintendierter Nebenfolgen bzw. der Instrumentalisierung des utopischen Gehalts bewusst sein und diesen ggf. entgegenwirken. Diese Herausforderungen seien, so Busen, als möglicher Ausgangspunkt für eine kritische Reflexion der gesamten Disziplin zu betrachten.</p>
<p>Nach der Mittagspause bestritt Oliver Hidalgo (Regensburg) das dritte Panel. Sein Vortrag „Derrida, Kant oder die Politische Theorie und Ideengeschichte auf der Suche nach den normativen Quellen ihrer Identität“ widmete sich als erster an diesem Tag weniger der Realismus-Debatte. Stattdessen versuchte er sich anhand der Protagonisten Kant und Derrida an einer Annäherung von konstruktivistischen und dekonstruktivistischen Ansätzen. So müsse die Dekonstruktion nicht zwangsläufig normative Ambitionen unterlaufen. Vielmehr sollten durch sie Instrumentalisierungen von Begriffen und Konzepten aufgezeigt werden. Die daraus entstehende terminologische Offenheit ermögliche dann auch die Anknüpfung an zunächst völlig andersartig erscheinende Ansätze. Kant und Derrida können somit Hidalgo zufolge zugleich als divergierende als auch als komplementäre Quellen der politischen Theorie gelesen werden. Obwohl sich ihre Ausführungen in vielerlei Hinsicht unterscheiden, teilen sie doch das Anliegen, das beherrschende Konzept des Recht des Stärkeren zu relativieren und eine normativ geprägte Alternative anzubieten.</p>
<p>Das abschließende Panel wurde von Felix Heidenreich (Stuttgart) mit dem Vortrag „Politische Klugheit als Gegenstand der Politischen Theorie – Plädoyer wider die abstrakte Opposition von ‚Realismus‘ und Normativität“ eröffnet. Auch er beschäftigte sich mit den Gedanken von John Rawls und Amartya Sen und der Sein/Sollen-Unterscheidung. Anhand verschiedener Beispiele zeigte er auf, dass die phronesis auf der Suche nach dem second-best ein besserer Wegweiser sei als die ideale Theorie. Zudem sei diese über die Urteilskraft auch mit dem ästhetischen Urteil verwandt, so dass ästhetische Stellungnahmen zwar kontingent, aber nicht beliebig seien.</p>
<p>Auf Heidenreich folgte Miriam Ronzoni (Frankfurt). Sie beschäftigte sich unter dem Titel „Taking Moral Intuitions Seriously, but not Dogmatically: A Constructivist Approach“ mit dem Status moralischer Intuitionen für Theoriebildung und moralische Argumentation. Ihre These lautete: Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Philosophie einen berechtigten Anspruch darauf erheben, sagen zu können, was wir tun sollen: Ihre Vorschläge müssten intersubjektiv zu rechtfertigen sein und auf ein Reflexionsgleichgewicht zurückgreifen, so dass Intuitionen zwar eine nicht zu unterschätzende, aber zugleich auch eine kontrollierte Rolle bei der Entscheidungsfindung spielten. Weder Utilitarismus noch Konstruktivismus, d.h. weder völlige Zurückweisung noch unbefragte Akzeptanz von Intuitionen dürften als uneingeschränkter Maßstab fungieren. Ratio und Intuition müssten somit in einem holistischen Ansatz zusammengeführt werden; es dürfe keinesfalls um das Aufstellen überzeitlicher moralischer Prinzipien gehen. Vielmehr plädierte Ronzoni für den bescheideneren, aber zugleich realistischeren Auftrag, eine theoretisch fundierte Denkweise über das praktische Handeln in der Welt zu entwickeln.</p>
<p>Am Abend vor dem dritten Konferenztag (über den im Rahmen des Theorieblogs diesmal nicht berichtet werden kann) fand die obligatorische Mitgliederversammlung der Theoriesektion statt, bei der die Vorstandswahl im Vordergrund stand. Nach dem Ausscheiden von <a href="http://www.politik.uni-kiel.de/index.php?ac=stein" target="_blank">Tine Stein </a>(Kiel) und dem bisherigen Sprecher, <a href="http://www.uni-erfurt.de/politische-theorie/" target="_blank">André Brodocz</a> (Erfurt), besteht der neue Vorstand aktuell aus <a href="http://www.politikwissenschaft.tu-darmstadt.de/index.php?id=pw_niesen" target="_blank">Peter Niesen</a> (Darmstadt), <a href="http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/clandwehr" target="_blank">Claudia Landwehr </a>(Mainz), <a href="http://www.phil.uni-greifswald.de/sozial/ipk/mitarbeitende/lehrstuhl-fuer-politische-theorie-und-ideengeschichte/pd-dr-dirk-joerke.html" target="_blank">Dirk Jörke</a> (Greifswald), <a href="http://www.bgss.hu-berlin.de/lehrbereiche/theorie-der-politik/mitarbeiter-innen/hausteiner" target="_blank">Eva Marlene Hausteiner</a> (Berlin, und Theoriebloggerin) und dem neuen Sprecher<a href="http://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/politik/politik2/mitarbeiter/Prof__Dr__Marcus_Llanque__Lehrstuhlinhaber/" target="_blank"> Marcus Llanque</a> (Augsburg). Gesprochen wurde auch über die nächste Sektionstagung die Ende Juni nächsten Jahres stattfindet, dem 300. Geburtstag Rousseaus gewidmet ist und für die aktuell <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/10/cfp-jahrestagung-der-theoriesektion-zu-rousseau/" target="_blank">Beiträge gesucht</a> werden.</p>
<p><em>Kathrin Morgenstern ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Philosophie und Ideengeschichte an der Universität Regensburg. Sie promoviert über das Verhältnis von politischer Theorie und Praxis bei Hannah Arendt und Simone de Beauvoir.</em></p>
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		<title>Politik und Methode. Bericht vom Treffen der DVPW-Theoriesektion in Bremen &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 13:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nabila</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gegenstand und Methoden politischer Theorie sind innerhalb der Disziplin keineswegs unkontrovers, sondern unterliegen einer ständigen Diskussion. Vor allem die Frage, ob es Sinn mache, in der politischen Theorie überhaupt von „Methoden“ zu sprechen, wird immer wieder thematisiert. Eine solche Diskussion fand vom 28. bis zum 30. September auf der Herbsttagung 2011 der DVPW-Sektion Politische Theorie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegenstand und Methoden politischer Theorie sind innerhalb der Disziplin keineswegs unkontrovers, sondern unterliegen einer ständigen Diskussion. Vor allem die Frage, ob es Sinn mache, in der politischen Theorie überhaupt von „Methoden“ zu sprechen, wird immer wieder thematisiert. Eine solche Diskussion fand vom 28. bis zum 30. September auf der Herbsttagung 2011 der DVPW-Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte in Bremen statt (<a href="https://www.dvpw.de/gliederung/sektionen/politische-theorien-und-ideengeschichte/aktuelles-aus-der-sektion.html" target="_blank">Link zum Programm</a>). Während am ersten Tag das Verhältnis von politischer Theorie zu empirischen Methoden diskutiert wurde, standen am zweiten Tag und dritten Tag das Verhältnis von politischer Theorie zur Moralphilosophie und zu Bereichstheorien im Mittelpunkt der Debatte. Im folgenden Bericht wird der erste Tag bestehend aus zwei Panels und einer Podiumsdiskussion skizziert, der zweite Teil des Berichts folgt morgen.<span id="more-4852"></span></p>
<p>In einer kurzen Einleitung und Eröffnung der Tagung skizzierte Dirk Jörke den Problemhorizont des ersten Themenbereiches „Politische Theorie und empirische Methoden“: Sozialwissenschaftliche Theoriebildung befinde sich im Spannungsfeld zwischen empirischer Forschung auf der einen Seite und normativer politischer Theorie auf der anderen Seite. Eine auf Empirie bezogene politische Theorie werfe allerdings die Frage nach geeigneten Methoden und Methodentransfers auf: Gibt es kennzeichnende Methoden der politischen Theorie, die für andere Teilbereiche fruchtbar sein können? Und umgekehrt: Könnte und sollte die politische Theorie sich aus den Erkenntnissen empirischer Sozialwissenschaften, wie der Kognitionsforschung oder der Entwicklungspsychologie, nähren, um ihre Annahmen zu menschlichem Sozialverhalten im politischen Kontext zu unterstützen oder zu verwerfen?</p>
<p>Das erste Panel wurde von Wolfgang Leidhold (Universität zu Köln) eröffnet, der für die Entwicklung einer sozialwissenschaftlichen Methode plädierte, die aus einer Selbstreflexion der theoretischen Vernunft heraus resultiere. Anhand einer begriffshistorischen Rekonstruktion des Theoriebegriffs, in der er die altgriechischen Ursprünge und Bedeutungskontexte offen legte, kam Leidhold zum Schluss, dass der Theoriebegriff ein Erfahrungsbegriff sei, der in einem intensiven Betrachten (griech. theorein) und nicht in einem bloßen, positivistischen Sammeln von wertfreien Tatsachen bestehe. Damit stellte Leidhold eine enge Verbindung zwischen dem Erfahrungs- und dem Vernunftbegriff her, die in ihren Implikationen leider nicht näher ausgeführt wurde. Eine genauere Begriffsklärung von Vernunft blieb aus: Vernunft bestehe darin, einen „Riecher für etwas zu haben“. Die Rolle der Urteilskraft wurde dabei ausgeklammert. Obwohl Leidhold zum Abschluss des Vortrags einen pluralistischen Vernunft- und Erfahrungsbegriff stark machte, wurde nicht ganz deutlich, worin dieser gründet, da er &#8211; außer dem theoretischen Vernunftbegriff &#8211; keinen anderen benannte. Im Plenum wurde insbesondere die Frage nach dem spezifisch politiktheoretischen Gehalt dieses Ansatzes und nach dem unterliegenden Politikbegriff diskutiert.</p>
<p>Alexander Weiß (Universität Hamburg) machte in seinem Beitrag den Vorschlag, „Monitoring“, neben der Ideengeschichte und der politischen Theorie, als drittes Aufgabenfeld politischer Theorie zu begreifen. Als Monitoring wurde die Erfassung, Sichtung und Aufbereitung fachfremder Theorien verstanden. So sei beispielsweise die Kritische Theorie ein Beispiel für ein gelungenes Monitoring, da sie u. a. aus Erkenntnissen aus den Bereichen der Soziologie, der Psychologie, der Ökonomie und der Philosophie gründe. Welche theoretischen Implikationen bringt das Monitoring nun mit sich? Zunächst betonte Weiß, dass kein Primat einer Disziplin gegenüber einer Anderen vorherrschen dürfte. Er diagnostizierte das Verhältnis der politischen Theorie zu den anderen Teilbereichen der Politikwissenschaft als „gestört“: Nicht nur Vertreter politischer Theorie, sondern jeglicher Teilbereiche beklagen, dass ihre Forschung kaum in den anderen politikwissenschaftlichen Bereichen rezipiert werde. Um diesem Mangel entgegenzusteuern und Monitoring als Methode produktiv zu machen, werde eine kritische Methodendebatte benötigt, die bis dato fehle. Diese fehlende Methodendebatte äußere sich beispielsweise darin, dass ungeklärt sei, ob es spezifische Gegenstände oder gar Disziplinen gebe, die sich besser als andere für Monitoring eignen und wie sich das feststellen ließe. In kritischer Abgrenzung zur interdisziplinären Forschung akzentuierte Weiß, dass durch Monitoring fachfremde Theorien nicht einfach „umgepflanzt“ werden, sondern dynamisch weitergedacht werden. Offen blieb, wie sich Monitoring betreiben lässt, d. h. welche Kompetenzen notwendig sind, um sich fachfremde Theorien effektiv aneignen zu können, wie sich Monitoring institutionalisieren lasse und wie sich fremde Forschungsansätze sinnvoll an die eigene Theorie oder Disziplin adaptieren lassen.</p>
<p>Während das erste Panel eher eine allgemeine Reflexion über das Verhältnis von politischer Theorie und empirischen Methoden darstellte, war das zweite Panel von spezifischeren Ansatzpunkten zu diesem Verhältnis gekennzeichnet. So dachte Tanja Pritzlaff (Universität Bremen) über das Anregungspotential von Kognitionswissenschaften und Behavorial Economics für die politische Theorie nach. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen sind Michael Tomasellos Experimente an Kindern und Schimpansen, die grundlagentheoretische Aussagen zum Entstehen von Sozialität und Kooperativität für die evolutionäre Anthropologie geben sollen. Seine These, dass Menschen von Natur aus altruistisch seien, prüfte er anhand empirischer Experimente zu impliziter Normativität in Spielen. Ferner prägt Tomasello das sprachwissenschaftliche Theorem des Sprachursprungs durch triadische Zeigegesten und der gemeinsamen Bezugnahme durch Sprache, die von normativen Erwartungen der Teilnehmenden am Interaktionsprozess geprägt ist. Pritzlaffs Ansatz liegt nun darin, den Begriff der politischen Praktik – inspiriert von Tomasello – als Motivation zur gemeinsamen Bezugnahme zu begreifen. Dabei strebt sie, über den Begriff der politischen Praktik, eine Mikrofundierung der Theorie politischer Interaktion an. Pritzlaff stützte sich auf Tomasellos These, dass die Fähigkeit zur gemeinsamen Bezugnahme durch Praktiken erst durch das gemeinsame „Durchspielen“ von Praktiken Sinn mache. Sie sprach sich letztlich axiomatisch für eine komplementäre Verbindung von Robert Brandoms „game of giving and asking for reasons“ und Tomasellos prozedurales Verständnis vom „Durchspielen“ aus. Kritisch wurde angemerkt, dass Pritzlaff eine zu sehr konsensorientierte Perspektive auf politische Praktiken habe, da sie diese lediglich auf Kooperativität sowie Altruismus politischer Subjekte zurückführe, dabei jedoch die Möglichkeit von konfliktuellem Handeln außen vor lasse. Zudem sei nicht deutlich, was eine Praxis sei und was das spezifisch Politische an politischen Praktiken sei. Außerdem bestehe die Gefahr, dass derartige Experimente soziale Phänomene naturalisieren anstatt sie zu kontextualisieren.</p>
<p>In der den ersten Tag abschließenden Podiumsdiskussion zwischen Hubertus Buchstein (Universität Greifswald), Joachim Behnke (Zeppelin Universität Friedrichshafen) und Bernd Ladwig (FU Berlin) unter der Moderation von Frank Nullmeier (Universität Bremen) wurde die Frage nach einer Methode der politischen Theorie gestellt. Die Frage danach, was ein gutes normatives Argument sei, löste eine kontroverse Diskussion aus: Während Behnke betonte, dass sich die Richtigkeit von Argumenten zunächst formal anhand logischer Prüfkriterien nachvollziehen lassen müsse, proklamierte Ladwig, dass sich dies lediglich substantiell entscheiden ließe. Eine Methodenlehre, so Ladwig, könne nicht unabhängig von substantieller Diskussion betrieben werden, zumal Begriffe wie Freiheit, Gerechtigkeit etc. interpretativ und holistisch seien. Behnke hielt dagegen, dass die substantielle Diskussion von empirischen Einflüssen abhänge.</p>
<p>Der erste, diskussionsreiche Tag wurde mit dem Ergebnis beschlossen, dass Politikwissenschaft eine Art Hybrid sei und dementsprechend eine allgemeine systematische Methodik politischer Theorie keinen Sinn mache.</p>
<p><em>Nabila Abbas ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Komponenten und Bedingungen politischer Urteilskraft“ an der RWTH Aachen und promoviert über Politikbegriffe im frankophonen Raum.</em></p>
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		<title>Theorie und Methode – Ein Rückblick auf das Berliner Methodentreffen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 10:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vincent</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bereits zum siebenten Mal trafen sich im Juli ca. 450 SozialwissenschaftlerInnen zum jährlich an der Freien Universität stattfindenden Berliner Methodentreffen. Die politische Theorie und Ideengeschichte aber stehen in einem schwierigen Verhältnis zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre. Selbst wenn man Statistik nicht als „die mathematische Manipulation der Wirklichkeit“ (Hannah Arendt), sondern als berechtigten Teil sozialwissenschaftlichen Nachdenkens versteht, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zum siebenten Mal trafen sich im Juli ca. 450 SozialwissenschaftlerInnen zum jährlich an der Freien Universität stattfindenden <em><a href="http://www.qualitative-forschung.de/methodentreffen/">Berliner Methodentreffen</a></em>. Die politische Theorie und Ideengeschichte aber stehen in einem schwierigen Verhältnis zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre. Selbst wenn man Statistik nicht als „die mathematische Manipulation der Wirklichkeit“ (Hannah Arendt), sondern als berechtigten Teil sozialwissenschaftlichen Nachdenkens versteht, so sind statistische Sozialwissenschaft und politische Theorie und Ideengeschichte sich eher fremd. Dies mag seine Wurzeln in der eher zahlenaffinen naturwissenschaftlichen Orientierung des einen und der mehr wortaffinen geisteswissenschaftlichen Orientierung des anderen haben. Aber auch jenseits dieses schwierigen Verhältnisses gibt es international zwar Ansätze wie die Cambridge School um Skinner und Pocock oder die interpretativ-hermeneutischen Verfahren Strauss‘, Voegelins oder Arendts, die hinterfragen, wie Ideengeschichte und Theorie zu betreiben seien – wie Herfried Münkler und Grit Straßenberger aber konstatieren, fehlt <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/08/index.php/2011/08/also-sprach-konfuzius-ein-ruckblick-auf-den-workshop-methodische-und-konzeptionelle-fragen-der-vergleichenden-politischen-theorie-und-inter-und-transkulturellen-ideengeschichte-in/">trotz verstärkter Bemühungen</a> in Deutschland eine kontinuierliche Methodendiskussion und –tradition. <span id="more-4244"></span>Gleiches gilt für eine Diskussion der Frage, wie die Disziplin soziale und politische Strukturen, Prozesse und Handlungen – mithin ‚Wirklichkeit‘ – angemessen erfassen kann, um sie in theoretischer und ideengeschichtlicher Weise analytisch durchdringen zu können. Gerade unter der Annahme der Konstruiertheit der sozialen Welt wird diese Frage virulent, weil der wissenschaftliche Zugang zur ‚Wirklichkeit‘ nicht mehr unmittelbar erfolgen kann, sondern ihr Status als Wirklichkeit prekär geworden ist. Ein Besuch und ein Rückblick auf das <a href="http://www.qualitative-forschung.de/methodentreffen/"><em>Berliner Methodentreffen</em></a> für qualitative Sozialforschung lohnen sich daher auch, um einen Blick auf das Verhältnis von Theorie und qualitativen Methoden zu werfen.</p>
<p>Das Herzstück der Veranstaltung, die in diesem Jahr am 15. und 16. Juli stattfand, sind die Forschungs­werkstätten und Workshops, in denen einerseits grundlegende Züge qualitativer Methoden erarbeitet und diskutiert werden, andererseits aber auch die Möglichkeit besteht, das eigene Forschungsprojekt mit anderen methodenspezifisch zu diskutieren. Am ersten Tag bot die Veranstaltung <a href="http://www.qualitative-forschung.de/methodentreffen/ablauf/index.html">15 parallele Arbeitsgruppen</a> zu einzelnen Methoden wie der Grounded Theory, der hermeneutischen Wissenssoziologie, Inhaltsanalyse oder der Diskursanalyse, wohingegen die <a href="http://www.qualitative-forschung.de/methodentreffen/ablauf/index.html">19 parallelen Workshops</a> des zweiten Tages darüber hinaus auch Einführungen in qualitative Analyseinstrumente wie MAXQDA oder Fragen des Samplings bot. Das überaus vielfältige Angebot für die Teilnehmenden wurde dabei aber zum Teil um den Preis schwankender Qualität erkauft: In Einzelfällen kam es vor, dass es den ReferentInnen nicht gelang, Sinn und Mehrwert der Methode gegenüber anderen Methoden zu vermitteln und kritische Fragen produktiv zu wenden. Grundsätzlich aber versammeln sich hier als ReferentInnen auch die SpezialistInnen der qualitativen Methodenforschung wie Uwe Flick, Jo Reichertz, Reiner Keller oder Rainer Diaz-Bone, dessen diesjähriger Workshop zur Foucault‘schen Diskursanalyse eine hervorragende Verbindung von theoretischer Einführung, beispielbezogener Erläuterung und Anwendungsfragen der TeilnehmerInnen bot.</p>
<p>Dabei können gerade an der Diskursanalyse auch zwei komplementäre Verbindungslinien von Theorie und Methode sichtbar gemacht werden, da diese ursprünglich von Foucault als Diskurstheorie entworfen wurde, um dann erst in verschiedenen Ansätze als Analysemethodik fruchtbar gemacht zu werden. Die diskursanalytische Methode kann so zum einen dazu dienen, eine diskurstheoretisch basierte politische oder soziologische Theorie mit empirischem Material zu unterfüttern: Entweder um damit durch die Illustration einen höheren Grad an Plausibilität für eine deduktiv gewonnene Theorie zu erreichen oder um eine allgemeinere Theorie höheren Abstraktionsgrades an einem spezifischen Gegenstand zu demonstrieren, zu irritieren oder zu spezifizieren. Die andere Verbindungslinie ist insofern komplementär dazu, als dass sie die Richtung von Theorie und Empirie umkehrt, und sich so Theorie und qualitative Methode gewissermaßen gegen die quantitative Sozialwissenschaft verbrüdern: Infolge von Karl Poppers Wissenschaftstheorie taucht Theorie dort nämlich stets als <em>deus ex machina</em> auf; sie wird nicht aufgebaut, sondern eher vom Wissenschaftler oder der Wissenschaftlerin aus dem Hut gezaubert. Dagegen ermöglichen es qualitative Methoden, induktiv Theorien zu entwickeln und damit den Prozess der Theoriegenese offenzulegen. Nicht zuletzt ist dies ein grundlegendes Anliegen der qualitativen Methoden, das dem diagnostischen Interesse der politischen Theorie und Ideengeschichte entgegenkommt.</p>
<p>In den Pausen während und zwischen den Workshops des Methodentreffens stand hingegen ein eher forscherpraktisches Moment im Zentrum: Eine kleine Messe von Fachzeitschriften (z.B. <a href="http://www.sozialer-sinn.de/"><em>sozialer<strong>sinn</strong></em></a><strong> </strong>oder<strong> </strong><a href="http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs">FQS</a>), Fachverlagen (u.a. dem <a href="http://www.vs-verlag.de/">VS Verlag</a>) und qualitativen Softwareprogrammen ermöglichte es, den Kontakt zu den Herausgebern zu knüpfen, Fragen zu stellen und Rabatte beim Erwerb von Zeitschriften oder Software zu erlangen. Daneben bot sich – insbesondere in einer Poster-Session am Sonntagvormittag, in der einige TeilnehmerInnen ihre Forschungsvorhaben präsentierten, – Gelegenheit zum Austausch mit den Teilnehmenden und ReferentInnen des Methodentreffens. Gerahmt wurde das Programm des diesjährigen Methodentreffens wie üblich von einer Schlussvorlesung, gehalten von Adele Clark zum Thema „Qualitative Research and Postmodernism“, und einer Einführungsvorlesung, die in diesem Jahr <a href="http://www.rainer-diaz-bone.de/index2.html">Rainer Diaz-Bone</a> zur „Performativität der qualitativen Sozialforschung“ hielt. Dabei hob dieser darauf ab, dass die Theorien und Erkenntnisse der Sozialforschung in mehrdimensionaler Weise performativ wirken, indem beispielsweise Theorien die Konstruktion von Auswertungsinstrumenten wie z.B. Software beeinflussen, Schreibstile Wissenschaftskollektive konstituieren und die Wissenschaft ihren Gegenstandsbereich maßgeblich formt. Er schlug daher vor, eine Soziologie der Sozialforschung in Angriff zu nehmen, die Methodenkulturen auf ihre Kohärenz hin betrachtet und der Frage nachgeht, wie aus dem „Wie“ wissenschaftlicher Praxis deren Ergebnisse entstehen.</p>
<p>Nicht zuletzt ist das eine Perspektive, der sich auch die politische Theorie und Ideengeschichte annehmen kann: Eine Theorie der Politikwissenschaft und ihrer Methoden, die einerseits eine theoretisierende Selbstreflexion des Faches, andererseits eine Theoretisierung seiner performativen Dimensionen sein könnte, ist ein Desiderat. Hierfür ließe sich an den Vortrag Diaz-Bones anschließen, der im Übrigen wie die Abschlussvorlesung und Teile der Workshops in absehbarer Zeit auf den <a href="http://www.qualitative-forschung.de/methodentreffen/archiv/index.html">Seiten des Methodentreffens</a> dokumentiert wird.</p>
<p><em><a href="http://www.bgss.hu-berlin.de/lehrbereiche/theorie-der-politik/mitarbeiter-innen/vincent-rzepka">Vincent Rzepka</a> ist Masterstudent der Sozialwissenschaften an der HU Berlin und studentische Hilfskraft am Sonderforschungsbereich 644 &#8220;Transformationen der Antike&#8221; im Teilprojekt &#8220;Imperiale Deutungsmuster&#8221;. </em></p>
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		<title>Also sprach Konfuzius- Ein Rückblick auf den Workshop „Methodische und konzeptionelle Fragen der vergleichenden politischen Theorie und inter- und transkulturellen Ideengeschichte“ in Hamburg</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 10:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan und jens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Interdisziplinär]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturalität]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Tagungsbericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 15. bis 16. Juli fand sich am Institut für Politikwissenschaft der Universität Hamburg zum zweiten Mal eine Gruppe von NachwuchswissenschaftlerInnen zusammen, um über Methoden der Politischen Theorie zu diskutieren. Anders als im vorigen Jahr (wir berichteten) lag der Fokus diesmal auf den Schwierigkeiten, die aus der Anwendung einschlägiger Ansätze und Konzepte auf nicht-westliche Ideenbestände [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 15. bis 16. Juli fand sich am <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/institute/ipw">Institut für Politikwissenschaft</a> der Universität Hamburg zum zweiten Mal eine Gruppe von NachwuchswissenschaftlerInnen zusammen, um über Methoden der Politischen Theorie zu diskutieren. Anders als im vorigen Jahr (<a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2010/06/workshop-ansatze-und-methoden-zur-erforschung-politischer-ideen/">wir berichteten</a>) lag der Fokus diesmal auf den Schwierigkeiten, die aus der Anwendung einschlägiger Ansätze und Konzepte auf nicht-westliche Ideenbestände resultieren. Die Organisatoren, <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/institute/ipw/individualseiten/weiss-alexander/">Alexander Weiß</a> (Hamburg) und <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/institute/ipw/individualseiten/busen-andreas/">Andreas Busen</a> (Hamburg), konnten neben <a href="http://www.uni-goettingen.de/de/39431.html">Walter Reese-Schäfer</a> (Göttingen), <a href="http://www.uni-goettingen.de/de/54094.html">Holger Zapf</a> (Göttingen) und <a href="http://www.lai.fu-berlin.de/homepages/boatca/index.html">Manuela Boatcǎ</a> (Berlin) mit <a href="http://freddallmayr.com/">Fred Dallmayr</a> (Notre Dame) zudem einen der Pioniere der <em>Comparative Political Theory</em> gewinnen, der in zwei Vorträgen über den Stand der Forschung, vor allem mit Blick auf die USA, berichtete.<span id="more-4215"></span></p>
<p>Während Dallmayr in seinem Vortrag am Nachmittag die unter Politischen TheoretikerInnen unlängst gestiegene Bereitschaft, sich auf nicht-westliche Ideen einzulassen, auf geopolitische (Verlust der europäischen Vormachtstellung) wie fachimmanente Veränderungen (postmoderne Hinwendung zu Alterität und Differenz) zurückführte, fragte er in seinem Abendvortrag nach den Formen des gegenwärtigen Kosmopolitismus. Dabei grenzte er sein Verständnis des Weltbürgertums von der empirischen Ebene des markt-politischen Neoliberalismus ebenso ab wie von normativen Visionen zur Entwicklung einer globalen Ethik in der Folge von Kant. Die Praxis des Kosmopolitismus verfolge – nicht unumstritten &#8211;  vielmehr eine pädagogisch-politische Agenda, die unter dem Slogan „think globally, act locally“ ihre Hoffnungen auf lokale Initiativen setze, da auf dieser Ebene interkulturelle Verständigung tatsächlich erreicht und gelebt werden könne, die sich dann global ausweiten würde. </p>
<p><strong>Probleme der vergleichenden Politischen Theorie- theoretisch betrachtet</strong></p>
<p>Zuvor stand der Nachmittag neben Dallmayrs erstem Vortrag ganz im Zeichen von Referaten, die sich den Problemen einer interkulturellen Ideengeschichte theoretisch annäherten. Ganz im Luhmann&#8217;schen Sinne fragte Holger Zapf  nach der Art und Weise, in der neue Ideen rezipiert werden und verwies darauf, dass auch für nicht-westliche Kontexte die Kriterien der Varianz und Selektion gelten würden. Neue Ideen würden daher vor allem dann in den eigenen Kontext eingebettet, wenn sie lokalen Plausibilitäts- und Evidenzerwartungen entsprächen. Das gelte insbesondere für die gesamtgesellschaftliche Ideenevolution, aber auch für die von Teilsystemen wie der Politischen Theorie.<br />
<a href="http://www.kfibs.org/index.php?id=340">David Egner</a> (La Paz) rückte bei seiner Diskussion des Ideologieproblems ein Paradox ins Zentrum seiner Überlegungen, das entstehe, wenn man vor dem Hintergrund eines nördlich geprägten Erfahrungshorizonts den ideologischen Standpunkt (i.S. Mannheims) von Intellektuellen im globalen Süden zu beleuchten versuche, was zu verzerrten politischen Einschätzungen führen könne. </p>
<p>Interkulturelle Missverständnisse standen jedoch nicht nur in Bezug auf politische Standortbestimmungen zur Diskussion, sondern wurden auch auf das Scheitern von Dialogen jenseits kultureller Grenzen zurückgeführt. So konzentrierte sich <a href="http://oxford.academia.edu/JensOlesen">Jens Olesen (Oxford)</a> in seinem Vortrag auf Ambivalenzen in Gadamers Verstehenslehre und attestierte dieser, für eine interkulturelle Ideengeschichte ungeeignet zu sein, da sie den Anderen zum Zweck des eigenen Erkenntnisgewinns instrumentalisiere, anstatt ihn, wie von der Theorie selbst gefordert, um seiner Selbst Willen wahrzunehmen und anzuerkennen. </p>
<p><strong>Rezeptionsgeschichtliche Fälle und Fallen</strong></p>
<p>Von einem unterschlagenen interkulturellen Dialog sprach am zweiten Tag des Workshops Walter Reese-Schäfer in seiner Analyse Platons. Dieser habe  seine vorderasiatischen und ägyptischen Quellen stets offengelegt und damit einer ausschließenden Vereinnahmung durch Europa entgegen gewirkt , wie frühe RezensentInnen zutreffend bemerkt hätten. Jedoch greife in der Rezeptions-<br />
geschichte später eine europäische Vereinnahmungstendenz um sich, in deren Folge nicht-westliche Quellen ignoriert würden. Daraus folgerte Reese-Schäfer, man müsse bei einer interkulturellen Ideengeschichte auch kritisch auf die eigene Überlieferungsgeschichte blicken und deren Konsequenzen für die Auslegung beachten. Damit war der rezeptionsgeschichtliche Rahmen bereits umrissen, der den zweiten Tag weitgehend prägen sollte. </p>
<p>Drei Fallstudien skizzierten die Dilemmata der jeweiligen Rezeptionspraxis: Felix Kramer (Salzburg) veranschaulichte anhand der Verwendung bestimmter Porträts von Túpac Amaru II., dem peruanischen Anführer eines indigenen Aufstandes gegen die Spanier im 18. Jahrhundert, Umwertungen, die von den Antikolonialismuskämpfen des 18. Jh. bis zu den Rebellenbewegungen der Gegenwart reichen. Andreas Busen ging nicht nur der Frage nach, wie die Rezeption Ibn Khalduns, der einst dem mittelalterlichen Kanon zugerechnet wurde, abebben und im deutschsprachigen Raum fast gänzlich verstummen konnte.  Er spürte auch die unterschiedlichen Phasen der Beschäftigung westlicher Gelehrter mit Khaldun auf, die von einer naiven Assimilation an europäische Ideen (Khaldun als zweiter Montesquieu) bis hin zu einer differenzierteren Auseinandersetzung mit seinem Denken reichte. Alexander Weiß thematisierte die ambivalente Konfuziusrezeption in der europäischen Aufklärung und arbeitete heraus, was diese über das Bild Chinas in Europa zeige. So sei Konfuzius zwar von Leibniz und Wolff gewürdigt, mit der Herausbildung eines neuen europäischen Selbstbildes jedoch zusehends in den Hintergrund gedrängt worden, und das obwohl dessen Ideen in Grundgedanken der Aufklärung eingeflossen seien. </p>
<p>Dass vereinheitlichend von einem Europa und einer Moderne zu reden selbst bereits problematisch sei, mahnte Manuela Boatcǎ an. Sie schlug vor, von multiplen Europas bzw. Modernen zu sprechen, um auf verschiedene Ansprüche (etwa Ost- und Südeuropas) zu verweisen, die sich mit klassischen Kategorien nicht hinreichend erklären ließen. </p>
<p><strong>(Un-)Übersetzbare Ideen?</strong></p>
<p>Neben etablierten Erklärungsmustern können auch Übersetzungen an interkulturellen Barrieren scheitern, wie die weiteren Vorträge nachwiesen. Dass Begriffe keineswegs problemlos aus einem Erfahrungsraum in einen anderen übertragen werden können, zeigte <a href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/oeg/zaganczyk.html">Agnieszka Zaganczyk-Neufeld</a> (Bochum) anhand des aus dem Polnischen ins Deutsche übersetzten Begriffs „Positivismus“, der im Polnischen u.a. für eine Bewegung steht, die sich gegen die Aufteilung Polens zur Wehr setzte. <a href="http://www.transnationalstudies.eu/content.php?nav_id=1596">Tobias Berger</a> (Berlin) regte mit Verweis auf Bangladesh ein interdisziplinäres Vorgehen an:  bei der Übersetzung nicht-westlicher Rechtsverständnisse sollten ForscherInnen sich auch der social anthropology  bedienen, um sich mit deren Werkzeugen der dichten Beschreibung eine Offenheit gegenüber dem verkörperterten Wissen zu sichern. </p>
<p><strong>Didaktik und interkulturelle Praxis</strong></p>
<p>Schließlich stellte <a href="http://www.epb.uni-hamburg.de/node/3040">Jan Breitenstein</a> (Hamburg) erste Ergebnisse seiner Studie zum postkolonialen Geschichtsdenken von Lehramtstudierenden vor. Anhand des Fallbeispiels eines Probanden zeigte Breitenstein, wie Bewertungsmuster auf transkulturelle Phänomene angewandt und durch interkulturelle Lernprozesse modifiziert werden könnten. Zum Abschluss formulierte <a href="http://www.sfb-governance.de/teilprojekte/projekte_phase_1/projektbereich_a/a2/teama2/skupien.html">Stefan Skupien</a> (Berlin) Thesen zur Forschungspraxis in Ländern mit (noch) erschwertem Quellenzugang und ressourcenbedingt lückenhafter Materiallage. Er plädierte zudem dafür, in Zukunft auch scheinbar abseitiges Material wie HipHop-Texte oder Sprichwörter als Quellen politischen Denkens in jungen Gesellschaften heranzuziehen.</p>
<p>Der Workshop hat durch seinen interkulturellen Fokus und seine Themenvielfalt  an jenen Punkten angesetzt, die letztes Jahr die Diskussion dominierten. Damit lieferte er wichtige Impulse, um die Beschäftigung mit nicht-westlichem Denken auch im deutschsprachigen Raum in die „Mitte des Faches“ zu rücken. </p>
<p><em>Stefan Skupien promoviert im Rahmen des Graduiertenkollegs „Verfassungen jenseits des Staates“. In seiner Dissertation widmet er sich aus ideengeschichtlicher Perspektive westafrikanischen Demokratiekonzepten zwischen indigenen und westlichen Paradigmen.</p>
<p>Jens ist Redaktionsmitglied im Theorieblog.</em></p>
<p>Full disclosure: Die Autoren dieses Berichts haben selbst Vorträge auf der Tagung gehalten.</p>
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		<title>CfP: Graduate Student Panel, &#8220;The Politics of Interpretation &amp; The Interpretation of Politics&#8221; (Oxford)</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 09:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[CfP]]></category>
		<category><![CDATA[Interdisziplinär]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Oxford]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 23. bis 24. September diesen Jahres findet am Department of Politics and International Relations der University of Oxford eine interdisziplinäre Konferenz zum Thema &#8220;The Politics of Interpretation &#038; The Interpretation of Politics&#8221; statt, an der namhafte Politische Theoretiker wie Terence Ball, Mark Bevir und John G. Gunnell teilnehmen werden. Auch Nachwuchswissenschaftler können sich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 23. bis 24. September diesen Jahres findet am <a href="http://www.politics.ox.ac.uk/">Department of Politics and International Relations</a> der <a href="http://ox.ac.uk/">University of Oxford</a> eine interdisziplinäre Konferenz zum Thema &#8220;The Politics of Interpretation &#038; The Interpretation of Politics&#8221; statt, an der namhafte Politische Theoretiker wie <a href="https://webapp4.asu.edu/directory/person/97404">Terence Ball</a>, <a href="http://polisci.berkeley.edu/people/faculty/person_detail.php?person=219">Mark Bevir</a> und <a href="http://ps.ucdavis.edu/people/Faculty/jggunnell/">John G. Gunnell</a> teilnehmen werden.  Auch Nachwuchswissenschaftler können sich mit einem Vortrag an der Konferenz beteiligen. Abstracts von 500 Wörtern sollten bis zum 1.9. unter jens.olesen@stcatz.ox.ac.uk eingereicht werden. Mehr Informa-<br />
tionen zum Tagungsprogramm und Call for Papers findet ihr <a href="http://www.politics.ox.ac.uk/materials/events/provisional_programme.pdf">hie</a>r oder nach dem Strich.<span id="more-4110"></span></p>
<p>Call for Papers</p>
<p>Graduate Student Panel of the Interdisciplinary Conference</p>
<p>“The Politics of Interpretation &#038; The Interpretation of Politics”</p>
<p>23 &#8211; 24 September 2011</p>
<p>Department of Politics and International Relations, University of Oxford</p>
<p>Within the last fifty years, interpretation has become one of the most important intellectual paradigms of humanities and social sciences scholarship. Theories about law and literature, philosophy and political thought, history and theology all rely on textual interpretation. Issues such as the role of intentions in the interpretation of texts, the question of whether texts determine, or constrain, interpretations of them, and how much, if any, contextual information is required for their understanding, concern all those disciplines,  and call for cross-disciplinary collaboration and exchange. Finally, the simultaneous proliferation of certain interpretive approaches such as ‘hermeneutics’, ‘deconstruction’, and ‘feminist (re)readings’ of texts across disciplinary divides has shown the permeability of these boundaries, and has thus made this call for collaboration even more pertinent.<br />
       This conference will provide a setting in which distinguished proponents and critics of some of the prevalent interpretive approaches currently used in humanities and social sciences research are able to engage, for the first time, in a rigorous debate about the advantages and costs of each approach, and to discuss the political assumptions that inform them, as well as aims that drive them.<br />
       One of the primary goals will be to evaluate the validity of each interpretive method in reference to the readings it produces when applied to texts. Some of the key questions in this respect include: What is it that each method can or cannot claim to be able to show? To what extent do these methods succeed both in theory and in practice? Do they prevent or improve our understanding of texts? A second focus of the conference is to shed light upon the political dimension of interpretive enterprises and to decode their ideological presuppositions. There has virtually been no interdisciplinary exchange about the question of whether these approaches are ideologically sustained, and if so, whether ideologically charged approaches in turn induce interpreters to systematically ignore some aspects of texts, whilst emphasizing others. Here, consequences will be drawn for the interpretation of politics, widely construed.<br />
        In order to address these questions properly, the conference will be structured around panels of up to four presenters each on ‘Strauss and Esoteric Reading’, ‘Contextualist Approaches’, ‘Hermeneutics’, ‘Deconstruction’, and ‘Feminist Interpretations’. In so doing, the conference seeks to create a workshop environment in which individual methods are considered as what they are—the results of methodological disputes between different schools of interpretation rather than unconnected monolithic blocs.<br />
        In light of the conference theme’s significance for postgraduate teaching and award applications, a graduate student panel will give advanced postgraduate students and early career researchers the opportunity to present their research. Abstracts of up to 500 words are requested by 1 September 2011. Please submit your abstract to jens.olesen@stcatz.ox.ac.uk.<br />
       There is a registration fee of £60 for those selected to give a paper in the graduate student panel, which will cover tea/coffee and biscuits, sandwich lunches and the conference dinner at St Catherine’s College. Reduced fees apply for attendees. The two-day rate is £40 for academics and £25 for students (excluding the conference dinner on 23 September), one day fees are £25 and £15 respectively. Online registration is required by 16 September. Please do not hesitate to contact the conference organizer, Jens Olesen, should you have any questions.</p>
<p>Provisional Programme</p>
<p> “The Politics of Interpretation &#038; The Interpretation of Politics”</p>
<p>23 &#8211; 24 September 2011</p>
<p>Conference venue: Seminar Room A,<br />
Department of Politics and International Relations, Manor Road</p>
<p>Friday, 23 September</p>
<p>09:30 – 10:00       Arrival and Registration</p>
<p>10:00 – 10:30       Welcome and Introduction </p>
<p>10:30 – 13:00       Hermeneutics<br />
                             (Chair: Dr Reidar Maliks, Oxford)</p>
<p>       Professor Jean Grondin (Montréal): Are There Political Consequences of<br />
       Hermeneutics? Impromptus on the Modest Political Competence of Philosophy</p>
<p>       Professor Paul H. Fry (Yale): Gadamer vs. Hirsch—Are There Consequences?</p>
<p>       Dr Carsten Dutt (Heidelberg): On the Very Concept of Interpretation</p>
<p>       Professor Dieter Teichert (Konstanz/Lucerne): Hermeneutics: the Political,<br />
       Politics, and Political Science</p>
<p>13:00 – 14:00       Lunch (in common room)</p>
<p>14:00 – 16:30       Contextualist Approaches<br />
                             (Chair: Professor Janet Coleman, LSE/NYU)</p>
<p>       Professor Mark Bevir (Berkeley): The Contextual Approach: Then and Now</p>
<p>       Professor John G. Gunnell (Albany): Challenging the Received View of Thought<br />
       and Language: Wittgenstein on Intention, Interpretation, and Context</p>
<p>       Professor Michael Freeden (Oxford): TBA</p>
<p>       Dr Michael L. Frazer (Harvard): The Ethics of Interpretation in Political Theory<br />
       and Intellectual History</p>
<p>16:30 – 17:00       Tea/Coffee (in common room)</p>
<p>17:00 – 19:00       Feminist Interpretations<br />
                             (Chair: Professor Lois McNay, Oxford)</p>
<p>       Dr Pamela Anderson (Oxford): The Politics of Interpretation in French Feminist<br />
       Philosophy</p>
<p>       Professor Terrell Carver (Bristol): Feminist Curiosities and Gender Troubles:<br />
       Power, Politics, Metaphor</p>
<p>       Dr Elizabeth Frazer (Oxford): Feminism and Interpretivism Revisited</p>
<p>19:00                    Dinner (at St Catherine’s College)</p>
<p>Saturday, 24 September</p>
<p>  9:00 – 11:00       Deconstruction<br />
                             (Chair: TBC)</p>
<p>       Dr James Martel (San Francisco): Hobbes and Spinoza on the Hebrew Republic<br />
       and the Deconstruction of  Sovereignty</p>
<p>       Dr Lasse Thomassen (London): Aporia: The End of Politics?</p>
<p>       Professor Joshua Foa Dienstag (UCLA): Interpretation, Language and Authority</p>
<p>11:00 – 11:15       Tea/Coffee (in common room)</p>
<p>11:15 – 13:15       Graduate Student Panel</p>
<p>13:15 – 14:15       Lunch (in common room)</p>
<p>14:15 – 16:30       Philosophy, Law &#038; Interpretation<br />
                             (Chair: TBC)</p>
<p>       Professor Al P. Martinich (Texas): Ideal Interpretation of Political Texts</p>
<p>       Professor Terence Ball (Arizona): Lincoln’s Hermeneutics</p>
<p>       Professor David Boucher (Cardiff): TBA</p>
<p>16:30 – 17:00       Tea/Coffee (in common room)</p>
<p>17:00 – 19:00       Strauss and Esoteric Reading<br />
                             (Chair: Dr Michael L. Frazer, Harvard)</p>
<p>       Professor Stanley Rosen (Boston): Strauss’s Hermeneutics</p>
<p>       Professor David Weinstein (Wesleyan): Using and Abusing the Canon</p>
<p>       Professor James Connelly (Hull): The Biter Bit, The Writer Writ: Some<br />
       Straussian Ironies</p>
<p>19:30                    Dinner</p>
<p>The conference organizer is most grateful for the support from the Gerda Henkel Foundation, the Department of Politics and International Relations, the Centre for Political Ideologies, the Mind Association, and Princeton University Press.</p>
<p>Full Disclosure: Jens, der die Tagung organisiert, ist Mitglied im Theorieblog.</p>
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		<title>CfP: Der Verlust des Zutrauens in die Politik</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 13:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Kölner Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften veranstaltet vom 25.-27. Januar 2012 eine Konferenz zum Thema „Declining Political Trust, Disenchantment with Politics, and Methods of Political Participation“. Den Call for Papers findet ihr hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kölner Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften veranstaltet vom 25.-27. Januar 2012 eine Konferenz zum Thema „<em>Declining Political Trust, Disenchantment with Politics, and Methods of Political Participation</em>“. Den Call for Papers findet ihr <a title="hier" href="http://www.gesis.org/gesis-news/article/cfp-declining-political-trust-and-disenchantment-with-politics-and-methods-of-political-participat/" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Nachwuchsworkshop zu Fragen der Methode politischer Theorie</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 10:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der kommenden Woche, genauer am 15. und 16. Juli, findet in Hamburg ein interdisziplinärer Nachwuchsworkshop unter dem Titel &#8220;Methodische und konzeptionelle Fragen der vergleichenden politischen Theorie und inter- und transkulturellen Ideengeschichte&#8221; statt. Was kompliziert klingt, ist beim genauen Blick aufs Programm absolut faszinierend. Unter anderem wird es um postkoloniales Geschichtsdenken, interkulturell divergierende Lesarten von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der kommenden Woche, genauer am 15. und 16. Juli, findet in Hamburg ein interdisziplinärer Nachwuchsworkshop unter dem Titel &#8220;Methodische und konzeptionelle Fragen der vergleichenden politischen Theorie und inter- und transkulturellen Ideengeschichte&#8221; statt. Was kompliziert klingt, ist beim genauen Blick aufs <a href="http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2011/07/Programm-UHH-Workshop-2011.pdf">Programm</a> absolut faszinierend. Unter anderem wird es um postkoloniales Geschichtsdenken, interkulturell divergierende Lesarten von Platon oder die Modernität nicht-westlichen Denkens gehen. Ein besonderes Highlight ist zudem der öffentliche Abendvortrag von <a href="http://freddallmayr.com/" target="_blank">Fred Dallmayer</a> zum &#8220;Cosmos&#8221; im Cosmopolitanism (<a href="http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2011/07/Plakat-klein.pdf">Plakat</a>). Die gesamte Veranstaltung ist auch sicher sehr erkenntnisreich mit Blick auf die kommende Herbsttagung der Theoriesektion, deren <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/06/programm-der-herbsttagung-der-dvpw-theoriesektion-veroffentlicht/" target="_blank">Programm jüngst veröffentlicht wurde</a> und die sich um Methoden und Gegenstände unserer Teildisziplin dreht. Sie ist zudem die Auftaktveranstaltung der <a href="https://www.dvpw.de/gliederung/themengruppen/transkulturell-vergleichende-politische-theorie/herzlich-willkommen.html" target="_blank">Themengruppe &#8220;Transkulturell vergleichende Politische Theorie&#8221;</a>. Alle Infos und die Ortsangaben <a href="http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2011/07/Programm-UHH-Workshop-20111.pdf">hier</a>.</p>
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		<title>Programm der Herbsttagung der DVPW-Theoriesektion veröffentlicht</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 13:56:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom 28. bis zum 30. September findet in Bremen die Herbsttagung der DVPW-Theoriesektion zum Thema &#8220;Gegenstand und Methoden der politischen Theorie&#8221;. Das Programm und alle Details sind ab sofort auf der Website der Theoriesektion einzusehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 28. bis zum 30. September findet in Bremen die Herbsttagung der DVPW-Theoriesektion zum Thema &#8220;Gegenstand und Methoden der politischen Theorie&#8221;. Das Programm und alle Details sind ab sofort auf der <a href="https://www.dvpw.de/gliederung/sektionen/politische-theorien-und-ideengeschichte/aktuelles-aus-der-sektion.html" target="_blank">Website der Theoriesektion</a> einzusehen.</p>
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		<title>Transkulturalität I: Ideengeschichts-Workshop in Hamburg</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 06:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Hamburg findet am 15. und 16. Juli 2011 der zweite Nachwuchsworkshop aus der Reihe &#8220;Methoden der politischen Ideengeschichte&#8221; statt. Nachdem auf der ersten Tagung über methodische Ansätze der Ideengeschichte diskutiert wurde (wir berichteten), geht es in diesem Jahr um eine Perspektiverweiterung: die Frage nach der Integration nicht-westlicher Ideen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich einer inter- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Hamburg findet am 15. und 16. Juli 2011 der zweite Nachwuchsworkshop aus der Reihe &#8220;Methoden der politischen Ideengeschichte&#8221; statt. Nachdem auf der ersten Tagung über methodische Ansätze der Ideengeschichte diskutiert wurde (wir <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2010/07/bericht-vom-workshop-ansatze-und-methoden-zur-erforschung-politischer-ideen-im-juli-2010-in-hamburg/">berichteten</a>), geht es in diesem Jahr um eine Perspektiverweiterung: die Frage nach der Integration nicht-westlicher Ideen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich einer inter- bzw. transkulturellen Ideengeschichte, welche Herausforderungen stellen sich ihr und was bedeutet dies für das Fach insgesamt? Keynote speakers sind Manuela Boatcǎ (FU Berlin), Fred Dallmayr (University of Notre Dame), Eun-Jeung Lee (FU Berlin) und Walter Reese-Schäfer (Georg-August-Universität Göttingen). Vorschläge für Beiträge werden bis zum 30. April erbeten. Hier geht&#8217;s zum <a href='http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2011/03/Call_Methoden_vergleichende_Ideengeschichte.pdf'>Call</a>.</p>
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