Seit einigen Jahren stoßen innerhalb der Politischen Theorie geführte Methodendiskussionen in Deutschland und anderenorts auf großes Interesse. Nachwuchs-Workshops in Hamburg und Manchester sowie die letzte DVPW-Tagung in Bremen (wir berichteten) sind hierfür beispielhaft. Selten werden Bezüge zu Ansätzen in Nachbardisziplinen gezogen und die Frage, ob die gängigen Methoden selbst politisch motiviert sind, wird kaum diskutiert. Eine im letzten Herbst in Oxford stattfindende Konferenz setzte sich zum Ziel, genau diese Fragen in den Blick zu nehmen (einen Bericht über die Konferenz mit weiteren Informationen findet man hier). Zu den namhaften Sprechern gehörten u.a. Terence Ball, Mark Bevir, John G. Gunnell und Stanley Rosen. Diskutiert wurden hermeneutische und feministische Ansätze ebenso wie die von Quentin Skinner und Leo Strauss. Nun wurden die Podcasts der Konferenz veröffentlicht. Die entsprechenden Links gibt es hier und hier. Viel Spaß beim Zuhören!
Beiträge mit dem Schlagwort ‘Methoden’
Podcasts der Konferenz “The Politics of Interpretation and the Interpretation of Politics”
11. Januar 2012, jensPolitik und Methode. Bericht vom Treffen der DVPW-Theoriesektion in Bremen – Teil 2
20. Oktober 2011, kathrin_mNachdem am ersten Tag die Verbindung von politischer Theorie und empirischen Methoden diskutiert worden war, stand am zweiten Tag der Tagung die andere Komponente des von Dirk Jörke zu Beginn aufgezeigten Spannungsfeldes im Mittelpunkt, nämlich das Verhältnis von politischer Theorie und Moralphilosophie. Im Focus der vier durchaus kontroversen Panels standen dabei vornehmlich die Positionen von Raymond Geuss, John Rawls und Amartya Sen. (weiterlesen…)
Politik und Methode. Bericht vom Treffen der DVPW-Theoriesektion in Bremen – Teil 1
19. Oktober 2011, nabilaGegenstand und Methoden politischer Theorie sind innerhalb der Disziplin keineswegs unkontrovers, sondern unterliegen einer ständigen Diskussion. Vor allem die Frage, ob es Sinn mache, in der politischen Theorie überhaupt von „Methoden“ zu sprechen, wird immer wieder thematisiert. Eine solche Diskussion fand vom 28. bis zum 30. September auf der Herbsttagung 2011 der DVPW-Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte in Bremen statt (Link zum Programm). Während am ersten Tag das Verhältnis von politischer Theorie zu empirischen Methoden diskutiert wurde, standen am zweiten Tag und dritten Tag das Verhältnis von politischer Theorie zur Moralphilosophie und zu Bereichstheorien im Mittelpunkt der Debatte. Im folgenden Bericht wird der erste Tag bestehend aus zwei Panels und einer Podiumsdiskussion skizziert, der zweite Teil des Berichts folgt morgen. (weiterlesen…)
Theorie und Methode – Ein Rückblick auf das Berliner Methodentreffen
18. August 2011, vincentBereits zum siebenten Mal trafen sich im Juli ca. 450 SozialwissenschaftlerInnen zum jährlich an der Freien Universität stattfindenden Berliner Methodentreffen. Die politische Theorie und Ideengeschichte aber stehen in einem schwierigen Verhältnis zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre. Selbst wenn man Statistik nicht als „die mathematische Manipulation der Wirklichkeit“ (Hannah Arendt), sondern als berechtigten Teil sozialwissenschaftlichen Nachdenkens versteht, so sind statistische Sozialwissenschaft und politische Theorie und Ideengeschichte sich eher fremd. Dies mag seine Wurzeln in der eher zahlenaffinen naturwissenschaftlichen Orientierung des einen und der mehr wortaffinen geisteswissenschaftlichen Orientierung des anderen haben. Aber auch jenseits dieses schwierigen Verhältnisses gibt es international zwar Ansätze wie die Cambridge School um Skinner und Pocock oder die interpretativ-hermeneutischen Verfahren Strauss‘, Voegelins oder Arendts, die hinterfragen, wie Ideengeschichte und Theorie zu betreiben seien – wie Herfried Münkler und Grit Straßenberger aber konstatieren, fehlt trotz verstärkter Bemühungen in Deutschland eine kontinuierliche Methodendiskussion und –tradition. (weiterlesen…)
Also sprach Konfuzius- Ein Rückblick auf den Workshop „Methodische und konzeptionelle Fragen der vergleichenden politischen Theorie und inter- und transkulturellen Ideengeschichte“ in Hamburg
17. August 2011, stefan und jensVom 15. bis 16. Juli fand sich am Institut für Politikwissenschaft der Universität Hamburg zum zweiten Mal eine Gruppe von NachwuchswissenschaftlerInnen zusammen, um über Methoden der Politischen Theorie zu diskutieren. Anders als im vorigen Jahr (wir berichteten) lag der Fokus diesmal auf den Schwierigkeiten, die aus der Anwendung einschlägiger Ansätze und Konzepte auf nicht-westliche Ideenbestände resultieren. Die Organisatoren, Alexander Weiß (Hamburg) und Andreas Busen (Hamburg), konnten neben Walter Reese-Schäfer (Göttingen), Holger Zapf (Göttingen) und Manuela Boatcǎ (Berlin) mit Fred Dallmayr (Notre Dame) zudem einen der Pioniere der Comparative Political Theory gewinnen, der in zwei Vorträgen über den Stand der Forschung, vor allem mit Blick auf die USA, berichtete. (weiterlesen…)
CfP: Graduate Student Panel, “The Politics of Interpretation & The Interpretation of Politics” (Oxford)
2. August 2011, jensVom 23. bis 24. September diesen Jahres findet am Department of Politics and International Relations der University of Oxford eine interdisziplinäre Konferenz zum Thema “The Politics of Interpretation & The Interpretation of Politics” statt, an der namhafte Politische Theoretiker wie Terence Ball, Mark Bevir und John G. Gunnell teilnehmen werden. Auch Nachwuchswissenschaftler können sich mit einem Vortrag an der Konferenz beteiligen. Abstracts von 500 Wörtern sollten bis zum 1.9. unter jens.olesen@stcatz.ox.ac.uk eingereicht werden. Mehr Informa-
tionen zum Tagungsprogramm und Call for Papers findet ihr hier oder nach dem Strich. (weiterlesen…)
CfP: Der Verlust des Zutrauens in die Politik
14. Juli 2011, chrisDas Kölner Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften veranstaltet vom 25.-27. Januar 2012 eine Konferenz zum Thema „Declining Political Trust, Disenchantment with Politics, and Methods of Political Participation“. Den Call for Papers findet ihr hier.
Nachwuchsworkshop zu Fragen der Methode politischer Theorie
8. Juli 2011, thorstenIn der kommenden Woche, genauer am 15. und 16. Juli, findet in Hamburg ein interdisziplinärer Nachwuchsworkshop unter dem Titel “Methodische und konzeptionelle Fragen der vergleichenden politischen Theorie und inter- und transkulturellen Ideengeschichte” statt. Was kompliziert klingt, ist beim genauen Blick aufs Programm absolut faszinierend. Unter anderem wird es um postkoloniales Geschichtsdenken, interkulturell divergierende Lesarten von Platon oder die Modernität nicht-westlichen Denkens gehen. Ein besonderes Highlight ist zudem der öffentliche Abendvortrag von Fred Dallmayer zum “Cosmos” im Cosmopolitanism (Plakat). Die gesamte Veranstaltung ist auch sicher sehr erkenntnisreich mit Blick auf die kommende Herbsttagung der Theoriesektion, deren Programm jüngst veröffentlicht wurde und die sich um Methoden und Gegenstände unserer Teildisziplin dreht. Sie ist zudem die Auftaktveranstaltung der Themengruppe “Transkulturell vergleichende Politische Theorie”. Alle Infos und die Ortsangaben hier.
Programm der Herbsttagung der DVPW-Theoriesektion veröffentlicht
30. Juni 2011, danielVom 28. bis zum 30. September findet in Bremen die Herbsttagung der DVPW-Theoriesektion zum Thema “Gegenstand und Methoden der politischen Theorie”. Das Programm und alle Details sind ab sofort auf der Website der Theoriesektion einzusehen.
Transkulturalität I: Ideengeschichts-Workshop in Hamburg
31. März 2011, maikeIn Hamburg findet am 15. und 16. Juli 2011 der zweite Nachwuchsworkshop aus der Reihe “Methoden der politischen Ideengeschichte” statt. Nachdem auf der ersten Tagung über methodische Ansätze der Ideengeschichte diskutiert wurde (wir berichteten), geht es in diesem Jahr um eine Perspektiverweiterung: die Frage nach der Integration nicht-westlicher Ideen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich einer inter- bzw. transkulturellen Ideengeschichte, welche Herausforderungen stellen sich ihr und was bedeutet dies für das Fach insgesamt? Keynote speakers sind Manuela Boatcǎ (FU Berlin), Fred Dallmayr (University of Notre Dame), Eun-Jeung Lee (FU Berlin) und Walter Reese-Schäfer (Georg-August-Universität Göttingen). Vorschläge für Beiträge werden bis zum 30. April erbeten. Hier geht’s zum Call.