CfP: “Gibt es eine kulturelle Identität?”

Vom 12. bis 14. Juli 2018 findet die Jahrestagung des DVPW Arbeitskreises “Politik und Kultur” an der Universität Rostock statt, die sich der Frage “Gibt es eine kulturelle Identität?” widmet. Hierfür nehmen die Organisatoren Dennis Rudolf und Yves Bizeul noch bis zum 15. März Beitragsvorschläge entgegen. Mehr Details zu Tagung und Bewerbung finden sich im Call for Papers.

Eine frühere Version des Blogposts hat die Tagung auf den 12. bis 14. Juni datiert. Wir entschuldigen uns für den Fehler.

Weiterlesen

Konstruktive Symbolpolitik. Zu Emanuel Richters “Demokratischer Symbolismus”

Die Ausgangslage dieses Buches ist viel beschrieben: Die Demokratie als Regierungsform droht ein Opfer ihres Erfolgs zu werden. Fast jede Regierung reklamiert für sich, demokratisch legitimiert zu sein. Dem Demokratiebegriff droht die Bedeutungslosigkeit durch All­gegenwart. Emanuel Richter strebt mit seiner Theorie des „demokratischen Symbolismus“ das ambi­tionierte Ziel an, für die Demokratietheorie einen „übergeordneten Punkt der Betrachtung“ (21) zu finden, indem er in dem breiten Feld an verschiedensten Demokratievorstellungen den allgemeinsten symbolischen Kern der Demokratie herausschält. Richter schlägt vor, sich dabei auf eine allgemeine Funktionsbestimmung der Demokratie zu beschränken, die „Gewährleistung von gleichrangiger Präsenz in der politischen Sphäre“ (23). Diese Funktionsbeschreibung soll jener Maßstab sein, mit dem demokratische Erscheinungsformen klassifiziert und Demokratiedefizite von Staaten kritisiert werden können. Richter spannt einen Bogen von einem auf dem Symbolischen beruhenden Erkenntnismodell über ein intersubjektives Menschenbild bis hin zu einer Demokratietheorie, die aus der Suche nach dem allgemeinsten Symbolgehalt der Demokratie eine kritische und emanzipatorische Haltung für die politischen Akteur*innen generiert. In jedem Schritt seines klaren und strukturierten Aufbaus zieht Richter Bezüge zur Demokratie und versucht, Reflexionsschleifen in seiner Theorie zu verankern.

(mehr …)

Weiterlesen

“Macht_Denken!”, 21.-24.4.2016 in Leipzig

soundcheck_plakatDie Theorien zur Macht sind in der Ideengeschichte des Politischen Denkens weitgehend durch eine Kontroverse zwischen relationalistischen und substantialistischen Ansätzen bestimmt. Die Tagung “Macht_Denken!” will diese Kontroverse nicht bloß rekonstruieren, sondern im Zuge einer kritischen Auseinandersetzung und unter einer neuen Perspektive in einen verbindend-produktiven Dialog überführen. Die Tagung findet als integraler Bestandteil des gleichnamigen Soundcheck Philosophie Festivals #4 (21.-24. April) im LOFFT Theater Leipzig statt. Auf dem Festival werden Machttheoretiker_innen und Performance-Künstler_innen  zusammenkommen, um zu zeigen, in welcher Hinsicht systematisch-analytische Zugänge und die Frage nach der Legitimität von Macht und Machtausübung in eine Beziehung mit Beschreibungs- und Darstellungsversuchen treten können, in denen es um das Verständnis der Performativität und Visualisierung von Machtverhältnissen geht. Der Eintritt zur Tagung ist frei, die Plätze im Theatersaal des LOFFT sind allerdings begrenzt. Hier geht es zum Programm des Festivals, hier direkt zum Tagungsflyer.

Weiterlesen

CfP: Momentum-Kongress 2016

Vom 13.-16. Oktober 2016 findet in Hallstatt (Oberösterreich) bereits zum neunten Mal der Momentum Kongress statt. Der Momentum Kongress ist ein mehrtägiges interdisziplinäres Symposium, das nicht allein auf die Wissenschaft fokussiert ist, sondern auch Politik und Praxis einbezieht. Nachdem dieses Jahr „Kritik” das übergreifende Thema war, wird nächstes Jahr “Macht” im Mittelpunkt stehen. Wer teilnehmen will, kann sich bis 14. April 2016 mit einem Abstract (zu senden an anmeldung@momentum-kongress.org) bewerben, wobei sowohl Forschungspapiere als auch Praxisberichte und Policy-Papiere vorgeschlagen werden können. Alle Informationen zum Kongress und zur Bewerbung gibt es auf der Homepage oder hier im PDF-Faltblatt.

Weiterlesen

„Kritik und Gewalt“. Bericht über den Hannah-Arendt-Workshop in Trier (4./5. Juni 2015)

Dass der Arendtsche Machtbegriff mit jedweder Form von Gewalt unversöhnbar ist, darf in der Forschung als common sense gelten. Dass es zu dem Gegensatz von Macht und Gewalt im Denken Hannah Arendts trotzdem noch Vieles zu sagen gibt, stellte sich beim diesjährigen Hannah-Arendt-Workshop in Trier (4.-5. Juni 2015) heraus, zu dem Christian Volk und Ole Meinefeld unter der Überschrift Kritik und Gewalt geladen hatten. (mehr …)

Weiterlesen

Tagung: Macht und Reflexion (Rostock)

Vom 8. bis zum 10. Oktober findet am Institut für Philosophie in Rostock eine Forumstagung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie zum Thema “Macht und Reflexion” statt. Auf der Grenze von Anthropologie und Sozialphilosophie sollen besonders die folgenden Fragen zu erörtert werden:

Sind Menschen auch im Lichte gegenwärtiger Humanwissenschaften Wesen, die sich im reflektierenden Nachdenken selbst verändern können? Leben wir in einer Gesellschaft, die in einzelnen Praxisfeldern so gestaltet ist, dass Reflexion zu normativ erwünschten Veränderungen führt? Wie wirkt sich ihrerseits Macht auf das Nachdenken aus? Lässt sich von einer Konstitution der Reflexion durch Macht sprechen? Wie sieht heute unter Einbeziehung der philosophiehistorischen Dimension ein Reflexions- und ein Machtbegriff aus, der sich verteidigen lässt? Kann vor dem Hintergrund solcher Klärungen die Macht der Reflexion argumentativ so behauptet werden, dass sie über ihren Geltungscharakter hinaus auch tatsächlich wirksam wird?

Vortragende sind Clemens Albrecht (Koblenz), Dirk Baecker (Witten/Herdecke), Simone Dietz (Düsseldorf), Georg Franck (Wien), Petra Gehring (Darmstadt), Michael Hampe (Zürich), Heiner Hastedt (Rostock), Lisa Herzog (Stanford), Geert Keil (Berlin), Konrad Paul Liessmann (Wien), Reinhard Merkel (Hamburg), Julian Nida-Rümelin (München), Konrad Ott (Kiel), Dominik Perler (Berlin), Holm Tetens (Berlin), Dieter Thomä (St.Gallen), Sigridur Thorgeirsdottir (Helsinki).

Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich (möglich über die Website des Instituts); hier geht’s zum Programm.

Weiterlesen

Für Kurzentschlossene: Arendt-Workshop am 4./5. Juni in Trier

Am 04. und 05. Juni findet in Trier der in diesem Jahr von Christian Volk und Ole Meinefeld organisierte Hannah-Arendt-Workshop statt. Zum Themenschwerpunkt „Kritik und Gewalt“ werden unter anderem Wolfgang Heuer, Waltraud Meints-Stender und Hans-Jörg Sigwart vortragen. Wer teilnehmen möchte, kann sich gerne noch kurzfristig per Email an o.meinefeld@gmail.com anmelden. Hier gibt es das vollständige Workshop-Programm.

Weiterlesen

CfP: Cluster-Nachwuchskonferenz zu Macht in der Wissenschaft

Auch in diesem Jahr wird wieder eine Nachwuchskonferenz des Frankfurter Exzellenzcluster “Normative Ordnungen” durchgeführt. Thema der Konferenz ist “Macht (in) der Wissenschaft: Kritische Interventionen in Wissensproduktion und Gesellschaft”. Der ausführliche Call for Papers erklärt das Konferenzthema und bestimmt Unterthemen – z.B. (De-)legitimierte Formen der Gesellschaftskritik, Forschungsethik in Theorie und Praxis, Modelle kritischer Theoriebildung. Die Konferenz selbst findet vom 13.-14. November 2015 statt, Abstracts (plus Keywords und biographische Notizen) müssen bis zum 01. Juli eingesandt sein. Alle weiteren Infos auf der Webseite

Weiterlesen