„Quo vadis, Chantal Mouffe?” Replik auf Astrid Séville

Frank Prady: „I am not your enemy.“

Alicia Florrick: „I know, you are my opponent.“

(Good Wife, Staffel 6, Folge 9)

 

Herzlichen Dank an Astrid Séville für ihre Diskussion und anregenden Gedanken in ihrem Blogbeitrag zu meinem Beitrag in der ZPTH [pdf]. Ich gehe in drei Schritten vor, um auf ihre Kritikpunkte zu antworten. Zuerst werde ich die “So what?!”-Zweifel der Replik besprechen, danach gehe ich auf Sévilles Unterscheidung von Mouffe als Theoretikerin und Bürgerin ein und zuletzt widme ich mich ihrer Kritik der zu schwachen Radikalität. Nachfolgend möchte ich zeigen, dass man mit Mouffe viel zu sagen hat, wenn man sie in Kombination mit anderen Theorien sprechen lässt. Gerade die Kritikpunkte eins und drei von Séville können damit produktiv angegangen werden.

 

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CfP: Beyond Primary Goods

Im Februar 2018 findet zum dritten Mal der “Munich Workshop in the Philosophy of Institutions” an der Hochschule für Politik in München statt. Der Workshop zur Frage “Beyond Primary Goods. How should we distribute atypical goods of justice?” richtet sich an fortgeschrittene Studierende im Masterstudium und Doktorand_innen. Kimberley Brownlee (University of Warwick) hält die Keynote. Die Deadline für interessierte Bewerber_innen ist der 01. November 2017. Den ausführlichen Call findet Ihr hier.

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Lesenotiz: Reicht uns das? Politische Theorie als bloße Begleitung

Was kann und soll politische Theorie? Diese Frage will Oliver Flügel-Martinsen mit „Befragungen des Politischen. Subjektkonstitution – Gesellschaftsordnung – Radikale Demokratie“ beantworten. Sein Ziel ist es, die „Implikationen und Konsequenzen des Denkens des Politischen für zentrale Themen und Aufgaben politischer Theorie zu reflektieren.“ (S. 2). Das Denken des Politischen (in Abgrenzung zu Politik) befindet sich angestoßen von frankophilen Theorieentwicklungen auch in Deutschland in den letzten Jahren in der Diskussion. Nun hat Flügel-Martinsen eine Studie zum Politischen, zu dessen ideengeschichtlicher Grundlage und demokratietheoretischen Implikationen vorgelegt, die sich erstens recht deutlich von Marcharts einschlägiger Monografie „Die politische Differenz. Zum Denken des Politischen bei Nancy, Lefort, Badiou, Laclau und Agamben“ abgrenzt und zweitens eine erstaunliche Antwort auf die Ausgangsfrage gibt: Aufgabe politischer Theorie ist die bloße reflektierende Begleitung der Kämpfe sozialer und politischer Bewegungen. (mehr …)

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Konferenz: Just Institutions and Institutional Justice (Frankfurt)

Die diesjährige Jahreskonferenz der HSFK (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) hat einen durchaus auch für Theoretiker interessante Perspektive: Just Institutions and International Justice in Global Politics. Die Veranstaltung findet in der HSFK am 6. und 7. Oktober statt. Unter anderem wird es um distributive Gerechtigkeit, prozedurale Gerechtigkeit und Anerkennung gehen. Die Keynote hält Jonas Tallberg zur Öffnung internationaler Organisationen. Das Programm findet ihr hier, eine Anmeldung ist erforderlich.

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Konferenz: Rosseau in Halle

Der Veranstaltungsmarathon zum 300. Geburtstag Jean-Jacques Rousseaus (Tagungsbericht Theoriesektion) geht weiter mit einer spannendenTagung an der Universität Halle-Wittenberg.: Vom 20. bis zum 22. September wird, organisiert unter anderem von Harald Bluhm,  Rousseaus Werk “[i]m Bann der Institutionen” diskutiert – das Programm findet sich hier, im ausführlichen Exposé ist die Tagungskonzeption nachzulesen.

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