Der Council for European Studies ruft zur Einreichung von Proposals zur Thematik europäische Erinnerungspolitik und Identität im Kontext der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit auf. Die 19th International Conference of Europeanists wird vom 22.-24. März 2012 in Boston stattfinden. Einzelne Paper sollten möglichst in Zusammenhang mit einem ganzen Panel vorgeschlagen werden – der Call läuft noch bis zum 1. Oktober. Mehr Infos zu der Tagung gibt es hier.
Beiträge mit dem Schlagwort ‘Identität’
Jürgen Habermas in Berlin: Vortrag zur EU und zum Völkerrecht (16.6)
25. Mai 2011, thorstenJürgen Habermas spricht – und zwar in Berlin, genauer an der HU, noch genauer: im Audimax, ganz genau: im Audimax der HU Berlin am Donnerstag, den 16.6, um 18 Uhr. Sein Vortrag ist überschrieben: “Die Krise der Europäischen Union im Lichte einer Konstitutionalisierung des Völkerrechts”.
Es steht zu erwarten, dass Habermas hier an jene seiner kleinen politischen Schriften anknüpft, die sich im Detail mit der postnationalen Konstellation und der Konstitutionalisierung des Völkerrechts auseinandergesetzt haben und diese zusammenführt mit jüngeren tagespolitischen Einwürfen, z.B. der viel diskutierten Abrechnung mit Merkels Außenpolitik, einer Debatte über Europa und die neue deutschen Frage, dem emphatischen Aufruf “Wir brauchen Europa” sowie der Auseinandersetzung mit den Referenden zum Verfassungsvertrag und dem irischen Nein zu Lissabon (in jüngerer Zeit gibt es zudem viele Versuche in der Sekundärliteratur, die europa- und völkerrechtliche Position Habermas’ in Bezug auf dessen Gesamtwerk zu verorten – beispielsweise von McCormick, Parker, Turner, Lacroix, Grewal, Fine/Smith). Kommunikatives Handeln darf also erwartet werden -wir wünschen allen eine gute Diskussion.
Politische Mythen – der Fall des „zweiten Katyn“
26. April 2010, evaIn dieser Woche hat die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk in der Süddeutschen Zeitung (leider nicht online verfügbar) einen beunruhigend-dringlichen Artikel zum Umgang Polens mit dem “zweiten Katyn”, wie der Flugzeugabsturz von Smolensk bisweilen genannt wird, geschrieben. Sie beobachtet darin, wie innerhalb von nur einer Woche nach dem Unglück in Windeseile am polnischen Mythos des nationalen Leidens und Opferns weitergeschmiedet wurde: Die Katastrophe, durch die das Land wichtige Teile seiner Führungselite verloren hat, wurde in diesen historisch weit zurückreichenden Opfermythos inkorporiert und als dessen jüngste Episode umgedeutet. (weiterlesen…)
Podiumsdiskussion zu Identitätsbildungsprozessen und Antisemitismus (Berlin)
3. März 2010, thorstenAm kommenden Dienstag, 9.März, um 18 Uhr veranstaltet das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung eine Podiumsdiskussion zum Thema ‘ Einseitige Geschichte? Der Umgang mit Antisemitismus, Kommunismus und nationaler Identitätsfindung’. Anlass der Debatte ist der auf der Berlinale gezeigte rumänische Spielfilm “Portrait of the Fighter as a Young Man”. Es diskutieren Wolfang Benz (Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin), Christoph Terhechte (Leiter des Internationalen Forums des Jungen Films der Berlinale), Alexandru Florian (Nationales Institut zur Erforschung des Holocaust in Rumänien) und William Totok (Schriftsteller und Publizist). Veranstaltungsort ist der Senatssaal der TU Berlin (Raum H 1035). Mehr Informationen hier: http://zfa.kgw.tu-berlin.de/veranstaltungen.htm