<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>theorieblog.de &#187; Ideengeschichte</title>
	<atom:link href="http://www.theorieblog.de/index.php/tag/ideengeschichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.theorieblog.de</link>
	<description>Ein Forum für politische Theorie und Philosophie</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 15:33:25 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>CfP: Foucault und die Ideengeschichte</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2012/01/cfp-foucault-und-die-ideengeschichte/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2012/01/cfp-foucault-und-die-ideengeschichte/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 07:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Foucault]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Marburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=5608</guid>
		<description><![CDATA[Das Marburger Graduiertenzentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften veranstaltet in diesem Jahr am 16. und 17. November eine Tagung zum Thema &#8220;Michel Foucault und die Ideengeschichte. Zur Archäologie der Wissensgeschichte&#8221; und sucht hierfür Beiträge. Exposés von maximal 1500 Zeichen sollten bis zum 30. April an ideenportal@uni-marburg.de geschickt werden; angesprochen fühlen dürfen sich DoktorandInnen und Postdocs aller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Marburger Graduiertenzentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften veranstaltet in diesem Jahr am 16. und 17. November eine Tagung zum Thema &#8220;Michel Foucault und die Ideengeschichte. Zur Archäologie der Wissensgeschichte&#8221; und sucht hierfür Beiträge. Exposés von maximal 1500 Zeichen sollten bis zum 30. April an ideenportal@uni-marburg.de geschickt werden; angesprochen fühlen dürfen sich DoktorandInnen und Postdocs aller Fächer. Alle weiteren Details finden sich auf <a href="https://www.dvpw.de/fileadmin/docs/stellenausschreibungen/2012-05-01.pdf">dieser Website</a> &#8211; und hier schon einmal die Programm- und Panelbeschreibung: <span id="more-5608"></span></p>
<blockquote><p>Michel Foucaults Verhältnis zur Ideengeschichte blieb bei aller Polemik von produktiven Reibungen geprägt, die bislang selten näher erörtert wurden. Dabei zieht sich ihr Gegenstand, von den frühen Texten Psychologie und Geisteskrankheit und Geburt der Klinik &#8211; die noch als ideengeschichtliche Studien angelegt wurden &#8211; über die Archäologie des Wissens als dezidiert antiideengeschichtlicher Ansatz bis hin zum nicht fertig gestellten Opus magnum Sexualität und Wahrheit, das u. a. eine<br />
Variation über die Ethik der antiken Klassiker darstellt, durch große Teile seines Werks. Insbesondere das Verhältnis zu einzelnen Autoren, die Foucault im Zuge seiner Kritik an der Ideengeschichte rezipierte, ist bislang nur ansatzweise ausgeleuchtet worden und stellt ein wichtiges Desiderat wissenschaftshistorischer Forschung dar.<br />
Die Veranstaltung besteht aus drei Panels und einem Podium, die unterschiedliche Zugänge zur vorgestellten Thematik vermitteln sollen. Das Vortragsthema ist grundsätzlich freigestellt. Es sollte jedoch erkennbare Bezüge zu einer oder mehrerer mit der folgenden Beschreibung der Panels aufgeworfenen Fragestellungen herstellen. Darüber hinaus kann auch die Relevanz weiterer bislang wenig beachteter Facetten von Foucaults Denken im Bezug auf die Topoi ‚Wissen‘, ‚Ideen‘ und ‚Geschichte‘ in den Beiträgen vorgetragen werden.<br />
Die moderierte Podiumsdiskussion erörtert die politische Ideengeschichte der Interdisziplinarität seit 1968 mit Journalist_innen und Zeitzeug_innen. Erkenntnisleitend soll hier die Frage „Wie kam Foucault an deutsche Universitäten?“ im Kontext des „Theoriehungers“ nach dem universitären Umbruch in Deutschland gestellt und aus unterschiedlichen Blickwinkeln kontrovers diskutiert werden. Dabei soll die historische Foucault-Rezeption in ihrem Spannungsverhältnis zwischen der Entdifferenzierung der ehemaligen Ordinarienuniversität und ihrer „bloß kurzfristig-aktualistischen Politisierung“ (Jürgen Link) näher beleuchtet werden. So kann in diesem Zuge etwa auch auf die Foucault-Rezeption als einen dritten Weg eingegangen werden, der neben traditionell hermeneutischen bzw. phänomenologischen Ansätzen einerseits und den materialistisch-sozialgeschichtlichen Interpretationen der sozialen Welt andererseits verlief.<br />
Panel 1 hat die Kritik des Wissens um 1968 zum Gegenstand. Hierbei sollen rezeptionsgeschichtliche Fragen im Vordergrund stehen, die etwa anhand von Foucaults Verhältnisses zur Cambridge School der politischen Ideengeschichte, zum Poststrukturalismus und zu anderen epistemologisch-historiographischen Konzepten aufgeworfen werden könnten. Auch sein Bezug zur amerikanischen Linguistik, zu John L. Austins Sprechakttheorie sowie zu den mit seiner Theorie konkurrierenden Formen der Diskursanalyse könnte näher beleuchtet werden. Damit besteht die Möglichkeit, im Rahmen des ersten Panels die wechselseitige Kenntnis oder<br />
Unkenntnis dieser methodischen Innovationen zu diskutieren und darüber hinaus auch etwaige Auffassungsunterschiede über eine kritische Geschichtsforschung im Kontext der Revolten und ihrem akademischen Wiederhall um und nach 1968 zu klären.<br />
Das zweite Panel möchte die Wissenschaftsgeschichte und Ideengeschichte nach 1989 beleuchten. Beziehen sich die Arbeiten der „alten“ Ideengeschichte (Meinecke, Toynbee, Lovejoy u. a.) auf konventionelle Materialien der Überlieferung, die meist Textform besitzen, so ist in Foucaults diskursanalytischen Innovationen auch eine Tendenz zur Grenzüberschreitung hin zum Bild zu beobachten. Dieses Panel könnte somit zu einer Klärung der Frage nach einer Wandlung des Blicks auf ikonographische Formate beitragen, die durch Foucaults Forschungen und ihre Kritik nach 1989 möglicherweise neu angeregt wurde. Insbesondere wäre auch die Rolle des „iconic turn“ für die Entstehung des Wissens über politische und andere Macht durchzogene Zusammenhänge zu problematisieren. Die verstärkt betriebene Erforschung von Bildern und Visualisierungen aller Art ließ insofern Defizite der Diskursanalyse Foucaults erkennen, als diese primär linguistisch fundiert worden war. Dies bietet auch Gelegenheit, die seit einiger Zeit geführte Debatte um die Beziehung zwischen einer wissenschaftsgeschichtlichen Objektforschung und der Diskursanalyse Foucaults aufzugreifen und im Hinblick auf eine ebenso interdisziplinäre wie medienspezifische Ideengeschichte zu erweitern.<br />
Das dritte Panel zur Ideengeschichte der Globalisierung möchte Foucault in den Kontext der jüngsten Renaissance der bereits überwunden geglaubten Ideengeschichte rücken. Aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Kunstgeschichte, der Geschichte der Medizin und der Sexualität, aber auch der Politik- und Religionswissenschaft, könnte die mit Foucaults Theorie konkurrierende Erforschung von Werten, Begriffen und Vorstellungen diskutiert werden, die den erneuten Wandel, nunmehr vom „iconic turn“ zurück zur „history of ideas“, begleitete. Dazu könnte Panel 3 nicht nur Beiträge aus vielerlei Fachrichtungen (u. a. auch mit naturwissenschaftlichen Hintergrund) versammeln, sondern auch die Frage nach dem verändernden Einfluss der Globalisierung aufwerfen, der die gegenwärtige Renaissance der Ideengeschichte als neuer-alter Wissenschaftsgeschichte im Zeitalter der Neuen Medien begleitete.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2012/01/cfp-foucault-und-die-ideengeschichte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Podcasts der Konferenz &#8220;The Politics of Interpretation and the Interpretation of Politics&#8221;</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2012/01/podcasts-der-konferenz-the-politics-of-interpretation-and-the-interpretation-of-politics/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2012/01/podcasts-der-konferenz-the-politics-of-interpretation-and-the-interpretation-of-politics/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 12:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dekonstruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hobbes]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Oxford]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Quentin Skinner]]></category>
		<category><![CDATA[Strauss]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=5469</guid>
		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren stoßen innerhalb der Politischen Theorie geführte Methodendiskussionen in Deutschland und anderenorts auf großes Interesse. Nachwuchs-Workshops in Hamburg und Manchester sowie die letzte DVPW-Tagung in Bremen (wir berichteten) sind hierfür beispielhaft. Selten werden Bezüge zu Ansätzen in Nachbardisziplinen gezogen und die Frage, ob die gängigen Methoden selbst politisch motiviert sind, wird kaum diskutiert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren stoßen innerhalb der Politischen Theorie geführte Methodendiskussionen in Deutschland und anderenorts auf großes Interesse. Nachwuchs-Workshops in <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/07/nachwuchsworkshop-zu-fragen-der-methode-politischer-theorie/">Hamburg</a> und <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/03/cfp-mancept-workshop-methods-of-interpretation-and-the-politics-of-hermeneutics-manchester/">Manchester</a> sowie die letzte <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2011/10/politik-und-methode-bericht-vom-treffen-der-dvpw-theoriesektion-in-bremen-teil-1/">DVPW-Tagung in Bremen</a> (wir berichteten) sind hierfür beispielhaft. Selten werden Bezüge zu  Ansätzen in Nachbardisziplinen gezogen und die Frage, ob die gängigen Methoden selbst politisch motiviert sind, wird kaum diskutiert. Eine im letzten Herbst in Oxford stattfindende Konferenz setzte sich zum Ziel, genau diese Fragen in den Blick zu nehmen (einen Bericht über die Konferenz mit weiteren Informationen findet man <a href="http://cpi.politics.ox.ac.uk/events/interpretationconference_jens_sept/Report/CPI_Conference_reportandphotos.pdf">hier</a>). Zu den namhaften Sprechern gehörten u.a. Terence Ball, Mark Bevir, John G. Gunnell und Stanley Rosen. Diskutiert wurden hermeneutische und feministische Ansätze ebenso wie die von Quentin Skinner und Leo Strauss. Nun wurden die Podcasts der Konferenz veröffentlicht. Die entsprechenden Links gibt es <a href="http://itunes.apple.com/itunes-u/politics-international-relations/id381702823">hier</a> und <a href="http://www.politics.ox.ac.uk/index.php/podcasts/the-politics-of-interpretation-a-the-interpretation-of-politics.html">hier</a>. Viel Spaß beim Zuhören!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2012/01/podcasts-der-konferenz-the-politics-of-interpretation-and-the-interpretation-of-politics/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erinnerung und Gedächtnis in Zeiten der (Post)Souveränität?</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/12/erinnerung-und-gedaechtnis-in-zeiten-der-postsouveraenitaet/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/12/erinnerung-und-gedaechtnis-in-zeiten-der-postsouveraenitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 10:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Souveränität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=5260</guid>
		<description><![CDATA[Das Verhältnis von Politik und Gedächtnis ist in den vergangenen 15 Jahren in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Zu den aktuell wohl spektakulärsten Ereignissen in diesem Kontext gehörte in diesem Jahr zum einen die Auslieferung von Ratko Mladic an das Haager Tribunal und zum anderen der Prozessauftakt gegen Nuon Chea, einem der Chefideologen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhältnis von Politik und Gedächtnis ist in den vergangenen 15 Jahren in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Zu den aktuell wohl spektakulärsten Ereignissen in diesem Kontext gehörte in diesem Jahr zum einen die Auslieferung von <a title="Ratko Mladic" href="http://justiceinconflict.org/2011/05/27/pursuing-and-serving-justice-fairly-is-mladic-fit-to-stand-trial/" target="_blank">Ratko Mladic </a>an das Haager Tribunal und zum anderen der Prozessauftakt gegen <a title="Nuon Chea" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/prozess-gegen-rote-khmer-fuehrung-pol-pots-vize-verteidigt-terrorherrschaft-1.1196735" target="_blank">Nuon Chea</a>, einem der Chefideologen der Roten Khmer. Wie sich an Mladic oder Chea sehr gut nachvollziehen lässt, drängt sich infolge von Systemtransitionen, nach Genoziden, nach Kriegen und Bürgerkriegen, die Frage auf, wie mit der (einstigen) Gewaltgeschichte umzugehen ist. Die Antworten reichen von internationaler Strafverfolgung über Wahrheits- und Versöhnungskommissionen bis hin zu einer ausgeprägten öffentlichen Gedenkkultur, die das begangene Unrecht erinnert. In diesem kleinen Einwurf möchte ich eine mögliche Verbindung zwischen Erinnerungspraxis und Politikverständnis vorschlagen.<span id="more-5260"></span></p>
<p>Historisch gesehen ist das sich hier abzeichnende Zusammenspiel von Politik, Recht und Erinnerung neu: die Strafverfolgung und Rechtssprechung hat sich aus dem Griff nationaler Verfügbarkeit herausgelöst, die staatliche Vorgabe eines Erinnerungsnarratives ist einem pluralen Diskurs unterschiedlichster Akteure gewichen, und der Rechtfertigungszwang bei Gedenkpraktiken hat sich internationalisiert. Wie ist diese Verschiebung von einem nationalen „<em>régime d’historicité</em>“<em> </em>(François Hartog)<em> </em>hin zu einem „<a title="postnationalen Gedächtnis" href="http://www.perlentaucher.de/buch/31850.html" target="_blank">postnationalen Gedächtnis</a>“ (Helmut König), das man in Teilen der westlichen Welt antrifft, zu erklären? Woraus resultiert diese Verschiebung und was motiviert politische Gemeinwesen zu einer solchen Art der Selbstreflexion? Eine Antwort könnte sein, dass das „postnationale Gedächtnis“ der deutlichste Hinweis auf ein postsouveränes Politik- und Staatsverständnis ist.</p>
<p>Wie eng Erinnerung und Gedächtnis mit dem in einer Epoche vorherrschenden Verständnis vom Politischen zusammenhängen, zeigt sich daran, dass im Zeitalter der Staatsidee des klassischen Rationalismus des 17.Jahrhunderts <em>öffentliche</em> Erinnerungs- und Gedenkpraktiken keinen Platz hatten. Unter einer Verständnisweise des Politischen, die ganz im Sinne der Machiavellischen oder Hobbesschen Staatsräson Politik als „Macht-Schachspiel“ betrachtet, galten Erinnerung und Gedenken als irrationale Faktoren. Allenfalls als Ausdruck persönlicher Gefühle im Privaten erlaubt, standen sie stets in der Gefahr, das Ideal eines rational-strategischen politischen Agierens zu unterwandern. Ganz in diesem Sinne enthielten die Friedensverträge jener Zeit, wie zum Beispiel die berühmten Friedensverträge von Münster und Osnabrück, die Formel des <em>perpetua oblivio et amnestia</em> und verpflichteten alle Parteien dazu, die geschehenen Grausamkeiten zu vergeben und zu vergessen.</p>
<p>Im Gegensatz dazu machte fast 270 Jahre später der <a title="Kriegsschuldartikel des Versailler Friedensvertrages " href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedensvertrag_von_Versailles" target="_blank">Kriegsschuldartikel des Versailler Friedensvertrages</a> „Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich“. Die Erinnerung und das Gedenken an den Ersten Weltkrieg im Allgemeinen und die Frage nach der Kriegsschuld im Besonderen waren zentrale Streitthemen der europäischen Zwischenkriegszeit. Von einem Vergeben und Vergessen konnte gar keine Rede mehr sein. An die Stelle der Machiavellischen oder Hobbesschen Staatsräson als Paradigma des Politischen ist mit der Französischen Revolution Rousseaus <em>volonté générale</em> getreten – und mit ihr die ganze Welt der Volkssouveränitätsidee. Damit aber stellte sich die Frage, wie man aus einer Vielzahl an Menschen eine homogene Einheit formt. Auf diese Weise wurde eine nationale Erinnerungs- und Gedenkkultur, die die Heldentaten der eigenen Nation betont und die eigenen Opfer verklärt, zum Stützpfeiler des „Gemeinsamkeitsglaubens“ (Max Weber).</p>
<p>Die postnationale Gedenkkultur hat sich in den letzten 25 Jahren in Teilen Europas und der Welt herausgebildet und zeichnet sich dadurch aus, dass die dunklen Seiten der eigenen Geschichte aufgearbeitet und dargestellt werden. So hat man in Spanien nach Jahrzehnten von politischer Amnestie und öffentlicher Amnesie damit begonnen, sich mit der Franco-Zeit auseinanderzusetzen. Frankreich hat mit der Illusion gebrochen, dass es sich bei jedem Franzosen um einen Anhänger der <em>Résistance</em> gehandelt habe und konfrontiert sich selbst mit Faktum des Vichy-Regimes sowie mit der Rolle der eigenen politischen Eliten im Algerien-Krieg. In Deutschland dauerte es bis weit in die 60er Jahre hinein bis man sich allmählich an die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit machte. Mittlerweile sind Begriffe wie „Historikerstreit“ oder die Debatte um den Bau – und der Bau selbst – des „Denkmals für die ermoderten Juden Europas“ zum Wahrzeichen des postnationalen Gedächtnisses der Bundesrepublik geworden.</p>
<p>Eine solche Verschiebung vom nationalen auf das postnationale Gedächtnis kommt nicht von ungefähr. Sie beruht auf der Voraussetzung, dass die Erinnerungs- und Gedenkinhalte nicht mehr von einer Zentralinstanz vorgegeben werden können, sondern sich eine Vielzahl von Akteuren am erinnerungspolitischen Diskurs beteiligen und neue, oft gegenläufige Narrative aufbringen. Nicht umsonst nennt die Gedächtnisforschung Generationswechsel, Migration, Systemzusammenbrüche oder ähnliches – also Entwicklungen und Ereignisse, die die Anzahl unterschiedlicher politischer Stimmen im öffentlichen Raum erhöhen – als Hauptgründe für Veränderungen am kulturellen Gedächtnis eines politischen Gemeinwesens. Dies scheint die These zu bestärken, dass eine postnationale Gedächtniskultur Ausdruck und Resultat eines neuen Paradigmas des Politischen ist. Denn ganz offensichtlich korrespondiert das postnationale Gedächtnis mit einem Verständnis vom Politischen, das das „Faktum der Pluralität“ (Arendt) ernst nimmt und bearbeitbar macht. Nicht die Idee einer <em>union sacrée</em>, sondern weit eher die des <em>e pluribus unum</em> scheint mit diesem Gedächtnisbegriff einherzugehen.</p>
<p>Doch so offensichtlich die Gefahren eines nationalen <em>régime d’historicité</em> auf der Hand liegen, so wenig resistent scheint auch das postnationale Gedächtnis gegen eigentümliche Verzerrungen zu sein. Gerade beim Blick auf Deutschland, das gemeinhin als Paradebeispiel für eine gelungene Vergangenheitsbewältigung angesehen wird, drängt sich vielerorts der Verdacht auf, dass die Geschichte dieser Vergangenheitsbewältigung selbst zum Fetisch werden könnte, der leerläuft, zu Selbsthuldigungsgestiken und einer missionarischen Selbstgewissheit verführt: „Wir haben unsere Vergangenheit vorbildlich aufgearbeitet! Uns braucht keiner mehr einen Vorwurf machen! Kehrt mal ebenso gründlich vor eurer eigenen Haustür!“ Obendrein lässt er einem die gegenläufigen und antagonistischen Narrative osteuropäischer Staaten nur widerwillig zur Kenntnis nehmen. Vor dem Hintergrund eines vereinten Europas liegt hierin (erinnerungs-)politischer Zündstoff. Dieses sich seltsame Verschließen bei allen Bekenntnissen für den offenen erinnerungspolitischen Diskurs korrespondiert mit dem Trend, Erinnerungs- und Gedenkinhalte mit Hilfe so genannter „<a href="http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Timothy-Garton-Ash_-The-freedom-of-historical-debate-is-under-attack-by-the-memory-police-Comment-is-free-The-Guardian1.pdf">memory laws</a>“ rechtlich festzulegen. Frankreich ist in dieser Hinsicht sehr offensiv: gesetzlich festgeschrieben und in die Lehrpläne an Schulen aufgenommen wurde beispielsweise die „positiven Rolle“ des französischen Kolonialismus; gesetzlich festgeschrieben wurde, dass Sklavenhandel seit dem 15.Jahrhundert ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei; gesetzlich festgeschrieben und unter Strafe gestellt ist es, wenn man den Verbrechen der türkischen Armee an den Armeniern den Status eines Genozids abspricht und mit Blick auf die im internationalen Recht verankerten definitorischen Merkmale eine andere Bezeichnung wählt. All diese Gesetze wurden von der Vereinigung <a title="“Liberté pour l’Histoire”" href="http://www.lph-asso.fr/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=54&amp;Itemid=19&amp;lang=en" target="_blank">“Liberté pour l’Histoire”</a>, der Pierre Nora vorsitzt, dokumentiert und kritisiert. Autorinnen und Autoren, die zu Themen von Erinnerung, Gedenken und Geschichte arbeiten, wie Aleida Assmann, Jan Assmann, Heinrich August Winkler, Eric Hobsbawm u.v.m. haben gegen diesen generellen Trend 2008 einen „<a title="Appel de Blois" href="http://www.lemonde.fr/idees/article/2008/10/10/appel-de-blois_1105436_3232.html" target="_blank">Appel de Blois</a>“ in Le Mond publiziert.  So sehr man in manchen Fällen, wie beispielsweise der Holocaust-Leugnung, mit Strafverfolgung sympathisiert – was ich tue –, sollte man sich klar machen, dass diese Art des Umgangs mit Erinnern und Gedenken strukturell der souveränen Instrumentalisierung von Gedenkinhalten verwandt ist, die geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung behindern kann und einen notwendigen gesellschaftspolitischen Diskurs – möglicherweise – im Keim erstickt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/12/erinnerung-und-gedaechtnis-in-zeiten-der-postsouveraenitaet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Call: Deliberative Demokratie bei der DVPW-Tagung 2012</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/11/call-deliberative-demokratie-bei-der-dvpw-tagung-2012/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/11/call-deliberative-demokratie-bei-der-dvpw-tagung-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 08:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[deliberative Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratietheorie]]></category>
		<category><![CDATA[DVPW]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=4943</guid>
		<description><![CDATA[Die Theoriesektion der DVPW veranstaltet beim 25.  Gesamtkongress in Tübingen (24.-28. September 2012) ein größeres Panel zum &#8220;Versprechen der deliberativen Demokratie&#8221;. Das allgemeinere Demokratie-Thema des Kongresses insgesamt soll im Theoriepanel auf  Ideengeschichte und Aussichten des Konzepts deliberativer Demokratie zugespitzt werden &#8211; hierfür gibt es nun den ausführlichen Call, der für interessierte Vortragende eine Reihe von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://www.dvpw.de/gliederung/sektionen/politische-theorien-und-ideengeschichte/aktuelles-aus-der-sektion.html">Theoriesektion</a> der DVPW veranstaltet beim 25.  Gesamtkongress in Tübingen (24.-28. September 2012) ein größeres Panel zum &#8220;Versprechen der deliberativen Demokratie&#8221;. Das allgemeinere <a href="https://www.dvpw.de/fileadmin/docs/Kongress2012/Kongress%202012%20-%20Inhalt.pdf">Demokratie-Thema des Kongresses</a> insgesamt soll im Theoriepanel auf  Ideengeschichte und Aussichten des Konzepts deliberativer Demokratie zugespitzt werden &#8211; hierfür gibt es nun den ausführlichen Call, der für interessierte Vortragende eine Reihe von Beitragsmöglichkeiten andeutet. Deadline für Vorschläge ist der 30. Januar 2012. Hier der vollständige Call: <span id="more-4943"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><strong>Das Versprechen der deliberativen Demokratie – Herkunft und Zukunft</strong><br />
<em>Call for Proposals für das Panel der Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte</em><br />
<em>Beim 25. Kongress der DVPW in Tübingen, 24.-28. September 2012</em><br />
Die Dominanz deliberativer Theorien in der aktuellen demokratietheoretischen Debatte lässt sich mit den großen Versprechen erklären, die diese mit sich bringen. So versprechen deliberative Demokratietheorien – in unterschiedlicher Weise und in unterschiedlichem Maße – nicht nur eine gegenüber reinen Mehrheitsentscheidungen höhere Legitimität von Entscheidungen durch Deliberation, sondern auch eine höhere Qualität von Entscheidungen, welche auf der Grundlage interaktiver Rechtfertigung die Vermutung höherer Vernünftigkeit oder Gerechtigkeit für sich reklamieren können. Hinzu kommt die Hoffnung, dass der<br />
‚zwanglose Zwang des besseren Arguments’, der in deliberativen Foren herrschen soll, konfligierende Werte, Interessen und Präferenzen in einer Weise transformiert, die, wenn nicht einen Konsens, so doch zumindest Verständigung und ‚tiefe Kompromisse’ ermöglicht.<br />
Das Versprechen, durch Verständigung Lösungen zu finden, die aufgrund einer breiten Zustimmung und aufgrund ihrer vermuteten Vernünftigkeit über eine höhere Legitimität verfügen, ist somit ein Dreh- und Angelpunkt der deliberativen Theorie. Der ideengeschichtliche Ursprung des deliberativen Versprechens wird von den überwiegend analytisch arbeitenden Vertretern deliberativer Theorien dabei selten thematisiert. Dabei könnte die Herkunft dieses Versprechens auch Licht auf seine Folgen werfen und damit neue Fragen in den Mittelpunkt der Diskussion rücken. Offene Fragen betreffen insbesondere das Verhältnis von kritischer Öffentlichkeit, deliberativen Foren und mehrheitsdemokratisch legitimierten Entscheidungsträgern: Wo ist der Ort der Deliberation –<br />
in einer nicht institutionalisierbaren Öffentlichkeit, in Bürgerforen oder im Parlament? Dient Deliberation der Vorbereitung und Findung von Entscheidungen oder ist sie technokratisches Instrument zur Erreichung vorgegebener Ziele? Wenn durch Deliberation keine breite Zustimmung zu einer Lösung zu erzielen ist, wer soll entscheiden wann, durch wen und über welche Handlungsoptionen abzustimmen ist? Sollen wir die bestehenden Institutionen der repräsentativen Demokratie – insbesondere das Parlament – deliberativ umgestalten oderverhalten sie sich mit ihrer antagonistischen Interaktionslogik komplementär zu deliberativen<br />
Foren?<br />
Hinsichtlich der Zukunft des deliberativen Versprechens erweckt ein Blick in die neuere Literatur den Eindruck, dass die Zeit der großen Theorieentwürfe vorbei ist und sich der Schwerpunkt der Forschung im Bereich der deliberativen Demokratietheorie auf<br />
kleinteiligere Einzelstudien und empirische Untersuchungen verlagert. Von Interesse für die politische Theorie sind diese freilich nur dann, wenn sie prüfen, ob die Praxis der Deliberation in etablierten Institutionen, Bürgerforen und neuen Medien in der Lage ist, die Versprechen der Theorie einzulösen. Transformiert Deliberation die Einstellungen und Präferenzen der Beteiligten tatsächlich, und wenn ja, in welche Richtung? Ermöglicht Deliberation wirklich ‚bessere’ Entscheidungen und wenn ja, an welchen Kriterien wäre dies zu bemessen? Inwiefern befördert die deliberative Rechtfertigung von Handlungsplänen ihre Legitimität und Legitimation? Werden die Versprechen der Deliberation gegenüber allen Bürgern gleichermaßen eingelöst oder perpetuiert auch oder gerade die Deliberation die Ungleichbehandlung traditionell benachteiligter Gruppen? Gerade vor dem Hintergrund ungleicher Beteiligungs- und Einflusschancen in deliberativen Verfahren stellt sich nicht zuletzt auch die Frage, inwieweit das deliberative Versprechen insofern ein ‚falsches’ sein könnte, als dass es Interessen und ideologische Motive verschleiert.<br />
Wir freuen uns über Vortragsvorschläge, die<br />
- der Herkunft des deliberativen Versprechens in der politischen Ideengeschichte nachgehen und vor diesem Hintergrund aktuelle und systematische Fragen formulieren<br />
- das Verhältnis von Deliberation und Entscheidung, insbesondere der demokratischen Mehrheitsentscheidung in den Blick nehmen<br />
- die Institutionalisierung von Deliberation und das Verhältnis deliberativer Foren zu den Institutionen der repräsentativen Demokratie diskutieren<br />
- die Einlösbarkeit des deliberativen Versprechens vor dem Hintergrund empirischer Forschungsergebnisse diskutieren oder<br />
- das deliberative Versprechen kritisch hinterfragen.<br />
<em>Vorschläge sind bis zum 30.01.2012 zu richten an:</em><br />
<em>Claudia Landwehr (Landwehr@politik.uni-mainz.de)</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/11/call-deliberative-demokratie-bei-der-dvpw-tagung-2012/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>CfP: Ideengeleitete Ansätze in der Politikwissenschaft</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/09/cfp-ideengeleitete-ansatze-in-der-politikwissenschaft/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/09/cfp-ideengeleitete-ansatze-in-der-politikwissenschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 14:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Theorie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=4342</guid>
		<description><![CDATA[Die Universität Bremen lädt am 17. und 18. November zu einem Workshop mit dem Thema &#8220;Ideas in Social Research&#8221; &#8211; Einsendeschluss für Paper-Vorschläge ist der 10. Oktober. Angesprochen sind verschiedene sozialwissenschaftliche Teildisziplinen, doch auch und insbesondere für Politiktheoretiker und Ideengeschichtler könnte die Veranstaltung interessant werden.Weitere Infos nach dem Klick. Die Veranstalter schreiben: Studying ideational influence [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität Bremen lädt am 17. und 18. November zu einem Workshop mit dem Thema &#8220;Ideas in Social Research&#8221; &#8211; Einsendeschluss für Paper-Vorschläge ist der 10. Oktober. Angesprochen sind verschiedene sozialwissenschaftliche Teildisziplinen, doch auch und insbesondere für Politiktheoretiker und Ideengeschichtler könnte die Veranstaltung interessant werden.Weitere Infos nach dem Klick. <span id="more-4342"></span>Die Veranstalter schreiben:</p>
<blockquote><p>Studying ideational influence has been one of the most interesting developments of social research in recent decades. Ideas have been addressed as the sources of social and institutional transformation, the points of reference for studying processes of decision-making or for detecting discursive frameworks in public debates on policy change. Simultaneously, ideational research in different fields has stimulated the development of sophisticated research tools and analytical frameworks, often with regard to quite specific policy fields or social phenomena.</p>
<p>And yet, the discussion about ideas in all fields of social research has been challenged by similar and often very basic questions: What are ideas? Where do they come from? How do they matter? How do they travel? What is the relation between culture, values, discourse and ideas? (How) can we use ideas in social sciences?</p>
<p>The workshop starts from these common challenges to discuss ideational frameworks in social sciences from different theoretical perspectives and research areas. Therefore, researchers of public policy, political economy, European studies, and international relations, welfare state research, institutional evolution or political theory and sociology are welcome to participate in the workshop. We invite PhD students and other researchers working on these questions to send an abstract (max. 500 words) until October 10th 2011 to <a href="mailto:ideas.workshop%40bigsss.uni-bremen.de">ideas.workshop@bigsss.uni-bremen.de</a>. Both theoretical accounts of ideational approaches and papers applying these analytical tools to empirical analyses are welcome. Presentations will be grouped according to subject areas into different panels with senior researchers as commentators. The workshop also includes general sessions of literature discussion with all researchers. Senior researchers at the workshop are:</p>
<p>Prof. Silke Bothfeld, Hochschule Bremen<br />
Prof. Thomas Diez, Universität Tübingen<br />
Prof. Jane Jenson, University of Montreal<br />
Prof. Frank Nullmeier, Universität Bremen<br />
Prof. Craig Parsons, University of Oregon<br />
Prof. Sven Steinmo, European University Institute</p>
<p>You will be informed about the acceptance of your paper by October 20th. Workshop participation is free of charge. Participants have to cover their own accommodation and travel costs.</p>
<p>For further information and questions feel free to contact the organizing team:<br />
Marzena Kloka, Alexander Schellinger, Dorota Szelewa and Philine Weyrauch at <a href="mailto:ideas.workshop%40bigsss.uni-bremen.de">ideas.workshop@bigsss.uni-bremen.de</a>.</p></blockquote>
<p>[via ib-liste]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/09/cfp-ideengeleitete-ansatze-in-der-politikwissenschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dissertationsstipendien am Walther-Rathenau-Kolleg: Demokratie und Liberalismus</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/05/dissertationsstipendien-am-walther-rathenau-kolleg-demokratie-und-liberalismus/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/05/dissertationsstipendien-am-walther-rathenau-kolleg-demokratie-und-liberalismus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 May 2011 15:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thorsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jobs & Stipendien]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratietheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Naumann-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Potsdam]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=3695</guid>
		<description><![CDATA[Im Walther-Rathenau-Kolleg werden gerade Promotionsstipendien zum Thema &#8220;Liberalismus und Demokratie. Zur Genealogie und Rezeption politischer Bewegungen von der Aufklärung bis zur Gegenwart&#8221; vergeben. Das von der Friedrich-Naumann-Stiftung (FNF) und dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ) getragene Kolleg ist zwischen Berlin und Potsdam angesiedelt und will mit dem bewusst interdisziplinär angelegten Thema die Möglichkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://www.walther-rathenau-kolleg.de" target="_blank">Walther-Rathenau-Kolleg</a> werden gerade Promotionsstipendien zum Thema &#8220;Liberalismus und Demokratie. Zur Genealogie und Rezeption politischer Bewegungen von der Aufklärung bis zur Gegenwart&#8221; vergeben. Das von der <a href="http://freiheit.org/Aktuell/11c/index.html" target="_blank">Friedrich-Naumann-Stiftung</a> (FNF) und dem <a href="http://www.uni-potsdam.de/db/mmz-potsdam/" target="_blank">Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien</a> (MMZ) getragene Kolleg ist zwischen Berlin und Potsdam angesiedelt und will mit dem bewusst interdisziplinär angelegten Thema die Möglichkeit der Bewerbung aus sehr unterschiedlichern Richtungen erlauben. Es werden Dissertationen gefördert, die im Zusammenhang mit Liberalismus und/oder demokratischen Bewegungen seit dem 18. Jahrhundert stehen. Derzeit gibt es besonders viele Arbeiten aus den Bereichen  jüdische Studien, Geschichte, Literatur-, Kulturwissenschaft. Arbeiten  zur politischen Theorie, politischen Philosophie und sogar den  theoriebezogenen IB werden aber auch gesucht und es gibt auch schon Vorläufer und Gesprächspartner im Kolleg. Vielleicht wächst deren Kreis ja bald, Gestaltungsspielraum ist allemal gegeben.</p>
<p>Die Deadline für die kommende Auswahlrunde ist der 31. Mai. Dies ist zwar relativ bald, verlangt werden jedoch neben klassischen Bewebungsunterlagen für den ersten Auswahlgang zunächst nur ein Kurzexposé und die Angabe der Namen zweier Referenzpersonen. Mehr zur Ausschreibung findet sich auf der <a href="http://freiheit.org/Walther-Rathenau-Kolleg/1046c11764i884/index.html" target="_blank">Seite der Stiftung</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/05/dissertationsstipendien-am-walther-rathenau-kolleg-demokratie-und-liberalismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Assistenzstellen in Zürich</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/04/assistenzstellen-in-zurich/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/04/assistenzstellen-in-zurich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 07:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jobs & Stipendien]]></category>
		<category><![CDATA[CfA]]></category>
		<category><![CDATA[Doktorandenstelle]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[politische Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Postdoc]]></category>
		<category><![CDATA[Zürich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=3143</guid>
		<description><![CDATA[An der Universität Zürich sind derzeit gleich mehrere Assistenz-Stellen (50%) ausgeschrieben: Am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie sowie am Lehrstuhl für Politische Philosophie. Einsendeschluss ist der 30. April bzw. der 1. Juni. Der Sommer, das akademische, das soziale und das natürliche Umfeld von Zürich sind sehr zu empfehlen. Am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An der Universität Zürich sind derzeit gleich mehrere Assistenz-Stellen (50%) ausgeschrieben: Am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie sowie am Lehrstuhl für Politische Philosophie. Einsendeschluss ist der 30. April bzw. der 1. Juni. Der Sommer, das akademische, das soziale und das natürliche Umfeld von Zürich sind sehr zu empfehlen.<span id="more-3143"></span></p>
<p>Am <a href="http://www.philosophie.uzh.ch/institut/lehrstuehle/geschichte.html">Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie</a> am Philosophischen Seminar der Universität Zürich ist ab 1. Mai eine  Assistenzstelle (50%) neu zu besetzen: Erwartet werden u.a. selbstständige Forschung (Promotions- oder Habilitationsprojekt im Bereich der Philosophiegeschichte oder der theoretischen Philosophie) und Lehre. Die Bewerbungsunterlagen (ohne Schriften) sind bis spätestens 30. April 2011 an das Sekretariat des Philosophischen Seminars zu senden (nicht per E-Mail!). Mehr Infos siehe <a href="http://www.philosophie.uzh.ch/news/allgemein/assistenzstelle-fs11.html" class="broken_link">hier</a>.</p>
<p>Auch am <a href="http://www.philosophie.uzh.ch/institut/lehrstuehle/politische.html">Lehrstuhl für Politische Philosophie</a> ist ab 1. August 2011 eine Assistenzstelle (50%) neu zu besetzen. (Zwei weitere Stellen waren zum 1.5. ausgeschrieben, hier ist der Einsendeschluss aber schon vorbei). Die Assistenz ist dem Lehrstuhl von <a href="http://www.philosophie.uzh.ch/institut/lehrstuehle/politische/ma/cheneval.html">Prof. Dr. Francis Cheneval</a> zugeordnet. Den Ausschreibungstext dazu findet Ihr <a href="http://www.philosophie.uzh.ch/news/allgemein/assistenz-cheneval.html" class="broken_link">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/04/assistenzstellen-in-zurich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Transkulturalität I: Ideengeschichts-Workshop in Hamburg</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/03/transkulturalitat-i-ideengeschichts-workshop-in-hamburg/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/03/transkulturalitat-i-ideengeschichts-workshop-in-hamburg/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 06:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[CfP]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturalität]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=3068</guid>
		<description><![CDATA[In Hamburg findet am 15. und 16. Juli 2011 der zweite Nachwuchsworkshop aus der Reihe &#8220;Methoden der politischen Ideengeschichte&#8221; statt. Nachdem auf der ersten Tagung über methodische Ansätze der Ideengeschichte diskutiert wurde (wir berichteten), geht es in diesem Jahr um eine Perspektiverweiterung: die Frage nach der Integration nicht-westlicher Ideen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich einer inter- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Hamburg findet am 15. und 16. Juli 2011 der zweite Nachwuchsworkshop aus der Reihe &#8220;Methoden der politischen Ideengeschichte&#8221; statt. Nachdem auf der ersten Tagung über methodische Ansätze der Ideengeschichte diskutiert wurde (wir <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2010/07/bericht-vom-workshop-ansatze-und-methoden-zur-erforschung-politischer-ideen-im-juli-2010-in-hamburg/">berichteten</a>), geht es in diesem Jahr um eine Perspektiverweiterung: die Frage nach der Integration nicht-westlicher Ideen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich einer inter- bzw. transkulturellen Ideengeschichte, welche Herausforderungen stellen sich ihr und was bedeutet dies für das Fach insgesamt? Keynote speakers sind Manuela Boatcǎ (FU Berlin), Fred Dallmayr (University of Notre Dame), Eun-Jeung Lee (FU Berlin) und Walter Reese-Schäfer (Georg-August-Universität Göttingen). Vorschläge für Beiträge werden bis zum 30. April erbeten. Hier geht&#8217;s zum <a href='http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2011/03/Call_Methoden_vergleichende_Ideengeschichte.pdf'>Call</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/03/transkulturalitat-i-ideengeschichts-workshop-in-hamburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stipendien für ideengeschichtliche Archivforschung</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/03/stipendien-fur-ideengeschichtliche-archivforschung/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/03/stipendien-fur-ideengeschichtliche-archivforschung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 11:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thorsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jobs & Stipendien]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Marbach]]></category>
		<category><![CDATA[Stipendien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=2971</guid>
		<description><![CDATA[Stefan Skupien macht uns darauf aufmerksam, dass bis zum 30. 4. 2011  die Deadline für 3 Gerda-Henkel Stipendien für &#8216;Ideengeschichte&#8217; läuft. Diese ermöglichen bis zu fünfmonatige Recherchen in den Archiven von Marbach, Weimar, Wolfenbuettel. Eingeladen werden Arbeitsentwürfe, die sich auf den Bestand der Archive stützen und einen interdisziplinären politisch-ideengeschichtlichen und bildwissenschaftlichen Bezug aufweisen. Das Angebot gilt für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan Skupien macht uns darauf aufmerksam, dass bis zum 30. 4. 2011  die Deadline für 3 Gerda-Henkel Stipendien für &#8216;Ideengeschichte&#8217; läuft. Diese ermöglichen bis zu fünfmonatige Recherchen in den Archiven von Marbach, Weimar, Wolfenbuettel. Eingeladen werden Arbeitsentwürfe, die sich auf den Bestand der Archive stützen und einen interdisziplinären politisch-ideengeschichtlichen und bildwissenschaftlichen Bezug aufweisen. Das Angebot gilt für Doktoranden und Postdoktoranden, gefördert wird für max. 5 Monate (900,- Euro/Monat für Doktoranden, 1.500,- Euro/Monat für Postdoktoranden). Mehr Informationen findet ihr <a href="http://www.dla-marbach.de/service/stipendien/gerda_henkel_stipendien/index.html" class="broken_link">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/03/stipendien-fur-ideengeschichtliche-archivforschung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Programm zur Augsburger Macht-Tagung</title>
		<link>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/01/programm-zur-augsburger-macht-tagung/</link>
		<comments>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/01/programm-zur-augsburger-macht-tagung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 12:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[DVPW]]></category>
		<category><![CDATA[Ideengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Machttheorie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.theorieblog.de/?p=2601</guid>
		<description><![CDATA[Brandneu im Netz zirkuliert nun das Programm für die Frühjahrstagung der DVPW-Theoriesektion im kommenden März in Augsburg zum Thema &#8220;Politische Macht im gesellschaftlichen Kontext&#8221;. Sie schließt thematisch direkt an die &#8220;Variationen der Macht&#8221; in Erfurt im September 2010 an, über die wir berichtet hatten. Dabei ist auch diesmal wieder eine Vielzahl von Themen &#8211; das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brandneu im Netz zirkuliert nun das <a href="http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2011/01/tagungsprogramm-politische-macht-im-gesellschaftlichen-kontext.pdf">Programm</a> für die Frühjahrstagung der DVPW-Theoriesektion im kommenden März in Augsburg zum Thema &#8220;Politische Macht im gesellschaftlichen Kontext&#8221;. Sie schließt thematisch direkt an die <a href="http://www.politikwissenschaft.tu-darmstadt.de/fileadmin/theoriesektion/Macht_-_Tagungsprogramm-1.pdf">&#8220;Variationen der Macht&#8221;</a> in Erfurt im September 2010 an, über die wir <a href="http://www.theorieblog.de/index.php/2010/10/der-gehorsam-ist-das-erklarungsbedurftige-bericht-zur-erfurter-dvpw-tagung/">berichtet</a> hatten. Dabei ist auch diesmal wieder eine Vielzahl von Themen &#8211; das Spektrum reicht von Rechtstheorie bis zu Fragen der Legitimierung von Kolonisation. Um <a href="http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2011/01/AnmeldungAugsburg.pdf">Anmeldung</a> bis Ende Februar wird gebeten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.theorieblog.de/index.php/2011/01/programm-zur-augsburger-macht-tagung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

