In der deutschen Politikwissenschaft lässt sich in den letzten Wochen eine Art digitaler Gründungsboom beobachten: Auf einer Domain der Universität Marburg betreibt das Team um Thomas Noetzel, Jörg Probst und Remko Leemhuis seit Kurzem ein interdisziplinäres Portal für ideengeschichtliche Politikforschung, auf dem neben Rezensionen und Essays auch eine Bilddatenbank zur politischen Ideengeschichte angeboten werden soll. Außerdem gibt es eine Rubrik “Zombie des Monats“, was sich auf jeden Fall vielversprechend anhört, auch wenn mir noch nicht ganz klar ist, welchen Zombiebegriff die Autoren vertreten (nach der Typologie von David Chalmers kann man zwischen dem klassisch-haitianischen, dem Hollywood- und dem philosophischen Zombie unterscheiden…). Noch findet sich zwar relativ wenig Content auf der Seite, das Projekt sieht aber bereits jetzt sehr spannend aus. (weiterlesen…)
Beiträge mit dem Schlagwort ‘Ideengeschichte’
Bericht vom Workshop „Ansätze und Methoden zur Erforschung politischer Ideen“ im Juli 2010 in Hamburg
29. Juli 2010, haraldOrganisiert von Andreas Busen (Uni Hamburg), Alexander Weiß (Uni Hamburg) und Stefan Skupien (FU Berlin) fand am 16. und 17. Juli am Institut für Politikwissenschaft der Universität Hamburg eine Zusammenkunft von etwa 50 Nachwuchswissenschaftlern statt. Der Workshop Ansätze und Methoden zur Erforschung politischer Ideen brachte, so das einhellige Urteil, durch vielfältigen Gedankenaustausch eine intensive Gegenwärtigkeit derjenigen Fragestellungen hervor, die jeden Forschenden im Bereich der Theorie und Ideengeschichte betreffen (hier eine erste gebloggte Reaktion auf die Tagung). (weiterlesen…)
Online-Petition für die Einrichtung einer Vollprofessur ‘Politische Ideengeschichte’ am OSI
1. Juli 2010, maikeAm Berliner Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft wird schon seit Jahren um die Wiedereinsetzung der Ideengeschichts-Vollprofessur, die seit der Emeritierung von Gerhard Göhler vakant ist, gestritten – bis jetzt ohne Erfolg. (Wir berichteten schon über die Protestwoche “Vakanzen tanzen”.) Wer das Anliegen unterstützen möchte, kann hier eine Online-Petition unterzeichnen.
Workshop ‘Ansätze und Methoden zur Erforschung politischer Ideen’
30. Juni 2010, maikeAm 16. und 17. Juli 2010 findet am Hamburger Institut für Politikwissenschaft ein interdisziplinärer Nachwuchsworkshop zu Ansätzen und Methoden der politischen Ideengeschichte statt. Hier ist das Programm.
Politisches Denken auf 20 Quadratmetern
22. Mai 2010, andreasNoch bis zum 6. Juni kann man in der Antikensammlung im Alten Museum in Berlin eine kleine, aber äußerst feine und auch politikwissenschaftlich hochinteressante Ausstellung besuchen. Mit nur wenigen Exponaten (vier Büsten, 22 Münzen und zwei Graphiken) benötigt die Ausstellung „Der Brutus vom Kapitol. Ein Porträt macht Weltgeschichte“ nur etwa 20 Quadratmeter, um damit dennoch über zweitausend Jahre politischen Denkens nachzuzeichnen.
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CfP: Ansätze und Methoden zur Erforschung politischer Ideen
29. April 2010, maikeEin Call zu einem sowohl ehrwürdigen als auch hochaktuellen Thema: Das Institut für Politikwissenschaft der Universität Hamburg veranstaltet am 16. und 17. Juli 2010 einen Nachwuchsworkshop zu Ansätzen und Methoden der politischen Ideengeschichte. Der Workshop soll der Etablierung eines langfristigen Forschungszusammenhangs dienen, die Vorstellung von „works in progress“ ist ausdrücklich erwünscht. Deadline ist der 30. Mai. Hier gibt’s den CfP.
Presseschau 04/2010
28. April 2010, chrisDie Presseschau im Monat April nimmt sich wieder einige interessante Zeitschriften vor. Während chris die aktuellen Ausgaben einiger englischsprachigen Journals vorstellt, wirft maike einen Blick auf die deutschsprachige Zeitschriftenlandschaft dieses Monats bzw. Quartals. Doch lest selbst…. (weiterlesen…)
Politische Mythen – der Fall des „zweiten Katyn“
26. April 2010, evaIn dieser Woche hat die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk in der Süddeutschen Zeitung (leider nicht online verfügbar) einen beunruhigend-dringlichen Artikel zum Umgang Polens mit dem “zweiten Katyn”, wie der Flugzeugabsturz von Smolensk bisweilen genannt wird, geschrieben. Sie beobachtet darin, wie innerhalb von nur einer Woche nach dem Unglück in Windeseile am polnischen Mythos des nationalen Leidens und Opferns weitergeschmiedet wurde: Die Katastrophe, durch die das Land wichtige Teile seiner Führungselite verloren hat, wurde in diesen historisch weit zurückreichenden Opfermythos inkorporiert und als dessen jüngste Episode umgedeutet. (weiterlesen…)
WiMi-Stelle am Berliner SFB 644
6. April 2010, evaIn dem von Herfried Münkler und Karsten Fischer geleiteten, ideengeschichtlich angelegten Projekt “Imperiale Deutungsmuster: Das Imperium Romanum als politische Reflexionskategorie” ist eine WiMi-Stelle ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 22.04.2010. Alle Infos gibt es hier.