Vortrag: Saskia Sassen in Berlin

Am 11.07 – ACHTUNG VERLEGT: 1o.07,18 Uhr,  Akademischen Senatssaal, HFB – wird es an der FU Berlin einen öffentlichen Vortrag von Saskia Sassen geben. Der Vortrag trägt den Titel eines ihrer Bücher “Expulsions: Brutality and Complexity in the Global Economy”. Die Veranstaltung findet im Henry-Ford Bau statt (Hörsaal B Senatssaal) und beginnt um 18 Uhr. Alle weiteren Infos entnehmt bitte dem Poster zur Veranstaltung.

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Podcast: Ina Kerner – Postkoloniale Theorien als globale kritische Theorien

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Die den Vortrag von Ina Kerner leitende Ausgangsfrage ist, wie eine der Globalisierung angemessene kritische Theorie aussehen könnte; eine Theorie die dabei nicht nur in der Kritik verbleibt, sondern eine Perspektive der Widerständigkeit und Transformation eröffnen könnte. Dabei wird die Theorie auf zwei Ebenen von der Globalisierung durchdrungen zum einen als Gegenstand des Theoretisierens und zum anderen als Globalisierung der Theorie selbst. Für Kerner besteht die Herausforderung einer solchen doppelbestimmten globalen kritischen Theorie als erstes in der Überwindung des methodischen Nationalismus und Eurozentrismus und deren Blindheit für die Andersartigkeit politischer Prozesse in nicht-westlichen Kontexten. Zu diesem Zweck zieht Kerner eine außerordentliche Breite an Theoretikerinnen und Theoretikern aus den unterschiedlichsten Erdteilen zu Rate: Mit Stuart Hall thematisiert sie den Eurozentrismus, der Europa zum Maßstab globaler Entwicklungen macht, mit Fernando Coronil globale Machtasymmetrien, mit Achille Mbembe und Anibal Quijano die historischen Hinterlassenschaften des Kolonialismus, mit Eduardo Mendieta die epistemischen Privilegien und plädiert abschließend mit Veith Selk für die Übersetzung theoretischer Konzepte und die Überarbeitung des theoretischen Kanons des globalen Nordens. Quintessenz des theoretischen Angebots, das Kerner als eine Art Werkzeugkasten für eine bessere Welt präsentiert, ist, dass jede Kritik in Zeiten der Globalisierung ohne Berücksichtigung der peripheren, nicht-westlichen Wissensformen unvollständig bleibt.

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Podcast: Christian Volk – Staat und Souveränität in der transnationalen Konstellation

Wie vergangene Woche angekündigt präsentieren wir euch heute den ersten Podcast zur Vortragsreihe “Zur Zukunft der Politischen Theorie im 21. Jahrhundert”, der am 26.04.2016 an der Universität Göttingen gehalten wurde. Aller Anfang ist schwer, weshalb die Tonqualität des hervorragenden Vortrags  leider zu wünschen übrig lässt. Wir tun unser bestes, um den Podcast nächste Woche in besserer Tonqualität anbieten zu können. Nächste Woche folgt: Franziska Martinsen – Das europäische Subjekt der Menschenrechte.
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Der Vortrag “Staat und Souveränität in der transnationalen Konstellation” geht auf die Arbeit des DFG-Projekts “Der Begriff der Souveränität in der transnationalen Konstellation” zurück, das Christian Volk geleitet hat und fasst die zentralen Ergebnisse zusammen. Christian Volk fragt, ob sich das Politische in Zeiten der Globalisierung mit dem Begriff der Souveränität noch angemessen beschreiben lässt und ob dieser seine normative Fundierungsfunktion dadurch eingebüßt hat. Durch die Trends in der globalen Rechtsentwicklung, wie die Zunahme der durch den UN-Sicherheitsrat erlassenen Sanktionen, die Einschränkung des Konsensprinzips in der internationalen Politik, das Entstehen neuer Gerichte und Tribunale und das Hinzutreten neuer Völkerrechtssubjekte wird das Konzept der Souveränität zunehmend herausgefordert, wenn nicht gar gänzlich in Frage gestellt. Volk zeigt durch den Vergleich von zwei Autorenpaaren, wie die Struktur des Souveränitätsbegriffs selbst eine angemessene Lösung für die diagnostizierten Probleme verstellt. Hans Kelsen und Carl Schmitt, Dieter Grimm und Jean Cohen werden als “feindliche Brüder” (Wolfgang Eßbach) gegenüber gestellt und so die Ontologie des Souveränitätsdenkens herausgearbeitet. Volk macht deutlich, wie das souvernänitätstheoretische Denken den Blick auf den Netzwerkcharakter gegenwärtiger politischer Praktiken, die Vielzahl von neuen Akteuren und die spezifische transnationale Prägung der gegenwärtigen Politik verstellt.

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Vortragsreihe “Ander(e)s Wissen: Kritische Betrachtungen globaler Wissensproduktion” (Berlin)

bgsmcs_offener_hoersaal_2016_anderes_wissenAn der FU Berlin gibt es im Sommersemester spannende Vorträge zur Frage globaler Wissensproduktion, veranstaltet vom Institut für Islamwissenschaft und der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies im Rahmen des Offenen Hörsaals. Die Reihe beschäftigt sich mit Fragen wie: Wie kann regionalwissenschaftliche Forschung systematischer für eine vertiefte Auseinandersetzung mit sozialwissenschaftlichen Grundannahmen genutzt werden? Auf welche Weise müssen eingeschliffene Begriffe wie Religion, Geschlecht, Gesellschaft oder Staat überdacht werden, wenn sich regionalwissenschaftliches Wissen stärker auch in die Theoriebildung einbringt? Und wie lassen sich auf diese Weise globale Machtasymmetrien auch im Bereich der akademischen Wissensproduktion sichtbar machen?

Hier geht es zum Programm.

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CfP: Praktische Philosophie in einer globalen Perspektive

Das an der Hochschule für Philosophie München im Zusammenhang mit dem Rottendorf-Projekt herausgegebene Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive sucht derzeit nach Vorschlägen für Beiträge. Das Jahrbuch ist in einen allgemeinen Teil, der sich mit Philosophie bezüglich globaler Fragen beschäftigen soll und einen speziellen Teil untergliedert, der dieses Jahr zum Pragmatismus geht. Für beide Teile können Einreichungen vorgeschlagen werden, zunächst als Abstract von maximal 500 Wörtern, der bis zum 15. März vorliegen muss. Akzeptierte Beiträge müssen dann bis Ende September geschrieben werden, Beiträge für den Pragmatismusschwerpunkt werden auch noch auf einer Konferenz im Juni in München verhandelt. Alle Informationen zu dem Call findet ihr hier auf der Homepage.

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Berlin: “Philosophie in einer globalisierten Welt. Mobilität und Grenzen”

Am 9. und 10. Juli findet am Institut für Philosophie der FU Berlin eine Tagung zum Thema “Philosophie in einer globalisierten Welt. Mobilität und Grenzen” statt. Alle Details und das Programm gibt es hier.

Ziel der Tagung ist eine Selbstreflexion und -verortung der Philosophie im Lichte der jüngeren Entwicklungen des Wissenschaftssystems: “Angesichts der gegenwärtigen neoliberalen Tendenzen zur Internationalisierung und Standardisierung der Wissenschaften stellt sich die Frage, wie diese Prozesse auf die Philosophie einwirken, unter welchen Bedingungen sie stattfinden, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen und wie sie aus philosophischer Sicht reflektiert und kritisiert werden können.” Zu diesen Fragen wird es Vorträge von Étienne Balibar, Nikita Dhawan, Stefan Gosepath, Mathieu Hauchecorne, Rada Ivekovic, Hilge Landweer, Urs Lindner, Jürgen Trabant und Frieder Otto Wolf geben. Organisiert wird die Tagung von Stefania Maffeis.

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CfP: Global Cultures of Contestation (Amsterdam)

Am 15. und 16. Oktober findet in Amsterdam eine internationale Konferenz zu “Global Cultures of Contestation” statt. In vier Tracks wird nach der kulturellen Dimension der globalen Protestbewegung der letzten Jahre gefragt, konkret nach der Mobilität, der Nachhaltigkeit, der Ästhetik und den Plattformen der Bewegungen. Wer an der Konferenz teilnehmen will, kann sich mit kurzem Abstract und Bio bis zum 01. Juni 2015 bewerben. Alle Infos finden sich hier auf der Webseite des “Amsterdam Institute for Globalisation Studies”

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Ringvorlesung: Theorizing Global Order (Frankfurt)

Auch in diesem Jahr veranstaltet das Frankfurter Exzellenzcluster “Normative Ordnungen” wieder eine spannende Ringvorlesung. Thema ist: Theorizing Global Order. Und es tragen vor allem berühmte Theoretiker der Internationalen Beziehungen vor, unter anderem vor: R.B.J. Walker, Iver Neuman und Christian Reus-Smit. Die Veranstaltung ist an sechs Terminen mittwochs um 18:15 Uhr (Hz6) und das Programm lässt sich hier als PDF einsehen oder unter dem Strich bewundern. (mehr …)

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„Identität ist etwas, das einen greift“ – Psychologie und Politische Theorie

„Man kann die Welt weder von einem beliebigen noch von gar keinem Standort aus betrachten, sondern nur aus der eigenen, besonderen Position heraus.“ Mit diesen Worten beginnt der Aufsatz Globalisierung, Migration und Psyche des indischen Psychoanalytikers und Schriftstellers Sudhir Kakar. Dessen Buch Kultur und Psyche. Psychoanalyse im Dialog mit nicht-westlichen Gesellschaften (Psychosozial-Verlag 2012) geht der Frage nach, welche Bedeutung der Kultur im Prozess der Konstituierung der menschlichen Psyche zukommt. Dabei diskutiert er in den einzelnen Kapiteln ein breites Themenspektrum, das den Einfluss von Kultur auf so verschiedene Bereiche wie Theorie und Praxis der Psychotherapie, Konzepte von Liebe und das Verständnis von Religion umfasst. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beschäftigung mit Identitätsbildung und Migration im Zuge von Globalisierungsprozessen. Die anregende Lektüre Kakars wirft die Frage auf, ob psychologischen Beschreibungs- und Erklärungsmustern in der Politischen Theorie nicht (wieder) mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Eine interdisziplinäre Öffnung für Perspektiven der Psychologie könnte das Verständnis politischer (Gruppen-)Dynamiken vertiefen und Fehlentwicklungen in der politischen Theoriebildung entgegenwirken. (mehr …)

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Summer School: “Global Studies and Theory of Society”

Bis zum 25. Mai kann man sich noch bewerben für die Summer School des Forum Internationale Wissenschaft, die im September in Bonn stattfinden wird. DoktorandInnen und PostDocs aus den Sozialwissenschaften sind eingeladen, Vorschläge einzureichen, die sich mit einer anspruchsvolleren Theoretisierung globalber Gesellschaftszusammenhänge auseinandersetzen. Details sind hier nachzulesen.

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