Beiträge mit dem Schlagwort ‘Freiheit’

Mit Axel Honneth diskutieren (Berlin und Frankfurt)

4. Januar 2012, thorsten

Passend zu unserem Honneth-Lesekreis - und als kleiner Lückenfüller für die Mini-Feiertagspause, die wir gerade nehmen – findet am 2. Februar 2012, 18 Uhr, an der HU Berlin (Audimax) eine Podiumsdiskussion mit Axel Honneth, Ute FrevertHeiner Ganßmann und Christoph Möllers statt. Die Veranstaltung steht unter dem Titel “Die Gegenwart der Freiheit - Zeitdiagnose und Gesellschaftskritik in Axel Honneths ‘Das Recht der Freiheit’”. Begleitend findet am 2.2 und 3.2 außerdem ein Buchworkshop  statt, für den aber eine separate Anmeldung erforderlich und die Plätze begrenzt sind. Infos zu beiden Veranstaltungen hier.

Wer näher an Frankfurt als an Berlin ist, hat die Chance Honneth entweder im Rahmen seines Beitrags zur Ringvorlesung am 18. Januar (18,15 Uhr, Hz3) oder auf einem Panel mit Joseph Vogl und Juliane Rebentisch im Rahmen der Kunstausstellung “Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen” (27.01, 19 Uhr, Frankfurter Kunstverein) zu sehen. Und für alle, die seine Thesen ortsungebunden diskutieren wollen, bleibt ja der Lesekreis.

 

 

Honneth-Lesekreis (5): Auftakt der normativen Rekonstruktion – Liebe und Freundschaft als tragende Säulen verwirklichter Freiheit

19. Dezember 2011, maike

Teil C, III.1 (Das „Wir“ persönlicher Beziehungen: a. Freundschaft + b. Intimbeziehungen) (S. 221-276)

In Teil C kommen wir zum zentralen Teil des Buches; hier führt Axel Honneth die normative Rekonstruktion der freiheitskonstituierenden Sphären am Material durch. An diesem Teil wird sich, wie Honneth bereits in der Einleitung betont hat, die Überzeugungskraft seines gesellschaftstheoretischen Ansatzes zeigen. Bevor ich zur Darstellung der Freundschaft und der Intimbeziehungen komme, mit der Honneth die inhaltliche und materiale Rekonstruktion der Sphären sozialer Freiheit beginnt, möchte ich noch einmal kurz die Architektur des Werks in Erinnerung rufen, um im Anschluss daran den Stellenwert dieses zentralen Kapitels zu erörtern. (weiterlesen…)

Honneth-Lesekreis (2): Nicht Additiv, sondern Medium von Freiheit: Honneths Rekonstruktion der Hegelschen Sittlichkeitsidee

28. November 2011, paul_s

Teil III (Die soziale Freiheit und ihre Sittlichkeitslehre) und Übergang (Die Idee der demokratischen Sittlichkeit) (S. 81-126)

»Das Rechtliche und das Moralische kann nicht für sich existieren, und sie müssen das Sittliche zum Träger und zur Grundlage haben […] [D]as Recht existiert nur als Zweig eines Ganzen, als sich anrankende Pflanze eines an und für sich festen Baumes.«

Mit diesen Worten beschließt Hegel in der Rechtsphilosophie (§ 141 Z) seine Darstellung des abstrakten Rechts und der Moralität. Als Leitprämisse könnte die Aussage zu Beginn wie auch am Ende des Abschnittes zur sozialen Freiheit stehen, geht es Honneth hier doch darum, den grundlegenderen Charakter des komplexesten Modells von Freiheit (vgl. 42f) aufzuweisen. Diesen wirft er Hegel folgend vor, die „sozialen Bedingungen, die die Ausübung der jeweils gemeinten Freiheit erst ermöglichen würden, [nicht] selbst schon als Bestandteile von Freiheit“ zu deuten, mithin die „gesellschaftlichen Realisierungschancen“ (79) auszublenden. Honneth erhebt den Vorwurf der Institutionenvergessenheit und hält fest, dass die objektive Wirklichkeit einem solchen Verständnis folgend von den selbstbestimmt Handelnden „als vollständig heteronom begriffen werden muß“ (83). Auf dieses Motiv kommt Honneth im Folgenden immer wieder zurück. (weiterlesen…)

Honneth-Lesekreis (1) Honneths geschichtsteleologische Rekonstruktion sozialer Freiheit

21. November 2011, jens

Einleitung (Gerechtigkeitstheorie als Gesellschaftsanalyse), Teil I (Die negative Freiheit und ihre Vertragskonstruktion) und Teil II (Die reflexive Freiheit und ihre Gerechtigkeitskonzeption) (S. 14-80) 

Die Politische Theorie ist eine besonders selbstreflexive Disziplin. Mehr noch als ihre Kollegen in anderen Fachbereichen stellen Politische Theoretiker turnusmäßig die Methoden und Ziele ihrer Disziplin in Frage. So lautet eine vielfach geäußerte Kritik, dass die Politische Theorie zu ahistorisch und normativ verfahre, wenn sie sich an abstrakten Gedankenspielen ergötze, anstatt die politische Realitäten in den Blick zu nehmen. Der Tenor dieser Kritik lautet somit: Zuviel Theorie, zu wenig Politik. Andererseits ernten diejenigen, die sich komplexen historischen Fallstudien oder tagespolitischen Fragen zuwenden, nicht weniger Kritik, da sie—so der bekannte Vorwurf—oftmals zu wenig theoretische Tiefe zeigen. Ob sie nun zeitlos oder zeitgebunden verfahren, es scheint als könnten Politische Theoretiker es ihren Kollegen nie recht machen.

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Lesekreis zu Axel Honneths “Recht der Freiheit”

10. November 2011, team

Wir freuen uns, ein neues Format auf dem Theorieblog präsentieren zu dürfen: einen virtuellen Lesekreis! Einige kennen die Idee vielleicht schon von Public Reason. Unser Lesekreis wird sich sich mit Axel Honneths “Das Recht der Freiheit” beschäftigen und startet am 20. November. Ein großer Dank geht an Andreas Busen, der das Ganze angestoßen und organisiert hat.

Alle Infos zum Ablauf und Mitmachen gibt es ab sofort auf dieser Seite. Hier werden die einzelnen Lesekreis-Beiträge später auch verlinkt sein. Also: Buch besorgen (oder aus dem Regal nehmen), lesen und mitdiskutieren!

CfP: Jahrestagung der Theoriesektion zu Rousseau

6. Oktober 2011, thorsten

Vom 28.-30. Juni 2012 findet in Frankfurt die Jahrestagung der Theoriesektion statt (nächstes Jahr gibt es nicht Herbst- und Frühjahrstagung wie sonst, sondern nur eine Tagung sowie den DVPW-Jahreskongress in Tübingen). Die Sektionssitzung ist dabei Rousseau gewidmet, der 2012 das stolze Alter von 300 Jahren erreicht hätte. Gefragt wird nach den Ambivalenzen demokratischer Freiheit – konkret an den Fällen der Ambivalenzen der Selbstbestimmung, der Gleichheit und der Anerkennung. Wer aktiv teilnehmen möchte, ist aufgefordert bis zum 15.12.2011 einen Abstract an Sandra Seubert zu senden. Alle Infos und eine genaue Beschreibung des Themenschwerpunkts entnehmt bitte dem Call.

Buchpremiere von Axel Honneths “Das Recht der Freiheit” in Berlin

24. August 2011, eva

Kommende Woche, am 31. August um 18 Uhr, wird an der European School of Management and Technology das neue, 628 Seiten schwere Opus von Axel Honneth präsentiert. Auf dem Programm steht dazu ein Gespräch zwischen Honneth und Udo di Fabio, der 2006 über Die Kultur der Freiheit geschrieben hat;  eine Anmeldung ist nötig unter frauke.wriedt@esmt.org.  Suhrkamp schreibt zu Buch und Event:

In Das Recht der Freiheit stellt Axel Honneth durch eine hegelianische, rekonstruktive Konzeption politischer Philosophie die Gerechtigkeitstheorie auf eine neue Grundlage. Im Gespräch mit Verfassungsrichter Udo Di Fabio soll u.a. darüber gesprochen werden, wie die Gerechtigkeitstheorie als Gesellschaftsanalyse neu zu begründen ist und welchen Begriff der Freiheit wir in unseren modernen Gesellschaften teilen.

Ungarn: Auch die Philosophen werden angegriffen

28. Januar 2011, maike

Haben wir da plötzlich einen autoritären Staat mitten in Europa? Nun, zumindest einen, dessen – demokratisch gewählte! – Regierung demokratische Grundrechte wie die Presse- und Meinungsfreiheit massiv beschneidet (pusztaranger hat eine umfangreiche Presseschau zur Debatte um das neue Mediengesetz zusammengestellt), Repressalien gegen Regimekritiker einsetzt und seine Zweidrittelmehrheit im Parlament dazu nutzt, ihre Macht zu zementieren (“Verfassungsbarbarei“, sagt der Verfassungsblog). Jetzt treffen die politischen Angriffe auch Philosophen. (weiterlesen…)

Konferenz “Articulations of Justice” in Jena

20. Mai 2010, cord

David Strecker hat uns gebeten auf die u.a. von ihm organisierte Konferenz “Articulations of Justice Pt. 1: Justice and Liberty” aufmerksam zu machen.  Die Veranstaltung findet vom 25. bis 27. Juni 2010 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt, das sehr spannende Programm findet sich hier. Um Anmeldung wird gebeten!

Frankfurt Lectures: Nancy Fraser und Frank Michelman

13. April 2010, thorsten

Anfang kommender Woche wird Nancy Fraser im Rahmen der Frankfurt Lectures zwei Vorträge halten. Es geht um die Krise des Kapitalismus, genauer um “Marketization, Social Protection, Emancipation” (Montag, 19.04, 19 Uhr) und “Ambivalences of Emancipation” (Dienstag, 20.04, 19 Uhr). Weitere Informationen hier

Mitte Mai geht es bei den Frankfurt Lectures dann gleich prominent weiter, wenn von Frank I. Michelman erwartet wird, dass er sich zu ” The Case of Liberty” äußert (17. und 18. Mai, auch jeweils 19 Uhr). Die Informationen in diesem Fall verstecken sich hinter diesem Link.

Theorieinteressierte in Frankfurt mögen sich zudem gleich auch noch für Steven Lukes begeistern können, der am 26. April um 19 Uhr “The Diversity of Morals” zu erörtern denkt (Campus Bockenheim, Mertonstraße 17-21, Hörsaal 7).