Über Rechte reden: Lesenotiz zu Dirk Jörkes und Veith Selks “Theorien des Populismus”

Über (Rechts-)Populismus wird heftig diskutiert, in der öffentlichen Debatte, wie auch in der politischen Theorie. Wenn Theoretiker eher akademische  Populismusdebatten zugänglich aufbereiten, ist dies also hochaktuell und besonders begrüßenswert für alle, die sich eine enge Verzahnung von wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten und eine nicht schon sprachlich abgekoppelte Demokratietheorie wünschen. Selbstredend bleibt das zu besprechende Projekt nicht deskriptiv, sondern ist eine Fortsetzung von dem, was auf diesem Blog begonnen hat: Dirk Jörke und Veith Selk nutzen die Einführung (Dirk Jörke/Veith Selk, Theorien des Populismus zur Einführung, Hamburg: Junius 2017, 192 S.), um ihre Kritik an der liberalen, übermäßig moralisierenden Populismus-Verdammung zu untermauern.

Das Buch geht der Reihe nach auf das Phänomen Populismus, auf die Entstehungsursachen von Populismus, und auf die theoretischen Bewertungen von dem gegenwärtigen Populismus ein. Kurz zusammengefasst schlagen Jörke und Selk vor, Populismus als Reaktion auf die nicht eingehaltenen Versprechen der Demokratie zu interpretieren. (mehr …)

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Erinnerung: Ausschreibungen zum DVPW-Kongress 2018 in Frankfurt/M. noch bis Ende Januar!

Liebe Freundinnen und Freunde der Politikwissenschaft und insbesondere der Politischen Theorie, Ideengeschichte und Philosophie!

Nach der Weihnachts- und Silvesterpause möchte auch unser blog daran erinnern, dass Vortragsbewerbungen für den DVPW-Kongress 2018 „Grenzen der Demokratie / Frontiers of Democracy“ (25. bis 28. September 2018 an der Goethe-Universität Frankfurt/M.) noch bis zum 31. Januar möglich sind. Eine große Reihe spannender Panel warten auf noch mehr Beiträge! Eine Sammlung aller Einzelausschreibungen findet sich hier. Informationen zum neuen Format stehen hier zur Verfügung.

Viel Freude an ersten oder erneuten Einblicken und viel Erfolg für eure Bewerbungen und Panel!

Aus der speziellen Perspektive unseres blogs erscheinen uns übrigens folgende Panel besonders interessant. Eine Menge mehr ließe sich sicher noch ergänzen – nutzt dafür sehr gern die Kommentarspalte unten! Hier zunächst unsere favorites: (mehr …)

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Die Grenzen der Demokratie und die Frage nach demokratischen Grenzen

Nele Kortendiek und Marina Martinez Mateo (Hrsg.), 2017: Grenze und Demokratie. Ein Spannungsverhältnis. Frankfurt a.M.: Campus. ISBN 978-3-593-50725-5, 39,95€.

Der DVPW-Kongress 2018 wird die Frage der Grenzen der Demokratie / Frontiers of Democracy im Kontext ihrer aktuellen Krisen stellen. Tenor des Call for Papers ist, dass Demokratie auf vielfältige Weise an ihre Grenzen stößt und dass zugleich diese Krisendiagnosen politikwissenschaftlich genauer betrachtet werden sollten, um in den Grenzgebieten der Demokratie vielleicht auch neue Entwicklungsmöglichkeiten auszuloten. (mehr …)

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4 Doktorandenstellen: Migration und Demokratie (Duisburg-Essen)

Im neuen MERCATOR Forum – Migration und Demokratie sind vier weitere Stellen ausgeschrieben. Diesmal an der Universität Duisburg-Essen. Die Forschungsgruppe dort wird von Andreas Blätte und Andreas Niederberger geleitet und sich insbesondere mit den parlamentarischen Weisen der Bearbeitung von migrationsrelevanten Fragen in verschiedenen europäischen Parlamenten befassen. Dabei sollen sowohl mit Blick auf Annahmen in der Diskussion über die Deliberative Demokratie die Effekte von unterschiedlichen Beratungsmodi untersucht werden, wie auch der Zusammenhang zwischen der Wahl einer jeweiligen politischen Bearbeitung von Fragen und Policies bzw. deren Erfolg. Die Ausschreibungen der insgesamt vier 50%-Stellen findet ihr hier (Blätte) und hier (Niederberger). Die Bewerbungsfrist ist der 27.07.

P.S.: Aktuell sind auch noch die bis zu 12 Stellen (auch Postdocs) in Dresden (hier der Link) – Bewerbung bis 20.07.

 

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Wendy Brown in Berlin

Wendy Brown (Berkeley) hält am 28. Juni die diesjährige Democracy Lecture, welche von den “Blättern für deutsche und internationale Politik” in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt veranstaltet wird.  Der Vortrag mit dem Titel “Demokratie unter Beschuss: Der apokalyptische Populismus” beginnt um 19 Uhr im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Die kostenlosen Tickets sind ab 18 Uhr an der Abendkasse erhältlich.

 

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CfA: Docs und Postdocs für Mercator Forum Migration und Demokratie gesucht

Das neugegründete Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM), das im Herbst 2017 an der Technischen Universität Dresden seine Forschungstätigkeit aufnimmt (Leitung: Hans Vorländer, wiss. Koordinator: Oliviero Angeli) will zum 01.10.2017 eine größere Zahl von Doktoranden (50%) und Postdoc-Stellen (100%) besetzen (ca. zwölf Mitarbeiterstellen). Es werden vier Forschungsgruppen eingerichtet: zu Krisendiskursen (1), zu Populismus (2), zu institutioneller Verarbeitung von Migration (3) und zu Migration im städtischen und regionalen Kontext (4), wobei die Gruppe 3 an der Universität Duisburg-Essen angesiedelt ist. Alle Infos zur Ausschreibung könnt ihr hier als PDF abrufen, weitere Infos zum Projekt selbst gibt es auf der noch im Aufbau befindlichen Webseite. Bewerbungsschluss ist der 20.07.2017.

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Vortragsreihen zu Demokratie und Grundgesetz in Siegen

Elemente, Herausforderungen und Chancen der Demokratie stehen immer donnerstags um 20 Uhr im Fokus einer Reihe von öffentlichen Abendvorträgen des von der Universität Siegen ins Leben gerufenen Forums Siegen. Theoretische Perspektiven macht dabei am 18. Mai 2017 insbesondere Emanuel Richter (RWTH Aachen) mit einem Vortrag zu “Was ist Demokratie? Argumente gegen deren Beliebigkeit” stark. Theoretische Perspektiven durchziehen aber auch die Vorträge zu politischer Bildung (Christian Zimmermann) oder demokratischer Selbstbestimmung und Staatsbürgerschaft (Anna Meine).

Zudem liest die Universität Siegen im Rahmen des Programms “Eine Uni – ein Buch” in diesem Semester das Grundgesetz. Zu den Aktivitäten und Aktionen gehört dabei auch die Ringvorlesung Donnerstags um 6. Diskutiert werden u.a. philosophische, juristische und politikwissenschaftliche Perspektiven auf das Grundgesetz – von Grundfragen der Freiheit und Menschenwürde über Möglichkeiten des Verfassungswandels bis zum Spannungsfeld von Gleichheit und Differenz.

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CfA: Stelle in Luzern

Am politikwissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern ist am Lehrstuhl von Joachim Blatter eine Stelle als (Ober-)assistentin/Oberassistent ausgeschrieben. Man kann sich auf post-graduate oder post-doc Niveau bewerben, der inhaltliche Schwerpunkt der Stelle liegt auf normativer und/oder empirscher Forschung zu Demokratie, Bürgerschaft, Migration und transnationalen Systemen. Die Stelle läuft für 5+2 Jahre und ist eine 50% Stelle, die im Fall von Postdocs aber durch Drittmittelgelder aufgestockt werden kann. Bewerbungen müssen bis zum 30. Juni 2017 in Luzern eingehen. Alle Infos und Details entnehmt bitte der Ausschreibung in deutsch oder englisch.

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