Chantal Mouffe – Gezähmte Radikale oder überschätzte Reformerin? Stefan Wallascheks ZPTh-Artikel in der Diskussion

Für Freund_innen der theoretischen Debatte bietet das Heft 1/2017 der Zeitschrift für Politische Theorie nicht nur inhaltlich Lesestoff, sondern in Form der Diskussion zur “Kritischen Theorie heute” – gerahmt von einem Editorial der Herausgeber und einem abschließenden Beitrag zur Aktualität der Kritischen Theorie von Marc Grimm –  auch ein neues Debattenformat. Zwei Aufsätze stehen diesen Auseinandersetzungen voran: Christian Dries‘ Aufsatz zu Hannah Arendts Blick auf das Andere der Ordnung und Stefan Wallascheks Diskussion zu Chantal Mouffes Umgang mit der Frage nach den politischen Institutionen. Und auch Christian E. W. Kremsers anschließende Rezension zu Star Trek und der Politischen Theorie scheint einen Blick wert. Wir freuen uns, dass wir im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der ZPTh Stefan Wallascheks Aufsatz kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können. Wir freuen uns auch, dass Astrid Séville den passenden Kommentar dazu geschrieben hat. Herzliche Einladung an dieser Stelle an alle, in die Diskussion einzusteigen. Die Kommentarspalten sind hiermit eröffnet. Stefan Wallaschek wird in den nächsten Wochen antworten.

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Agonistischer Pluralismus braucht keinen gegen den Strich gebürsteten Schmitt

Chantal Mouffes agonistischer Pluralismus gehört zu den angesagtesten politischen Theorien dieser Tage – auch über die Fachdisziplin hinaus. Aufhorchen lässt Mouffes Theorie wohl nicht zuletzt, da sie wesentliche Theorieelemente aus der kritischen Lektüre Carl Schmitts („mit Schmitt gegen Schmitt“) gewinnt, eines erbitterten Gegners des Liberalismus und des Pluralismus. Weitaus weniger aufregend und originell stellt sich Mouffes Theorie allerdings dar, wenn man sie mit dem Neo-Pluralismus des Schmitt-Antipoden Ernst Fraenkel konfrontiert. (mehr …)

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Mouffe als Liberale? – Vincent Rzepka und Grit Straßenbergers ZPTH-Artikel in der Diskussion

In der zweiten Ausgabe 2014 widmet sich die Zeitschrift für Politische Theorie (ZPTH) im Rahmen eines Themenschwerpunktes dem Denken Chantal Mouffes. Vincent Rzepka und Grit Straßenberger stellen in ihrem Beitrag die politische Theorie Mouffes entgegen der gängigen Lesart in die Tradition eines „konfliktiven Liberalismus”. Im Rahmen unserer Kooperation mit der ZPTH (alle bereits diskutierten Artikel sind hier zu finden) bieten wir den Artikel von Rzepka und Straßenberger, der pünktlich zur Aachener DVPW-Frühjahrstagung auch zu einer Neulektüre des Verhältnisses von Liberalismus und Republikanismus einlädt, exklusiv zum Download an. Als Auftakt für die Diskussion hat Nina Elena Eggers den Artikel unter dem Strich kommentiert. Wir sind gespannt auf Eure Kommentare, Fragen und Anregungen. (mehr …)

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Antagonistischer Agonismus – Anmerkungen zu Chantal Mouffe’s Buch „Agonistik“

Die Idee des Agonismus wurde von Chantal Mouffe in diversen Büchern und Aufsätzen formuliert, blieb jedoch eher ein vages Konzept. Das vorliegende Buch „Agonistik. Die Welt politisch denken“ (2014) enthält eine Sammlung von Aufsätzen, die das Konzept des Agonismus aus verschiedenen Perspektiven (Internationale Politik, Europa, radikale Politik, künstlerische Praktiken) beleuchten und damit die Idee des Agonismus konkretisieren sollen. Die folgende Lesenotiz soll einen kurzen Überblick über Mouffes Idee eines antagonistischen Agonismus geben und offene Punkte herausarbeiten. (mehr …)

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CfP: ZPTh-Themenheft zu Chantal Mouffe

Chantal Mouffe ist ohne Frage eine der vieldiskutierten Autorinnen der Gegenwart. Insbesondere ihre demokratie- und gesellschaftstheoretischen Überlegungen sind Grundlage und Anstoß einer Vielzahl wichtiger Debatten in unserer Disziplin. Die Zeitschrift für Politische Theorie (ZPTh) hat sich nun entschlossen, Chantal Mouffe ein Themenheft zu widmen. Herausgeber des Themenhefts sind Oliver Flügel-Martinsen und Oliver Marchart. Einsendeschluss für Beiträge, die nicht länger als 50.000 Zeichen sein sollten, ist der 15. März 2014 – um Interessenbekundung vorab wird gebeten. Alle Infos und eine Umschreibung des Themenzuschnitts hier als PDF. Bis zum 31. Januar 2014 läuft im Übrigen auch noch der ZPTh CFP zum Sonderheft “Repbulikanismus”.

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Semesterprogramm: Verfassung jenseits des Staates

Das an der HU Berlin angesiedelte Graduiertenkolleg “Verfassung jenseits des Staates” hat auch in diesem Semester wieder ein tolles Vorlesungsprogramm zwischen Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie zusammengestellt. Unter anderem werden Chantal Mouffe, Saskia Sassen und Peter Niesen Vorträge halten. Alle Gastvorträge sind öffentlich. Sie beginnen jeweils um 18 Uhr c.t. und finden – meist – in der Walter Hallstein-Bibliothek statt. Die vollständige Übersicht über die Vorträge gibt es hier als PDF.

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Gastvorträge am Grakov Berlin

Auch in diesem Semester gibt es wieder eine spannende Gastvortragsreihe am Graduiertenkolleg “Verfassung jenseits des Staates” (HU Berlin). Mit von der Partie sind unter anderem Richard Bellamy (5.6) und Chantal Mouffe (3.7).  Am kommenden Dienstag kommt aber zunächst Jacob Levy von der McGill University, der über “Contra politanism: Against the teleology of political forms?” reden wird. Die Vorträge finden jeweils um 18 Uhr c.t. in der Walter-Hallstein-Bibliothek (Juristische Fakultät) statt. Das ganze Programm des Sommersemesters findet ihr hier als PDF.

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Quo vadis Demokratie(theorie)? Über Verfassungsentwicklung und demokratischen Fortschritt

Sinkende Wahlbeteiligungen, schwindendes Vertrauen in gewählte VolksvertreterInnen und abnehmende Mitgliederzahlen der politischen Parteien haben die Bedingungen, unter denen repräsentative Demokratien operieren, verändert. Wie repräsentative Demokratien auf diese Veränderungen reagieren sollten, was Repräsentanten eigentlich repräsentieren (Ideen, Interessen oder die Zusammensetzung ihrer Wahlkreise) und in welcher Form sie dies tun sollten, sind Fragen, die innerhalb der Politischen Theorie wieder verstärkt diskutiert werden. Grundsätzlichere Fragen, welche die Ausgestaltung und Angemessenheit der Verfassungen betreffen, auf denen diese Demokratien basieren, werden in der einschlägigen Literatur allerdings kaum thematisiert. Doch in welchem Maße repräsentieren die Verfassungstexte Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte nach ihrer Ratifizierung eigentlich noch die Überzeugungen und Werte der politischen Gemeinschaften, für die sie entworfen wurden? Und nach welchen Maßstäben kann das Volk zwischen Reformbemühungen unterscheiden, die seine Unterstützung verdienen und solchen, die es ablehnen sollte, wenn einzelne Passagen der Verfassungen als nicht mehr zeitgemäß erachtet werden? (mehr …)

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