Die Zeitschrift Polar, Magazin für Politik, Theorie und Alltag, lädt am 13. Dezember zur Release Party zum aktuellen Heft “Wieviel Sicherheit? Risiko und Angst in der entsicherten Welt”. Wie immer findet die Party in den Sophiensaelen in Berlin-Mitte statt und wie immer gibt es ein ausgewogenes Programm aus Lesung, Diskussion, Musik (Christiane Rösinger live, Jens Friebe als DJ) und alkoholischen Getränken. Kurzum, es wird alles geboten, was die/der Akademikerin so unter Spaß versteht. Die Details nach dem Klick: (weiterlesen…)
Beiträge in der Rubrik ‘Theorie meets Popkultur’
Philosophie für alle! Neuigkeiten am Kiosk
18. November 2011, evaWird Denken vielleicht Mode? fragt ungläubig die SZ. Und in der Tat: Philosophieren scheint keine völlig elitäre Angelegenheit mehr zu sein, denn in der deutschsprachigen Medienlandschaft finden philosophische Themen und Köpfe zunehmend Raum und Aufmerksamkeit – eine durchaus erfreuliche Entwicklung. Als Symptom und potentielle Verstärker für diesen Trend gibt es seit dieser Woche zwei neue philosophische Zeitschriften, die die Philosophie aus dem Hörsaal in die Wohnzimmer bringen sollen, also durchaus für eine breitere Lesergruppe ohne Dr. phil. ausgelegt sind. Das monatlich erscheinende “Philosophie Magazin” und das halbjährliche “Hohe Luft” sind Denk-Hefte, die Alltagsthemen durchphilosophieren und philosophische Themen zu veralltäglichen versuchen – von der Frage über die tieferen Implikationen des Kinderkriegens über die Zulässigkeit des Lügens. Man darf gespannt sein, wie sich diese Projekte entwickeln, und wie sich die Magazine aus fachphilosophischer Sicht so lesen – darüber haben wir mit dem Chefredakteur des “Philosophie Magazin”, Wolfram Eilenberger, gesprochen: (weiterlesen…)
Eignet sich ein “Kindle” für den wissenschaftlichen Alltag?
20. Mai 2011, danielBis vor kurzem konnte ich mir nicht vorstellen, das klassische Buchformat und das damit verbundene Leseerlebnis zugunsten der Lektüre von Ebooks auf einem digitalen Ebook-Reader wie dem Kindle aufzugeben. Und auch wenn ich immer noch sicher bin, dass ich auch in Jahrzehnten noch gedruckte Bücher lesen werde, habe ich mir doch zuletzt zunehmend die Frage gestellt, ob nicht gerade im wissenschaftlichen Alltag Ebook-Reader eine sinnvolle Ergänzung sein könnten. Seit zwei Wochen habe ich nun das Vergnügen, einen Kindle DX von Amazon benutzen zu können und so soll dieser Beitrag nun das Angebot für die Technik-Interessierten unter euch sein, ein wenig über die Vor- und Nachteile des Kindle im Besonderen und vielleicht auch von Ebooks im Allgemeinen zu diskutieren. (weiterlesen…)
Hinterfragt, die Zweite: Podcast mit Thomas Scanlon zu “Blame”
19. Mai 2011, cordDer Ethik-Podcast Hinterfragt von Anna Goppel und Andreas Cassee von der Universität Zürich geht in die nächste Runde. Nach dem sehr gelungenen Auftakt mit Robin Celikates zu “Ziviler Ungehorsam” im März, ist in der zweiten Ausgabe einer der berühmtesten lebenden Philosophen zu Gast, Thomas Scanlon von der Harvard University. Diesmal geht es um den Begriff “blame”, dem Scanlon in seinem neusten Buch “Moral Dimensions” ein Kapitel gewidmet hat. Hier geht es zur Website von Hinterfragt und hier zum iTunes Abo des Podcasts.
Fürs Wochenende: Kulturtheorie zum Hören
29. April 2011, thorstenEin leicht verspätetes Ostergeschenk: Wer über das Wochenende etwas Zeit hat und trotzdem nicht die Theorie/Philosophie ausblenden will, den interessiert ganz sicher folgendes neues Angebot des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung Stuttgart. Auf der Webseite finden sich eine größere Menge von Podcasts zur Kulturtheorie. So kann man Reinhard Koselleck über Macht und Gewalt sprechen hören, Niklas Luhmann über Kultur, Susan Neimann über moralische Klarheit, Terry Eagelton über den Tod der Kritik, Edward Said über historische Erfahrung und Identität oder – ganz frisch – Gayatri Chakravorty Spivak über “The Future as Neighbor and Vernacular Cosmopolitanism“.
Eine tolle Initiative – und bei der Gelegenheit sei auch nochmal an den Ethik-Podcast der Uni-Zürich erinnert und zusätzlich auf eine fünfteilige Podcast-Serie mit Charles Taylor hingewiesen, Thema: ‘The Malaise of Modernity’. Wer weitere Hör-Theorie kennt, poste sie doch gerne in die Kommentare. Sicher interessant, da mal eine kleine Mediathek zusammenzustellen.
Und er twittert doch: Die Habermas-Merkel Klickstrecke in der SZ
8. April 2011, cordUnter dem Titel “Merkels von Demoskopie geleiteter Opportunismus” rechnet Jürgen Habermas in der SZ mit der schwarz-gelben Koalition ab. Sehr lesenswert. Weniger erfreulich ist allerdings, dass Süddeutsche.de den Gastbeitrag von Habermas quasi als Klickstrecke gestaltet hat. Auf acht (!) Seiten wird ein Text von ca. 2800 Wörtern gestreckt, d.h. ganze 350 Wörter werden dem Leser im Schnitt pro Seite gegönnt. Ein Abschnitt ist gar nur 180 Wörter lang. Das ist noch nicht ganz Twitter-Format, aber es nähert sich bedenklich an. Der Rest der Seite wird von Anzeigen und – richtig – Klickstrecken gefüllt: Die schönsten Schnappschüsse vom schwarz-gelben Niedergang. Liebe SZ, ich hoffe die Werbemillionen fließen reichlich!
P.S.: Zum Vergleich: Dieser Beitrag besteht aus 123 Wörtern.
Ethik-Podcast an der Uni-Zürich
14. März 2011, danielSusanne hatte ja vor längerem schon mal etwas über Philosophie in Radio und TV geschrieben. Vom Ethik-Zentrum der Uni-Zürich gibt es nun ein weiteres, sehr vielversprechendes Format mit dem Titel “Hinterfragt – Der Ethik-Podcast”. In der ersten Folge geht es um zivilen Ungehorsam; mehr dazu gibt es hier.
Die Politische Philosophie von Julian Assange und Wikileaks
8. Dezember 2010, cordDer Philosoph Peter Ludlow von der Northwestern University, Fachmann für virtuelle Realitäten und Sprachphilosophie, hat auf dem Blog von Brian Leiter einen Artikel zur politischen Philosophie Julian Assanges veröffentlicht. Der Text ist etwas länger als ein klassischer Blogbeitrag, dafür aber recht informativ. Ludlow stellt zunächst Assanges Verständnis von “Verschwörungen” dar, untersucht dann die These, dass “Verschwörungen” notwendigerweise zu Schädigungen führen und fragt schließlich, ob Leaks das beste Mittel im Kampf gegen “Verschwörungen” sind. Das alles ist ganz interessant, allerdings werden die wirklich spannenden Fragen (wie ist die Gefährdung von Informanten durch Wikileaks einzuschätzen?, sind “Verschwörungen” generell schlecht?, verstärkt die Veröffentlichung nicht letztlich die Geheimhaltung von sensiblen Daten?, etc.) von Ludlow nur formuliert aber nicht weiter diskutiert. Trotzdem ist das endlich mal eine Verschwörungstheorie, die den Namen verdient.
“Moralische Klarheit für erwachsene Idealisten”: Susan Neiman diskutiert mit Sigmar Gabriel
8. November 2010, cordSusan Neiman, Philosophin, Rawls-Schülerin und Direktorin des Potsdamer Einstein-Forums, diskutiert am 19.11.2010 im Willy-Brandt-Haus mit Sigmar Gabriel, Lehrer, Schröder-Schüler und Vorsitzender der SPD, über moralische Klarheit, Verantwortung und die Bedeutung von Werten für die Politik. Grußworte und Einführungen werden von Julian Nida-Rümelin und Wolfgang Thierse beigesteuert. Ein ausführliches Programm findet sich hier, zur (notwendigen!) Anmeldung geht es hier entlang.
Menschenrechte: Vortrag, Ausstellung und Party in Berlin
2. November 2010, maikeDie unabhängige Menschenrechtsorganisation ECCHR lädt am 13. November 2010 ab 17 Uhr zu Vortrag und Diskussion mit Manfred Nowak vom Wiener Boltzmann-Institut für Menschenrechte ein. Er wird zum Thema “Torture and Accountability” sprechen. Um 19 Uhr geht es mit der Eröffnung der Ausstellung “Zigeuner Art” des seit 16 Jahren in Berlin lebenden, bosnischen Fotografen Nihad Nino Pušija weiter. Seine Fotos zeigen Roma, die von Deutschland in den Kosovo abgeschoben wurden und thematisieren die Vorurteile, denen sie ausgesetzt sind. Wer danach noch Energie hat, kann sich auf der anschließenden Büroparty vergnügen. Hier der schicke Flyer mit den Details.