Beiträge in der Rubrik ‘Theorie meets Popkultur’

Konferenz: Queer Again? Power, Politics and Ethics

17. August 2010, maike

Vom 23. bis zum 25. September findet an der HU Berlin die internationale Konferenz Queer Again? Power, Politics and Ethics zu aktuellen Fragen und Herausforderungen der Queer Theory statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der “Queer Research Group” des Graduiertenkollegs Geschlecht als Wissenskategorie. Keynote speakers sind u.a. José Esteban Muñoz (New York) und Judith Jack Halberstam (Los Angeles). Wer teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 1. September anmelden, die Teilnahme ist kostenlos. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

Neu im Netz: Portal Ideengeschichte und PW-Portal

12. August 2010, cord

In der deutschen Politikwissenschaft lässt sich in den letzten Wochen eine Art digitaler Gründungsboom beobachten: Auf einer Domain der Universität Marburg betreibt das Team um Thomas Noetzel, Jörg Probst und Remko Leemhuis seit Kurzem ein interdisziplinäres Portal für ideengeschichtliche Politikforschung, auf dem neben Rezensionen und Essays auch eine Bilddatenbank zur politischen Ideengeschichte angeboten werden soll. Außerdem gibt es eine Rubrik “Zombie des Monats“, was sich auf jeden Fall vielversprechend anhört, auch wenn mir noch nicht ganz klar ist, welchen Zombiebegriff die Autoren vertreten (nach der Typologie von David Chalmers kann man zwischen dem klassisch-haitianischen, dem Hollywood- und dem philosophischen Zombie unterscheiden…). Noch findet sich zwar relativ wenig Content auf der Seite, das Projekt sieht aber bereits jetzt sehr spannend aus. (weiterlesen…)

Interview mit Axel Honneth bei Zeit-Online

14. Mai 2010, cord

Sehr unterhaltsam. Besonders freut mich, dass Axel Honneth das “Philosophische Quartett” ebenso zu schätzen weiß wie wir:

“Honneth: Ehrlich gesagt finde ich die Sendung erbärmlich. Ich stamme aus einer Zeit, in der geisteswissenschaftliche Diskussionen in den Medien mehr Raum hatten und nicht auf schrille Thesen angewiesen waren, um die Quoten zu erhöhen.”

Hier geht es zum Interview.

(Via Political Theory, thanks for the pointer!)

Interview mit Jürgen Habermas zur Griechenland-Krise, Angela Merkel und dem Internet

3. Mai 2010, daniel

In einer Mischung aus Interview und Reportage hat die Financial Times Habermas dazu gebracht, sich zu den Möglichkeiten und Grenzen von interaktiven Websites wie Twitter (und dem gefälschten Habermas-Account dort) zu äußern. Außerdem zeigt Habermas sich sehr kritisch, was die Haltung der Bundesregierung gegenüber Europa und speziell im Angesicht der jetzigen Griechenland-Krise angeht: (weiterlesen…)

Philosophie in Radio und TV – Bringt das was?

19. April 2010, susanne

Frei Platon folgend, das mündliche Gespräch sei der Schrift vorzuziehen, gibt es immer mehr Formate in Radio und Fernsehen, die sich dem populärwissenschaftlichem Dialog zwischen Philosophen und Nichtphilosophen widmen: “Das philosophische Radio”, “Das philosophische Quartett”, “Sternstunde Philosophie” und so weiter. Da wird man dann als „Freund der Weisheit“ begrüßt („Guten Abend!“), und wer findet das denn nicht charmant. Ein Lob über den Äther übers Netz in den Kopfhörer ins Ohr – und schon fühlt man sich wie ein Freund der Weisheit. (weiterlesen…)

Tierethik Reloaded

14. April 2010, susanne

Der amerikanische Romanautor Jonathan Safran Foer hat ein essayistisches Buch über Tierschutz geschrieben, eine Art neue Vegetarierbibel könnte man sagen. Mit “Eating Animals” (in der deutschen Übersetzung “Tiere Essen”) legt Foer nämlich ein zugleich informiertes, witziges, kluges und philosophisches Buch zum Essen von Tieren und essenden Tieren, so der doppeldeutige Titel, vor. Er befreit die Tierethik damit zumindest in der Popkultur, vielleicht aber ja auch in der (Populär-)philosophie, ein Stück weit aus ihrem Schattendasein. (weiterlesen…)

Why so Serious?

25. März 2010, cord

Bei der University of Chicago Press kann man noch bis Ende des Monats “Jokes” von Ted Cohen (Chicago) als kostenloses E-Book runterladen. “Jokes” ist eine philosophische Analyse des Witzes und gleichzeitig eine Sammlung besonders gelungener oder zumindest bemerkenswerter Exemplare. Also endlich mal praktische Philosophie die den Namen verdient… Aus der Verlagsankündigung: (weiterlesen…)

Der Sender der Dichter und Denker

24. März 2010, cord

Diese Woche widmet man sich bei 3Sat den zeitlosen, tiefen Fragen unserer Existenz. Um nichts geringeres als den “Sinn des Lebens” geht es in der gleichnamigen Themenwoche. Heute Abend um 21.00 Uhr wird diesem in einer Gesprächsrunde (der Begriff Talkshow scheint hier nicht wirklich angemessen) 60 Minuten lang nachgegangen. Die Sendung heißt “Fragen – Philosophie im Gespräch” und stellt ihr löbliches – und für das deutsche Fernsehen ambitioniertes – Anliegen wie folgt vor: (weiterlesen…)

Habermas, Žižek und der Sinn des Lebens

21. März 2010, thorsten

Im Rahmen einer Themenreihe zum ‘Sinn des Lebens‘ zeigt 3Sat am Montag, den 22. März 2010, zu später Stunde zwei für Politische Theoretiker interessante Dokumentationen: Zum einen einen einstündigen Ausschnitt aus dem von Axel Honneth anlässlich des 80sten Geburtstags von Jürgen Habermas organisierten Geburtstagskolloquium (23:25, 3 Sat), zum anderen ein Gespräch mit Slavoj Žižek, welches sich unter anderem um die Frage der Demokratie in der Globalisierung drehen soll (Atemberaubende Philosophie, 04:05 Uhr, im strengen Sinne also bereits Dienstags sehr früh morgens). Eine couchnahe Alternative zum Hörsaal…und möglicherweise ja auch gute Unterhaltung.

[via Political Theory]

Zizek über Zizek: ‘First they called me a joker, now I am a dangerous thinker’

2. Februar 2010, daniel

Überrraschen tut es einen ja kaum noch, trotzdem ist es auf bizarre Weise unterhaltsam. Hier zwei der Antworten Zizek’s in einem Interview der Times of India:

How can you dismiss Buddhism so easily? It’s the fastest growing religion in the world.
In the West, Buddhism is the new predominant ideology. Things are so unstable and confusing that with one speculation you can lose billions of dollars in a minute. The only thing that can explain this is Buddhism which says that everything is an appearance. That’s why the Dalai Lama is so popular in Hollywood.

You have also been critical of Gandhi. You have called him violent. Why?
It’s crucial to see violence which is done repeatedly to keep the things the way they are. In that sense, Gandhi was more violent than Hitler.

[via Crooked Timber]